Unlust am Leben, Angst vor’m Tod

18. Januar 2010
Von

A.J. Weigoni ist ein genialer Decouvreur von Alltagsmythen, ein Demonteur von Sprache auf hohem Niveau.

Wolfgang Schlott

Coverphoto: Anja Roth

Schlechte Zeiten sind gute Zeiten für Satiriker. Und die Zeiten der Bankenkrise ist nicht gerade rosig. Der große literarische Satiriker der Gegenwart ist aber noch zu entdecken. Sein Name, dieser Verdacht mehrt sich zumindest im deutschen Sprachraum, ist wahrscheinlich A.J. Weigoni. Er hält in seinem Werk der Gesellschaft das entgegen, was sie in ihrem alltäglichen Wortgebrauch unterschlägt. Ein guter Einstieg in sein Werk ist Zombies, das unter Weigoni-Aficionados als zugänglichstes Buch gilt: „Diese Erzählungen sind voller Humor und streckenweise so schwarz, daß sie unter der Kohlenkiste noch einen Schatten werfen würden.“

Das kapitalistische System bringt sich selbst um, es ist wie ein Zombie: In gewisser Weise ist es tot. Es läuft noch umher, weil wir keine Vorstellung haben, was wir anders machen könnten.

David Graeber

Hier liegt ein Band mit komplexen Erzählungen vor, die in die Düsternis unserer Existenz vordringen, sie sind haarsträubend, abstoßend, rührend und voll grimmigen Humors, man liest in diesem Ellipsenfeuerwerk von Dystopien und Alltagskrisen, Tragödien und Peinlichkeiten, bis man das eine kaum noch vom anderen unterscheiden kann. Diese Erzählungen beschreiben das Verschwinden der Menschlichkeit in einem deformierten System. Ein kühler Materialismus durchzieht die von Weigoni beschriebene Selbstverspeisung der Gesellschaft. Der Zombie sind wir selbst, er lauert in uns allen und er steht für den Rückzug von Individualität und freiem Denken. Mit photographischer Präzision sortiert dieser Romancier sonst übersehende Wahrnehmungsspliter und beschreibt ein Dasein an der Front menschlicher Verachtung. Literatur ist stets auch ein intellektuelles Laboratorium, die Monster, die dort geboren werden, vermögen dem Leser im Zweifelsfall mehr über ihn zu verraten, als jede politische Grundsatzdebatte es je könnte. Zwar verbergen sich poetische Deutungen politischer und sozialer Vorgänge in diesen Sätzen, doch vermeidet Weigoni, sich auf moralische Urteile festlegen zu lassen. Seine Sprache ist geschliffen wie ein gutes Tranchiermesser, das seine Funktion wie nebenher erfüllt: das Literarische dient dazu, Geschichten so zu erzählen, daß sie den Leser bei der Stange halten.

Es gibt da einen tollen Film von 1932 ‚White Zombie“. In Haiti führt Bela Lugosi jemanden durch eine Fabrik, in der er ausschließlich Zombies für sich arbeiten lässt. Lugosi erklärt, wie wunderbar das funktioniert: Die Zombies sind immer wach, beschweren sie nie über Überstunden und bilden keine Gewerkschaften. Das führt direkt zu meiner Theorie, dass im Horrorfilm eigentlich ein Klassenkampf zwischen Vamipiren und Zombies inszeniert wird. Vampire sind ja meistens Aristokraten, leben mitten in der Gesellschaft und alles funktioniert normal, bis darauf, dass sie nachts ein bisschen Blut trinken. Erst wenn die Zombies kommen wird das alles anders: das ist die Revolution.

Slavoj Žižek

Plakat des ersten Zombie-Films von 1932

Die Kunst der Erzählung liegt oft im Detail. Bewegungsspielräume ergeben sich durch die Erweiterung der Realität und ihre groteske Überdehnung. Entfiktionalisierung  lautete einstmals die Losung der politischen Dichtung. Diese Erzählungen werfen Schlaglichter auf ein großes, verborgenes Gesamtbild, welches wiederum über die reine Fiktion hinauszuweist. Die wahre Kunst der Fiktion jedoch besteht darin, Dinge zu erfinden, die real sind. Weigoni hält der Pasteurisierung unserer Lebenswelt die nackte Wahrheit des Daseins entgegen.

Auswegloses Leiden erregt kein Mitleid, sondern Abscheu.

