Archiv: Mai 2018

I must confess

31. Mai 2018
Von
I must confess

    I want to share my experience with you however I cannot reveal all the information inotherwords I am constrained to hold back   I intend to share with you we can discuss this matter that is of high importance to me you may go public which will be rather unfortunate   I...

weiter »

abbilder

30. Mai 2018
Von

    vor jedem anblick wende ich mich ab vom gleißenden porträt der lebenden wie von totenmasken alldas sind bilder aus trug jenseits der bergenden wälder und höhlen schuf der mensch in trauer sich richtend eine moral vom genital bis zur genetik maschinen gleich mit recht und rechnern öffnet er sein raubtiergebiß der logik...

weiter »

Ahasvers Enkel

29. Mai 2018
Von

Jener kleinere verbogene Mann mit dem kurzen ins Graue geratenen Bart, der Kaninchen hielt im Stall vor den Rosen, seine Frau mußte sie schlachten, und nie, nicht ein einziges Mal sah er ihr zu, „ich kann das nicht, ich kann nicht mit mehr als drei Menschen sprechen und wenn es auch nur ein einziger...

weiter »

Als wir uns verlobt mein kind

28. Mai 2018
Von
Als wir uns verlobt mein kind

    Als wir uns verlobt mein kind ging das gold auf leisen sohlen legte sich der Indewind* schlafen in die kohlen   Als wir uns geküßt mein schatz schlich die wolke sich von dannen legte sich der roggenschwatz leise in die grannen   Als wir uns getraut mein herz ging der rote mohn...

weiter »

Bodenkunde. Ausflüge ins unergründliche Leben

27. Mai 2018
Von
Bodenkunde. Ausflüge ins unergründliche Leben

Feuer glimmen. Silben stieben auf. Sätze wärmen mit ihren imaginären Bildern, die sich im Leser ausbreiten wollen. Denn nicht anders entsteht Lyrik. Der Dichter legt nur Scheite auf, hält die Flammen wach. Drückt sie wieder nieder, sprüht Kühle, lässt uns zuweilen starr zurück. Um schon auf der übernächsten Seite wieder soviel Luft ins Wortfeuer...

weiter »

Die Menschen die Beziehungen

26. Mai 2018
Von
Die Menschen die Beziehungen

die Freude die Vorbereitung der Schmerzen die Einigung die Lösungen die Auflösungen die Verknüpfung die Zusammenhänge die politischen Wissenschaften die Wissenschaft von der Politik die Wissenschaft des Geistes die Natur die Bevölkerung der Natur die Begriffe die Begrifflichkeit die Kreise die Radierungen die Linien die Hände das Umdenken die Geschlechtlichkeit die Geschlechtsteile der Kopf...

weiter »

FRÜHLINGSAHNEN

25. Mai 2018
Von

  die sonne scheint es ist zu schön um krieg zu führen ich beneide alle tiere die nicht fragen ob es einen grund für das vorhandensein des universums gibt den dichter braucht man nicht mehr seit die bürger selber reime schmieden wie weltmeister und sich gegenseitig stolz belohnen geld fließt überall wo freiheit nur...

weiter »

Vorzeichen

24. Mai 2018
Von

Manche Wanderungen starten zunächst unter eher schlechten Vorzeichen. Manche Vorzeichen allerdings werden von den Menschen auch aus Unkenntnis als schlecht bewertet, ohne eingehend geprüft oder gar nachgedacht zu haben. So gilt es vielen Menschen tatsächlich als ungünstig, wenn es nachts geregnet hat. Anstatt die Vorteile zu sehen. So ist die Luft morgens danach dann...

weiter »

:

23. Mai 2018
Von

  Altlasten   Dein Auge das Schlüsselloch in der Erinnerung umgedreht Requiem deiner Kinderblicke and how easy it was to kill: Krankheit Käfer, Käfersucht       ***   Weiterführend → Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. In ihrem preisgekrönten Essay Referenzuniversum geht sie der Frage nach, wie das Schreiben durch das schreibende...

