Archiv: November 2013

Neuronen haben keinen Sex

30. November 2013
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Neuronen haben keinen Sex

–  über die Unzureichendheit gängiger Internetmodelle   Einleitung Spätestens seit Pierre Lévy’s Werk „Die kollektive Intelligenz. Eine Anthropologie des Cyberspace“ ] geistert eine Idee in Form einer Analogie durchs Netz, die mir eher geeignet scheint, den Blick auf Wesentliches zu verstellen, denn erhellend zu wirken. Gemeint ist hier die Vorstellung vom Internet als eine Art...

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Philosophische Aussagen Georg Büchners

29. November 2013
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Philosophische Aussagen Georg Büchners

Kunst ist nicht ein Spiegel, den man der Wirklichkeit vorhält, sondern ein Hammer, mit dem man sie gestaltet. Karl Marx   Georg Büchner (1813-1837) rechnete sich zwar nicht zur literarisch-politischen Bewegung Junges Deutschland, teilte jedoch viele Tendenzen mit ihr. In seinen Dramen nahm Büchner den Realismus, das Sozialdrama sowie die Dokumentartechnik in bedeutenden Ansätzen...

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Plattform für künstlerische Produktion

29. November 2013
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Plattform für künstlerische Produktion

Die Musikgruppe Tonverbrechung und die Performance-Art-Gruppe RaumZeitPiraten aus Köln schließen sich für das Projekt „VerbrecherInnen von Innen“ zusammen, um eine interaktive, für die Handlungen der TeilnehmerInnen offene Raum/Klanginstallation zu gestalten. Hierfür bilden das freie Sprechen über Verbrechen, die Texte der Autorin Sophie Reyer zu diesem Thema und einige Klassiker der Analyse dieses Themas (z.B....

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»Nix hält für immer«

28. November 2013
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»Nix hält für immer«

Wer nachts seinen Gedanken verpflichtet ist und die huschenden Bilder des inneren Überflusses zügig einfängt, die Konturen der weglaufenden Tiere, die zickigen Wörter und verschwurbelten Satzfragmente. Wer das Entstandene in den Speedmixer gibt und ausgießt. Wer das alles in ein frechfröhliches Buch fasst, durchaus ernsten Sinnes. Wer sich den Spaß macht, das alles zu...

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Meine Position als Schriftsteller

28. November 2013
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Meine Position als Schriftsteller

Mir geht es als Schriftsteller und Dichter darum, den brennenden, aktuellen Fragen nicht auszuweichen, mich ihnen zu stellen, sie aufzuzeigen; sie nicht aus und von der Literatur fernzuhalten, sondern mich literarisch damit auseinanderzusetzen. Wir können nicht darauf verzichten, die Gesellschaft und das Miteinanderleben humanisieren zu wollen, auch wenn wir mit unseren Ideen und mit...

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Der schöne 27. November

27. November 2013
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Der schöne 27. November

Der folgende Text wird aus Thesen bestehen, denn abschließend ist zu Brasch nichts zu sagen. Brasch selbst ist nicht abgeschlossen. Ein Gedicht aus dem Nachlass, das eine Replik auf ein anderes seiner bekanntesten Gedichte ist: Der schöne 27. November Heute hat die Post das neue Telefonfreizeichen eingeführt Statt des mir seit meiner Kindheit bekannten Tüt...

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Die blaue Stichflamme des Vogelgesangs

26. November 2013
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Die blaue Stichflamme des Vogelgesangs

Einiges an Aufregung steht uns in diesem Dreizehn-Jahr bevor, wovon das Erscheinen des neuen Depeche-Mode-Albums das Einzige sein dürfte, über dessen Ausgang wir halbwegs Bescheid wissen. Wir werden nach der Degradierung unserer allerobersten Schultante noch staunend die Einführung der Einheit ‚Brüderle‘ für dahinwelkende Männergierden (oder die Gier der Damen, den mächtigen Männern eins auszuwischen?)...

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Als käme noch jemand

25. November 2013
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Nur eine Taste und zwei Knöpfe Gleich geh ich die Treppe hinunter. Auf dem Rücken trag ich das Radio, das du vor vielen Jahren gekauft hast. Der Kasten hat nur noch eine Taste und zwei Knöpfe, er singt und spricht nicht mehr, aber sein honiggelbes Holz glänzt fast wie früher. Ich will es mit...

