Archiv: Mai 2015

Albena

31. Mai 2015
Von

Wind in den Gehäusen des Schlafs – auf den Bergen Über der Schwarzen, der nördlichen Salz-See, Dein sanfter Atem, der eben Schlaf braucht, von Der Mühsal in der nördlichsten Eb’ne verfügt.   Verzagt flattert das Licht in den Schluchten, wo der Tinnef sich mit der Volkskunst vermischt; in Vielfältigen Ähren flittern die Marken im...

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Kollegengespräche · Revisited

30. Mai 2015
Von
Kollegengespräche · Revisited

Vorbemerkung der Redaktion: Für das Projekt Kollegengespräche hat A.J. Weigoni einen Austausch zwischen Schriftstellern angeregt. Auf KUNO ist diese Reihe wieder aufgelebt, daher bringen wir gern den Austausch zwischen Arletta Szmorhun und Peter Paul Wiplinger. Szmorhun: In vielen Gedichten unterziehen Sie die in Österreich herrschenden Verhältnisse einer scharfen Kritik. Zur Verdeutlichung möchte ich ein paar Verse...

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Jenseits des Urals

29. Mai 2015
Von
Jenseits des Urals

  Wer sind die echten Sibirjaken? Für die Autorin, eine ausgewiesene Kennerin Sibiriens („Transsibirische Eisenbahn“ Berlin 2002; „Meine sibirische Fleckendecke“, Düsseldorf 2004), leben sie an der Unteren Tunguska, dem mächtigsten Nebenfluss des Jenissei, dort, wo nördlich des Ortes Turuchansk dieser „Dunkle Strom“ (vgl. den gleichnamigen Roman des sibirischen Schriftstellers Wjatscheslaw Schischkow) in gewaltigen Wasserwirbeln...

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Was die Fülle und Perfektion des Lebens ausmacht

28. Mai 2015
Von
Was die Fülle und Perfektion des Lebens ausmacht

Immer noch werden Bücher gedruckt und verkauft, die es nach den Gesetzen des Marktes eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. In Südamerika erlebt die Poesie gerade einen neuen Boom. In England erreichen die schmalen Lyrikbände einer jungen Dichtergeneration – Michael Hofmann, Lavinia Greenlaw, Glyn Maxwell – spielerisch zwei, drei, ja vier Auflagen. Es gibt...

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Im Lyrikamt

27. Mai 2015
Von
Im Lyrikamt

  (Mein Name ist) Schittko, Clemens Schittko. Clemens mit C am Anfang und mit S am Ende. Und Schittko buchstabiert sich S, C, H, I, Doppel-T, K, O. Nein, ich wurde von niemandem ausgeknockt, noch nicht einmal angezählt. Und das, obwohl ich als Kind drei Jahre in einem Boxverein war. Also noch einmal: S,...

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Ypsilon. Karlyce Schrybyr

26. Mai 2015
Von

Versuch eines kleinen Nachrufs   Leider habe ich Karlyce, wie er sich gern nannte, nie persönlich kennengelernt. Aber da er Texte von mir immer mal wieder in seiner beachtlichen Literaturzeitschrift KULT veröffentlichte, gab es eine gewisse Korrespondenz über die Texte und seine Zeitschrift mit ihm. Hier ein Beispiel – es ist mein letzter Brief...

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:

25. Mai 2015
Von
:

  wo der wind leicht am laub leckt und die hände aneinander stranden wo die planetensysteme in ihren bahnen brennen von rot zu rost werden sie rote riesen weiße zwerge bis sie verglühen zerfällt der farn zu staub wird unser wort trost nur noch als buch zu geklappt während schnee stöbert flügel bricht die...

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balunga timba ongawa

24. Mai 2015
Von
balunga timba ongawa

     *** Anmerkung der Redaktion: Das Thema des Hungertuchpreisträgers Thomas Suder Thema ist die dialektische Beziehung zwischen organischen, also eher rundlichen Formen und Strukturen wie z.B. das menschliche Gehin, und dem was ebendieses an höchst unorganischen Formen hervorbringt, um in der angeblich erlebten geordneten Realität letztendlich wiederum einen Anreiz für das Gegenteil zu erdenken. Die...