weiter »

Wortler

22. Mai 2018
Von
Wortler

ist der Name eines Wortes männlichen Geschlechts. Wortler wirft ohne erkennbaren Sinn Geld in Spielautomaten und wartet nicht ab. Wortler besäuft sich ohne zu bezahlen. Wortler schläft in Freudenhäusern im Klo oder in besonderen Fällen und tagsüber in der Besenkammer. Wortler hütet weder Wölfe noch Schafe. Wenn Wortler Landarbeiter ist, bearbeitet er das Land...

weiter »

Ich bin ein armes epigon

21. Mai 2018
Von
Ich bin ein armes epigon

  Ich bin ein armes epigon ich faule in dem schwarzen wald die städte sind schon abgefeilt   Ich bin ein armes epigon wo soll ich hin mit meiner maut wo setz ich meine Baale aus   Ich bin ein armes epigon ich steh am licht voll weißem wahn ach Brecht verzeih mir mein...

weiter »

Herr Glück

20. Mai 2018
Von
Herr Glück

  *** Gott schmiert keine Stullen von Eva Kurowski, rowohlt Weiterführend → Lesen Sie auch das Porträt der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO.

weiter »

Schon vorbei

19. Mai 2018
Von

  Es mag der Satz sich nicht zu Reden formen: Die Sprache will nicht mehr ein Helfer sein. Der Mensch ist so geboren, ganz allein. Die Norm will Norm nicht sein bei dem Abnormen,   Was jetzt geschieht. Entsetzlich kalt und still Fühlt sich das Unglück an, kein Weinen Wird noch Entlastung sein. Der...

weiter »

Heimat – ein Begriff wird umkodiert

18. Mai 2018
Von

Vorbemerkung der Redaktion: Das Kultusministerium NRW unterstützt die Arbeit an diesem Roman mit einem Arbeitsstipendium. Betty Davis hat für KUNO einen Blick in das Typoskript geworfen: Die Lokalhelden sind von einem ethnologischen Gestus geprägt. A.J. Weigoni betätigt sich als literarischer Rekonstrukteur der rheinischen Geschichte und einem, dem Rheinland abgelauschtem Idiom. Damit erschafft er Erzählwelten,...

weiter »

Stilles Requiem auf die Demokratie

17. Mai 2018
Von

Seit der Bestellung von Leo Trotzki zum Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten im Jahr 1918 machte die Ernennung keines anderen Ministers mehr so viel Furore wie die von Yanis Varoufakis zum griechischen Finanzminister; erstmals seit den Tagen der Oktoberrevolution entzündete im Frühjahr 2015 wieder ein Minister einer linken Regierung die Hoffnungen und Phantasien von Millionen...

weiter »

Wohnung

16. Mai 2018
Von
Wohnung

Die Wohnung hatte schon so manchen kommen und gehen sehen. Manche kamen auf leisen Sohlen. Manche blieben nur eine Nacht. Manche gingen früh. Manche sah man nie. Manche sahen im Leben nie was anderes. Manche lachten wohl dann und wann. Manche sehnten sich nach Ruhe. Manche verloren kein Wort. Manche verfielen. Manche platzten vor...

weiter »

Die Möwe

15. Mai 2018
Von
Die Möwe

kam gestern zu uns herab und predigte lauthals vor Kameras von Nächten in denen sie als Keilschrift durch den Himmel gefallen war. dabei waren es erst tausend moderne Gedichte gewesen aus denen sie in geschwungene Sfären   geströmt, von Brotresten angetriebene Pendlerin zwischen unseren Wünschen und Müllhalden. kurz hatten wir sie vergessen. seit heute...

weiter »

ERZÄHLUNGEN

14. Mai 2018
Von

  ich höre erzählen vom tanzen der wandrer ums auge zwischen göttern und dingen die welt stand still solange sie tanzten sie riefen die götter in magischen ringen die antwort kam aus dem mund der schlange die lebte der erde wange an wange   ich höre erzählen vom frührot auf inseln grauscharen sahn es...