Gotthold Ephraim Lessing

Es gibt Schriftsteller, die ihren Figuren nicht nur zu nahe kommen, sie machen sich mit dem Skalpell an die Arbeit. Die Haut stelle keine Grenze dar, sie wird aufgerissen und gebohrt und gestochert und geschnitten, bis alles darunterliegende ins grelle Licht gerückt wird. Literatur ist eine Operation am offenen Herzen. Und das Gehirn wird auch sogleich mit auseinandergenommen. Das Problem einer Gesellschaft, die sich schleichend in einer Abstumpfungskultur eingerichtet hat, in der in erster Linie nur mehr die Schläge mit dem Holzhammer zählen, liegt im Verlust aller Differenzierungen. Zwischentöne und Nuancen, Feinsinn und bloß Angedeutetes gehen verloren. Es geht darum, die Nabelschau zu entlarven und der selbstgerechten Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. Am Ende wird nur noch Aufsehen erregendes registriert.

 

Zombies erlebten ihre erste Blütezeit in den Sechzigerjahren, als der weiße Mann plötzlich Angst vor der Straße hatte, vor hungrigen schwarzen Massen, die marodierend in die sauberen Vororte eindringen. Es gibt da diese Figur in “Night of the Living Dead”, die sich aus Angst vor den Zombies total zurückzieht, erst in sein Haus, dann in seinen Keller, wo er glaubt, endlich sicher zu sein. Aber die Zombies kommen dann natürlich aus dem Dunkel seines Kellers und nehmen ihn auseinander. Das wurde nach 9/11 alles reaktiviert. Nur dass die Zombies in unseren Kellern jetzt die Araber und Mexikaner sind.

Alexander Hermon

Der Zombie ist die Horrorgestalt der Haifischkapitalismus. Er wurde jüngster Vergangenheit nicht nur, so ist der Weg allen Trashs, voller Ironie umarmt, sondern neuerdings auch kulturkritisch umorgelt. Es steckt eine Menge allegorisches Potenzial in den torkelnden, gehirnfressenden, zerlumpten Untoten: als Kommentar zum Aufstand der Massen, zur Schwarmintelligenz oder natürlich als Erzählung über den Zustand des Kapitalismus, in dem sich der Mensch auf verlorenem Posten befindet und auf niedrigste Überlebensinstinkte zurückfällt. Das Phänomen des Horrors fungiert als ästhetischer Katalysator des von der Vernunftphilosophie Verdrängten. Das Unheimliche ist ein Gegenlager innerhalb des Aufklärungsdiskurses und dient nichtsdestoweniger einem aufklärerischen Zweck. In Zombies wirft Weigoni die Frage auf, welche Stellung der Sprache in dieser bildmedialen Kultur noch zukommt. Die Wahrnehmung des Spektakulären, die Sensation wird zur Wahrnehmung schlechthin. Wo der Extremfall von Wahrnehmung zum Normalfall geworden ist, wird das Subtile in der Kultur ausgelöscht. Es ist nichts für Schöngeister, sich dieser hart am Rand der erzählten Wirklichkeit balancierenden Literatur auszusetzen. Es benötigt Zeit, Konzentration und Anstrengung. Genau das ist dem Schock und der Überwältigung fremd.

Bös–bissig–ironische Texte. Mich haben sie erfreut!

Dr. Edith Vukan, ORF

Entweder sind projektive Mechanismen am Werk oder identifikatorische. Eine kleine Verschiebung der Perspektiven und schon ist in diesem Buch die Wirklichkeit in eine absurde Szenerie verwandelt. Weigoni ist mit der für ihn typischen Neugier auf der Suche nach dem Banalen. Er schreibt eine harte, wie gepflasterte Prosa. Diese Poesie ist nüchtern, beobachtend, fast dokumentarisch. Kurze Sätze, atemloses Präsens; die Kapitel sind nie länger als sieben Seiten, manchmal nur eine Seite. Er spitzt in den Erzählungen Zombies auf seine Weise zu, daß Banalität zunehmend das Maß des Alltäglichen wird; er legt mit seinen Formulierungen die brutalen Implikationen des Normalen frei. Diese Prosa geht über die Imitation von Realität hinaus. Wirklichkeit ist bei dieser Art von Prosa eine Kombination von Distanz und Nähe, von Künstlichkeit und Wahrhaftigkeit, vor allem aber von Ekel und Faszination: etwas, das man sehen möchte, obwohl man eigentlich gleichzeitig lieber weglaufen möchte. Weigonis Sprache ist immer an der Grenze zum Erträglichen ist; überschreiten wird er diese Grenze nicht. Poesie und Härte, Abscheu und Einfühlsamkeit faßt er zu einer ungewohnten Einheit zusammen. Das schafft Aufmerksamkeit, ist allerdings keine Effekthascherei. Weigonis literarische Arbeit orientiert sich nicht an Kommerzialität. Das sichert ihm die innere Freiheit zu Kontinuität, die für seine Poesie einen hohen Stellenwert hat.

