Blog Archiv

Axel Kutsch, Herausgeber

24. Juni 2014
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Axel Kutsch, Herausgeber

Seit 1983 gibt Axel Kutsch Jahr für Jahr Lyrikantholo­gien heraus, die in ihrer Gesamtheit die Bandbreite der Lyrik im deutschen Sprach­raum vermitteln und jeweils umfassende Ein­blicke in das vielge­staltige zeitgenössische Lyrikschaffen der Jahre vor und nach 2000 ermöglichen. Der Eindruck, den ich, beispielsweise, bei der Lek­türe von Versnetze_fünf gewinn: Unbeugsam scheint der Überle­senswille des...

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Axel Kutsch, Lyriker

23. Juni 2014
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Axel Kutsch, Lyriker

Vorläufiges lautet, betont schlicht und einfach, der Titel jenes ersten Bändchens, dem bislang, wir schreiben das Jahr 2014, in dem Axel Kutsch, wenn ich richtig rechne, 69 wird, 69 – eine rundum runde Zahl, eine Zahl zum Lieben schön, zehn weitere Gedichtbücher gefolgt sind, von denen vor allem Wortbruch sowie Ikarus fährt Omnibus besondere...

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im dickicht stadt

6. Februar 2014
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Dieses Blatt, es ist für die Sprache zu schön. Peter Waterhouse · Das Klarfeld Gedicht im dickicht stadt   sehr matt und moll und ge- drungenermaßen   durch fußgängerzone gezwängelt   fällt ahornblatt voll rot geädert (gelb ∙ platt)   peer quer / vor / füße – und – augenblicklich   vergißt er glatt...

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Annäherung an ein Gedicht

16. Januar 2014
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Annäherung an ein Gedicht

Mais Degas ce n’est pas avec des idées qu’on fait des vers c’est avec des mots Stéphane Mallarmé   Fahl das Licht im Raum der frühen Morgenstunde, das dennoch, vermein ich, den einen, andren Sonnenstrahl ver­spricht. Zum wiederholten Mal seit dem Vortag auf die zentral vor mir liegende, sich schmal übers Blatt ziehende ›Wal­be­nachrichtigung‹...

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Klöpfer & Meyer • Revisited

9. Januar 2014
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Klöpfer & Meyer • Revisited

 Mit dem Buch durchs Dasein reisen Seit vielen Jahren sind von Hubert Klöpfer im Tübinger Verlag Klöpfer & Meyer publizierte Bücher Weggefährten auf dieser fürwahr endlosschleifigen Lebenslesereise. Während ich Nikolai Vogels im Februar 2012 bei Haymon in Innsbruck/Wien erschienenen rasanten (Reise-)Roman Spam Diamond lese, dessen Ich-Erzähler auf den Namen Thomas Vogel hört, denke ich,...

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Notizen zu Friederike Mayröckers Werk nach 2000

26. Dezember 2013
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Notizen zu Friederike Mayröckers Werk nach 2000

ihre dichtung hat eine meinen hals ausrenkende höhe erreicht, die so sehr weiter zu steigern ihre absicht ist, daß sie das alter von 150 zu erreichen proklamiert hat. Ernst Jandl 1 Zurück vom rundweg ›himmlischen‹ Gang durch weißen, schweigenden Wald mit ›unheimlich‹ wirkenden Fern­blicken, bei dem uns das allu­sionäre · bild­starke · cha­ris­mati­sche ·...

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Lachfalten im Gesicht der Zeit · Revisited

9. Dezember 2013
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A. J. Weigonis eindringliche Vignetten Ein schmaler Band – 64 Seiten einschließlich des Vorworts von Holger Benkel und des Nachworts von Enrik Lauer: Die Poesie des 21. Jahrhunderts ist synästhetisch. Eine No­velle, zwei Kapitel (Mäander und Uräus). 53 Seiten. Kurz, knapp, aber nicht lakonisch. Eingehüllt in weißen festen Einband, von ranker Vignette geziert. Signiert...

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jetzt ∙ drei tage nach raffelsbrand

21. November 2013
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jetzt ∙ drei tage nach raffelsbrand

All those rocks with lines and scars and letters James Joyce ∙ Ulysses gedankenverasteter rotbuchenwaldbaum fast fünfhundert meter über normalnull weißt du wie viel menschlein gestern oder gestern oder gestern allein in syrien die feine for­derung nach freiheit mal eben mit dem leben bezahlen ist noch nicht klar von bis zu neun­zig oder hundertneunzig...

