Ich will mich nicht metaphorisieren lassen • »Nach dem Gedicht / ist vor dem Gedicht«

15. April 2012
Von

Ein Gespräch mit Theo Breuer

Bild: Andrea Reiser

Theo Breuer (»Das Wort ist ein Sauhund!«), den Insider wie Michael Gratz oder A. J. Weigoni seit einem lakonisch kommentierten Verschreibfehler nur noch The Breuer nennen, spricht mit mir über Lyrik und Hinter­land, Drei-Punkte-Programme fürs kommende Bücher, Metaphorisierung von Litera­turpreisen, Sammelbände wie Jahrbuch der Lyrik und Versnetze – und die kurze Freiheit in den wenigen Minuten nach der Fertigstellung eines Essays oder Gedichts. Lesen Sie hier die in der langen Nacht vom 12. auf den 13. April 2012 aktualisierte um farbenfrohe Bilder und wesentliche Botschaften erweiterte brandneue Fassung des Gesprächs, von dem eine frühere Version am 7. März 2011 erschien.

MH Herr Breuer, zum Anfang ein kleines Quiz. Was denken Sie: Wie hieß der deutsche Bundeskanzler, als Sie Ihr erstes hinterländisches Gedicht schrieben: Konrad Adenauer, Helmut Schmidt, Helmut Kohl oder Angela Merkel?

TB Ich denke grundsätzlich nicht vor einem Interview, das mache ich nie. Aber gut, das war wohl Helmut Kohl. Adenauer – so alt sehe ich hoffentlich nicht aus, und dessen Geschwätz hat mich schon gestern gestört. Merkel: Die schmeißt den Laden doch heute, oder? Macht die sich nicht für Wortklau und Copy and Paste in der Literatur und die Freiheit der Kunst stark? Echt graß, ne ei­serne Lady. Und Hel­mut Schmidt? Wer soll dat denn sein? Ich kenne Arno Schmidt und Kathrin Schmidt, und die waren meines Wissens nie Bun­deskanzler. Also, die westdeutsche ›Wende‹ kam 1982, und in dem Jahr habe ich ernsthaft angefan­gen, Gedichte zu schreiben. Also der Gemüsemann.

MH Die Wende von Rot nach Schwarz war im September 82.

TB Okay, dann also doch der mir offenbar unbekannte Schmidt. Doch halt, mir schwant da was mit Wasser, war da nicht was 1962? Jedenfalls weiß ich es genau, für lyrische Daten habe ich eine Art photografi­sches Gedächtnis: Anfang August 1982 habe ich die ersten Hinterland-Verse geschmiedet. Das war unmittelbar nach der Lektüre vom Nibelungenlied gewesen. Sie wissen, die Lyrik ist ein seltsames Spiel: wie Schach ohne Würfel. Ich denke mal, das war kein Zuckerbissen für die Fans.

MH Damals waren Sie 26 Jahre alt. Wie hat es angefangen?

TB Erste Antwort: Für mich gab es nur die Möglichkeit bei Null anzufangen: Das Nullmorphem mußte stehen. Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, daß ich in einer der schwierigsten Situationen seit Jahren war – die Stunde hatte geschlagen! Ich mußte mir jetzt selbst ein Bild machen und meine Entscheidungen treffen in Bezug auf die zu schreibenden bzw. zu vermeidenden Wörter: Ach, was muß man oft von bösen / Wörtern hören oder lesen! – Zweite Antwort: Mit Lesen. Lesen. Lesen. Ein Elixier, das uns berauschend tränkt. Ich las schon, als ich noch gar nicht lesen konnte. Und zwar Alles was der Fall ist, wie Peter Clars 2011 beim Sonderzahl Verlag in Wien erschienener Roman heißt, der mich 93 Minuten lang (plus zweimal 15 Minuten Verlängerung) mit Echos aus allen vier Lichtungen (und viel, viel mehr) beschallt, daß es nur so widerhallt, und den ich heute mit großem Genuß lese. Früh schon knallt mir, wie aus dem Nichts, dieses Wortknäuel vor die einschußbereiten Füße – da kann man ja nur noch, eiskalt, Tor · Tor · Tor rufen:

Entscheidungen zu fällen ist das eine, einen Baum etwas anderes, also was ich sagen will: X weiß, was er tun will, aber tun tut er es nicht. Nicht schön der Satz, aber so unglaublich wahr, wie nur ein Satz wahr sein kann, ich meine, so unglaublich wahr, wie wahr ein Satz überhaupt sein kann. Ist eine Entscheidung getroffen, heißt das noch lange nicht, dass die durch die Entscheidung beschlossene Tat auch getätigt wird.

