Großformate

Am Freitag ist Nassos Chalkidis mit seinen Werken aus Griechenland in Neheim im Sauerland angekommen. Angeliefert wurden die Bilder von einer Spedition, Nassos nahm den bequemeren Weg im Flieger. Gegen die riesengroßen Bilder wirken sogar die Wände in der Werkstattgalerie DER BOGEN klein. Wieder einmal bestätigt sich der Gemeinplatz, dass alles relativ ist.

Auch wenn die Verständigung mit Händen und Füßen stattfinden muss, haben die Künstler der Ateliergemeinschaft schnell  verstanden, worum es dem Gast geht. Kunst ist eben eine Sprache, die jede Sprachbarriere überwindet. Zu sehen ist eine Werkgruppe, mit Portraits, die Fotografien zur Grundlage haben, außerdem werden weitere Werke gezeigt, die sich nicht direkt offenbaren. Hier löst sich Chalkidis von seinem scheinbaren Fotorealismus, verwendet Bildverweise, die eher metaphorischen Charakter haben. Den hauptsächlich in Graufarben gehaltenen Bildern wurden in sehr eingeschränktem Maße einige leuchtende Farben zugeordnet, die durch den Kontrast fast heftig wirken. Es ist beeindruckend, sich diesen Arbeiten langsam zu nähern. Die zunächst naturalistisch anmutenden Arbeiten lösen sich dabei mehr und mehr auf und die Malweise drängt sich in den Vordergrund. Die Beziehung von Portrait oder Figur zum Raum wird infrage gestellt. Auch die Beziehung zum Betrachter. Das Licht breitet sich unergründbar deutlich aus.So entsteht ein Höchstmaß an Spannung.

Bereits Ende vergangenen Jahres war der Künstler in Neheim, um vor Ort seine Ausstellung zu planen.  So ist eine Werkschau entstanden, die sich einerseits reduziert, andererseits dem einzelnen Werk viel Raum zum Wirken lässt.

***

Die Ausstellung wird am Sonntag um 17 Uhr mit einer öffentlichen Vernissage eröffnet. Sie ist bis zum 28.03 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind donnerstags von 17 bis 20 Uhr und samstags von 14 bis 17 Uhr. Außerdem können auch weitere Termine  vereinbart werden.

Werkstattgalerie DER BOGEN; Möhnestraße 59 (hinter dem Kaiserhaus) in 59755 Arnsberg
_MG_1903

Weiterführend → Zum Thema Künstlerbücher finden Sie hier einen Essay sowie einen Artikel von J.C. Albers.