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Meister der Duplizität

23. Mai 2015
Von
Meister der Duplizität

Der Lyriker Oskar Pastior verfügte testamentarisch die Gründung der Oskar-Pastior-Stiftung zur Förderung experimenteller Literatur. Zu seinem Gedenken treffen sich zu Pfingsten Urs Allemann (Goslar), Gabriel Horatiu Decuble (Bukarest), Oswald Egger (Hombroich), Elke Erb (Berlin), Jean-René Lassalle (Bad Krozingen) sowie Herta Müller, Monika Rinck, Ulf Stolterfoht, Sissi Tax und Ernest Wichner (alle Berlin) auf der...

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Die vierte Elegie

23. Mai 2015
Von
Die vierte Elegie

  O Bäume Lebens, o wann winterlich? Wir sind nicht einig. Sind nicht wie die Zug- vögel verständigt. Überholt und spät, so drängen wir uns plötzlich Winden auf und fallen ein auf teilnahmslosen Teich. Blühn und verdorrn ist uns zugleich bewußt. Und irgendwo gehn Löwen noch und wissen, solang sie herrlich sind, von keiner...

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acker der kindheit

22. Mai 2015
Von
acker der kindheit

  lag ich auf feldern hinterm dorf im flüstern der luft sah ich über mir wälder geschoren unterm feuerpflug fiel regen als blut des himmels  auf mich herab wuchsen halme  wie flammen aus den poren der erde  vertrieb ich mäuse köpfte ich würmer  mit der daumenzange saß ich  abends allein nach der ernte am...

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Popgedichte

21. Mai 2015
Von
Popgedichte

  krokodile geister hardware farben der lenkung verstehe ich nicht und auch nicht das blasen im wind (Klappentext) Flarf Disco folgt einem konzeptuellen Ansatz. Aus der vollständigen Sammlung von 120 Musik-CD-Samplern einer Zeitschrift für Popkultur und -theorie („Spex“, Jahrgänge 2000-2014) wurden die Musiktitel extrahiert und – wo nötig – ins Deutsche übertragen. Das so...

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Vivisektion

20. Mai 2015
Von

irgendwie ist jedes gedicht eine vivisektion des autors an sich selbst. Katrin Stange Vielleicht ist das nicht bei jedem Gedicht so, mal mehr mal weniger, aber indirekt bin ich immer in jeden Text hineinseziert, das ist wahr. Wirkliche Dichtung ist es dann, wenn das der Leser nicht als autobiografische Mitteilung liest, sondern als allgemeingültige...

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an einem schönen tag im mai

19. Mai 2015
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  sich auflösen in diesem blau dennoch nicht verschwinden   überall gleichzeitig sein das land durchwehen   wie ein milder sanfter wind nirgendwo ankommen müssen   und nirgendwo gehn   *** Über die Qualität von Andreas Noga als Lyriker und Performer lesen sie hier.

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Unueberwindliche Næhe

18. Mai 2015
Von
Unueberwindliche Næhe

  falsche Gefuehle projizieren aus einer blendenden inneren Leere das Trugbild einer fiebrigen Existenz: Geist = Natur Fuehlen, Denken + Erinnerungen sind: biochemische Vorgænge in neuronalen Schaltkreisen   die ins Innerste des Nervensystems reichenden Erfahrungen mit der unbedingten Autonomie der Sprache reflektieren: Steigerung der Wahrnehmung jenseits der synoptischen Listen Fleischwerdung der Gedanken   Apotheosen...

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Enzyklopädie der Toten

17. Mai 2015
Von
Enzyklopädie der Toten

Der 1935 in Subotica an der jugoslawisch-ungarischen Grenze als Sohn einer serbisch-orthodoxen Montenegrinerin und eines ungarischen Juden geborene Danilo Kiš, 1989 in Paris als renommierter Dichter, Essayist und Schriftsteller verstorben, übernimmt in der europäischen Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts in mehrerer Hinsicht eine besondere Funktion. Wie Ilma Rakusa, die Interpretin und Teil-Übersetzerin seines Werkes in...

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Gedichte – was sonst?

16. Mai 2015
Von
Gedichte – was sonst?

  Es ist nicht vielen deutschsprachigen Lyrikern gelungen, in mehrere Sprachen übersetzt, auf der Bühne, im Fernsehen und im Hörfunk inszeniert sowie in Schulbüchern verewigt zu werden. Axel Kutsch, der heute (16. Mai) 70 Jahre alt wird, kann all dies vorweisen. Seit 1983 veröffentlicht der gelernte Zeitungsredakteur Gedichtbände und editierte seitdem über 20 Anthologien,...

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Dinge

15. Mai 2015
Von