Ich weiß, das klingt jetzt einschließlich Titel und Cover wie von mir für dieses Gespräch erfunden, ist es aber nicht. Wer es also genau wissen will, weiß, was jetzt zu tun ist, und zwar mit Leidenschaft, Geschlossenheit, Aggressivität, wie Mrs Columbo fordern würde.

MH Ja, das ist vollkommen Clar, Botschaft angekommen, wird gleich bestellt. Aber zurück zum Schreiben …

TB Ich hatte als schreibender Mensch, der Pils grundsätzlich nur mit s schreibt, sämtliche Stationen in den Kinder- und Jugendjahren durchlaufen, mit sehr viel Ehrgeiz und Engagement. Schreiben ist unser lebender König, Schrei­ben regiert die Welt, habe ich zusam­men mit meiner ersten Freundin Katharina Meyer beim Spielen in der Scheune gesungen. Unsere liebste Fernsehsendung hieß Wort – Spiel – Spannung. Wir wußten schon damals: Das ganze Leben ist Wortspiel, und wir wolln nur an die Daten. Da war ich fünf. Aber ich war im Herzen lyrischer Hinterlän­der und hatte nie eine Chance, Profi-Autor zu werden, weil ich als Landkind gleichsam zu klein war. Ein Kritiker hat mal über mich gesagt: Auch größenmäßig ist es der größte Nachteil, daß die Schreibtalente im Hinterland nicht die allergrößten sind. Ein englischer Kollege hielt allerdings dagegen: Ich glaube nicht, dass ein Lyriktalent größer oder kleiner ist als Theo Breuer. Meine Be­geisterung war trotz­ dieser wider­sprüchlichen Aussagen groß, und bis in die Vereinszeitung des SC Bürvenich 1925 hatte ich es immer­hin geschafft. Da hab ich gedacht: Haltet die Luft an und vergeßt das Atmen nicht. Dann kam jedoch eine komplizierte Vernetzung (ein Sehnenabriß beim Scham­beinkochen. Hört sich lustig an, ist aber trotzdem beim Schreiben am Herd passiert, die Sanitäter haben mir sofort eine Invasion gelegt, und der Arzt wollte mir mein Bein adoptieren), ein Wort­bein­bruch, und die junge Mrs Columbo, damals quasi Trainerin und Jugend­chefin in der Fa­milie, hat mir die Erzie­hung unseres 1983 geborenen Soh­nes Andypsilon übertragen: I’ll bet you’re enjoying yourself more than you want to admit. Da hab ich nur noch gehofft: Wenn man mich jetzt ins kalte Wasser schmeißt, könnte ich mir die Finger verbrennen.

Von l.: Mike · Pai · Andypsilon

MH Der Andypsilon ist Ihr Erstgeborener? Ich verfolge seine SWOS-Karriere mit Begeisterung. Ist Andypsilon nicht einigen Jahren unter den TOP 10 in der Sensible-World-of-Soccer und seit dem Sieg beim hervorragend besetzten Ostern-2012-Turnier in Frohnrath sogar Dritter der Weltrangliste?

TB Ja, das stimmt. Ich denke mal, das war schon ein besonderes Entree. Dieser Junge hatte von Anfang an seine Da­seinsberechtigung eigentlich nur dadurch, daß er samstags mit mir die Sportschau guckte. Wört­lich betrachtet hatte der ein stiefmütterliches Dasein, und als ich dann angefangen habe mit Er­nährungsplänen und allem Drum und Dran, hat der Knabe ganz erstaunt geguckt. Aber irgend­wann hat er Feuer gefangen – und ich habe gemerkt, daß man über diese Schienbeine viel erreichen kann.

MH Ein frühes Aha-Erlebnis?

TB Schon. Am Anfang hat er gemotzt. Das war er nicht gewohnt – und ich auch nicht. Ich kam ja aus dem Wortleistungsbereich, hatte quasi von der ersten Minute an viele Bücher gelesen. Wenn dann Andy zu mir kam und gesagt hat, daß er am Samstag die Sportschau nicht gucken kann, weil die Oma Ge­burtstag hat, dann habe ich gedacht, i werd narrisch, der will mich verarschen. Ich habe nur immer meine Fin­ger in Wunden gelegt, die sonst unter den Tisch gekehrt worden wären, und irgendwann hat er mich verstanden, und wir haben eine gute Saison in der Sportschau verfolgt. Von der Einstellung her stimmte die Einstellung. Wir haben uns gut aus der Atmosphäre gezogen. Heute sehn wir ja, wo er in der Sensible World of Soccer und ich im Sensitive Universe of Poetry stehen. Nach jeder Sportschau schaltete ich stets auf die Wortschau um, später dann aufs Aktuelle Wortstudio – so kam ich unter die Wörter. Ich forderte nicht viel und war gefaßt, noch weniger zu finden. Wörter, Verse, Stro­phen – alle Etagen. (Nebenbei: Un­sere Tochter Luise, die 1985 auf die Welt kam, hat das dann quasi mit dem Bitburger Pils aufgeso­gen, die machte schon Gedichte, da konnte die noch gar nicht schreiben – ganz nach der Devise ›Was schlimm ist‹: Bei Hitze ein Bier sehn, das man nicht bezahlen kann.)

