Autor: Ralph Pordzik

NATURBEOBACHTUNG

Den Tau in den Netzen fangen wie die Spinnen und sie fragen wie es sich lebt unter dem Schweigen der zerteilten Himmel, ohne Lot, im Regenwald der Sterne. Sie könnten es wissen. Sie oder Jesaja, der eine Jahreszeit verbrachte im…

Den Sanduhren zum Gruß

Unter dem Streiflicht Mirabilien, Perlen eine zarte Blendung: Sonne und Meer nur Chiffren verlorene Entwürfe kaum Sand, kein Meer, und ein Tag wächst strandlos an den nächsten. Dies ist dein Gelände dein unumstößliches Zeugnis. Hier steht dein Schweigen geschrieben, hier…

Die Überlebenden der Postkarten

Die Fallen dieser Friedhöfe Das Maß der Hoffnung, ablesbar an verschlossenen Toren Wir stehen in unserem Schatten wie in einer Pfütze und rühren uns nicht. *** Mit deutschen Untertiteln. Gedichte von Ralph Pordzik, Les Derniers Jours, 2017 Weiterführend → Bereits…

Bei Einbruch der Mimesis

meistens Flucht: die Bilder strengen Richter unterworfen, legen uns in Wortausklängen schlafen, so tief und einfach wie ein Augenleiden oder Gärten in der Normandie wo die Stille nah am Sommer der Zirkus bald vergessen der Fels rundum gefaltet ist. ***…

VORKRIEGSZEIT

Noch gibt es Unordnung und Sensationen, in Cellophan gewickelte Vernichtung, eilige Rhapsoden in den Hinterzimmern. Haarfein zieht der Sekundenzeiger die dünne Linie zwischen uns und aller Zeit, die kommt. Auf den Märkten gibt es Fische mit verfärbten Kiemen und abgemesserten…