Jeder Satz muss eine Notwendigkeit haben.

Zoë Jenny

Der moderne Klassiker von George A. Romero.

Das Verrückte ist in diesen Erzählungen das Normale und umgekehrt. Literatur kann ein Medium der Selbstbestimmung sein. Und diese bringt der Literatur neue Werte. Was Literatur kann und darf, wird allein an ihren Abbildungsfähigkeiten gegenüber einer sozialen Situation gemessen, die als Welt verstanden und deshalb als überwältigend empfunden wird. Die Suche nach Identität und Ausdruck zieht sich durch Weigonis Werk. Sie exerziert den Schmerz der Sprachlosigkeit, den Verlust körperlicher und seelischer Integrität in Lyrik, Prosa und Drama bis an den Rand des Erträglichen. Der Schock soll die repressiven Muster zertrümmern. Weigoni sucht das Monströse im Normalen und das Normale im Monströsen, seine Verdichtungen schließen sich in ihrem Gehalt an die Wirklichkeit der Menschen im 21. Jahrhundert an. Seine Erzählungen erscheinen wie Kapseln, und in jeder einzelnen davon ist eine ganze Welt enthalten. Es gibt Motive, die wiederkehren: das Verschwinden, die Auflösung, das Vergehen von Zeit, der Schrecken, der sich in den alltäglichsten Dingen verbirgt, die Begegnung mit der eigenen Verlorenheit. Memento mori, allüberall. Die Eindringlichkeit seines Schreibens hängt mit dem tiefen Referenzraum seiner Poethologie zusammen.

Sind diese Zombies paranoid in einer überangepassten Welt, oder sind sie die einzig Vernünftigen in einer durch und durch paranoiden Welt?

Die Bedeutung des Erzählens kann hier als Kompensation von Modernisierungsschäden erkannt werden. Die Erzählungen haben einen formal innovativen Ansatz, man erkennt die Figuren unmittelbar an ihrer unverwechselbaren Sprache, die so brennscharf die Realität abbildet und den Lesern neue Wahrnehmungsmöglichkeiten verschafft. In diesem Werk herrscht ein großes Gedränge der Untoten, Weigoni exorziert damit seine Zeitgenossen. Er hat die „hypermodernen Menschen“ ganz kühl literarischen Versuchsanordnungen ausgesetzt, doch tat er dies, weil er Anteil nahm am Schicksal der Menschen. Zu heilsamen Remystifikation der modernen Welt würde der Einbruch von Zeichen nicht reichen, bei aller Präzision, bei aller Raffinesse und technischen Virtuosität verfügen Weigonis Menschenerkundungen über ein hohes Maß an Empathiefähigkeit. Die Figuren sind nicht bloße Versuchsobjekte; sie sind Menschen, und sie kommen uns auch als solche immer wieder entgegen, treten aus dem Konstruktionsgefüge heraus. Diese Literatur öffnet den Blick für das nie Gesehene, nie Gedachte, so wie Kleist über den Mönch am Meer bemerkte, es sei, wenn man das Bild betrachte, als ob einem die Augenlider weggeschnitten wären.

Mit „The Walking Dead“ ist das Trash-Genre Zombies seriell geworden. Die Frage ist, kann man daraus gute Literatur machen? Die Antwort lautet ja. Und zwar A.J. Weigoni, der in seinen neuen Erzählungen „Zombies“ zeigt, dass es keinen Virus oder Totenkult braucht, um aus uns allen Zombies zu machen.