MH War das dann bereits ein Beruf, der Ihren Unterhalt finanzierte?

TB Ich denke mal, eine Sache wie die Lyrik ist keine Wunschkost. Mein erstes Gehalt waren 7 Mark. Pro Jahr. Aber ich weiß noch genau: Der erste Scheck kam nicht. Da bin ich zum Verleger gegangen und habe ihm gesagt: Es ist mir fast unangenehm zu sagen – aber ich hab mein Geld noch nicht bekommen. Bei der nächsten Abrechnung wur­den dann 14 Mark überwiesen. Ansonsten war die Konstellation einfach günstig: Ich war Hinter­länder, konnte bei den Tieren im Lyrikblätter­wald wohnen und bekam von denen unheimlich viel Unterstüt­zung. Bei einem Schreibseminar mit dem Thema Die Lyrik hat ihre eigenen Gesetze in einem Tagungshotel auf dem Petersberg im Sieben­gebirge, wohin mich der Mannschaftsversand Rheinland in den 80er Jahren mal engagiert hatte, habe ich mal die Alkoholiker gegen die Antial­koholiker schrei­ben lassen. Die Alkoholiker schrie­ben die bei weitem besten Gedichte. Da war’s mir wurscht. Da hab ich gesagt: Sauft weiter. Ich habe auf Teufel komm raus Spra­chen studiert, aber eigentlich war ich fast jeden Tag im Wald. Morgens um neun Uhr war ich da, abends um neun bin ich gegangen. Ich habe das ge­macht und habe gedacht, kann ich nicht verstehn, ich bin gerne, wo ich herkomme, ich bin gerne, wo ich hingehe, und habe gelebt wie ein Haupt­schriftleiter.

MH Sie verdienen also seit über 20 Jahren Ihr Geld als Schriftsteller und Talent-Koordinator, wie man im Express lesen kann. Und jetzt sind Sie im Hin­terland quasi Chef der Profis, der richtige Mann am richtigen Ort, wie der in Düs­seldorf lebende Autor A. J. Weigoni befindet. Hat er recht?

© Aurélien Mole 2011

TB Ich denke schon – obwohl Bensch und Kraus bei solchen Aussagen gern die Augenbrauen hochziehen und, vielleicht nicht ganz zu Unrecht, meinen, das seien doch alles bloß Momentaufnahmen. Und hinter den Kulissen ist auch gelegentlich zu hören, man wolle zwar nicht ausschließen, daß man mit mir weitermache, aber man gebe auch keine Garantien von heute bis in die Ewigkeit. Dazu muß ich sagen, daß ich mit A. J. Weigoni, Maximilian Zander und speziell Axel Kutsch sehr gut zusammengearbeitet habe. Ich hoffe, daß die mit ihren Gedichten auch weiter­hin eine runde Leistung zeigen, das würde die Leistung auch in der höchsten Drucksituation abrunden. Es war sehr wichtig, daß je­mand kommt, der die Literaturszene gut kennt, der das lyrische Hinterland gut kennt und nicht bei Null anfängt und vor allem zu Hochleistungen motivieren und alle Reserven mobilisieren kann. Du denkst am Anfang: schwach wie eine Flasche leer.

MH Ja gut, äh…

TB Aber ich habe nicht ge­sagt: Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid? Eure scheiß Stimmung – da seid ihr doch dafür ver­antwortlich! Es ist einfach zu sagen: Der hat Mist verfaßt, jetzt schreibt der um sein Leben, um das wiedergutzumachen, und damit hat es sich. Statt­dessen habe ich vorgeschlagen: Wir brauchen ab sofort Ergebnisse. Wir müssen jedes Qualitätspotenzial, das wir haben, nutzen. Ich habe nie die Verzweif­lung verloren oder mich aufgegeben. Trotzdem: Hier ist die Rede von Fressen, Gefressenwerden / von Mühsal und Zweifel, hier ist die Chronik der Leiden. Man hat gesehen: Ich hatte in den ersten Wo­chen, in denen es Rückschläge gab, einen Bonus. Und den mußt du nutzen, also lautet die De­vise: Weiter, immer weiter! Once a poet, alyways a poet. Simarar kos malzipempu. Einige Leute halten Lyrik für einen Kampf auf Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich versichere Ihnen, daß Lyrik weit ernster ist.

