Archiv: Januar 2015

Inferno lunare [Ursa minor]

31. Januar 2015
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    Da verschwand der Flieger im Mond: Jener, der schlingernd zuvor Der Bärin durch’s Fell gezaust war Und schrie, weil der Honig tropfte bei ihr –   Ein getroffener Mauersegler; Und schlug, ein Schmetterlingsmuster Aus Weißblech, stöhnend dumpf auf.   Die Menschen blickten ihm Lange noch nach und konnten’s nicht fassen: Und die...

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Banksy: Neues aus dem Asphaltdschungel

30. Januar 2015
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Banksy: Neues aus dem Asphaltdschungel

Mit dem Fotoband „Banksy in New York“ legt Ray Mock ein Werk vor, das zwei Dinge zu vereinen sucht. Zum einen behandelt es, wie ein Tagebuch aufgebaut, den Aufenthalt Banksys in der amerikanischen Metropole. Zum anderen versucht er eine grundlegende wie kritische Beschreibung und Einordnung des Phänomens Street-Art am Beispiel Banksys. Dabei kommt der...

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Im Licht

29. Januar 2015
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Im Licht

  Further reading → Ein Porträt der Fragmenttexterin Angelika Janz lesen Sie hier.

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Erinnerung an Ceija Stojka

28. Januar 2015
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Erinnerung an Ceija Stojka

Noch höre ich den Klang Deiner Stimme, noch sehe ich Dein Gesicht.   Ein Sturm war plötzlich aufgekommen, kalt und windig war es, der Regen peitschte uns ins Gesicht, als man Dich, liebe Ceija, im Sarg zum offenen Grab trug. Pfarrer Helmut Schüller sprach die letzten Gebete, gab Dir den letzten Segen. Die Ruzsa...

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Der Schreiber ist beim Schreiben allein

27. Januar 2015
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Jeder hat seine Art zu schreiben, er gibt sich selbst die Regeln. Er geht von sich aus und von der Welt. Der Autor macht sich im Schreiben kollektiv. Das Kollektive geht durch ihn hindurch – das ist dann gelungene Literatur. Es ist die Crux vieler, nicht nur junger Autoren, dass sie allzu oft Tagebuchtexte...

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VORKRIEGSZEIT

26. Januar 2015
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VORKRIEGSZEIT

  Noch gibt es Unordnung und Sensationen, in Cellophan gewickelte Vernichtung, eilige Rhapsoden in den Hinterzimmern. Haarfein zieht der Sekundenzeiger die dünne Linie zwischen uns und aller Zeit, die kommt.   Auf den Märkten gibt es Fische mit verfärbten Kiemen und abgemesserten Häuptern, die vorwurfsvoll das All anstarren. Es gibt die Hunde im Gewühl...

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Moderne Lyrik

25. Januar 2015
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Moderne Lyrik

Zunächst bitte ich Sie um Güte und Geduld. Ich bin mir vollkommen bewußt, daß es nichts Geringes ist, einestundelang über Gedichte reden zu hören. Wenn die Sache nicht schon in den Zeitungen stünde und so unangenehm festgenagelt wäre, könnten wir uns ja eilig und heimlich einigen über was Lebendigeres zu reden, zum Beispiel über...

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Rätsel im Alphabet · Revisited

24. Januar 2015
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Rätsel im Alphabet · Revisited

Ich habe das Buch bis 3 Uhr in der Nacht zu Ende gelesen – mit großer Spannung auf die Abfolge der Gedanken und Briefe und Freude an den poetischen Formulierungen – vor allem im Anfangsmotto und in der Schlussformel. Der Titel „blattgold ein übern andern tag“ nennt die Kostbarkeit der Briefe und der Korrespondenzen....

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:

23. Januar 2015
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:

  in der senkrecht herabfallenden hitze die erde glüht. Wenn ein gesicht ein bett wird. Wenn ein blick sich schlafen legen darf. So kommen ineinander gefaltete lider zur ruhe wie wenn ein gebet. Doch es ist nur der blick. sterne gehen wie kienspäne. Seit du das allein sein übertrieben hast diese sehnsucht nach nacht....

