Blog Archiv

Ideen liegen in der Luft

22. April 2018
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Ideen liegen in der Luft

Nahezu zehn Jahre nach dem Erscheinen der Novelle Vignetten von A.J. Weigoni hat Hans Magnus Enzensberger „99 literarische Vignetten aus dem 20. Jahrhundert“ zusammengestellt. In der SZ erwartete Helmut Böttiger gar nicht erst den großen Tiefgang in Hans Magnus Enzensbergers Vignetten über Autoren, die dem 20. Jahrhundert noch einmal von der Schippe geshüpft sind: „Vignetten“...

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Den Kanon erweitern

19. April 2018
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Den Kanon erweitern

Als der Nobelpreis für Bob Dylan verkündet wurde, teilten sich die Geister in Enthusiasten und Enttäuschte: ein gefundenes Fressen für alle diejenigen, die online ihre literarischen Meinungen kundtun, verteidigen und weiterentwickeln. Der Ruf des Nobelpreises, heißt es in der Pressemittelung, habe durch die „Publizität“ der jüngsten Vorgänge großen Schaden genommen: Die Namen künftiger Nobelpreisträger...

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Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten analogen Galaxis

27. März 2018
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„Digital ist besser“ behaupteten die zum Sloganizing neigenden Tocotronics. In der taz stellte Frank Keil ein analoges Medium vor, das von Jörg Meyer kuratierte Kieler Lyriktelefon (zu erreichen unter der Festnetznummer 0431/901-1156) Hier lesen Autoren ihre Gedichte vor, und neuerdings kann man dessen Dienste man auch online nutzen. Gegründet hat es 1978 der heutige Radioredakteur...

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„Wo nichts zu sehen ist, fließt der Fluss“

26. März 2018
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„Wo nichts zu sehen ist, fließt der Fluss“

Dem Phänomen des fließenden Wassers geht der französische Grenzforscher Marcel Crépon auf den Grund: Er bewegt sich seit Jahren am Rhein entlang und über ihn hinweg, sammelt Eindrücke, Geschichten und Objekte, die der Fluss mit sich bringt – am Rheinfall von Schaffhausen etwa und auf der Insel Nonnenwerth bei Rolandseck. Seit 2013 tauchen diese...

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Die Kulturgeschichte von Klang und Ton

21. März 2018
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Die Kulturgeschichte von Klang und Ton

Vorbemerkung der Redaktion: Poesie zählt für KUNO weiterhin zu den wichtigsten identitäts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, weiteres in unserer poetologischen Positionsbestimmung. Seit 2000 wird jedes Jahr der Welttag der Poesie gefeiert. Er soll an „die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern“. Die Redaktion empfiehlt daher das auf vier CDs...

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Heute bei Langmann zu Besuch

17. März 2018
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Es ist die Leere des Sichtbaren, des nicht Benennbaren. Was hier verboten, ist dort legal, Geldströme sind grenzübergreifend neutral. Der Kleinkriminelle ist nur ein Parasit am Körper des großen Geschäfts. Zugang und Einblick bleiben ihm versperrt. Die Unruhe stand Stern ins Gesicht geschrieben. Die Streife müsste in 5 Minuten durch die Koloniestr. kommen. Eine...

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Guten Flug, Arnfried Astel

12. März 2018
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Guten Flug, Arnfried Astel

Die Amsel fliegt auf Der Zweig winkt ihr nach     Er brauchte nicht viel Worte, bevorzugte Epigramme und die japanische Kurzform des Haiku. Selbst 140 Zeichen unterschritt er regelmäsig und darf ein analoger Vorläufer der Twitteratur gelten.   Weiterführend → Bestand die Modernität des Aphorismus bisher in der Operativität, so entspricht diese literarische...

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DIN – Elektronorma

28. Februar 2018
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DIN – Elektronorma

Vor 100 Jahren begann die Deutsche Industrie damit Produkte und später auch Dienstleistungen zu normieren, mit der Deutschen Industrienorm (DIN). Lothar Müller befasst sich in der SZ mit etwas literarischeren und bürohistorischen Gesichtspunkten mit der DIN: 1922 wurden schließlich auch die Papierformate verabschiedet, denen wir heute noch das DIN-A4-Format verdanken. „Mit seinen größeren und...

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flüsterasphalt

12. Februar 2018
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flüsterasphalt

  die sonne schält sich ohne untergrund du verglühst noch immer unter ihr
als spielten unsere schatten miteinander!   deutest du noch immer den fixpunkt am äther in deinen zeilen, die wie waggons
mit abgewerteter währung entgleisen im flüsterasphalt der zeit stehst du im absatz hintergrundrauschen       *** verstolene nächte auf vorrat, Gedichte von...

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Klein aber oho!

5. Februar 2018
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Klein aber oho!

Seine Gedichte sprechen über die Unmittelbarkeit der Erfahrung. Enno Stahl Durch die nebensächlichsten Dinge schaut der Lyriker Stan Lafleur ins Weite der Welt. Sein kleiner aber sehr feiner Auswahlband MINI WELT beinhaltet 28 Gedichte über die Möwe im Zeitalter ihrer technischen Reproduzier- und neoliberal geprägten Anpreisbarkeit, über heimatlichen Umgebungswandel und den Stand der Fortschritte...

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PERFEKT VERPIXELT

24. Januar 2018
Von
PERFEKT VERPIXELT

Tom de Toys begann in den 1980ern Jahren mit abstrakter Malerei, bevor er bildergänzend dazu Gedichte schrieb. Auch die Photografie begeisterte ihn schon früh, wobei er technisch perfekt inszenierte Photos als langweilig und leblos empfand. In den 90ern fotografierte er spontan mit einer billigen Pocketkamera morbide Asphalt-Stilleben in Köln, und später mit den ersten,...

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der Aufstand kommt so oder so

20. Januar 2018
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der Aufstand kommt so oder so

sag, was du zu sagen hast sag, wer du bist und sag vor allem, was du wirklich willst wovon bist du abhängig? wer bezahlt dich? wie hoch ist dein Preis? ab welcher Summe begehst auch du Verrat? und dann sag Klasse, Bewusstsein und Utopie sag immer wieder: soziale Frage und neuer Mensch wir brauchen...

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Hatte hate Evoltion

13. Januar 2018
Von
Hatte hate Evoltion

  Der Schatten macht nur Sinn, wenn das Weiß dunkler wird in dieser unmenschlichen Wohnform in Erinnerung einer Stadt da muss es Treppen und Türen geben, zur Arbeit muss man kommen die erste Schicht liegt wie schmiegt, sieh an, mehrere Schichten für den Schatten aus der Sprühdose, weil sie sehr, sehr glatt iirgendwie ssst,...

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Kuwitter

8. Januar 2018
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