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Höchste Lust

25. November 2013
Von
Höchste Lust

Rudnikow, der Seelenwanderer, nahm den weiten Weg nach Moskau auf sich, um endlich die Oper zu hören, die den Westen als Abendland definiert: Tristan. Auf einer Bühne unaufführbar, dachte Rudnikow, als der Zug Moskau erreichte und im Kasaner Bahnhof einlief. Warum höre ich mir diese Oper ausgerechnet in Moskau an, dachte er, aber da...

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Der freieste Schriftsteller

24. November 2013
Von
Der freieste Schriftsteller

Auch heute noch, nachdem er sich 200 Jahre in der Lesewelt befindet, gilt von Laurence Sternes ‚The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gentleman‘ das Urteil, daß es zu den 10 größten Büchern gehöre, die bisher in englischer Sprache geschrieben worden sind. Arno Schmidt Wie dürfte in einem Buche für freie Geister Lorenz Sterne...

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The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gentleman

24. November 2013
Von
The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gentleman

In diesem Sinne mach ich aufmerksam auf einen Mann, der die große Epoche reinerer Menschenkenntnis, edler Duldung, zarter Liebe in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts zuerst angeregt und verbreitet hat. An diesen Mann, dem ich so viel verdanke, werd ich oft erinnert, auch fällt er mir ein, wenn von Irrtümern und Wahrheiten die...

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„Alles noch Handarbeit!“

24. November 2013
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„Alles noch Handarbeit!“

O ihr lieben Bücher, ihr allein seid freigiebig und freimütig, ihr gebt jedem Bittenden und laßt jeden, der euch treu gedient hat, in die Freiheit ziehen. Richard de Bury Wir befinden uns in einer Vermarktungs-Situation, in der eBooks genannte Dateien mit wirklichen Bücher verwechselt werden. Fast alle diese auf diese Weise hergestellte Lektüre ist...

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Im Winter aufs Land

24. November 2013
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Im Winter aufs Land

  Ich mag den Wald auch im Winter wenn die Sonne durchs Unterholz scheint die Baumkronen aber im Dunkeln läßt   Wer glaubt denn, daß das Essen von den Feldern kommt nackte Erde, kein Trecker, ein Reh die Heizung im Zugabteil — fernes Glockengeläut   Mir ist unklar, wie man die Namen der Dörfer...

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20 Jahre Edition YE · 1993 – 2013

23. November 2013
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Heute, am 23. November 2013, feiert die Edition YE den 20. Geburtstag, wie Theo Breuer beiläufig während des nachmittäglichen Telefonats erwähnt, in dessen Mittelpunkt allerdings Breuers aktuelle Lektüre steht, von der er mit der Leidenschaft berichtet, wie wir sie von ihm kennen: Gabriele Frings‘ Monographie Giorgiones Ländliches Konzert. Darstellung der Musik als künstlerisches Programm...

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Kunst als Sollbruchstelle

23. November 2013
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Kunst als Sollbruchstelle

Die neue Jahresausstellung der Ateliergemeinschaft DER BOGEN wird wie jedes Jahr am Totensonntag (24.11.2013) um 17.00 Uhr eröffnet.  Aus guter Tradition und immer mit einem gewissen Augenzwinkern ist sie betitelt. Dieses Jahr haben sich die Künstler dazu entschlossen, den Begriff Sollbruchstellen in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung zu rücken. Dabei könnte der Betrachter sich fragen,...

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Kautskys Nachtgesang

23. November 2013
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Kautskys Nachtgesang

Kautsky, dem im Leben die Vorbilder ausgingen, weil es einfach keine mehr gab und weil er immer deutlicher sah, dass er nun selber dran war Vorbild zu sein, zog es manchmal, in seiner Einsamkeit mit sich selbst, mitten in der Nacht hinaus zu Überlebenswanderungen, wie er es nannte, zu abenteuerlichen Streifzügen seiner Seele durch...

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Die Unberührbaren

22. November 2013
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Die Unberührbaren

Ein wichtiges Buch, ein berührendes Buch, ein großartiges Buch, ein gut geschriebenes Buch. Gerade durch seine Einfachheit und Schlichtheit; ohne jedes Pathos, obwohl es vom Leiden handelt, von der Stigmatisierung einer Menschengruppe, von Menschen, die vom nationalsozialistischen Rassenwahn zu „Untermenschen“, ja zu „Ungeziefer“ erklärt wurden, von burgenländischen Österreichern, von seit Jahrhunderten im Burgenland ansässigen...

