Archiv: Dezember 2013

Gift des Vergessens

31. Dezember 2013
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Gift des Vergessens

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Silvester bei den Kannibalen

31. Dezember 2013
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Silvester bei den Kannibalen

Am Silvesterabend setzen Sich die nackten Menschenfresser Um ein Feuer, und sie wetzen Zähneklappernd lange Messer. Trinken dabei – das schmeckt sehr gut – Bambus-Soda mit Menschenblut. Dann werden aus einem tiefen Schacht Die eingefangenen Kinder gebracht Und kaltgemacht. Das Rückgrat geknickt, Die Knochen zerknackt, Die Schenkel gespickt, Die Lebern zerhackt, Die Bäuchlein gewalzt,...

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Was unternehme ich Silvester?

31. Dezember 2013
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Was unternehme ich Silvester?

Soll ich zu Kallmanns gehen? Die zünden ihren Tannenbaum an, drehen das Grammophon auf, das ihnen ›Stille Nacht, heilige Nacht‹ vorkratzt, die Kinder lagern sich mit den Torsos ihrer Spielsachen auf den guten Teppich, und Vater raucht die neue Pfeife an. Mutter Kallmann spricht mit mir über die Dienstbotenmisere, und ich sage: »Jawohl, gnädige...

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Betrachtungen über den Weltlauf

31. Dezember 2013
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Betrachtungen über den Weltlauf

Es gibt Leute, die sich die Epochen, in welchen die Bildung einer Nation fortschreitet, in einer gar wunderlichen Ordnung vorstellen. Sie bilden sich ein, daß ein Volk zuerst in tierischer Roheit und Wildheit daniederläge; daß man nach Verlauf einiger Zeit, das Bedürfnis einer Sittenverbesserung empfinden, und somit die Wissenschaft von der Tugend aufstellen müsse;...

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31. Dezember 2013
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    wir laden das jahr hoch: version eins punkt eins   schon morgen ein upgrade    *** KUNO verwies zuletzt auf einen Band von Andreas Noga.

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Der VerDichter

30. Dezember 2013
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Der VerDichter

Die Aura der Poesie ist nicht allein zwischen Buchdeckeln gut aufgehoben. A.J. Weigoni erlag der Faszination des Mediums Radio in seinen Kindertagen, als der Rundfunk zu einem Zauberinstrument des Wortes wurde, zur akustischen Probebühne der Poesie, zum Atem der Vernunft. Er saß vor einem Rundfunkempfangsgerät mit Tigerauge wie vor einer Kultstätte und vergaß, als er...

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Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden

30. Dezember 2013
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Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden

An Rühle von Lilienstern Wenn Du etwas wissen willst und es durch Meditation nicht finden kannst, so rathe ich Dir, mein lieber, sinnreicher Freund, mit dem nächsten Bekannten, der dir aufstößt, darüber zu sprechen. Es braucht nicht eben ein scharfdenkender Kopf zu sein, auch meine ich es nicht so, als ob du ihn darum...

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Die Sexualität ist befreit, der Markt entfesselt, nur Lyrik soll gereimt sein?

30. Dezember 2013
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Die Sexualität ist befreit, der Markt entfesselt, nur Lyrik soll gereimt sein?

In einer Welt, die von Globalisierung, Quotenabhängigkeit und Fusionen bestimmt wird, droht eine Nivellierung des Individuellen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts bildet die Poesie als literarische Ausdrucksform einen Gegenpol zur mentalen Versteppung und vermittelt geistige Orientierung. Meine lyrischen Textkompressionen bieten die Möglichkeit, sich die Kodierungen der Nachrichten– und Informationskanäle, der Bild–, Ton– und Filmarchive...

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Über den Begriff des in sich selbst Vollendeten

29. Dezember 2013
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Über den Begriff des in sich selbst Vollendeten

Es ist wohl wahr, daß wir die Grenzlinien schärfer ziehen müssen, als sie in der Natur gezogen sind, sobald wir den Unterschied zweier Dinge zum eigentlichen Gegenstande unsers Nachdenkens machen wollen. Die Begriffe von Nutzen und Vergnügen aber verlieren sich so sehr ineinander und treffen so nahe zusammen, daß es fast unmöglich ist, sich...

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Stirbt die Kunst?

29. Dezember 2013
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Stirbt die Kunst?

Diese seltsame Frage ist jetzt zum zweiten Male aufgetaucht. Schon vor Jahresfrist hatte Moszkowski, der Chefredakteur der ›Lustigen Blätter‹, die Frage gestellt, in etwas unklarer Weise behandelt und schließlich bejaht. Jetzt kommt ein Berufener, um sie abermals zu stellen und abermals zu bejahen: Victor Auburtin. Auburtin, der Schöpfer eines der feinsten deutschen Prosastücke: ›Der...

