Archiv: Oktober 2012

ALLES 2, Uraufführung

31. Oktober 2012
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ALLES 2, Uraufführung

Die Jetzt-Zeit-Musik einem ungeübteren Publikum nahe zu bringen: Diesem Traum hat sich Bernd Wiesemann, Pianist und Komponist aus Düsseldorf, seit vielen Jahren verschrieben. Seine Wege dorthin sind ebenso vielfältig wie ungewöhnlich: Sparten-übergreifende Projekte und Konzerte gehören dazu, aber auch Performances mit Laien und Profis. Neben Musikern arbeitet er oft und gern mit Bildenden Künstlern,...

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Suchbild 9

30. Oktober 2012
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Suchbild 9

Aufblende — ZwinKern / sprachDeflorationen: weisse SichtScheibe des FernSehApparats / schwarzes, }aufReizEnd langsam{ – nach unten sinkEndendes – Kabel / begleitet von einer SummSirrSchnellLaufen, den Ode an: das Frequenzband vom = Ende & / oder Anfang der Skala / BlinDzeln / nichts geschieht,- ausser den Ritualen des Alltags / befreit vom MitTeilungs/zwang / …...

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Von Test zu Text, von Raum zu Zeitraum

29. Oktober 2012
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Von Test zu Text, von Raum zu Zeitraum

Novalis hat die Braunkohlenflöze vermessen, an deren Rand Hilbig die Pferde stürzen sah. Jan Kuhlbrodt Er ist seltsam anwesend und abwesend zugleich, schreibt Jens-Fietje Dwars im Nachwort des von ihm herausgegebenen Bands 10 der Edition ornamente über André Schinkel und stellt dem deutschen Literaturbetrieb kein gutes Zeugnis aus: Anders als Hilbigs Abwesenheit in der...

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Büchner 2012 / 2013 reloaded

28. Oktober 2012
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Büchner 2012 / 2013 reloaded

Der Herausgeber von Büchners Gesammelten Werken im Deutschen Klassiker Verlag, Henri Poschmann, hat meinen Artikel zu Georg Büchner bei KUNO kommentiert. Er stimmt meiner Kritik an der Büchner-Forschung zu – soweit es seinen Konkurrenten, den Herausgeber der Marburger Historisch-kritischen Ausgabe, Burghard Dedner, betrifft. Gegen selbige kann man wegen ihrer größenwahnsinnigen Monumentalität und auch inhaltlich...

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Das Bildtagebuch »Beobachtungen eines Unsichtbaren«

27. Oktober 2012
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Das Bildtagebuch »Beobachtungen eines Unsichtbaren«

Vieles, was wir an Bildern wahrnehmen und assoziierend in unseren Gedanken und in der Kombination mit unseren Erfahrungen verbinden, geschieht in der Stille unserer Beobachtungen. Das meiste, was wir bemerken, nehmen wir allerdings nicht wahr im Sinn einer bewußten Reflexion – dafür scheint das Meiste zu unbedeutsam und für die Logik unseres Tagesablaufs zu...

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Take Five

26. Oktober 2012
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Take Five

Rhein! – wer mag, kann das phonetisch als eine Aufforderung verstehen, nicht teilnahmslos draußen vor der Tür zu bleiben, sondern sich hineinzuwagen ins Abenteuerreich der Künste. Zunächst einmal ist es eine Standortbestimmung. Die Veranstalter wollen eine eigenwillige Kunst, die sich das Höchste abverlangt. Der große Fluß ist ein Sinn-Bild für das Bewegte, Bewegende, Auf-...

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Auf und unter Dach II

25. Oktober 2012
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Auf und unter Dach II

Als durchaus frugal konnte dieses unerwartete Frühstück beschrieben werden. Herrlich die frischen Brötchen und der einzeln aufgebrühte Kaffee. Die modernen Maschinen haben für sich, das italienische Espressoungetüm nachzuahmen. Zwar sind sie nicht mehr so riesig und machen längst nicht diesen infernalischen Lärm, der zu den typischen Eckkaffees offensichtlich immer schon dazu gehört hat, trotzdem...

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Auf und unter Dach

24. Oktober 2012
Von
Auf und unter Dach

Der Nebel lag noch in den Feldern, die meisten Menschen schliefen an diesem Samstagmorgen noch, als  man sich aufmachte, die große Stadt in allernächster Nachbarschaft zu erkunden. Aus der Ferne betrachtet, hat diese Ansammlung an meist doch recht niedrigen Gebäuden keine besondere Silhouette, ist nicht zu unterscheiden von anderen Ortschaften dieser Größe. Was Peter...

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Erinnerung

24. Oktober 2012
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  das wort war nicht der einfall der ideen  allein der laut der auftakt der jagd  der schrei der anbruch der visionen dämmerung hüllte die weite des hirns das tier die toten hinterm dickicht der augen das versiegende feuer vergraben im holz  die angst gab nur ins firmament gekrümmt  dem staunen raum witterte der...

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Pulsationsstil

23. Oktober 2012
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Pulsationsstil

Jo Winkler ist Werbetexter und kein sehr netter Mensch. Er ist zynisch, frauenverachtend und überheblich. Dabei ignoriert er seine körperliche und moralische Verfassung, denn sie passt so gar nicht in das Selbstbild des Senior Texters der Kölner Werbeagentur Goldreklamen. Das gelingt ihm bis zum diesjährigen, mehrtägigen Betriebsausflug auch ganz gut, bei dem sein Chef...

