Fremde Vertrautheiten

 

in fremdlændischen Zungen sprechen &
das Ende des Ein
geschlossenSeins feiern
Ferne in sich auf
nehmen & den fremden Blick auf
das Vertraute lenken
geistige & koerperliche
Beweglichkeit als einzige
Form des Bestandes akzeptieren
den Wahn der Weltflucht in
eine Weltsucht um
kehren & sich offenbaren
die einzige Freiheit nutzen zwischen
subjektiver Weltanschauung & objektiven Sach
verhalten die Selbstbestimmung wæhlen

 

 

***

Gedichte, Hörbuch von A.J. Weigoni, Edition Das Labor, Mülheim 2015

Coverphoto: Leonard Billeke

Weiterführend →

Lesen Sie ebenso Würdigungen von Jens Pacholsky: Hörbücher sind die herausgestreckte Zunge des Medienzeitalters, Holger Benkel: rettungsversuche der literatur im digitalen raum, Christine Kappe: Ein Substilat, Sebastian Schmidts Kollegengespräch: Der lyrische Mitwoch. Ein Resümee des akutisches Gesamtwerks erschien bei buecher-wiki. Und lesen Sie auch VerDichtung – Über das Verfertigen von Poesie, einen Essay von A.J. Weigoni über das Schreiben von Gedichten. Probehören kann man Auszüge der Schmauchspuren und des Monodrams Señora Nada in der Reihe MetaPhon.