weiter »

Nicht eingerahmt

13. Mai 2018
Von
Nicht eingerahmt

nicht dramatisiert nicht erzählt nicht. Keine Chöre keine Helden keine Sterbenden keine Verlässlichkeit keine Flüge nach Aras keine Tage in Clichy keine Schreie keine Träume keine Lacher keine Konflikte keine Wende keine Wandlung keine Besserung keine. Kein wildes Aufbäumen kein zages Bemühen kein Unterwerfen kein Flüstern kein Beten kein Trotzen kein. Einer wird gehen...

weiter »

Die Suche nach dem Glam

12. Mai 2018
Von

1 Eine Reise beginnt. Die Suche nach dem Kitt. Die Suche nach dem Heroin. Die Suche nach dem Glam. Glam kurz für Glamour. Wo findet sich dieser Stoff, der alles besser macht, das Pulver, der Feinstaub, der alle Bedeutung erhöht? Der Zauberstoff, der festklebende Sternenstaub? Ein Hotel am Rande der Stadt. Pink gestrichene soziale...

weiter »

Revolutionsheikus

11. Mai 2018
Von
Revolutionsheikus

Die aus dem Zeitraum von 2009 bis 2016 stammenden Gedichte des ukrainischen Lyrikers und Publizisten zeichnen sich durch Gedankengänge aus, die ungeachtet ihrer vielschichtigen Visionen keine Lösungen anbieten. Vielmehr verlieren die Figuren bei der Suche nach irgendwelchen sinnträchtigen Zielen ihre Orientierung, überlassen sie oft der Natur in der Gestalt von vertrauten Haustieren oder sanften,...

weiter »

Fehlversuche

10. Mai 2018
Von

WARUM nicht mit dem Ort beginnen? So, als gäbe es eine Einheit des Ortes in dieser Geschichte wie in anderen Geschichten, aber wenn die Seele, wie es heißt, Prügel bezogen hat, weiß man nicht, wo oben ist, wo unten, es ist wie in einem Traum, es ist wie nach einem Erdbeben, und doch muss...

weiter »

wave along the shores

9. Mai 2018
Von
wave along the shores

    radio, radio musik und sommer ab donnerstag, über die bühne, crazy, crazy, blue, third-light, london-northern, long way es gibt noch weitere (neuigkeiten) wie scheinwerfer hier und tanz, festival und rythmus, are bees getting dementia? fragt louisianna internetstream, wer weiß, wer weiß… es ist juni und die rosen blühen, west midland -hilversum –...

weiter »

Der erste Neger

8. Mai 2018
Von

Ich habe den ersten Neger gesehen. Ein Soldat der US-Army. Er saß auf einem Panzer oder auf einem LKW oder in einem Jeep; so genau weiß ich das nicht mehr. Er war sehr groß und saß sehr lässig da; wie ein Freizeitneger. Ich stand vor ihm und schaute ihn mit großen Augen ständig an,...

weiter »

AUF DER FUSSGÄNGERZONE FREITAG UM ZEHN

7. Mai 2018
Von
AUF DER FUSSGÄNGERZONE FREITAG UM ZEHN

  der in den bus steigt hat eine steuersache am bein er führt die Shoshanna bar und wird sozi empfänger sein die dame sammelt der schwänze wegen fotos aus DON der junge macht sich mit zwei mark achzig von mutter davon der telefoniert plant einen kleinen versicherungbetrug doch traut seinem partner – porsche auf...

weiter »

Dieser Frühling

6. Mai 2018
Von
Dieser Frühling

und dieser und dieser Frühling oder: ein Fisch, ein Fisch ohne Augen, aber jetzt: im Sommer, als die Vögel von überall her kleine Teile zusammentragen und bauen … Nester nicht, keine Nester, kleine Maschinen ohne Flügel, doch redend wie der, der in den Wald lief und weiter lief, mit den Armen gegen die Luft...

weiter »

