Monat: Juni 2009

VI

  Schnittpunkte. Eine alte Knortze, zahnlos, ihre Schultern gebeugt von den Jahren, schlurft an ihr vorbei. Nataly legt den Weg zum Bahnhof zu Fuss zurück, um schrittweise etwas von der pulsierenden Hektik des Alltags abzustreifen. Diese elektrifizierte Hochspannung baut sich…

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Sternschnuppen im Dauerburnout on the run vor sich selbst ziehn sich ins Innere des Himmels zurück zwischen Chemitrails und schwarze Löcher (hypothetisch könnte man noch einen Schmetterling sehen) Diagnose: Wahnsinn hilft dagegen: Euthanasie *** Weiterführend → Ein Porträt von Sophie…

Hypochondrische Aphorismen 3

  Nachdenken ist bei genauer Betrachtung die Fortsetzung des Schreibens mit anderen Mitteln.     *** Weiterführend → Das erste Fazit von Ulrich Bergmann zur Twitteratur viel eher skeptisch aus. Er stellte KUNO seine Hypochondrische Aphorismen zur Verfügung. Zur weiteren Information…

Ein fein gesponnenes Psychogramm

Präzision ist Suche, Sprache ist Wortsuche und Wortauswahl. Erzählung wählt aus, was in welcher Form zur Wahrnehmung gebracht wird. In der Literaturwissenschaft bezeichnet man Vignetten als impressionistische, meist kurze Szenen, die auf einen Moment fokussieren oder einen Eindruck über eine…

Stereotypen medial vernutzten Sprechens

  Im Anfang war die Presse, und dann erschien die Welt.   *** Am 1. April 1899 gründete Karl Kraus die Zeitschrift Die Fackel. Er ist der Begründer des analogen Internets. In der Vorrede zu diesem Projekt sagte er sich…

Am Wald (eine Kurznovelle)

    Der Jäger geht kurzsichtig zu seinem Hochsitz. Bereits nach kurzer Zeit erblickt er auf der Wiese vor sich zwei Stücke Wild, prächtige Hirsche. Zwei Mal drückt er ab und trifft. Es wird sich zeigen, ob er die Rinder…

Das Glück

    Das Glück begreifen, daß der Boden, auf dem du stehst, nicht größer sein kann, als die zwei Füße ihn bedecken.     *** Franz Kafka neigte zu aphoristischen Gedankensplittern und dem eigenwilligen Aneignen kollektiver, mythischer Diskurse, um einen…