Archiv: Juni 2015

Über dem Bergstrom

30. Juni 2015
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  Gesprungen, mit dornigem Huf, über die Nachtklippe Weg, ins Tal mit der felsenhöhlenden Strömung. Du steigst hinauf, die verlorenen Lieben zählen: das Licht über dem Tal: der Fuß im Stein eine Auster.   Sinkend, wie Glaube, das Strudeln der Hoffnung – nach Wüsten Meeren gewandt unsre Blicke, der Zweifel Unsrer pelzigen Herzen. Ausgewaschen...

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Wie locker

29. Juni 2015
Von
Wie locker

  Further reading → Das Werk von Angelika Janz erschließt sich nur dann richtig, wenn man die Verflechtung ihrer Bildgedanken mit der Dichtung versteht. Lesen Sie daher ein Porträt über ihre interdisziplinäre Tätigkeit, sowie einen Essay der Fragmenttexterin.    

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der Geist von – sagen wir mal…

28. Juni 2015
Von
der Geist von – sagen wir mal…

Egal welche deutsche Stadt, sie wird mit einem Geist verbunden, denkt er  sich. Welcher Geist auch immer, man wird schon etwas finden. Da gibt es  den Geist von Weimar, den der Dichter und Denker, des Humanismus. Der  Geist von Frankfurt? Vielleicht noch 1848, vor allem aber das Bankwesen, den reinsten Kapitalismus, der sogar ohne...

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panaroma

27. Juni 2015
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  Sonett in Anagrammen   bier fischt alpensonnen, kurzen untergang im drama, ganz unberauscht in reinen särgen dampf mir klont man reift, kann salz, ein purer bauch singt regenmond und grins nicht fein – lern kaum begrenztes panorama   dann bringe raum – amor scheint kein gen zu pflastern bring kindern senf, am nachtglanz...

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Nach dem Lyrikfestival ist vor dem Lyrikfestival

26. Juni 2015
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Nach dem Lyrikfestival ist vor dem Lyrikfestival

Vorbemerkung der Redaktion: KUNO bat Samuel Lépo darum, das 3. Offlyrikfestival vorzustellen. Die Literaturszene besteht nicht nur aus Bestsellerautoren und Preisträgern. Es gibt eine Offszene aus Lyrikern, die auf der Bühne zuhause sind. Sie performen ihre Gedichte in ihrem ganz eigenen Stil, treten aber bei Poetryslams eher selten auf. Ihre Wortkunst entfaltet sich magisch...

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Die fünfte Elegie

26. Juni 2015
Von
Die fünfte Elegie

  Wer aber sind sie, sag mir, die Fahrenden, diese ein wenig Flüchtigern noch als wir selbst, die dringend von früh an wringt ein wem, wem zu Liebe niemals zufriedener Wille? Sondern er wringt sie, biegt sie, schlingt sie und schwingt sie, wirft sie und fängt sie zurück; wie aus geölter, glatterer Luft kommen sie nieder auf dem...

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kinder

25. Juni 2015
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kinder

ist das geburtsurteil vollstreckt thronen die gezeugten auf den knien und gehen hoffend noch vorm fall  laufen sie schneisen hinab ragen äste  wie nerven aus wunden in wäldern  gebiert das ei den räuber des nests  schlürft er die dotter der ahnen bleiben die eigentlichen kinder ungeboren sehen sie die sterne über sich sagen sie...

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Reife Männerstimmen

24. Juni 2015
Von
Reife Männerstimmen

Man kann sich ihrer Faszination nicht entziehen, auch wenn man sie zunächst wahrnehmen, ja erst gewahren muss als ein isoliertes Ereignis. Denn tauchen sie auf, umgibt sie sogleich die Hülle eines ganzen Kosmos’, der reich an unterschiedlichen Assoziationen ist. Man muss nicht erst künstlich versessen sein auf die menschliche Stimme, deren Klang und Wirkung,...

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Die Grenzgängerin

23. Juni 2015
Von
Die Grenzgängerin

Vorbemerkung der Redaktion: Für das Projekt Kollegengespräche hat A.J. Weigoni einen Austausch zwischen Schriftstellern angeregt. Auf KUNO ist diese Reihe wieder aufgelebt, daher bringen wir gern den Austausch zwischen Sebastian Schmidt und Joanna Lisiak. Ihre Lyrik zeichnet sich durch einen nüchternen Grundtenor aus, ein unaufgeregtes Fühlen und Mitfühlen. Aus einfachen Worten strickt sie, was...

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Die Fliege

22. Juni 2015
Von
Die Fliege

  Scheitern ist der Nomalfall, das war ihr Lebensmotto. Mit diesem Satz in ihrem geistigen Gepäck konnte ihr ernsthaft nichts passieren. Und nun hielt sie den Brief in Händen: Sie gehören zum Kreis der Auserwählten. Sie dürfen. Kommen Sie. Finden Sie sich ein, zeigen Sie Ihr Innerstes, empfangen Sie. Dann dürfen Sie gehen. Mit...

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unter weiden

22. Juni 2015
Von
unter weiden

  sitz ich im schatten blauer weiden leg ich das ohr ans holz hör ich die narben der bäume flattern fische silbern in den zweigen kreist eine schlange schreien vögel auf im wipfel verschlingt der mond das auge die wimpern der äste treib ich in einem kahn vorbei an klippen durch wellen aus licht...

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Destabilisierung der Textautorität

21. Juni 2015
Von
Destabilisierung der Textautorität

Das Werk von Angelika Janz erschließt sich nur dann richtig, wenn wir die Verflechtung ihrer Bildgedanken mit der Dichtung verstehen. Der Fragmentexterin geht es um die Zusammenführung von Bild und Abbild. Ihre Arbeiten sind ein Prozeß, der von Weiterungen, Abweichungen bestimmt ist, das Angepeilte erfüllt sich nicht so, wie es sich der Betrachter sich...

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Erster Logo-Entwurf für die Edition Das Labor von Peter Meilchen.

In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie – mit Online-Archiv. Mehr Informationen.

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher finden Sie hier einen Essay sowie einen Artikel von J.C. Albers.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

In der Reihe MetaPhon sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Alphabetikon

Vertiefend zu ‚Alphabetikon‘ lesen Sie bitte das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus.

Trans

Twitteratur

Hier ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Edition Das Labor

Ausführliche Informationen finden sich hier.