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Gedanken · Gänge · Sprünge

18. November 2013
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Gedanken · Gänge · Sprünge

Heinz Küpper. Nicht bloß eine Wahrnehmung Das literarische Werk Heinz Küppers, das seit den 1990er Jahren vom Ver­lag Land­presse resp. Verlag Ralf Liebe be­treut wird und zum Teil neu herausgegeben wurde, nachdem einige Ro­mane viele Jahre lang vergriffen waren, ver­dient unbedingt mehr Aufmerksamkeit, als ihm zuteil wird. Heinz Küpper war ein Schriftsteller, der Romane...

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Die Arbeit als Leidenschaft, die fortgesetzte Partitur als Leben

24. Oktober 2013
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Die Arbeit als Leidenschaft, die fortgesetzte Partitur als Leben

Die Welt ist zweifellos das grösste Erlebnis, aber zum Grossteil erschöpft sie sich doch in einer entsetzlichen Anstrengung. Die Welt ist mehr und mehr ein enger Kerker, in welchem jener Untersuchungshäftling, der man ist, doch lebenslänglich die schlechtest denkbare Luft einatmet und auf einen Freispruch nicht hoffen kann. Bei diesen Worten Thomas Bernhards sollte...

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zehn vebote

17. August 2013
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Für Pussy Riot es ist verboten zu träumen (arbeit allein bloß macht euch frei wer träumt den keilen wir entzwei es ist verboten zu träumen nein kein traum darf dusel säumen wolkenkuckucksheim bauen ist vorbei es ist verboten zu träumen staat gewalt ist weg zu räumen verboten ist logieren auf bäumen gerstensaft darf nicht...

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geblättert ∙ gesponnen ∙ zerwonnen

7. Juni 2013
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geblättert ∙ gesponnen ∙ zerwonnen

  Meist gehn wir diesen Gang allein mit einem Kopf auf dem Kopf Gellu Naum   vorderhand erfindet quer das wort ›b-a-s-e-n-m-o-r-d‹   ungehemmt verliert er sich in der fassung ›p-h-r-a-s-e-n-o-r-t‹   obendrein erwägt peer die paarung ›w-e-n-d-e-h-e-c-h-t-e‹   treiben keinen »rasensport« gleiten glatt durch sände (echte)   fallen flach durch feine raster lunge...

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ein friedlicher tag auf dem land an der grenze

8. Mai 2013
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ein friedlicher tag auf dem land an der grenze

wir lauschten wir schwiegen wir fluteten mit den Wolken Friederike Mayröcker   heute denk ich an dich bensch will dich bald schon wieder sehn   gestern die kart aus mali ∙ ohne neger der tisch : notizen ∙ fetzen ∙ übersetzen   dante und gilgamesch ∙ kunst ist schön macht aber sehr viel arbeit...

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da kam april und zauderte – nicht

2. April 2013
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da kam april und zauderte – nicht

 Er / wird kommen (Rolf Dieter Brinkmann) Memory and desire, stirring (T. S. Eliot) Dat war so – so war dat – (Thomas Kling)   und wegen   des schwerbluts der sinne   fällt peer quer – hinne   (oder weswegen sonst?) * * * Theo Breuer, Das gewonnene Alphabet, Gedichte · Glossar ·...

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uräus-Handpresse ∙ Revisited

10. März 2013
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uräus-Handpresse ∙ Revisited

Mit dem Namen uräus-Handpresse verbinde ich in erster Linie die Künstlerbuch-Almanache, die Verleger und Drucker Hans-Ulrich Prautzsch in den 1990er Jahren herausgegeben hat. Der bislang letzte Band der Reihe, Brecht gewidmet, wird an anderer Stelle in diesem Buch kurz vorgestellt. Das Gedichtbeispiel, das ich aus dem Brecht-Almanach ausgewählt habe, stammt von A. J. Weigoni, dessen poetisches...

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Werden Sie ruhig ein bißchen wahnsinnig …

27. Februar 2013
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Werden Sie ruhig ein bißchen wahnsinnig …

Vom Lesen in Versnetze_fünf Unbeugsam scheint der Überlesenswille des urigen Lyrikvölkchens im bildwild zerklüfteten deut­schen Sprachraum angesichts der weiterhin ansteigenden Buchflut zu sein, in der sich Millionen Versfüße tummeln. Ach Gott, schon wieder Gedichte, hör ich Peer Quer, den feinen kleinen Freund, Mrs Columbo ins Öhrchen flüstern, als er Versnetze_fünf auf dem Tisch liegen...