MH Leute, die Sie besser kennen, sagen: Auf diese Chance hat Theo Breuer jahrelang gewar­tet.

TB Das kann man so nicht sagen. Wie so oft liegt auch hier die Mitte in der Wahrheit. Ich habe nie an meiner Chancenlosigkeit gezweifelt. Ich lasse Entwicklungen auf mich zukommen, das ist ein Grundsatz von mir. Ich metaphorisiere sie nicht. Ich lasse mich nicht nervös machen, und das gebe ich auch nicht zu. Für mich ist wichtig, daß ich authentisch sein kann, daß ich keine Rolle spielen muß, ich will meine Werte verwirklichen. Und Lyrik ist inzwischen die Nr. 1 im Hinter­land. Prosa übrigens auch. Selbst in den Zeiten, in denen ich durch Deutschland reise und die ausgeliehenen Jungschreiber des Hinterlands besuche. Jedenfalls hätte ich es mir angesichts dieses Hinterlands, dieser Leser und dieser Tradition nie verzeihen können, wenn ich mich der Verantwortung nicht gestellt hätte.

MH Jetzt haben Sie einen der besten Hinterlandjobs und werden für Ihre Arbeit ständig von berühmten Kollegen gelobt. Von Leuten wie Hans Bender, Karl Otto Conrady, Friederike May­röcker oder Axel Kutsch, in dessen Versnetzen Sie seit Jahren einen Stammplatz haben – und nun auch vom Bundesherausgeber Christoph Buchwald durch die Veröffentlichung 2011 im Jahrbuch der Lyrik 2011. Wie halten Sie das aus? Da fehlt ja nur noch der gute Günter Grass.

TB Ich habe seine Bücher gelesen, die Mehrzahl mit großem Gewinn. Die frühen Gedichtbände aus den 50er Jahren zeigen, daß Grass kraftvolle, originelle Gedichte geschrieben hat. Einen kryptischen Vierzeiler über Fußball gibt’s auch: Nächtliches Stadion. Handelt, glaub ich, von der Angst des Tormanns beim Elfmeter.

MH Hier muss ich einschreiten. Peter Handke hat unrecht, nicht der Torwächter hat Angst, der Schütze hat sie!

TB Hat Stan Lafleur da vielleicht ein bißchen geholfen?

MH Mit Verlaub, da halte ich die Ungarn Péter Esterházy und A. J. Weigoni mit dem Theaterstück Tore : Punkte = Meisterschaft. für ungleich kompetenter.

TB Ja, dat weeß me net, wie mein Freund Karl-Heinz zu sagen pflegt. Aber zu Grass gab’s nie direkten Kontakt, außer daß ich vor vielen Jahren bei einer Veranstaltung mit ihm und Günter Baby Sommer im Bahnhof Rolandseck war. Ein starkes Team. Nein, mich kennt der nicht. Ja, wie empfinde ich das Lob? Ich bin da vorsichtig. Das Lob in der Lyrik hat der Teufel gesehen. Das sind Gefühle, wo man schwer beschreiben kann. Ich unterscheide zwischen den Leuten, die mich kennen und die Situation hier einschätzen können, und denen, die mich eben nicht kennen. Ich habe immer gewarnt: Im Hinter­land, das eine Obduktion auf mich hat, muß man sowieso sehr vorsichtig sein. Hier wird schnell Personenkult betrieben. Und man hetzt die Leute auf mit Tatsachen, die nicht der Wahrheit ent­sprechen. Trotzdem will ich das Hinterland nie verlassen. Ich will bis zu meinem Lebensende hier bleiben und am liebsten noch darüber hinaus. Ich bin im übrigen eher ein Teamplayer, mir ist die interne Wirkung wichti­ger als die öffentliche. Für mich gibt es nur entweder oder. Also entweder voll oder ganz! Ein Theo Breuer läßt sich nicht von seinem Intel­lekt besiegen, ein Theo Breuer entscheidet selbst über sein Schicksal.

MH Aber Sie wollen doch nicht leugnen, daß Sie etwas bewegt haben?