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mut

21. November 2013
Von
mut

  wer will. es lässt sich am leben witschen. ehrlich: rutschgefahr. wahlweise flatter programme, neben wirkungen unbekannt.   *** Aus: die gezirpte Zeit, von Sophie Reyer Neue Lyrik aus Österreich Band 2., 64 Seiten, 12 x 19 cm, franz. Broschur. 1. Auflage 2013 Further reading → Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. Ein Kollegengespräch...

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jetzt ∙ drei tage nach raffelsbrand

21. November 2013
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jetzt ∙ drei tage nach raffelsbrand

All those rocks with lines and scars and letters James Joyce ∙ Ulysses gedankenverasteter rotbuchenwaldbaum fast fünfhundert meter über normalnull weißt du wie viel menschlein gestern oder gestern oder gestern allein in syrien die feine for­derung nach freiheit mal eben mit dem leben bezahlen ist noch nicht klar von bis zu neun­zig oder hundertneunzig...

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Die Erfahrung, Auszug

20. November 2013
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Die Erfahrung, Auszug

Als er nach Hause kam, zuckte sein linker Mundwinkel. Sie saß am Tisch, das Ultraschallbild zwischen den Fingern herum drehend. Sie starrte ins Leere. Betrachtete danach für einige endlose Momente die rote Glasvase, in deren Innerem kleine Tropfenformationen zu sehen waren. Luftblasen, dachte sie. Dann fiel die Tür ins Schloß. Er setzte sich ihr...

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Auch die Zukunft hat eine Herkunft

20. November 2013
Von
Auch die Zukunft hat eine Herkunft

In den so genannten Reclam-Heften erscheinen seit Mitte des 19. Jahrhunderts Klassikerausgaben, die durch ihren geringen Preis und ihre einheitliche Gestaltung auffallen. Sie ist die älteste deutschsprachige Taschenbuchreihe, und ihr liegt das Bestreben zu Grunde, einen einmal gedruckten Titel nach Möglichkeit lieferbar zu halten. (Quelle: Wikipedia) Sieht aus, wie Reclam, ganz anderer Inhalt. Was...

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Ameisen

19. November 2013
Von
Ameisen

Nicht nur Christine Kappe widmet sich auf KUNO der artenreichsten Klasse der Gliederfüßer, auch auf Haimo Hieronymus‘ Cover krabbeln sie in einem Originaldruck empor: Ameisen. Wenn die Novelle aus dem Italienischen übertragen als Kleine Neuigkeit übersetzt werden kann, dann liegt Herr Nipp wohl richtig, denn kurz sind seine Texte nun wirklich. Zwischen zwei bis...

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METASOZIALE ANTIPOETIK Teil 2

19. November 2013
Von
METASOZIALE ANTIPOETIK Teil 2

sOMatoform 51: EPIGONALE, EXISTENZIELLE, EKSTATISCHE & ENGAGIERTE LYRIK (DIE METASOZIALE ANTIPOETIK IST KEINE BILLIGE BAUSTELLE!) Metasoziale hyperreflexionen als fortsetzung von lord lässigs sOMatoform 29: Ausgehend von der zivilisatorischen hypothese einer NARZIßTISCH-ASYMPTOTISCHEN OBJEKTKULTUR als motivationsmatrix der „identitätssuchenden“ menschheit unterscheide ich 4 sorten von lyrik, in denen der urschizophrene „kreative druck“ seinen literarischen niederschlag findet: die...

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Erster Logo-Entwurf für die Edition Das Labor von Peter Meilchen.

In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie – mit Online-Archiv. Mehr Informationen.

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Jedes Buch aus dem „Schuber“ von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk! KUNO fasst die Stimmen zu dieser verlegerischen Großtat zusammen.

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher finden Sie hier einen Essay sowie einen Artikel von J.C. Albers.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

In der Reihe MetaPhon sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Alphabetikon

Vertiefend zu ‚Alphabetikon‘ lesen Sie bitte das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus.

Trans

Twitteratur

Hier ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Edition Das Labor

Ausführliche Informationen finden sich hier.