Archiv: Februar 2012

Rebellen

29. Februar 2012
Von
Rebellen

  Weiterführend → Lesen Sie auch das Kollegengespräch, das A.J. Weigoni mit Angelika Janz über den Zyklus fern, fern geführt hat. Vertiefend ein Porträt über ihre interdisziplinäre Tätigkeit, sowie einen Essay der Fragmenttexterin.

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Motor des Fortschritts

28. Februar 2012
Von
Motor des Fortschritts

In Zeiten, wo die Kunst sich dem Kommerz verschrieben hat und die Kritik einem süffisanten, ironisch grundierten Ton, braucht es Mut, Leidenschaft und Erhabenheit zu verteidigen. Viktor Glass erzählt Geschichte indem er Geschichten schreibt und gibt uns eine Ahnung davon, wie eine alternative Form von Geschichte geschrieben werden kann. Es ist eine Aufrichtigkeit, die...

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Bücher

27. Februar 2012
Von
Bücher

Bücher; natürlich immer wieder Bücher. Was wäre das Leben ohne diese Konserven, die Ge– und Erlebtes nach weit über zweitausend Jahren auch ungekühlt noch frisch halten? Die Hingabe und das Hineingleiten in eine andere Gedankenwelt, eine Parallelwelt, der eigenen Innenwelt als Tür dienend, schlechtestenfalls als Fenster, immer aber als Raum im Raum. Stetig neue...

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5.15

26. Februar 2012
Von

Das ist gerade der schmale Grat zwischen todmüde und hellwach. Es wird Tag, eindeutig. Man braucht nicht mehr das Licht einzuschalten, wenn man ins Badezimmer geht und sich nach Stunden der Nachtwache überflüssigerweise, aber pflichtbewusst bettfertig macht. Könnte eigentlich auch die Morgenwäsche sein, schießt es verwegen durch meinen Kopf. Wie wäre es denn, mal...

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Wortlose · Anweisungen · mit · Nährwert · Lyrik in der Silver Horse Edition

25. Februar 2012
Von
Wortlose · Anweisungen · mit · Nährwert  · Lyrik in der Silver Horse Edition

Malt Giovanni eine Fliege? Mit Gerd Sonntags Giovanni Santi malt eine Fliege, erschienen im November 2011, läßt Peter Ettl die Herausgabe von Lyrik in der Silver Horse Edition vorläufig ruhn. 30 Bände in gut 5 Jahren sind eine runde Zahl, die für eine rundum runde Sache stehn. Während die einen bedauern mögen, daß es...

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Betrachtungsfeld

24. Februar 2012
Von
Betrachtungsfeld

Was der Mensch täglich mit seinen Füßen tritt, besser betritt, und nutzt, fällt gerade wegen dieses tagtäglichen Nutzens nicht weiter auf. Wer achtet schon auf die Bürgersteige und asphaltierten Straßen, die Häusermauern und Baumrinden? Wer bemerkt, dass so viele Steine zerbrochen und einige Gehflächen mit Kaugummiresten übersät sind? Wer stellt sich die Frage, warum...

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Franz Kafka, tschechischer Klassiker

23. Februar 2012
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Franz Kafka, tschechischer Klassiker

Sprechen wir hier von einem in Deutschland unbekannten, weil unübersetzten tschechischen Namensvetter und Doppelgänger jenes Dichters, der vom Schloß bis zum Prozeß, von der Strafkolonie bis zur Verwandlung unvergleichliche und unsterbliche Wortkunstwerke geschaffen hat? Nein, mitnichten – Franz Kafka ist nun einmal einmalig. Einmalig ist aber auch die Geistes- und Gemütsverwirrung, die in Kopf und...

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Sebald • Revisited

22. Februar 2012
Von
Sebald • Revisited

Eine der in der Salle des pas perdus wartenden Personen war Austerlitz, ein damals, im siebenundsechziger Jahr, beinahe jugendlich wirkender Mann mit blondem, seltsam gewelltem Haar, wie ich es sonst nur gesehen habe an dem deutschen Helden Siegfried in Langs Nibelungenfilm. Nicht anders als bei all unseren späteren Begegnungen trug Austerlitz damals in Antwerpen...

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„Avanti Popoloch“!

21. Februar 2012
Von
„Avanti Popoloch“!

Insbesondere die Kürze, in der sie ihre Geschichten lose beschreibt, und der darin enthaltene Humor, der ihr durch die vertrackte Situation ihres Zuhauses sozusagen in die Wiege gelegt wurde, erinnern mich teilweise sogar an Elfriede Jelinek, von der ich aber gar nichts kenne, außer ein Foto. Helge Schneider Ähnlich wie bei »The Life and...

