Weiterführend → Lesen Sie auch das Kollegengespräch, das A.J. Weigoni mit Angelika Janz über den Zyklus fern, fern geführt hat. Vertiefend ein Porträt über ihre interdisziplinäre Tätigkeit, sowie einen Essay der Fragmenttexterin. Ebenfalls im KUNO-Archiv: Jan Kuhlbrodt mit einer Annäherung…
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Wer nimmt den Mond in die Hand und gibt ihn dem Himmel zurück Saßen zwei auf der Bank eine war die andere beide Gab es nicht aber einmal starb ich um davon zu schreiben Dann legte ich…
Gedankenstrich
Ein lieber Mensch kommt von weit her, nur um dich für sehr kurze Zeit zu sehen. Das ist berührend. Denn nicht nur er kommt. Er bringt alles, was er hat mit: seine Organe, seine gesamte Körperlichkeit inklusive deren Erscheinung (die…
Die Brücke und das Rad
Mit Schlange gelingt mir alles, sagt Zauber, nichts ist zu schwer. – Na klar, sage ich, das ist die Macht der Liebe. – Ja und nein, sagt Zauber, das eine bedingt das andere, alles hängt mit allem zusammen. – Konkreter,…
partiell-selektiv-stellenweise

Bei Betrachtung der Arbeiten aus der Serie Partiale von Haimo Hieronymus sprudeln die Assoziationen über: ..wie durch ein Mikroskop vergrößerte Zellen, eine Waschmaschinentrommel, Fingerabdrücke, Fußböden, Adern, Spinnennetze, Fischgrätenmuster.. Eine überarbeitete Brettspielfläche, wie etwa das Mühle Spiel, mutet wie ein…
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Wer nimmt den Mond in die Hand und gibt ihn dem Himmel zurück Saßen zwei auf der Bank eine war die andere beide Gab es nicht aber einmal starb ich um davon zu schreiben Dann legte…
Streitbarer Poet
Wenn Sie mir noch einmal auf die Versfüße treten, mache ich Hexameter aus Ihnen. *** Weiterführend → Axel Kutsch erweist sich als Meister der Twitteratur. Aus dem Band Versflug, präsentiert KUNO in 2016 ausgewählte Kurz-Gedichte aus den…
In Gedanken
Weißt du, sage ich, als ich mich aus der Umarmung mit Schlange löse, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie ich mit Susanna im Bett liege … – Ach so, sagt Schlange, du denkst an eine andere, wenn du mit…
Ich bring dich nicht in schweiß
– Ich bring dich nicht in schweiß dich nicht in rage Du lebst an mir vorbei ich zahl die gage – Ich lebe neben dir ich bin die fremde die ganze zeit schon hier auf feindgelände? – …
Gedankenstrich
Wer ist es, der unverhohlen fragt: „Wer ist sie? Warum? Was erlaubt sie sich?“. Ich antworte ohne Erklärung: „Ich bin es. Ich erlaube mir das.“ *** Gedankenstriche von Joanna Lisiak, Kulturnotizen 2016 Weiterführend → Lesen Sie auch das Porträt…
Halbe Utopie
An manchen Orten, sage ich, bin ich immer glücklich, an manchen nie. In den Cafés der Avenuen, in den Museen und Theatern, im Kino und in der Oper widerfährt mir nur mein Glück. – Da bin ich ja nie…
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Sausend so Blätter rasseln wie Atem aneinander im Ast Gerippe: Letzter Rest Versuch eines Klangs wirft Schatten das Laub schon in sich selbst zusammen gerollt: Es ist wird Herbst Stranden Fragen greifen Hände ins Leere taktet das…
Franz Marc
Großformate
Die Musik und das Unaussprechliche

Wer dieses grafisch elegant gestaltete Bändchen über einen der großartigsten und bekanntesten Außenseiter der europäischen Musikgeschichte mit den beiden Essays des französischen Philosophen und Publizisten Vladimir Jankélévitch zur Hand nimmt, der sollte seine Lektüre mit dem Nachwort des Musikjournalisten…
Femme terrible
Du weißt, wie sehr ich den Einkaufsbummel in der Stadt hasse – aber was soll ich machen? Schlange will bummeln und zieht mich auf die bunten Boulevards der Stadt der Städte und geht durch alle Läden und Boutiquen mit den…
Zombies · Revisited
Gerade heraus