© Christian Hilberath 2006

TB Ja gut, die YE-, bauwagen- und sonstige Editionen seit 1988 sind ja kein Zufall. Ich habe gerade jetzt mit der Friederike-Mayröcker-Edition für die im Ludwigsburger Pop Verlag erscheinende Literaturzeitschrift Matrix, die im Mai/Juni kommen soll, wieder gezeigt, daß ich unter Druck reagieren und daß ich auch in den rund tausend E-Mails an die Beiträger gut mit Wörtern spielen kann, ich habe Hans Bender, Ulrike Draesner, Elke Erb, Bodo Hell, Axel Kutsch, José F. A. Oliver, Marion Poschmann, Marlene Streeruwitz, Yoko Tawada, Jürgen Völkert-Marten und A. J. Weigoni in ein schlagkräftiges FM-Team mit insgesamt 7 mal 11 Sprachspielerinnen und -spielern geholt. Wir hat­ten hier in Sistig im Nationalpark Eifel ja auch schon Endzeitstimmung, was die Wörter und den Umgang damit angeht. Sie müßten mal den Landrat oder seinen Stellvertreter hören, die über die Wörter der anderen sagen, das sei doch Lyrik. Ja wunderbar, das spielt mir ja dermaßen in die Karten. Aber: Bei uns wird manchmal zu wenig ge­sprochen. Das könnte an der Kommunikation liegen. Es wäre wirklich der größte Feh­ler, wenn wir jetzt glauben würden, daß wir den Kampf gegen die Mißverständ­nisse bereits be­standen hät­ten: Ich lerne nicht extra französisch für die Lyriker, wo diese Sprache nicht mächtig sind. Gerade heute dran denken: 11 Elfchen müßt ihr sein. Die Lyrik ist für mich ein Mikrokosmos der ge­samten Gesellschaft. Alle Prozesse, die in der Fa­milie, in der Großfamilie, in der Kleinfamilie, in irgend­einem Unternehmen ablaufen, finde ich auch in der Lyrik. Das gilt natürlich ebenso in Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien.

MH Wenn man über Theo Breuer spricht, muß man über The Breuer sprechen. Wir erleben ja gerade die Fusion der beiden Breuer-Modelle: Er hat sein Doppelleben aufgegeben, auch an­derswo in Lyrikland spielt er mittlerweile genauso gut mit Wörtern wie im Sistiger Hin­terland, ich benenne als Beispiele das Poesie­festi­val Kon­stanz oder das lyrische World Wide Web mit Poe­tenladen, Lyrikzeitung, Kulturnotizen und anderen Literaturportalen oder die Matrix-Ausgaben mit Thomas-Bernhard- und demnächst Friederike-Mayröcker- und Hans-Bender-Editionen. Haben Sie sich die Einheit der Zweiheit selbst vermittelt?

TB Wir wollen doch mit dem Boden auf den Füßen bleiben, das ist Schnee von morgen. Ich bin immer selbstkritisch, auch mir selbst gegen­über, aber ich glaube schon, daß ich daran einen großen Anteil habe. Dafür ist der Unterschied zwischen vorher und nachher einfach zu kraß. Das muß man einfach sagen – ich bin ja richtig explodiert in den letzten Monaten seit September 2010. Aber man muß es auch erklären. Es gibt da drei Punkte: Erst mal ist es so, daß ich ein sehr sensibler Wortspieler bin, ich bin nicht so, wie ich öffentlich wahrgenommen werde. Ich habe früher auch die großen Philosophen gelesen. Doch dann habe ich gemerkt, daß die von meinem normalen Denken absolut abweichen. Jetzt lese ich nur noch Lyrikfachbücher. Ich bin sehr sen­sibel und stelle für jeden schreibenden Kolle­gen eine große Herausforderung dar, weil ich stark von Stimmungen lebe, was den Raum / einen Moment lang verändert, die / Gedanken nicht. Ich denke, daß ich auch jemand bin, den man sehr gut an­fassen kann. Und ich bin ein Wortspieler, der den Heraus­geber einer Anthologie oder Zeitschrift sehr viel Energie kostet – ich bin es aber zu 1000 Prozent wert, daß man diese Energie für mich einsetzt, denn meine Lyrik ist mit allen Abwassern gewa­schen.

MH Das ist der erste Punkt.

© John Mainstone 2007

TB Der zweite Punkt ist der, daß es für mich nicht einfach war in den ersten Stunden mei­ner ja quasi zweiten Rückkehr am 12. April. Ich muß feststellen, daß es da schon wieder eine große Diskre­panz gab zwischen dem, was ich erwartet hatte und dem, was ich vorgefunden habe. Ich hatte es mir ja sehr genau überlegt und dann spontan zugesagt. Die Situation war aussichtslos, aber nicht kri­tisch. Meine Füße trugen mich voran,und einer begrüßte mich mit den Worten: Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln. Und die Ärmel na­tür­lich auch. Ich bin hierher gekommen und habe gemeint: Okay, wenn wir ein Buch verlieren, fah­ren wir wieder nach Hause. Das habe ich dann auch verbal gesagt. Ich kann nicht sagen, daß ich es nicht gesagt habe, weil ich es gesagt habe: Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu. Ich fühlte mich unwohl. Oder im Klartext: Ich hatte vom Feeling her kein gutes Gefühl. Das war schon beim Geheimtraining sichtbar.