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Offener Brief an Bertram Reinecke

25. Januar 2013
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Offener Brief an Bertram Reinecke

Nach der Lektüre des Gedichtbuchs Sleutel voor de hoogduitsche Spraakkunst Dein – schönes – Buch … eine geglückte Dichterey … eine … v-e-r—r-ü-c-k-t-e (geschmug­gelte?) Tour de Force … eine reichlich bestückte Wilder-Art … ist eins von denen, deren Wörter, Wörter, Wörter mich – herrlich, herzlich – toll und ganz in Anspruch nehmen während der...

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B∙U∙C∙H∙S∙T∙A∙B∙E∙E∙T

31. Dezember 2012
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B∙U∙C∙H∙S∙T∙A∙B∙E∙E∙T

Gedichte im deutschen Sprachraum 2012 • Ein listenreicher Glückblick sammamiajetztdaodadeandanschodao (Markus Hallinger) Lesen Sie langsam. Nehmen Sie sich Zeit. (Axel Kutsch) 1 Dom, Blicke der text beginnt, da ist ein Anfang und ich bin zufrieden, les ich eben in Crauss’ Prosabuch Motorradheld, das 2009 bei Ritter in Graz erschien, und ich frag mich: Ist...

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Zuletzt ∙ Das gewonnene Alphabet

22. Dezember 2012
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Zuletzt ∙ Das gewonnene Alphabet

abrikostræerne findes, abrikostræerne findes Inger Christensen   Je sais que la poésie est indispensable, mais je ne sais pas à quoi. Jean Cocteau   Jedes Gedicht, das ich sagte und schrieb oder schreiben wollte, kam aus einem: Ich kann nicht sprechen, ich habe keine Wörter. Peter Waterhouse Beispielsweise so … Vier Diener – Naschkleiber...

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Der deutsche Lyrikkalender 2013

23. November 2012
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Der deutsche Lyrikkalender 2013

Jeder Tag ein Gedicht Still, o still! Ich lern’ es nie, Stumme Tage klug zu weben. Trostlos Darben wär ein Leben Ohne dich, o Poesie! Emanuel Geibel Der deutsche Lyrikkalender 2013 · Jeder Tag ein Gedicht – lange drauf gewartet, aber jetzt ist er ja da – und zwar in der nunmehr 9. Ausgabe mit...

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Zettels Traum · Revisited

22. November 2012
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Riesenbuch Als Zettels Traum 1970 erschien, war der Roman – oder was immer das für eine Art Buch sein mag – die Sensation der Literatursaison: »Riesen­buch«, »Buch der Bücher«, »Überbuch«, »Arno Schmidt, Außenseiter der Außensei­ter«. Kritik und Leserschaft überschlugen sich mit Kommentaren, Ber­liner Stu­denten erstellten einen Raubdruck – wohl etwas Einmaliges in der Geschichte...

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So lesen wir · So leben wir · Andeutungssplitter nicht bloß zum Vergessen

27. Oktober 2012
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So lesen wir · So leben wir · Andeutungssplitter nicht bloß zum Vergessen

Die wirkliche Welt war immer nur der Film, das Buch, das Bild oder der einst berühmte Satz, all das, was sich abgelagert hat und darauf wartete wieder aufzutauchen. Zvonko Maković · lügen. warum nicht? Ich schreibe im Moment nicht Heißt denn lesen, grundsätzlich, auch vergessen? (Klar und natürlich heißt es das – leben heißt...

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»Die Gewalt beginnt, sobald man vor die Tür tritt« ∙ Christine Angots Roman »Die Stadt verlassen« ∙ Revisited

17. Oktober 2012
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»Die Gewalt beginnt, sobald man vor die Tür tritt« ∙ Christine Angots Roman »Die Stadt verlassen« ∙ Revisited

Heute morgen ruft mich Hélène Millau an, die teuerste Floristin der Stadt, auch die mit der besten Ware, den schönsten Sträußen, um zu fragen, ob sie vorbeikommen dürfe. Einen Armvoll roter Rosen von Mathilde, um mich zu beruhigen, die Bestie zu beruhigen, die wilde. Ich denke eher, daß sie es sind, die von der...

