Monat: Oktober 2001

DER SCHÄDEL

  ich reise nachts mit der bahn auf einer strecke, die ich kenne. ich schaue aus dem fenster und versuche mir anhand der lichter draußen die straßen, häuser und fabriken vorzustellen, die gerade vorüberfahren. da sehe ich einen riesigen totenschädel…

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Gestrüpp dein Gelock geworden und wie die rote Sonne ein Zyklop ist dich einäugig anstarrt anstiert mit dir zerfällt in jedem Moment die Welt deiner Kindheit bis du federndes Geräusch wirst Windmühlenflügelkind als flöge jedes Glied von dir für sich…

FLÜGELAPPLAUS

Marian Nakitsch   Gedichte Mit einem Pass-Bild von Rainer Kunze Collektion S. Fischer, Frankfurt am Main   Wir haben einen dichter hier der hat kein‘ deutschen paß und schreibt ein beßres deutsch als wir aus altem faß   Wer „schlafend…

Die Weinkarte

  Zu den liebgewonnenen Traditionen unserer Gesellschaft gehört es, dass man sich abends zusammen setzt, ein Bier oder einen Wein trinkt und redet. Meist belanglose Themen, die besprochen werden, vielleicht aber unterhält man sich sogar über Kunst, Religion und Kultur.…

Gib mir den Schlüssel

  Weiterführend →  Lesen Sie auch das Kollegengespräch, das A.J. Weigoni mit Angelika Janz über den Zyklus fern, fern geführt hat. Vertiefend ein Porträt über ihre interdisziplinäre Tätigkeit, sowie einen Essay der Fragmenttexterin. Ebenfalls im KUNO-Archiv: Jan Kuhlbrodt mit einer Annäherung…

Kleingedank

    Die Grundlage für die Photoarbeiten bilden Schnappschüsse von Gebäudeteilen. Digital bearbeitet verwandeln sich die Motive in absurde Architekturen, deren Reiz in der skulpturalen Neuformulierung des real Vorgegebenen liegt. Die Titel der Arbeiten weisen auf die Straße hin, in…