MH Und der dritte Punkt?

© Flominator 2005

TB Da muß ich – unter Ausschluß der Öffentlichkeit – über Schreibtaktik reden. Wenn man keine Wörter hinschreibt, ist’s ganz schwer, ein Gedicht zu machen. Das Wort ist ein Sauhund! Lyrik ist Ding, Dang, Dong. Es gibt nicht nur Ding. Das größte Problem beim Schreiben von Gedichten sind die Wörter. Wenn wir die ab­schaffen könnten, wäre alles gut. Ich habe einmal ein Wort ausgewech­selt, weil ich ein an­deres Wort einwechseln wollte. Da mußte ich eins auswechseln. Die Gedichte sind keine Ro­mane, das hat man heute wieder ganz klar gesehen. Wörter vertragen kein Lob. Sie müssen täg­lich die Peit­sche im Nacken fühlen. Die ganze Lyrik ist sehr wichtig, eine Art Erwa­chen, das Infragestellen von Obrigkeiten zum Beispiel. Leider haben wir es versäumt, in einer gewis­sen Art und Weise Grenzen zu setzen. Lyriker brauchen etwas, das ich liebevolle Strenge nenne. Ich hoffe, daß wir da wieder hinkommen werden, weil diese Rundumbefreiung auch nicht die Lösung ist. Als ich eingestiegen bin, habe ich gesagt, und das war nicht ganz unri­sikovoll, gilt aber wei­terhin: Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken. Die größte Heraus­forderung dieses Wortkaders ist die Balance zwischen De­fensive und Offensive. Konkret und exemplarisch: Wie baust du Allusion und Metapher ein? Früher habe ich ent­schie­den: Beides zusammen in der zentralen Position geht nicht. Meine Ant­wort darauf war, daß die Allusion ent­weder in der ersten oder dritten Strophe auftaucht. Oder an der Spitze – und da­mit war die Me­tapher draußen.

MH Als Sie Ende August 2010 zurückkamen, war die Metapher draußen. Sie haben sie sofort wieder eingesetzt. Ein Grundsatzbeschluß?

TB Mir war klar, daß es nur diesen Weg geben konnte. Die Leute lesen Gedichte, weil sie nicht wissen, wie sie ausgehn. Mit den beiden rhetorischen Figuren als Tandemspitze, mit der Metapher im dritten und der Allusion im siebten Vers, das ist in diesem Fall die Überraschung. Es ging einfach darum, diese rhetorischen Individualisten bei aller Freiheit in eine Ordnung und ins Kollektiv einzufügen. Tak­tisch bleibt das zwar ein Rin­gen: Ich weiß um die Gefahren, und ich weiß, daß sich die Gefahren noch oft genug zeigen wer­den. Aber ich weiß auch, daß die Gedichte mehr Gewinn durch diese Konstellation haben. Das Wörterplus ist ausgeglichen: Die Allusion ist zehnmal erfolgreich gewesen, die Metapher neunmal, sie waren zusammen an 28 Gedichten be­teiligt. Da ist die Aussicht auf Ge­winn größer als das Risiko. Oder gibt es einen schöneren Vers als: Gib mich die Kirsche? Und für die Allusion ist es ein guter Schritt in der Entwicklung, daß ihre Leistung im Gedicht nun auch mit der im ganzen Buch übereinstimmt. Also: Rein das Ding, fer­tig, und ab nach Hause.

MH Fühlen Sie sich einer bestimmten Schreibschule zugehörig?