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Schultasche

8. Oktober 2012
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Schultasche

Den Namen Hans Trummer nehme ich erstmals bewußt wahr während der Lektüre von Gerhard Jaschkes Weltbuden-Büchern, die ich im Mai 2012 lese. Umgehend bestelle ich den Roman Versuch, sich am Eis zu wärmen, reiße ihn förmlich aus der Verpackung, lese, lese, lese und finde darin eine Stelle, die in wenigen Zeilen ganz, ganz viel...

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Vom Hölzchen aufs Stöckchen · Auf meine Art an Hans Bender denken (3)

21. September 2012
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Vom Hölzchen aufs Stöckchen · Auf meine Art an Hans Bender denken (3)

 Abendstunde  Auf meine Art ist nicht der einzige neue Titel des 1919 in Mühl­hausen im Kraichgau ge­borenen Hans Bender. Meine Gedanken schweifen ein paar Monate zurück zum 11. Dezember 2011. Hans Bender, Hans Georg Schwark und ich sitzen bei grünem Tee und Spe­kulatius und arbeiten den Bücherturm ab, den Bender auch heute, wie bei...

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Vom Hölzchen aufs Stöckchen · Auf meine Art an Hans Bender denken (2)

20. September 2012
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Vom Hölzchen aufs Stöckchen · Auf meine Art an Hans Bender denken (2)

1966 Die beiden Romane Eine Sache wie die Liebe und Wunschkost habe ich zweimal gelesen – ebenso wie die Mehrzahl der vielen Kurzge­schichten (von denen ich ein­zelne immer wieder lese), die erste lerne ich 1966 kennen. So bleibt von jenem Jahr nicht nur das sogenannte ›Wembley-Tor‹ in dauerhafter Erin­nerung. Die eher schmalen Auf­zeichnungsbände, ich...

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Vom Hölzchen aufs Stöckchen · Auf meine Art an Hans Bender denken (1)

19. September 2012
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Vom Hölzchen aufs Stöckchen · Auf meine Art an Hans Bender denken (1)

 Matrix 29 Jeder auf seine Art für Hans Bender ∙ auf 136 Seiten zusammengestellt von Theo Breuer ∙ mit Wort- und Bildbeiträgen von Michael Augustin ∙ Rose Ausländer ∙ Franz Joachim Behnisch ∙ Hans Ben­der ∙ Gottfried Benn ∙ Wolfgang Bittner ∙ Johannes Bobrowski ∙ Theo Breuer (mit dem in Kulturnotizen zu lesenden Essay...

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Oswald Egger ∙ Die ganze Zeit ∙ Revisited

25. Juli 2012
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Oswald Egger ∙ Die ganze Zeit ∙ Revisited

Ein abgrundtiefes Geheimnis ist der Mensch Augustinus Dazwischen 24 mal 17 mal 4,6 cm: Maße, die bibelähnlichen Charakter haben. Ein großzü­gig wir­kendes, sehr schönes, in apfelsinenfarbenes Leinen (in das ein ma­schendrahtähnli­ches Bild, in dessen Mitte vier aufeinandergerichtete Pfeile zueinan­der finden, grün imprägniert ist) gehülltes und mit grünen Lesebändchen versehenes Buch ist Oswald Eggers Die...

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50 Jahre ∙ Mail Art ∙ Revisited

8. Juli 2012
Von
50 Jahre ∙ Mail Art ∙ Revisited

1962 Vor 50 Jahren, im Jahr der sogenannten ›Kubakrise‹ (der 1961 die ›Schweinebuchtkrise‹ vorausgegangen war, ach, ›Schweinebucht‹, eins der unvergessenen Wörter von ›damals‹, when John F. Kennedy was my first hero), an die ich mich mittels offenbar tief in mir gespeicherter schwarzweißer bzw. grauer Fernsehbilder lebhaft erinnere, war es Ray Johnson, der die New York...

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Überschwemmt, die Lust am Taumel (8)

25. Juni 2012
Von
Überschwemmt, die Lust am Taumel (8)

88 · ∞ Magische Blätter  ∞ Bücher  ∞ Blitze ∞ Ich habe gelesen, gelesen, gelesen, Friederike Mayröcker aktuell, nämlich, im Zusammenhang mit der Niederschrift/Montage dieses Essays, den ich wäh­rend des Schrei­bens, na­turgemäß, in fort­laufender Wechselbeziehung zum von mir im Spätsom­mer 2010 ver­faßten Essay »ich bin 1 Bettlerin des Wortes. Notizen zu Friederike Mayröckers Werk...