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Ein alter Tibetteppich

22. Januar 2015
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Ein alter Tibetteppich

Sie war die größte Lyrikerin, die Deutschland hatte. Gottfried Benn   Deine Seele, die die meine liebet, Ist verwirkt mit ihr im Teppichtibet. Strahl in Strahl, verliebte Farben, Sterne, die sich himmellang umwarben. Unsere Füße ruhen auf der Kostbarkeit, Maschentausendabertausendweit. Süßer Lamasohn auf Moschuspflanzenthron, Wie lange küßt dein Mund den meinen wohl Und Wang...

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Rhein wörtlich

22. Januar 2015
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Rhein wörtlich

  „Vielleicht ist meine beste Chance auf so etwas wie den erweiterten Rückgewinn von Gewissheit der Rhein. Der Strom als mächtiger Filter, als Geistesmaschine und Erzählapparat, der alles schon gesehen und gut durchgekaut wieder ausgespuckt oder nach Gusto für sich behalten hat.“ *** Fast täglich erweitert er sein Hybridprojekt rheinsein im Internet. Stan Lafleur...

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eulenlicht

22. Januar 2015
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eulenlicht

  schwebt eine eule leisen flugs wie ein leib des windes  dicht an mir vorüber  ahne ich sie führt die unerlösten  seelen durch den wald  flieh ich ins dickicht fällt mir eine feder in die hand steck ich sie hinters ohr seh ich  die toten lieben sich fliegend  zerstoßen sie die eischalen der nacht...

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Abendlied

21. Januar 2015
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Abendlied

    *** Mit Abendlied wählt Matthias Claudius einen Gattungsbegriff als Titel, der das Gedicht in den Kontext bestimmter literarischer Traditionen stellt. Auf der einen Seite ruft der Titel das Umfeld der geistlichen Gesänge auf, auf der anderen Seite ist das Abendlied als literarische Gattung ein typisches Produkt der Reformationszeit. Typische Elemente dieser Gattung...

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Beten

21. Januar 2015
Von
Beten

  Further reading → Ein Porträt der Fragmenttexterin Angelika Janz lesen Sie hier.

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Kolportagelesung

21. Januar 2015
Von
Kolportagelesung

*** Sehr schön, wenn einem das Neue so vertraut entgegen kommt. Lesen Sie auch den Artikel über 25 Jahre Gossenhefte.

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Konkrete Poesie

20. Januar 2015
Von
Konkrete Poesie

Er ist der Vater der deutschen Nachkriegsmoderne- und dies gleichermaßen durch programmatische Verlautbarungen wie extraordinäre poetische Texte, die bis heute- und über das Heute hinaus- ihre Spannkraft behalten haben. Er ist – im technischen wie im imaginativen Sinne des Begriffs – ein Erfinder, der die Sprache der Literatur nachhaltig verändert hat. Karl Riha  ...

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über uns

19. Januar 2015
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  wir brechen wörter aus dem stein formen sätze die dächer   prosaischer handlungen oder gewölbe lyrischer kathedralen tragen   wir sind steinmetze bildhauer dombaumeister   zugleich bergwerker minenarbeiter stollengräber   auf der suche nach rohstoff in uns selbst   für A. J. Weigoni   *** Über die Qualität von Andreas Noga als Lyriker...

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Eine wahrscheinlich unvermeidliche Evolution des Alphabets

18. Januar 2015
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 Das Gedicht war eine ungeheure Erfindung. Das ganze Menschheitswissen wurde in gebundener Sprache überliefert.  Ernst Pöppels Kurze Vorrede, mit der freundlichen Bitte um etwas Geduld: Mein Gehirn ähnelt einem Muskel, es bleibt nur fit, wenn ich es beständig trainiere. Wichtig ist, dass ich etwas Sinnvolles lerne – etwas, das mich erfüllt. Daher begeistere mich...

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Navigationssystem

18. Januar 2015
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