Schlagwort: Günter Grass

Abschied von Gestern

Es empfiehlt sich, Gedichte von Günter Grass erst mit den Augen und dann mit dem Schraubenzieher zu lesen. Sie ähneln Ikea-Regalen. Auf dem Papier sieht alles ganz einfach aus, aber wenn man das fertige Werk erst einmal auseinander genommen hat,…

Smells like Gerontokratie

In der laufenden KUNO-Reihe mit dem Schwerpunkt trash beschäftigen wir uns mit der Ausstellung Grass als Soldat im Lübecker Grass-Haus. Diese Präsentation über die Mitgliedschaft des Autors in der Waffen-SS ist wenig erhellend und auch kein Zeugnis einer Auseinandersetzung mit…

Gedanken · Gänge · Sprünge

Heinz Küpper. Nicht bloß eine Wahrnehmung Das literarische Werk Heinz Küppers, das seit den 1990er Jahren vom Ver­lag Land­presse resp. Verlag Ralf Liebe be­treut wird und zum Teil neu herausgegeben wurde, nachdem einige Ro­mane viele Jahre lang vergriffen waren, ver­dient…

Was zählt, ist Gesinnung, ist Politik

Ganz elementare humane Taubheit hat Tilman Krause in Hans Werner Richters Tagebüchern Mittendrin erlebt, aber endlich auch eine Antwort auf die Frage, warum Deutschland politisch und wirtschaftlich so erfolgreich, literarisch und ästhetisch aber so mickrig dasteht: Was zählt, ist Gesinnung, ist…

Vom Hölzchen aufs Stöckchen · Auf meine Art an Hans Bender denken (2)

1966 Die beiden Romane Eine Sache wie die Liebe und Wunschkost habe ich zweimal gelesen – ebenso wie die Mehrzahl der vielen Kurzge­schichten (von denen ich ein­zelne immer wieder lese), die erste lerne ich 1966 kennen. So bleibt von jenem…

Ich will mich nicht metaphorisieren lassen • »Nach dem Gedicht / ist vor dem Gedicht«

Ein Gespräch mit Theo Breuer Theo Breuer (»Das Wort ist ein Sauhund!«), den Insider wie Michael Gratz oder A. J. Weigoni seit einem lakonisch kommentierten Verschreibfehler nur noch The Breuer nennen, spricht mit mir über Lyrik und Hinter­land, Drei-Punkte-Programme fürs…