Archiv: März 2018

I assume beyond

31. März 2018
Von
I assume beyond

reasonable doubt       circumstances are surrounding me   three   was it in London or in Madrid is this the same at the end? *** Spam Poetry von Joanna Lisiak, KUNO 2017 Die Lyrikerin Joanna Lisiak hat aus Spam-Emails Gedichte destilliert. Diese Methode hatte sie in einem komplexeren Umfang bereits bei anderen...

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Nach Lage der Dinge

30. März 2018
Von
Nach Lage der Dinge

Nach Lage der Dinge gibt es Verschiebungen.
 Entgegengesetztes trifft sich in Ergänzung.
Verwandtes trennt sich vom Plan,
 ParallelLaufendes wächst zusammen.
Die Täuschung entlarvt, was Fehler benannt haben.
 Ein Satz kräuselt sich bildhaft schön, ja,
ein Wort zur Lage ein paarmal gewendet,
ein Trümmer, ein Grund, ein Stück,
darauf baut sich die Regel, das Spiel.   *** fern, fern von...

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Drive in

29. März 2018
Von
Drive in

Ich habe es eilig. Ich will pünktlich zu meiner Verabredung kommen. Aber wohin? Ich weiß nicht mehr den Weg. Ich setze mich ins Auto und fahre nach Hause. Hast du vergessen, wo du hin willst? Nein, ich will mich besuchen, aber ich bin erst gar nicht ausgestiegen.       *** Arthurgeschichten von Ulrich Bergmann....

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jagd

28. März 2018
Von
jagd

sinkt am grünen horizont die sonne singen vögel über meinem sarg folgen mir hirsche hör ich gebell beginnt die schonzeit erst am ort ohne grund erwache ich im wald hinterm wind unterm mond in silbernem licht trag ich hörner nicht und krallen heilt das messer selbst die wunden die es schlägt   *** Seelenland,...

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Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten analogen Galaxis

27. März 2018
Von

„Digital ist besser“ behaupteten die zum Sloganizing neigenden Tocotronics. In der taz stellte Frank Keil ein analoges Medium vor, das von Jörg Meyer kuratierte Kieler Lyriktelefon (zu erreichen unter der Festnetznummer 0431/901-1156) Hier lesen Autoren ihre Gedichte vor, und neuerdings kann man dessen Dienste man auch online nutzen. Gegründet hat es 1978 der heutige Radioredakteur...

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„Wo nichts zu sehen ist, fließt der Fluss“

26. März 2018
Von
„Wo nichts zu sehen ist, fließt der Fluss“

Dem Phänomen des fließenden Wassers geht der französische Grenzforscher Marcel Crépon auf den Grund: Er bewegt sich seit Jahren am Rhein entlang und über ihn hinweg, sammelt Eindrücke, Geschichten und Objekte, die der Fluss mit sich bringt – am Rheinfall von Schaffhausen etwa und auf der Insel Nonnenwerth bei Rolandseck. Seit 2013 tauchen diese...

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Durchschnittlich schön

25. März 2018
Von
Durchschnittlich schön

Im Widerspruch zur allgemeinen Meinung sage ich, sagt Arthur, die wahre Schönheit liegt im reinen Durchschnitt. Dann sind also die meisten Leute schön?, sage ich. Wo denkst du hin!, sagt Arthur. Der reine Durchschnitt ist genauso selten wie extreme Hässlichkeit. Dann ist es nach deiner Theorie, sage ich, unsinnig von Schönheit zu reden, die...

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Ein Neuer

24. März 2018
Von

Typischer als dieser Beamte, vermutlich einer Verwaltungsbehörde, vielleicht sogar eines Finanzamtes, kann wirklich niemand sein. Er reist guter Dinge in seinem strahlend weißen Kleinwagen an. Klinisch strahlend weißer VW up. Das hat ja fast schon den vagen Hauch des Trendigen in sich. Als er aussteigt aber, ist alles klar. Die Bundfaltenjeans (Ein Wort, dass...

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:

23. März 2018
Von
:

Dauer   Dornen und Pfeile. und Sonne hängt als Licht hinterm Geäst:   Frag ruhig die Ewigkeit aus sie sagt immer nur   ja       ***   Weiterführend → Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. In ihrem preisgekrönten Essay Referenzuniversum geht sie der Frage nach, wie das Schreiben durch das schreibende...

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RAUSCHZEIT!

22. März 2018
Von
RAUSCHZEIT!

  wer stimmt den aasgesang an? ist’s roter mohn der so bitter rinnt? schweifen im taugras, wer weckt den Pan? die alte parze die spinnentod spinnt.   Sonnreiter, flügelgaul überm berg, im himmel krähen, der mond steht alt, aus dem wind das lied, doch das auge wird kalt, und der graue gott, ein buckelzwerg....

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Die Kulturgeschichte von Klang und Ton

21. März 2018
Von
Die Kulturgeschichte von Klang und Ton

Vorbemerkung der Redaktion: Poesie zählt für KUNO weiterhin zu den wichtigsten identitäts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, weiteres in unserer poetologischen Positionsbestimmung. Seit 2000 wird jedes Jahr der Welttag der Poesie gefeiert. Er soll an „die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern“. Die Redaktion empfiehlt daher das auf vier CDs...

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Berge türmen

20. März 2018
Von
Berge türmen

Majestätisch erheben sie sich, die Berge. Du hast zu ihnen aufzublicken, während sie aus luftiger Höhe spöttisch auf dich herabsehen. Ehrfurcht gebietend beschränken und beschatten sie dich. Engen dich ein. Was nutzt es da, wenn du eilfertig die Schultern der Riesen erklimmst, um als Zwerg auf ihnen stehend weiter blicken zu wollen als je...

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Schokolädchen

19. März 2018
Von

  Ich frag’ mich, was ich an dir lieb, An Weihnachten, mein süßes Mädchen. Ich öffnete ein weitres Lädchen, Als ich dir diese Verse schrieb,   Am Weihnachtskalendarium Und stahl daraus ein Schokolädchen. Das war ein herziges Gerätchen: Ich schlotze selig daran rum.   Dabei, als ich so glücklich schlecke, Fällt mir auch ein,...

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Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes

18. März 2018
Von

Alle Dinge sind leicht, schwer ist nur die Kunst, dahin zu gelangen, wo sie es werden. Adolf Muschg Letztens brachte Weigoni eine Flasche Schumacher mit ins Sauerland. Dabei handeltes sich um eine Literflasche mit einem Bügelverschluss, der beim Öffnen ein herzhaftes Plopp von sich gibt. Von der Farbe dunkel, erinnert dieses Bier an das...

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Hobby Horse

18. März 2018
Von

Mein Vater hatte eine kleine Lieblingsstute, die er von einem sehr schönen arabischen Hengste belegen ließ, um von ihm ein Reitpferd für sich zu erzielen. Sanguinisch, wie er in all seinen Plänen war, sprach er nun tagtäglich von seinem Reitpferde, mit einer Sicherheit, als ob es schon großgezogen und zugeritten wäre, und nur noch...

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Heute bei Langmann zu Besuch

17. März 2018
Von

Es ist die Leere des Sichtbaren, des nicht Benennbaren. Was hier verboten, ist dort legal, Geldströme sind grenzübergreifend neutral. Der Kleinkriminelle ist nur ein Parasit am Körper des großen Geschäfts. Zugang und Einblick bleiben ihm versperrt. Die Unruhe stand Stern ins Gesicht geschrieben. Die Streife müsste in 5 Minuten durch die Koloniestr. kommen. Eine...

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Die Landschaft

16. März 2018
Von