Ein kurzer Blick auf die heutige Lyrik

5. Mai 2018
Von

Einleitung Ich zeige in diesem Aufsatz kurz auf, wo heutzutage Lyrik zu finden ist und gehe der Frage nach, wieso sie einen so schlechten Ruf genießt. Dabei steht vor allem die These im Vordergrund, dass Lyrik derartig in Verruf geraten ist, weil Autoren es nicht mehr für nötig erachten, Form und Inhalt in ihren...

weiter »

Apfelbäume

4. Mai 2018
Von

Abends sitzt er bei lauem Wetter gerne an der nahen Ruhr, die einst so tot dalag, nun aber ein neues Leben erhalten hat. Wenn in den anderen Teilen der Republik die Flüsse über ihre Ufer treten und die Innenstädte fluten, kann er hier sitzen. Renaturierung macht es möglich. Am Strand, wie er es gerne...

weiter »

Res/o/nanz auf res·o·nant

3. Mai 2018
Von
Res/o/nanz auf res·o·nant

Eine Annäherung an Mischa Kuball 1. Ein Bau wie keiner. Geradezu ein Un-Bau, unterirdische Achsen, schiefe Wände und unklimatisierte Betonschächte2. Eine Schnur-Gerade, die eine zickzack-fache gebrochene Linie, eine Bruchlinie durchschneidet und an den Schnittpunkten eine horizontale Bruchkante bildet, die in die Vertikale strebt. Die Synchronie, die die Diachronie trifft. Hier ist sie platziert, die...

weiter »

Mit Entfernungen umgehen

2. Mai 2018
Von
Mit Entfernungen umgehen

Mit Entfernungen umgehen wie mit Worten. Mit Worten Entfernungen umgehen. Entfernungen mit Worten umgeben. Die Abseitigkeit der Worte. Worte aus ihrer Entfernung zur Abseitigkeit rücken. Mit Worten ausrücken, ins Entfernte. Das Entfernte bleibt unerreichbar. Mit jeder Bewegung vorwärts bleibt das Entfernte weiter das Entfernte. Mit jeder Bewegung rückwärts wird das Entfernte nicht ferner. Das...

weiter »

´68, das spiegelverkehrte 89`

1. Mai 2018
Von

Die Revolution ist gerade die Einführung der Idee in die geschichtliche Erfahrung, während die Revolte nur die Bewegung ist, die von der Erfahrung des Einzelnen zur Idee führt. Albert Camus Ein Zeitzeichen von KUNO zum internationalen „Kampftag der Arbeiterklasse“. Die Jahreszahl ´68 galt als Symbol des Widerstands gegen eine alte, als überkommen wahrgenommene Ordnung....

weiter »

In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie + Online-Archiv. Mehr Informationen.

630 – Buch/Katalog-Projekt

Mit den Vignetten definierte A.J. Weigoni eine Literaturgattung neu. Die Novelle erscheint am 28.10. 2018 in der Umsetzung als Buch/Katalog-Projekt 630 (incl. Hörbuch) zur Ausstellung von Peter Meilchen in der Werkstattgalerie Der Bogen, Arnsberg.

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher hier ein Essay. Vertiefend ein Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus. Das Fotobuch Zyklop I erscheint im September 2018 in einer limitierten Auflage.

Ein Gesamtkunstwerk

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Jeder Band aus dem Schuber von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk! KUNO fasst die Stimmen zu dieser verlegerischen Großtat zusammen.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

Die Germanistik erweist sich dem Rundfunk gegenüber als schwerhörig. Dieser „déformation professionelle“ entkommt die Reihe MetaPhon. Hier sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Twitteratur

Ein Essay über die Literaturgattung Twitteratur. – Poesie ist ein identitätsstiftende Element unsrer Kultur, lesen Sie auch KUNOs poetologische Positionsbestimmung.

Rückspiegel

Edition Das Labor

Die ausführliche Chronik des Projekts Das Labor lesen sie hier. Eine Übersicht über die in der Edition realisierten Künstlerbücher, Bücher und Hörbücher finden Sie hier.