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Kierkegaard

28. Dezember 2013
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Kierkegaard

Der letzte Versuch, Kierkegaards Gedankenwelt ungebrochen zu übernehmen oder weiterzuführen, ging von der „Dialektischen Theologie“ Karl Barths aus. Die Wellen dieser theologischen Bewegung berühren sich in ihren Ausläufern mit den von Heideggers existenziellem Denken hervorgerufenen Kreisen. Der vorliegende Versuch – Theodor Wiesengrund-Adorno: Kierkegaard (G. C. B. Mohr, Tübingen) – geht an den Gegenstand von...

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Über das Ausschreiten von Sprachräumen

27. Dezember 2013
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Über das Ausschreiten von Sprachräumen

Wer schreibt, der kennt die Situation im Angesicht des Nichts. Der Tisch wird zu einem leeren Strand. Mit dem ersten Wort auf dem leeren Papier hat man das Gefühl, man springe ins kalte Meer. Es ist ein langwieriger Häutungsprozesses, den das literarische Schreiben bedeutet. Das ist immer noch ein Wunder für Francisca Ricinski. Sie...

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Alles im Arsch

27. Dezember 2013
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Alles im Arsch

„Maria Stuart“ von Friedrich Schiller   Königin Elisabeth steigt als Glamour-Star die steile Treppe zur Show hinab. Die Show ist die Staatspolitik. Irgendwie stimmt das ja auch. Die Minister benehmen sich wie die feinen Zuhälter der sogenannten freien Wirtschaft. Na gut. Sie nehmen der Königin das Blech von der Seele und stellen es scheppernd...

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Über Schiller

27. Dezember 2013
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Über Schiller

Das Große feiert sich selber. Wenn man es nennt, so ist es, als nennt man den Namen erhabener Berge und gewaltiger, über dem Meer getürmter Städte vor denen, die dort waren, und eines mehreren bedarf es nicht. König Philipp und der Großinquisitor. Das Hinausgehen Maria Stuarts zum Tode, an Leicesters Arm. Die Reden der...

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Über die ästhetische Erziehung des Menschen

27. Dezember 2013
Von
Über die ästhetische Erziehung des Menschen

Durch die Schönheit wird der sinnliche Mensch zur Form und zum Denken geleitet; durch die Schönheit wird der geistige Mensch zur Materie zurückgeführt und der Sinnenwelt wieder gegeben. Aus diesem scheint zu folgen, dass es zwischen Materie und Form, zwischen Leiden und Tätigkeit einen mittleren Zustand geben müsse, und dass uns die Schönheit in...

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Über Don Carlos

27. Dezember 2013
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Über Don Carlos

Ob die dichterische Vortrefflichkeit eines Schauspieles für dessen schlechte theatralische Darstellung Ersatz gebe oder das durch letztere erregte Mißbehagen nur noch größer mache, darüber gelangt man nicht sogleich zur klaren Ansicht. Ich habe mich endlich für das letztere, nämlich dafür bestimmt, daß das schlechte Spiel in einem guten Stücke am meisten unerträglich sei. Doch gibt...

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Notizen zu Friederike Mayröckers Werk nach 2000

26. Dezember 2013
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Notizen zu Friederike Mayröckers Werk nach 2000

ihre dichtung hat eine meinen hals ausrenkende höhe erreicht, die so sehr weiter zu steigern ihre absicht ist, daß sie das alter von 150 zu erreichen proklamiert hat. Ernst Jandl 1 Zurück vom rundweg ›himmlischen‹ Gang durch weißen, schweigenden Wald mit ›unheimlich‹ wirkenden Fern­blicken, bei dem uns das allu­sionäre · bild­starke · cha­ris­mati­sche ·...

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Über die Verfahrungsweise des poetischen Geistes

26. Dezember 2013
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Über die Verfahrungsweise des poetischen Geistes

Wenn der Dichter einmal des Geistes mächtig ist, wenn er die gemeinschaftliche Seele, die allem gemein und jedem eigen ist, gefühlt und sich zugeeignet, sie festgehalten, sich ihrer versichert hat, wenn er ferner der freien Bewegung, des harmonischen Wechsels und Fortstrebens, worin der Geist sich in sich selber und in anderen zu reproduzieren geneigt...

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Erster Logo-Entwurf für die Edition Das Labor von Peter Meilchen.

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Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher finden Sie hier einen Essay sowie einen Artikel von J.C. Albers.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

In der Reihe MetaPhon sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Alphabetikon

Vertiefend zu ‚Alphabetikon‘ lesen Sie bitte das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus.

Trans

Twitteratur

Hier ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Edition Das Labor

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