Blog Archiv

für G.

21. April 2018
Von
für G.

  Es war fürs paaren zu weit Das jahr sagte: nun ist genug Da gab uns die gegenzeit zusammen: setzte und schlug Wir trafen einander im laub der himmel voll wind   du gingst vor Ich hatte nichts als haut und sommer verweste im ohr   Ich suchte nach altem gesetz gehämmert im himmelsschild warf...

weiter »

ES BLEIBT IN DER FAMILIE

14. April 2018
Von
ES BLEIBT IN DER FAMILIE

  des vaters firma läuft, man ist zufrieden. der sohn ist schwul, sie wissen’s nur noch nicht; doch eines tages nimmt er sich zusammen und sagt es ihnen einfach ins gesicht.   die mutter heult: wie kannst du uns das antun! der vater dröhnt: bist du noch unser sohn? doch dann nimmt er den...

weiter »

OSTERSPAZIERGANG

3. April 2018
Von
OSTERSPAZIERGANG

  Heider weg häuser stehn jetzt dort wo früher wiesen waren wir gingen oft vom weg in schaumkrautweißrosa haaren   Friedhof eine flasche wein geleert in der grabplattenplicht durch marmor sehn die schmerzensmütter nicht   Wald I unsere keime sprossen an hexensteinerner brust von der silbernen schlange haben wir gewußt   Schuppen am gut...

weiter »

RAUSCHZEIT!

22. März 2018
Von
RAUSCHZEIT!

  wer stimmt den aasgesang an? ist’s roter mohn der so bitter rinnt? schweifen im taugras, wer weckt den Pan? die alte parze die spinnentod spinnt.   Sonnreiter, flügelgaul überm berg, im himmel krähen, der mond steht alt, aus dem wind das lied, doch das auge wird kalt, und der graue gott, ein buckelzwerg....

weiter »

HORCH AUF DIE TROMMEL BRUDER

14. März 2018
Von
HORCH AUF DIE TROMMEL BRUDER

  Kennst du den klang und den gesang aus flötenkehlen die pausen der dommel* Du kannst nicht fehlen bruder   Kennst du die schwarzen stiere bruder nachts unterm mond die frauen in dunklen zelten Kennst du die grausen augen der kelten nackt vom wind weltengewohnt wie mistel und miere* Kennst du sie bruder  ...

weiter »

DIE MURX BROTHERS ALS TERRORISTEN

7. März 2018
Von
DIE MURX BROTHERS ALS TERRORISTEN

  I Dommel* spielt partisan im unterjrund wird er star heuert ne skiffleband an fürt Soledad Popular*   Wo’r en paar schweine erschießt hat man ehm festjenommen linke terrorist da kann ja jeder kommen   Wieder unter massen hat er Horst Wessel jesungen ham se ‘hm in ruh jelassen dat war schon damals jedungen...

weiter »

SONG FÜR ALICE

28. Februar 2018
Von
SONG FÜR ALICE

  dein mund so verlebt deine haut wie sahel deine falschgeldorgasmen zu spitz und zu schnell deine bongs und dein aber-papà-du deine videopower dein Montereygrab deine starschnittwand auf die keiner was gab dein gemüt wie der schwanz eines sadhu   nein ich nehm’s nicht dein reich nein ich nehm’s nicht geschenkt deinen bitteren laich...

weiter »

AUF DER STRASSE DER LETZTEN LEIDEN

21. Februar 2018
Von
AUF DER STRASSE DER LETZTEN LEIDEN

  Bob kauft die bomben auf damit sie kein anderer kriegt Einer legt friedenstauben vorn bolzen daß eine fliegt Howard geht aufn strich und biet sich zum dirty sex an Kann der wind da die antwort vermeiden? wenn der wind sich mal aufraffen kann in der straße der letzten leiden   Cinderella lockt ihren...

weiter »

RATSCHLAG FÜR P W

14. Februar 2018
Von
RATSCHLAG FÜR P W

  Aus einer mädchenclique wähle dir nicht die schönste wähle die kopf schräg zuhört als die an dauer gewöhntste   deren hände beim säumen beim jäten nicht ermüden deren augen aus norden deren lippen aus süden   Die da hält ihre schönheit für den mann der woche Ihr aber müßt euch halten eine verwerfungsepoche...

weiter »

TUNDRALIEDER 1-4

7. Februar 2018
Von
TUNDRALIEDER 1-4

  1 An meinen rippen sägt dreckiger schnee Mama der himmel ist weg Du wirfst mich runter   gut ich geh Es hat ja doch keinen zweck   O der scharfe eisige wind brüllt alles blind   Wann gibt das ewige tosen ruh wann ist die welt wieder rein Ich hab ein messer aus harsch...

weiter »

FÜR DIE ZIGEUNER IN HILDESHEIM

28. Januar 2018
Von
FÜR DIE ZIGEUNER IN HILDESHEIM

  du siebensaite schnurre deine klage du tamburin das deren habgier blechte die kinder sind die sterne unsrer tage die kessel sind die sonnen unsrer nächte   die hufabdrücke die das wasser halten beweint der mond   verschwunden sind die pferde im fell die seufzer die der sonne galten und unsre füße bluten in die...

weiter »

GILLAS LIED

22. Januar 2018
Von
GILLAS LIED

  ich hab sie gesehn die weiße stadt am meer aber da ist kein rauch menschen sind da nicht mehr frierend geh ich auch   augen sterben am gleißen der welt und die stirn verdorrt kein tau mehr fällt   ich hab’s gehört altes mondlied im wald aber es ist der wind der in...

weiter »