Fragmentarischer Versuch einer Prosaverortung Der Mensch verprasst Zeit und Energie (und immense Finanzmittel) mit dem Schaffen bedeutungsloser Gadgets: Internet, immer neue Mobiltelefone, Tablets, Game Consoles, Roboter, per USB aufwärmbare Kaffeetassen. Angela Merkel ist besonders angetan von Autos, die selbstständig einparken.…
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Die Blüten Spitzen springen auf an den Bäumen der Taumorgen spricht ein faltiges Wort die Sonne rollt als orangener Ball über die Spielwiese Welt Ein Kind zählt die Flügelschläge der Schwäne ein Kind rast mit dem Rad über Asphalt…
Redundanz und Penetranz
skorpion und kröte
lieg ich hinter hecken über gelber erde auf der haut erwarte ich den boten der sonne des todes kommt er aus der mauerspalte bohrt sich mir ein stachel in die stirn wimmeln würmer geb ich sie den vögeln zum…
Das Erkennungszeichen
Gedichte in wackligen Zeiten
Gedankenstrich
Ein Land, in dem man mit dreifachem Nachdruck spricht, wenn man die Wahrheit oder etwas Wichtiges sagen möchte. Man ankert die Sätze durch drei ganz unterschiedliche Versionen, durch andere Perspektiven, ergänzende Umschreibungen und öffnet eine Aussage, frei nach allen Seiten.…
Schwarzbuch · Revisited
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Wir geben einander neue Namen ich sage ich zu dir und du sagst ich zu mir ich sage du zu mir und du zu dir Wir sagen auch wir da wo der Schnitt verläuft nehmen wir …
Keine Ursache
Schlange und ich auf dem Weg zum Museum. Warum, sagt Schlange, ist so viel Streit unter den Menschen? – Eigentlich weiß ich das auch nicht, sage ich, es ist ja schon so viel Streit in den Menschen selbst, der geht…
Am Kæltepol der Erbarmungslosigkeit
Konzentrate – \ – Gedankenstriche

rœhrend metallurgische KlangFarben & ein schweissschwimmen}der Salzsee wolluestig wippende Extremitæten & Rueckkopplungs{affectSprache > mit physiognomischem Denken in extatischen Reisen die Wunderkammer der Letternwelt erkunden = DisTanz mit jenen Variablen Nachtschatten fluegge TraumLose Lava verbrennt die Sinnstantze & schamlos aus}geliefert…
Der Verse Lauf
Gedankenstrich
Schreiben und die unweigerliche Selbstdokumentation. Die nicht beabsichtigte Selbstzerlegung als Nebeneffekt. *** Gedankenstriche von Joanna Lisiak, Kulturnotizen 2016 Further reading → Lesen Sie auch das Porträt der Autorin und das Kollegengespräch zwischen Sebastian Schmidt und Joanna Lisiak. KUNO verleiht der Autorin…
Tresenkraft und Kiezkauz – ein Nekrolog?
Dieser Bildband ist ein Gedeck mit Wortschnaps, ich habe die Fotos und Texte weggesoffen in einem Zuge! Und oft gelacht. Tresenkraft – was für ein Wort! Auf den meisten Bildern ist die Schattenseite mitgezeichnet, du siehst auch Kneipen-Könige von der…
das licht aus der tiefe der nacht
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Meine Wohnung vermint: Rast ein Echo im Kopf Projektile am Innen Ohr Sendemaste ausgefahren hat das Gehirn vollzieht die Verrückung Ach Reaktoren girl always on the run legst dich trocknen alleine : Gute alte Stimmen im…
Verspiegelt
Gefällst du dir?, fragt Schlange. – Ich kann mich von meinem Spiegelbild nicht losreißen, sage ich. – Du bist ja schlimmer als ich, sagt Schlange. – Im Angesicht meines Angesichts erstaune ich einfach über meine Schönheit, sage ich, und…
Der letzte Mohikaner des Literaturbetriebs
Varenna
Wo ich schon immer war Hier lief ich vor langer Zeit zu meinem allerersten Rendezvous. Hier fiel ich aus dem Nest und stieg zum Himmel auf, hier brachen mir die Schwingen und wurden von allein wie-der heil. Es…
Semeion
Der Titel Semeion verweist auf eine Ausstellung mit Grafiken. Der Neheimer Künstler Tristan Meinschäfer nimmt die Besucher mit auf eine bildgewaltige Reise zum `Kern der uns umgebenden Dinge (…)´. Der Ursprung dieser Graphiken liegt in zeichnerischen Studien von Landschaft und…
Die Frau neben dem Truthahn
Sie hatte wie immer vor, im Herbst die halbe Ernte für ihre Polenta und ihr süßes Maisbrot im nächsten Dorf mahlen zu lassen, während die restlichen Kolben für Leon gedacht waren, damit er nicht verhungern muß, wenn der Boden im…
Heuschrecken
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Dass der Krieg abstrakt sei sagte man ihr: Die Toten flimmern auf dem Bildschirm du kannst sie weg klicken oder in bestimmten Programmen noch einmal erschießen kein Problem der Krieg sei ein Kinderspiel sagte man ihr er sei…




