Monat: November 1994

Hat man das Gerücht

  Hat man das Gerücht seinem Beweis zuführen können? Das Gerücht lügt: wie das Foto, das die Sicht fälscht, vom Winkel getäuscht, in dessen Spanne das Hauptsächliche als Begleiterscheinung alles Mögliche verschattet. Das Gerücht beharrt auf seinem Grund in: der…

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Wo Winde in Bäumen turnen schaufeln die Reste des Lichts Erinnerungen an Fäden Knotenpunkte einer unverstehbaren Welt *** Weiterführend → Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. In ihrem preisgekrönten Essay Referenzuniversum geht sie der Frage nach, wie das Schreiben…

Transversion

    Tonbœgen flogen aus den Instrumenten der Symphoniker in das Immaterielle im Orchesterklang mit traumverlorener Zartheit weichen Farben der Holzblæser & Hœrner wuchtigem Legato der Streicher > der typisch „Deutsche Klang“ auf der Tragfæhigkeit des Librettos ein grosser epischer Bogen…

Hochformat

Weiterführend → Lesen Sie auch den Nachruf zu Peter Meilchens Lebenswerk und den Essay 50 Jahre Krumscheid / Meilchen über die Retrospektive im Kunstverein Linz.  

Abreise und Rückkehr

Der Lichtstreif unter der Schlafzimmertür, am Vorabend, wenn die andern noch auf waren, – war er nicht das erste Reisesignal? Drang er nicht in die Kindernacht voller Erwartung wie später in die Nacht eines Publikums der Lichtstreif unter dem Bühnenvorhang?…

Zufriedenheit

Egal wo er auch Leute trifft, trifft ihn die Erkenntnis, dass wohl eine Zeit des Umbruchs sei. Traumpaare der letzten Dekaden trennen sich oder proben ein neues Leben in trauter Trennung und unerwarteter Unordnung. Die Bistros und Clubs füllen sich…

ALLERSEELEN

    Die Männlein, Weiblein, traurige Gesellen, Sie streuen heute Blumen blau und rot Auf ihre Grüfte, die sich zag erhellen. Sie tun wie arme Puppen vor dem Tod.   O! wie sie hier voll Angst und Demut scheinen, Wie…