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Überschwemmt, die Lust am Taumel (6/7)

24. Juni 2012
Von
Überschwemmt, die Lust am Taumel (6/7)

66 · Mehr als · 1 Buch lag vor mir aufgeschlagen als reihte ich Bücher an einander Friederike Mayröcker Weit mehr als 22 Bücher, nämlich, liegen aufgeschlagen – Blaue Er­leuch­tun­gen · Das besessene Alter · Das Herzzerreißende der Dinge · Das Licht in der Land­schaft · das zu Sehende, das zu Hörende · Die...

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Überschwemmt, die Lust am Taumel (4/5)

23. Juni 2012
Von
Überschwemmt, die Lust am Taumel (4/5)

44 · every window in every house Habe gerade die Sprache erfunden rasende Sprache Friederike Mayröcker Weiter in diese ineinanderrankenden Gedankenmammutbäume klet­ternd, möchte saphirene Texte schrei­ben tat­sächliches Blau, in delta­mäandern­de Bewusstseinsströme eintauchend, in den Fin­ger­spitzen kribbelt Buchstabenwelt – als »souveräne Eigenmächtig­keit gegenüber der Sprache« be­schreibt Ernst Jandl die virtuos beherrschte Kunst Friederike May­röckers, übermächtiges...

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Überschwemmt, die Lust am Taumel (2/3)

22. Juni 2012
Von
Überschwemmt, die Lust am Taumel (2/3)

22 · heute morgen das Gestrüpp im Blumentopf Ich bin in meinem Schreiben nur auf der Suche nach konkreten Dingen. Friederike Mayröcker Und einer schreibt: »Mayröckers Hummel am Morgen lasse ich gern dahinsurren«, ein andrer: »Ich muß mehr lesen«, ein dritter: »Das hast du alles 2011 gelesen? Bin echt beeindruckt.« Warum ›das alles‹, was...

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Überschwemmt, die Lust am Taumel • Im atmenden Alphabet für Friederike Mayröcker (1)

21. Juni 2012
Von
Überschwemmt, die Lust am Taumel • Im atmenden Alphabet für Friederike Mayröcker (1)

Die Blätter auf meinem Arbeitstisch flogen in die Luft Friederike Mayröcker 11 · ich bin manisch Total · total · total wie fast immer – »Was vom täglichen Leben und Lesen / in die Falten des Großhirns / sickert«, setzt Maximilian Zan­ders Gedicht ein · bin ich manisch? · ich bin manisch – über­schwemmt,...

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EIN BUCH · Aus dem fröhlichen Wohnzimmer in Wien

13. Juni 2012
Von
EIN BUCH · Aus dem fröhlichen Wohnzimmer in Wien

1 Ich beginne EIN BUCH zu lesen, in dem Fritz Widhalm, der gemeinsam mit Ilse Kilic in Wien im fröhlichen Wohnzimmer l(i)ebende cremeschnitteversessene, edierende, filmdrehende, gitarrespielende, kaffeetrinkende, (hör-)bücherschreibende, spazierende, Bücher und Wohnzimmer, die Zeitschrift für unbrauchbare Texte verlegende, videokünstlerische, zeichnende, 1956 in einem kleinen Dorf geborene und seitdem in erster Linie einfach daseiende Mensch,...

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MATRIX 28 ∙ Atmendes Alphabet für Friederike Mayröcker

18. Mai 2012
Von
MATRIX 28 ∙ Atmendes Alphabet für Friederike Mayröcker

Gegen das Vergessen 2005 erscheint die erste Ausgabe der Literaturzeitschrift Matrix, die der Pop Verlag Ludwigsburg seitdem viermal im Jahr herausbringt. Gegen das Vergessen und das Vergessen des Vergessens lautet das Motto jener ersten Matrix, das man naturgemäß auch als übergreifendes Motto für alle Literatur und Kunst lesen kann. Im Mai 2012 erscheint Matrix,...

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In Gerhard Jaschkes Weltbude oder Das geniale Rennpferd

11. Mai 2012
Von
In Gerhard Jaschkes Weltbude oder Das geniale Rennpferd

 Üre Nachts bei Vollmond / kannst du es mitunter hören / in den hohen Bibliotheken / dieses leise Knarren und Quietschen / wenn einer die Welt / aus den Angeln hebt und die Tür / nicht wieder zukriegt, lautet ein Gedicht von Ulla Hahn, und somit ist schon einmal klar, daß Lektüre gemeinhin ganz...