Tundralieder II

15. Januar 2018
Von
Tundralieder II

blicke aus kalten wüsten heute gelten sie dir du bist die stadt die sie singen wo dein palast steht ist hier   windüberdacht wirst du bauen himmels raspel ruht lange karawanen sendet dir Hatschepsut   unter dem regen glänzst du sand hat gewürze gebracht dann faucht die ferne den blicken salzt das geröllfeld die...

weiter »

Tundralieder I

7. Januar 2018
Von
Tundralieder I

  ich hab dich gesehn da warst du frei da hörten die wilden tiere auf dich du formtest die dinge mit deinem blick und du gabst ihnen deinen eigenen strich   du nanntest den namen und du warst du und der himmel für dich der denkt und keiner war dort außer dir und die...

weiter »

Weihnachtszonenlied

24. Dezember 2017
Von
Weihnachtszonenlied

  Versucht nicht nachts zu zahlen was ihr am Tag versäumt Nur in den rauhnachttalen ist liebe eingeräumt   Habt ihr denn schon vergessen wofür der weltverhau? Ihr sagtet: Für das fressen Es brennt die Seele blau   So steht zu Euren schatten am tag des nordlichts doch Sonst könntet Ihr begatten des fremden...

weiter »

O. T.

17. Dezember 2017
Von
O. T.

Freunde es ist ne kunst nach bier in der schlange zu stehn Höher noch ist die kunst die flasche zu öffnen im gehen Aber die höchste kunst ist trinken ohne daß wir brüderchen  schwesterchen ’s uns mopsen  das tier mit dem bier   MITKI und sein trupp Leningrad 80er jahre taz vom 17.12.98  ...

weiter »

O. T.

11. Dezember 2017
Von
O. T.

  Du hast Gott nach Rußland mitgenommen und bist ohne ihn zurückgekommen   Und du halfst vom Jakob zedern richten hast mit ihm gesprochen bei den fichten   Und am ende als die schmerzen kamen gaben dir die zapfen sein libamen      libamen = libation – speiseopfer *** Zeitgefährten von HEL, KUNO 2017...

weiter »

O. T.

4. Dezember 2017
Von
O. T.

  Da kommst Du  ich schnipp Dir die wolken glatt die sonne  die ’s heute geringfügig hat   Bei Dir ist der himmel höher als breit Die sonne muß schippen  der mond hat viel zeit   Da gehen die haufen weit über land und setzen nach ablaufplan feldmark instand Du bist mein kopfkeil  mein...

weiter »

NACHTROST

27. November 2017
Von
NACHTROST

  Ich bin ja beiwarenfest wahr Dat muß ER jewesen sei Wir fuhren auwem Jinster oder nam Kejelverein   Ich riech no de hodde aus leder Et schwester paßt mid erein Se kann sich nijj erinnern se war nor e bißje zu klein   Wir jagten et Jrüntal erunter motorradbrilleblick Dat wird mijj immer...

weiter »

O. T.

20. November 2017
Von
O. T.

  Da lag ein krankes flederwesen Erwachsenes zwang kind zu treten kind konnte nicht  es mußte beten fuß werde hand  das aufzulesen   und mög es sie von hier verschlagen ins dämmerweit  auf lederschwingen sie beide in den schatten bringen vor erdreichgängern welche jagen   Gut daß das große schimpfte: treten! Daß es den...

weiter »

O. T.

13. November 2017
Von
O. T.

  Es ächzt im bambushaus du weißt nicht was es ist Du siehst die schattenfaust den boxer siehst du nicht   Du fühlst es geht ein wind der keinen namen trägt Das wasser wirbelt wild Am grund wird nacht gemäht   Und jedes wort verbirgt und zittert was es zeigt Die seele atmet gier...

weiter »

O. T.

6. November 2017
Von
O. T.

  Einer von denen in wüste und glut verlier nicht den anschluß  verlier nicht den mut einer von denen ist sänger wie du (Woody) fiedelt zur not auf nem schuh   Einer von denen im ächzenden boot auf hoher see  in höchster not einer von denen hört es heraus (Woody) summt einen song von...

weiter »

Für Annette Humpe

28. Oktober 2017
Von
Für Annette Humpe

  niemand hält den zug dieser zeit noch an dem es nicht genug werfe sich voran   nimm die brillen ab laß es durch dich gehen tritt die treppen ab bald wird rauch hier stehn   lösch dein aufgesicht bunker und gebein wenig war es nicht wird dein letztes sein   nimm die blicke ...

weiter »

In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie + Online-Archiv. Mehr Informationen.

630 – Buch/Katalog-Projekt

Mit den Vignetten definierte A.J. Weigoni eine Literaturgattung neu. Die Novelle erscheint am 27.10. 2018 in der Umsetzung als Hörbuch und das Buch/Katalog-Projekt 630 zur Ausstellung von Peter Meilchen.

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher hier ein Essay. Vertiefend ein Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus. Das Fotobuch Zyklop I erscheint im September 2018 in einer limitierten Auflage.

Ein Gesamtkunstwerk

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Jeder Band aus dem Schuber von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk! KUNO fasst die Stimmen zu dieser verlegerischen Großtat zusammen.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

In der Reihe MetaPhon sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Twitteratur

Ein Essay über die Literaturgattung Twitteratur. – Poesie ist ein identitätsstiftende Element unsrer Kultur, lesen Sie auch KUNOs poetologische Positionsbestimmung.

Rückspiegel

Edition Das Labor

Die ausführliche Chronik des Projekts Das Labor lesen sie hier. Eine Übersicht über die in der Edition realisierten Künstlerbücher, Bücher und Hörbücher finden Sie hier.