TB Ja gut, die Bärliner sind vorne vom Feinsten bestückt. Aber es gibt kein Schreibvorbild oder so etwas, mir geht es um die unendlich präsente Wort­spielidee. Alles geht ein in das eine Buch. Verlorene Schlacht? Von wegen. Konzepte sind Kokolores. Was bringt’s, wenn einer predigt: Ein Gedicht dauert 90 Sekunden. / Wer die Metapher zweimal nennt, gehört schon zum Establishment. / Da muß mehr Bildhaftes durch die Mitte kommen. / Die Verse stehen viel zu tief. / Das ist eine Deprimierung. / Da kommt zu wenig Druck von den Zeilensprüngen. / Da gehen zu viele Wör­ter ins Leere. / Ein früher Vergleich täte dem Gedicht gut. Mein Credo ist: Ein Gedicht zum Klingen zu bringen ist leichter, wenn man gut schreibt, als wenn man schlecht schreibt. Wer gut mit Wörtern vertei­digt, greift auch gut mit Wörtern an. Auto­ren wie Kutsch, Zander und Weigoni und einigen Autorinnen und Autoren im aktuellen Jahrbuch der Lyrik ma­chen das vor, indem sie aus der Tiefe des weiten Versraums kommen und wechselnd alternierend schreiben. Die sind eine gut intri­gierte Truppe. Es geht darum, Ag­gressivität und Akti­vität in die Grundhaltung auf­zu­nehmen. Wenn du die Wörter le­thargisch verteidigst, wirst du auch lethargisch mit Wörtern an­greifen. In der Lyrik ist es fast wie im Fuß­ball: alles Kopfsache.

MH Apropos Jahrbuch der Lyrik – Ihre Einschätzung?

TB

Ja gut, das ist ja eigentlich Ihr Job, aber Bücher werden ja immer gelesen. Darum sind die auch so teuer. Es gibt ja nur eine Möglichkeit: Reim, Assonanz oder Alliteration. Gute Reime kann niemand trennen, gute Reime sind nie allein. Ja, so ist Lyrik. Oder: »Ihm war kalt, / darum hatte er eine Decke.« Jedenfalls – hier wird’s gewagt: Da fliegen »Zeppeline, groß und stumm« wie Vergleiche durchs Versall, ›dir‹ und ›Tier‹ finden im Endreim wieder einträchtig zueinander, da weht sogar der Duft der großen weiten Welt der Lyrik herüber: »Du tropfes Tier, / Ich – – – – – – – liebe – – – – – – – dir!«, heißt es schon bei Kurt Schwitters. Ja, solche Geschichten schreibt nur die Lyrik. Aber wem sag ich das: »Echte Reime stonn ze­samme, stonn ze­samme su wie eine Jott un Pott«, singen die Höhner, und die jungen Echtzeit­dichter beherzigen das nach der Lyrikdevise von jetzt oder nie. Das Jahr­buch – »es ist ein feld, in dem du dich verirrst«. Ich otrakle mal, das kommt echt de profundis in dieser herbstlichen Nacht im April: »wer jetzt kein Baumhaus baut« – geil. Darüber hinaus finde ich es großartig, daß sich die Frauen im­mer mehr vermehren in der Lyrik. Im großen und ganzen ist es ein Jahr­buch, das, wenn es anders ediert wäre, auch anders hätte aussehen können. Im Vergleich zu Versnetze steht es auch nicht besser oder schlechter da, als es ist. Man darf über es aber jetzt nicht das Knie brechen und muß abwarten, was das kommende Jahrbuch, das 2013 kommen soll, bringen wird, aber die Hoffnung stirbt ja auch in der Lyrik immer erst ganz zuletzt.

MH Gerade weil der Stil, den Sie dem literarischen Hinterland vermittelt haben, den modernen Mustern von Kollegen wie A. J. Weigoni, Axel Kutsch oder Maximilian Zander entspricht, fragen sich sogar schon viele Schreibkolleginnen in Bärlin und Laibzsch, warum Stur­vamp (oder Suchterkant) Sie nicht längst mit einem Buch­vertrag für die nächste Literatursaison ausgestattet hat. Also: Warum?

TB Ich denke mal, wir haben hier im Hinterland ein ganz spezielles Verhältnis zur Lyrik und eine ganz spe­zielle poetische Ver­trauenssituation. Tagsüber, wenn die Sonne scheint, ist es hier noch wärmer. Wir wollen hier Versfuß für Versfuß vorgehen. Wir bewah­ren erst mal die Ruhe. Wir müssen jetzt rational denken, nicht emotional. Und wir müssen versuchen, gemeinsam die Zeilenkurve zu kriegen. Man darf das Gedicht doch nicht so schlecht reden, wie es wirklich ist. Es geht Gedicht für Gedicht darum, den Abstieg aus der 1. Lyrikliga zu verhindern, das ist meine Mission, darauf bin ich fi­xiert – und wenn ich das ge­schafft habe, dann können wir uns zusammensetzen. Damit kann ich sehr gut leben. Ich brau­che für mich nicht mehr Sicherheit, als zu wissen, daß ich gleich ein gutes Gedicht schreiben werde. So bin ich gestrickt.

MH Herr Breuer, eine ganz persönliche Frage: Gibt es einen ganz besonders herausragenden Moment in Ihrer Schreibkarriere, den Sie nie vergessen werden?