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Witzige Kölner

20. Februar 2012
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  Im Dritten Reich verspotteten Kölner Karnevalisten den „Itzig“. Kölner Karnevalisten waren schon immer witzig.     *** Eine  Würdigung des Herausgebers und Lyrikers Axel Kutsch im Kreise von Autoren aus Metropole und Hinterland hier.     (Itzig – abwertende Bezeichnung für Jude. Während der Gewaltherrschaft der Nazis wurden Juden im Kölner Rosenmontagszug verspottet,...

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Erwachsenes Kassettenkind

19. Februar 2012
Von
Erwachsenes Kassettenkind

„Kassettenkinder“ sind ein Kulturphänomen der alten BRD. Diese analoge Abspielmöglichkeit auf Magnettonband begleitete Kinder durch die 1980er Jahr, wodurch eine spezielle Form von Hörspielkollektivgedächtnis entstanden ist, aus dem sich ein sentimentaler Retro-Kult speist. Die Hörspielhelden der Kindheit scheinbar sind viel tiefer im Gedächtnis dieser Kids verankert, als es Protagonisten aus Büchern, Filmen oder gar...

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Fremde Vertrautheiten

18. Februar 2012
Von
Fremde Vertrautheiten

  in fremdlændischen Zungen sprechen & das Ende des Ein geschlossenSeins feiern Ferne in sich auf nehmen & den fremden Blick auf das Vertraute lenken geistige & koerperliche Beweglichkeit als einzige Form des Bestandes akzeptieren den Wahn der Weltflucht in eine Weltsucht um kehren & sich offenbaren die einzige Freiheit nutzen zwischen subjektiver Weltanschauung...

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Gedichte mit Arsch in der Hose

17. Februar 2012
Von
Gedichte mit Arsch in der Hose

Das Lyrikdebüt des Berliners Tom Bresemann vor einigen Jahren wurde als das eines „zornigen jungen Mannes“ bezeichnet. Die Wut scheint noch nicht verflogen und hilft offenbar, inhaltliche Belang­losigkeit zu vermeiden. In seinem zweiten Band „Berliner Fenster“ hält Bresemann weiterhin Ohrfeigen und nasse Handtücher bereit. „stellt angestellte aus / und aufsteller ein! / karma kapitalismus:/ wieder...

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Rheinland erwache

16. Februar 2012
Von
Rheinland erwache

  Pappnasiges Sauf gesülze Möhnengekläff Rülpsendes Brauchtum Jetzthaunwir Joviale Politikervisagen Jetzthaunwir Jetzthaunwiraber Kalender exzeß Kotzender Frohsinn AufdiePaukediePauke Schnapskadaver Ent hemmte Bürovorsteher Augen aufschlag Schlag auf die Augen Blaulichtorgien Schamlippennacht Bismorgenfrüh Bums     *** Eine  Würdigung des Herausgebers und Lyrikers Axel Kutsch im Kreise von Autoren aus Metropole und Hinterland hier.

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SCHALEN

15. Februar 2012
Von

   zerteilt die wunde die kuppel der brust birgt das knochendach den kopf fliegt ein schwarm stümpfe  der klippe der schulter entgegen hängt der mantel der erschöpften haut überm schacht des leibes  streckt sich der fuß im gliederschoß  in der bremsspur des schorfes ist das becken grab und kelch dröhnt der samen im schädel...

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Akkupunkturnadeln. Vom Summen im Bienenstock der Edition Rugerup

14. Februar 2012
Von
Akkupunkturnadeln. Vom Summen im Bienenstock der Edition Rugerup

Enthusiastisch · Empfindsam · Engagiert Mit dem Gedichtbuch Die weißen Körper der Engel schließe ich die Lektüre der ersten fünf Bücher der Edition Rugerup ab, die ich mir auf drin­gende Empfehlung von Stefan Mon­hardt besorge. Und welch ein Glück, den (irisch schreibenden) Gabriel Rosenstock in seinen Gedichten ken­nenzulernen (Ohr // Ich lag neben meiner...

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Der Céline seiner Generation?

13. Februar 2012
Von
Der Céline seiner Generation?

Obschon die Sperrfrist erst morgen endet, verreißt sich das sogenannte „meinungsbildende Feuilleton“ schon im Vorfeld das Maul. Nach Georg Diez‘ heftiger Kritik im Spiegel an Christian Krachts Roman „Imperium“ erkennt Andreas Fanizadeh zwar weiterhein eher auf „spleenige Leere“ als auf rechtsradikales Gedankengut. Doch die erboste Verlagsreaktion auf Diez wundert ihn schon: „Am Montagnachmittag ließ...

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Hör dat!

