Monat: Dezember 2004

Ankünftigung

Poetisches Denken ist unrentabel, Poesie kein Produkt, das für einen Markt erzeugt wird. Daher darf man von der Poesie nicht verlangen, dass sie sich selbst kapitalisiert oder im kapitalistischen Sinn Profit bringt. Im Gegenteil: Man muss sie davon befreien. Die…

NÄCHTE

  umschließt das moor der mitternacht den himmel steh ich im chaos in der fülle ohne licht  reifen die erze verborgen weiter unter der erde  fault das korn bevor es keimt erholt das brachland sich  allein erlebt der vagabund sein…

Pseudonym

  pragmatische Idealisten tarnen sich unter der schicklichsten Verstellung hinter vor gehaltener Hand robuste Materialisten werden verwechselbar > alternieren von der einen zur anderen Maske & wollen als selbstbewusste Macher nicht mehr mit In dividuen zu tun haben: aus arktischer…

Stille

Medientheorie ist kein Herzstück einer irgendwo universitär und irgendwie institutionell beheimateten Wissenschaft mit relativ fester und konkreter Lehr- und Forschungspraxis. Medientheorie ist die fortgesetzte Suche nach einem Medienbegriff und Symptom dafür, dass es keine Medienwissenschaft in diesem Sinne gibt. Prof.…

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Frage   Nichts wird wo etwas immer nur ich sagt Verzagt sein Erwartungen erhängen Wünsche abhacken Neuwind Klingekind Asternart Sanftheit erfinden denn wer wenn nicht wir *** Weiterführend → Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. In ihrem preisgekrönten Essay Referenzuniversum geht…

Asphaltics

      Weiterführend → Lesen Sie auch den Essay Laik Wörtschel – ein Künstler der Stille. → Ein Artikel von Laik Wörtschel über Asphaltics – die geheime Streetart. → Wir begreifen die Gattung des Essays auf KUNO als eine Versuchsanordnung, undogmatisch,…

ABENDBILD

    Bedecke deine Blöße nun Und lass dich fallen In die Nacht. Ein Traum Hebt langsam seinen Vorhang an Bittet dich herein Da hat der Tag auf einmal Andre Farben, andren Klang Und spielt ein andres Spiel Bedecke deine…

Seelenfunkverkehr

  gefangen im Ich–Verlies mit tastenden Bewegungen in einer unbekannten Welt an Demarkationslinien als eigentliche Bruchstellen   veredelt durch eine schlichte Ausdruckswahrhaftigkeit allein der Sprache & der Stille vertrauen > die verræt was zu sagen ungeheuerlich wære   oszillierend in…

Leben in Möglichkeitsfloskeln XIV

Die Vergangenheit ist ein Sog, dem man sich nur entziehen kann, wenn man ihm ein lebendiges Heute entgegensetzt. Weiterfühend → Lesen Sie auch den Nachruf über Peter Meilchens Lebenswerk und den Essay 50 Jahre Krumscheid / Meilchen über die Retrospektive im Kunstverein Linz.

Der Kobold

  Das Werk der Isländerin lässt sich als Gesamtkunstwerk betrachten, eine Collage, in der verschiedene Künste wie Musik, Dichtung, Tanz, Pantomime und Malerei vereint sind; jene Künste, die man einst die schönen nannte. Dabei ist die Zusammenstellung bei Björk nicht…

Flensburg

    Die Grundlage für die Photoarbeiten bilden Schnappschüsse von Gebäudeteilen. Digital bearbeitet verwandeln sich die Motive in absurde Architekturen, deren Reiz in der skulpturalen Neuformulierung des real Vorgegebenen liegt. Die Titel der Arbeiten weisen auf die Straße hin, in…

Vielfalt

  Die Vielfalt auf den Campingplätzen ist immens. Zelte in allen Variationen. Neben wahren Palästen aus stabilen Folien gibt es Kleinstgebäude. Auch Zelte auf dem Dach von Autos, die mit der Leiter bestiegen werden, dafür praktisch und schnell aus- wie…

wisse

  Weiterführend → Lesen Sie auch das Kollegengespräch, das A.J. Weigoni mit Angelika Janz über den Zyklus fern, fern geführt hat. Vertiefend ein Porträt über ihre interdisziplinäre Tätigkeit, sowie einen Essay der Fragmenttexterin. Ebenfalls im KUNO-Archiv: Jan Kuhlbrodt mit einer…