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Suchbild 8

22. Oktober 2012
Von
Suchbild 8

Ein roter Pegasos wendete unlängst sein Haupt. Einem aufstrebendem schwarzem Ballon zu, dessen Tentakeln sich gerade eben vom Boden gelöst haben. Kein Korb für Mitfahrer. Zurück wird eine staunende Menge bleiben; – ausserhalb des Bildausschnitts, in einem Flimmer, den man auch für eine Fata-Morgana halten könnte… Verdunsten in Schleierschwaden. Eine Schichtung, die in der...

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Das gewonnene Alphabet

21. Oktober 2012
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Das gewonnene Alphabet

Atmen ∙ Perlen ∙ Sprudeln In Das gewonnene Alphabet, dem im Oktober 2012 beim Pop Verlag in Ludwigsburg erschienenen Gedichtbuch, sucht Theo Breuer, so unerschrocken wie beredt, Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, auf allegorische Art und dichotomische Weise nach Spurenelementen dessen, was gemeinhin als ›Wahrhaftigkeit‹ in Leben / Streben / Poesie bezeichnet wird:...

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Mit Macbeth in den Untergang? Wie Freunde und Feinde Israels dazu beitragen, die Katastrophe herbeizuführen

20. Oktober 2012
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Mit Macbeth in den Untergang? Wie Freunde und Feinde Israels dazu beitragen, die Katastrophe  herbeizuführen

Macbeth, der schottische Edelmann, wird zu Beginn der Shakespeareschen Tragödie als ein Mensch mit widersprüchlichen, aber überwiegend positiven Eigenschaften vorgestellt: Er ist mutig, sensibel, nobel, loyal. Aus einer möglicherweise falsch verstandenen Vision heraus – drei Hexen prophezeien die Königskrone für Macbeth – begeht er den ersten schwerwiegenden Fehler. Um diesen zu verdecken, erfolgt der zweite, der...

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Doro Pesch, Godmother of Hardrock

19. Oktober 2012
Von
Doro Pesch, Godmother of Hardrock

Jeder Mann hat eine Schwäche, meine hat einen Namen: Doro Pesch, Godmother of Hardrock. Ich mag Metal, weil es die strukturkonservativste Richtung im Pop ist, es kommt so, wie man es erwartet, und man wird demzufolge nie enttäuscht. Diese Shouterin könnte sich mit dem Cover ihres neuen Albums als Comicfigur in Lack und Leder...

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Zum Kuckuck sach ich mal

18. Oktober 2012
Von
Zum Kuckuck sach ich mal

Quote Deutsche Sprache = merkwürdige Sprache. Das merkt auch der Fernsehzuschauer immer öfter, wenn ihm eine anscheinend klare Sachlage als scheinbare Hängepartie verkauft wird. Weil es zwar nur scheinbar unmöglich ist, die beiden Begriffe zu unterscheiden, aber anscheinend weder bei den Privaten noch beim Öffentlich Rechtlichen auch nur eine Quote von 50 Prozent aller...

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»Die Gewalt beginnt, sobald man vor die Tür tritt« ∙ Christine Angots Roman »Die Stadt verlassen« ∙ Revisited

17. Oktober 2012
Von
»Die Gewalt beginnt, sobald man vor die Tür tritt« ∙ Christine Angots Roman »Die Stadt verlassen« ∙ Revisited

Heute morgen ruft mich Hélène Millau an, die teuerste Floristin der Stadt, auch die mit der besten Ware, den schönsten Sträußen, um zu fragen, ob sie vorbeikommen dürfe. Einen Armvoll roter Rosen von Mathilde, um mich zu beruhigen, die Bestie zu beruhigen, die wilde. Ich denke eher, daß sie es sind, die von der...

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Suchbild 7

16. Oktober 2012
Von
Suchbild 7

Der Blick, forschend. Ihre Kamera, ein Wahrheitsautomat. Sie bildet nicht ab, sondern zeichnet mit Licht. Tastet Raum / Zeit / Landschaft nach Anmutsmustern ab, inszeniert in einem Gestaltungsfeld imaginäre Ansichten blühender Landschaften. Sequenzen. Die Erinnerung des vorherigen Bildes wirft den Schatten auf das Nächste. Schnitte. Prickelnde Beunruhigung in grossartiger Verwahrlosung. Das Gefühl der Versunkenheit....

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Bukowskis Briefe

14. Oktober 2012
Von
Bukowskis Briefe

Hundeschnauze In Charles Bukowskis guten Gedichten spüre ich das kalkulierte Vorgehen wie die Hundeschnauze an der Backe – cool konzipierte Lässigkeit, authentisch, originell, wirkungsvoll, schreibt Theo Breuer in Aus dem Hinterland. Lyrik nach 2000. Andere Autoren kommen zu anderen Urteilen. Robert Creeley lehnte es ab, mit Bukowski in derselben Zeitschrift zu erscheinen. Hermann Peter...

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Erster Logo-Entwurf für die Edition Das Labor von Peter Meilchen.

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Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie – mit Online-Archiv. Mehr Informationen.

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher finden Sie hier einen Essay sowie einen Artikel von J.C. Albers.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

In der Reihe MetaPhon sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Alphabetikon

Vertiefend zu ‚Alphabetikon‘ lesen Sie bitte das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus.

Trans

Twitteratur

Hier ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Edition Das Labor

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