TB Ja gut, es war ein traumhaft schöner Augenblick, als Lara Menschel zu mir sagte: Komm Theo, mein Freund, zieh Deine Sachen aus, jetzt geht’s los.

MH Haben Sie einen Agenten, der Ihre Sache vertritt?

TB Nein.

MH Sie verdienen weniger Geld als alle anderen mit Ihnen vergleichbaren Autoren. Den Tho­mas-Tuchel-Preis haben Sie auch noch nicht bekommen. Wollen Sie nicht Ferrari fahren?

TB Ich weiß, worauf Sie hinauswollen. Und ich mache nie Voraussagen. Das werde ich auch weiterhin nicht tun. Aber ich weiß auch, daß es eine neue Schriftstellerge­neration gibt, die von Agenten gesteuert und geführt wird. Aber man muß das nicht so hochste­rilisieren bzw. -kristalli­sieren. Von Jon Trinkler gibt’s ja den Best-of-Spruch: Ich habe viel von meinem Geld für Alko­hol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest hab ich einfach verpraßt. Für mich ist das nichts. Grau ist alle Theorie, maßgeblich ist im Gedicht. Ich will mich nicht metaphorisieren las­sen, ich brauche keine Berater, die mir irgendwas erzählen. Und der Tu­chel-Preis, ach Gott … Die Breite an der Spitze ist dichter geworden. Ich glaube, daß der Tabellenerste jeder­zeit den Spitzenrei­ter schlagen kann. Mal verliert man, und mal gewinnen die anderen. So ist Lyrik – manchmal gewinnt der Bessere. Aber wenn ich das Gefühl haben sollte, daß die Haltung, die ich habe, irgend­wie ausgenutzt wird – dann haue ich dazwischen.

MH Es ist April im Hinterland. Welchen Einfluß hat das auf Ihre Arbeit?

TB Ich denke mal, aus Autorensicht einen störenden. Du mußt dich mit Themen beschäftigen, die uninte­ressant sind. April macht, was er will. Wer geht wo wann hin? Fliegt dem Sistiger am 30. April vom spitzen Kopf der Hut? Ich bin zwar Hinterländer und feiere naturgemäß auch gern in den Mai, aber für mich wäre es das größte Fest, wenn am 30. Mai die hin­terländische Lyrikwelt nicht untergeht. (Das nächste Ge­dicht / ist immer das schwerste, heißt es bei Axel Kutsch.) Dann fallen Welttag der Poesie und Tag der Schreibarbeit auf einen Tag.

MH 2012 haben Sie in Kulturnotizen bereits rund ein Dutzend neue Essays veröffentlicht, dazu die verschiedenen Editionen, an denen Sie arbeiten: Verzich­ten Sie da auch mal aufs Schreiben, sagen wir, zur Tatort-Zeit am Sonntagabend?

TB Klar könnte ich jedes Mal sagen: Da ist das Ding! Aber man soll als Schriftsteller nicht zu früh irgendwelche Aussagen à la »Der Vers ist rund« ma­chen. Die Emotion und die Stimmungslage, damit muß man arbeiten. Aber ich habe auch nächsten Samstag wieder ein Wortspiel. Wortschau und Aktuelles Wortstudio drücken mir Wort für Wort die Wörter aufs Auge. Ja gut, ich arbeite von morgens bis abends. Ja gut, so was nennt man im Volksmund, glaub ich, Alcoholic. Ich muß lesen und schreiben, alles andere ist primär. Ich gebe gern zu: Meine Literaturbegeisterung hat schon fast was Asoziales. Am Montag nehme ich mir vor, im nächsten Gedicht zehn Wörter auszuwechseln. Aber Lyrik ist unberechenbar: Am Dienstag sind es sieben oder acht, am Donnerstag noch vier Wörter. Wenn es dann Samstag wird, stelle ich fest, daß ich doch wieder dieselben elf Scheiß­wörter ein­setzen muß wie in der Vorwoche. Gehen Sie also davon aus, daß ich am Sonntagabend um 20 Uhr 15 auf jeden Fall schreiben werde: Tatort-Zeit ist Tatwort-Zeit. Das nächste Gedicht ist immer das nächste. Oder: Nach dem Ge­dicht / ist vor dem Gedicht. Von wem das ist? Von Kutsch natürlich. Ich wage mal eine Prognose: Es könnte so oder so ausgehen. Ich würd sagen: irgendwo dazwischen. Enough. Enough now: Ich habe fertig.

MH Herr Breuer, ich sage nur noch ein Wort: Bedanke mich für das Gespräch.

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