Monat: Mai 2008

Auswahl

Ich verlasse mich auf die Ankunftszeiten gehorche den Öffnungs- und Schlusszeiten obliege den Pausenzeiten ergebe mich den Auszeiten hetze Freizeiten nach.   Ich verlasse mich auf Zahlen glaube an bezifferte Statistiken deute die Auswertung poche auf Primzahlen gratwandere auf Einsen…

Neues Literaturkontor

poesie dreht die kulissen der gewohnheit hundertachtzig grad lauten die Wörter in einem holzschnittartigen Bildgedicht von Claus Bremer (1924-1996), [Claus Bremer gilt mit Eugen Gomringer als Begründer der konkreten Poesie.] das ich in seinem posthum erschienenen Buch wir sind andere…

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brauch Kauwerkzeug für die Augenblicke die Dichtigkeiten der Tagen: Schwalben Splitter knie- ich, hin- *** Weiterführend → Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. In ihrem preisgekrönten Essay Referenzuniversum geht sie der Frage nach, wie das Schreiben durch das schreibende…

So ist es. Ist es so?

Kommentar zur gegenwärtigen Situation der deutschsprachigen Lyrikszene Die deutschsprachige Lyrik boomt. Zahlreiche junge Talente und Zeitschriften, die ihnen eine Plattform für Gedichtveröffentlichungen und ein Forum für ausgiebige Debatten bieten, sind in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen.…

bennefiz

sieh die sterne die fänge ach das erhabene – du aber watest durch die krebskranke trunkene flut was schlimm ist: hier ist kein trost wo etüden schwerter halten ach das erhabene – es gibt nur ein begegnen im gedichte aber…

Zeit und Zeitbegriff

Francisca Ricinski: Vor einiger Zeit lasen Sie im Arp-Museum von Rolandseck Fragmente aus Ihrem Roman „42“. Dieser Titel wurde in den Medien unterschiedlich gedeutet und mit einigen Werken in Verbindung gebracht, wo diese symbolträchtige Zahl auftaucht. Mir fällt spontan Sarah…

Traditionalisten

  Ein bleierner Schlaf hatte auf ihm gelegen, Herr Nipp musste Stunden lang in jenen Traumgefilden verbracht haben, jenen, die wohl irgendwie bekannt scheinen oder zumindest erahnt. Von schönen Träumen und etwas Glück eingehüllt. Er hatte ganz früh die Reißleine…

Dinge und Orte

Mit den beharrlichen Arbeitern am Wort ist es nicht einfach. Zu sehr ist oft die prononcierte Anwesenheit des Schrillen, zumal, wenn es auch noch in unbedarfter Verpackung erscheint, eine Art späte ‚Blendungsgnade‘ für den im Niedergang begriffenen Kritiker­stand. Ein gutes…