12. Februar 2012
Von
Hör dat!

Bei Hördat findet man die beste, vollständigste, von Leidenschaft und Enthusiasmus getragene Seite zum Thema Hörspiel im Internet. Fast ausnahmlos alle Dramaturgien der „Anstalten des öffentlichen Rechts“ nutzen diese Quelle, nahezu alle Hörspielfreaks haben sie als Bookmark, jeder Macher sieht regelmäßig nach, wann seine Hörspiele wo laufen, jeder Sammler druckt die Booklets aus. HöerDat...

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Sie mag das System nicht

11. Februar 2012
Von
Sie mag das System nicht

Das, was man als Rap bezeichnet, habe ich bisher als Sportart begriffen. Faszinierend, wie ein Mensch 4 DIN-A-4-Seiten in Songform innerhalb von 3-5 Minuten runterrasseln kann. Und das ohne Sprachmelodie. Respekt. Dorottya Karsay jedoch ist kein Chic, das mit dem Hintern wackelt. Mit ihrem Protestsong „Nem Tetszik a Rendszer (Ich mag das System nicht)“...

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Vom Erhabenen zum Grotesken

10. Februar 2012
Von
Vom Erhabenen zum Grotesken

„Das eigentliche Vergnügen an der Arbeit des Schriftstellers“, erklärte der amerikanische Autor Walker Percy, „sind die Kontraste zwischen dem Schreiben als Möglichkeit, das Leben zu ordnen, und der darin berichteten alltäglichen Unordnung“. Solche Kontraste sind auch im Werk des Olaf von der Heydt sichtbar. In seinem Roman, »Die Mission«, läßt von der Heydt den...

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Zwischenruf: Establishment-Avantgarde

9. Februar 2012
Von
Zwischenruf: Establishment-Avantgarde

Es gab eine Zeit, da war die künstlerische Avantgarde künstlerisch, da war sie tatsächlich vorn, vorn auf einem schöpferischen Weg. Die Empörung über die Gaskrieg-Massaker in Verdun und anderswo und auch über das Sterben so vieler  Künstler „für eine Hure mit verfaulten Zähnen“ (so Ezra Pound über das bzw. die Europa des Jahres 1914-1918),...

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Der Wald am Strand

8. Februar 2012
Von
Der Wald am Strand

Zuerst eine Verwirrung: Was hat der Titel des Buches mit den Gedichten zu tun? In Synke Köhlers Lyrikdebüt »waldoffen« stehen wir nicht im Wald, sondern fast ausnahmslos an Gewässern, wie schon die Kapitelüberschriften »Strandläufer« oder »Grenze im Fluß« suggerieren. Die Autorin beschreibt uns den Horizont über dem Meer, Fische, Muscheln und Strände, lädt uns...

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LCD im Februar

7. Februar 2012
Von
LCD im Februar

Für manche ist der Verbrecher Verlag momentan die hipste, unabhängige Edition Berlins. Nicht nur wegen vieler Neuauflagen moderner Klassiker wie Gisela Elsner, Georg Kreisler oder Rudolf Lorenzen, sondern wegen seines Programm-Schwerpunkts auf realistischen, politisch engagierten Erzählweisen hat sich der Verbrecher Verlag in den letzten 14 Jahren einen Namen gemacht – letzten Sommer wurde der...

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In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie + Online-Archiv. Mehr Informationen.

630 – Booklet

Mit den Vignetten definierte A.J. Weigoni eine Literaturgattung neu. Das von Tom Täger und Peter Meilchen flankierte Re:make erfolgt zur Jahresgaben-Ausstellung des Kunstvereins Linz (15. Dezember, ab 16:00 Uhr) als Booklet 630.

Künstlerbücher + Curiosa

Zum Thema Künstlerbucher hier ein Essay. Vertiefend das Kollegengespräch von A.J. Weigoni mit Haimo Hieronymus über Material, Medium und Faszination des Werkstoffs Papier.

Ein Gesamtkunstwerk

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Jeder Band aus dem Schuber von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk! KUNO fasst die Stimmen zu dieser verlegerischen Großtat zusammen.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

Die Germanistik erweist sich dem Rundfunk gegenüber als schwerhörig. Dieser „déformation professionelle“ entkommt die Reihe MetaPhon. Hier sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Twitteratur

Ein Essay über die Literaturgattung Twitteratur. – Poesie ist ein identitätsstiftende Element unsrer Kultur, lesen Sie auch KUNOs poetologische Positionsbestimmung.

Rückspiegel

Edition Das Labor

Die ausführliche Chronik des Projekts Das Labor lesen sie hier. Eine Übersicht über die in der Edition realisierten Künstlerbücher, Bücher und Hörbücher finden Sie hier.