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FIXPOETRY.Verlag · Hamburg • Der Trilogie 3. Teil

16. April 2012
Von
FIXPOETRY.Verlag · Hamburg • Der Trilogie 3. Teil

schlitzlicht das / auf die wortkante fällt Susanne Eules Mnemosyne Aus den Tiefen der Erinnerung steigt, unvermittelt, hell und klar und wunderbar, ein Kinder­spiel auf, das wir zumeist auf dem Vorhof der alten Schmiede in Bürvenich spielten: »Mutter, wie weit darf ich reisen?« Wehe, wenn man nach der Antwort der ›Mutter‹, im Wechsel verkörpert...

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Poesie und Preise • Der Trilogie 2. Teil

7. April 2012
Von
Poesie und Preise • Der Trilogie 2. Teil

Alles · Offen … die Preise machen weiter … Rolf Dieter Brinkmann Während ich Brigitte Struzyks originelles, vor vitalen Versen strotzendes Lyrikbuch alles offen las, kamen mir erste, via Mail, Skype oder Telefon geäußerte, Mutmaßungen, wer denn den anste­henden Peter-Huchel-Preis gewinnen könnte, zu Ohren. Ich dachte im Anschluß an die über weite Strecken fesselnde...

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Johannes CS Frank • Remembrances of Copper Cream / Erinnerungen an Kupfercreme • Der Trilogie 1. Teil

31. März 2012
Von
Johannes CS Frank • Remembrances of Copper Cream / Erinnerungen an Kupfercreme • Der Trilogie 1. Teil

This cannot be happening · Erinnerungen an Kupfercreme Es krankt ein Großteil der Schreiberei heutzutage daran, daß ohne reale Grundlage losgearbeitet wird, daß die Autoren in ihrem Zimmer vor dem leeren Blatt sitzen und aus dem eigenen Kopf heraus arbeiten wollen. Man kann nicht nur aus dem Kopf heraus arbeiten. Man braucht wie ein...

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Literaturzeitschrift • Revisited • POET • Das Dutzend ist voll

25. März 2012
Von
Literaturzeitschrift • Revisited • POET • Das Dutzend ist voll

 Chronisch Seit 1987 hat der Postbote etliche hundert artige und artenreiche ∙ belanglose und bombastische ∙ coole und chaotische ∙ dicke und dünne ∙ elegante und eklektizistische ∙ fade und frische ∙ gleiche und gegensätzliche ∙ hermetische und hermeneutische ∙ ideenreiche und ideologische ∙ jecke und junge ∙ kämpferische und konventionelle ∙ langweilige und...

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Das eine Buch • Verlorene Schlacht?

15. März 2012
Von
Das eine Buch • Verlorene Schlacht?

Unerhört Ich lese Martin von Arndts Roman Oktoberplatz. Ich bin sehr, sehr begeistert. Die in Weißrußland (und ein wenig in Ungarn) spielende Geschichte fesselt mich dermaßen, daß ich lese, bis ich die Augen endgültig nicht mehr aufhalten kann. Eine unruhig-ruhige Nacht folgt, wenn Sie verstehn, was ich meine, und nach dem Frühstück am nächsten...

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In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie + Online-Archiv. Mehr Informationen.

630 – Buch/Katalog-Projekt

Mit den Vignetten definierte A.J. Weigoni eine Literaturgattung neu. Die Novelle erscheint am 28.10. 2018 in der Umsetzung als Buch/Katalog-Projekt 630 (incl. Hörbuch) zur Ausstellung von Peter Meilchen in der Werkstattgalerie Der Bogen, Arnsberg.

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher hier ein Essay. Vertiefend ein Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus. Das Fotobuch Zyklop I erscheint im September 2018 in einer limitierten Auflage.

Ein Gesamtkunstwerk

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Jeder Band aus dem Schuber von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk! KUNO fasst die Stimmen zu dieser verlegerischen Großtat zusammen.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

Die Germanistik erweist sich dem Rundfunk gegenüber als schwerhörig. Dieser „déformation professionelle“ entkommt die Reihe MetaPhon. Hier sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Twitteratur

Ein Essay über die Literaturgattung Twitteratur. – Poesie ist ein identitätsstiftende Element unsrer Kultur, lesen Sie auch KUNOs poetologische Positionsbestimmung.

Rückspiegel

Edition Das Labor

Die ausführliche Chronik des Projekts Das Labor lesen sie hier. Eine Übersicht über die in der Edition realisierten Künstlerbücher, Bücher und Hörbücher finden Sie hier.