Jessica Dahlke

Die Zombies bekommen einen neuen Namen: Walker

Diese Erzählungen spielen mit unseren Sicherheitserwartungen und zeigen Mal für Mal, dass die Stabilität der gesellschaftlichen Verhältnisse trügerisch ist. Weigonis Sensibilität und Wahrnehmungsschärfe, seine sprachliche Phantasie, ätzende Genauigkeit und sein untergründiger Witz scheinen in der konzentrierten Gattung der Erzählung einen besonders fruchtbaren Boden gefunden zu haben. Die Erzählungen machen uns glauben, daß sich das ganze Leben in einem einzigen kurzen Moment der Hellsicht ändere. Als Schriftsteller ist Weigoni ein Sprachspieler. Sein Material ist die deutsche Sprache, er verbindet der Versuch, diese aus der Floskel zu befreien. Die Erzählungen kontern den moralischen Imperativ, daß Erzählen etwas Gutes sei. Mit dem Begriff Erzählung ist hier eine Gattung gemeint, die schnell auf den Punkt kommt, dabei mit anderen Geschichten vernetzt ist. Handlungsverlauf bzw. Entwicklung wird nicht chronologisch und durchgängig aus einer Perspektive vorgestellt, Nebenfiguren tauchen in dieser Verwahrlosungsrevue als Hauptfiguren auf. Damit wird diesem Buch jedoch nicht das restmoderne Etikett „Roman in Erzählungssegmenten“ angepappt: Zombies ist ein komponierter Erzählungsband.

Das ist NEONEUE SACHLICHKEIT, messerscharf beobachtet, haargenau recherchiert.

Theo Breuer

Diese Erzählungen sind vergnüglich zu lesende Etüden in Sarkasmus, allesamt dazu geeignet, die Zumutungen der Wirklichkeit zur Kenntlichkeit zu entstellen. Weigonis Zombies sind ein Meisterstück der Disproportion, keine leichte Kost, er beschreibt die Menschen, aber bewertet sie nicht. Nichts passt hier zueinander, man rätselt die ganze Zeit, wie diese heillos überdrehten Irren eigentlich zusammengefunden haben. Der Langsamschreiber Weigoni arbeitet seit mehr als drei Jahrzehnten unter dem Radar des Mainstream, er hofft, sich dem Wesenskern einer Sache immer weiter anzunähern, zu präzisieren, zu verbessern. Das gilt besonders für die Zombies. Diese Erzählungen sind ein Gewebe, in das Bestandteile erfahrener Realität eingewoben sind, damit überwindet dieser antikonformistische Manierist die spielerische Postmoderne und setzt sich mit realen Gesellschaftsproblemen auseinander, ohne bei der teilnehmenden Beobachtung der Entwertungsgeschwindigkeit auf Ironie zu verzichten. Weigoni weicht der gelebten Wirklichkeit nicht aus, er versteht es, aus den vielen Ungereimtheiten, die er im Alltag vorfanden, eine Poesie zu machen, die durch ihren Bildcharakter vorführen, daß die Widersprüche den Sachverhalten oft immanent sind, sich gegenseitig bedingen, und in der Literatur nicht ausschließlich mit dialektischer Eleganz darstellen lassen, es sei denn, man nimmt in Kauf, daß die Wahr­haftig­keit, mit der sie im Leben vorkommen, gänzlich zur Auslöschung gebracht wird

Gesellschaftskritische Erzählungen mit einer fazinierenden, reduzierten Sprache.

Nico Schoffer, Twitter

Weigoni begreift Schreiben als Attacke auf die Konsenskultur, auf die Toleranzhölle des Westens. Bei den Motiven seiner Figuren verschmelzen Perversion und Normalität mit der vor allem das männliche Geschlecht begleitenden ewigen Trinität von Gewalt, Sex und Suff; mit hilfloser Empathie und gerechtem Zorn, der nur selten fruchtet.Seine Lieblingsfeinde sind die sogenannten 68-er, ein grandioses Exempel dafür, wie progressive gesellschaftliche Utopien, sobald sich ihre Realisierung als Chimäre erweist, in rigide autoritäre Systeme umschlagen und ihre Verfechter zu Handlangern totalitärer Regime werden können. Dieser Romancier pflegt einen Stil, der Imagination mit Sachlichkeit, Kälte mit Empathie, Realismus mit Parodie, Reflexion mit Narration, Komik mit Utopie, Ironie mit Verzweiflung, Wahnsinn mit Trauer verbindet.

Die Toten warten auf der Gegenschräge. Manchmal halten sie eine Hand ins Licht. Als lebten sie. Bis sie sich ganz zurückziehen in ihr gewohntes Dunkel das uns leuchtet.

Fjodor Gladkow

Danny Boyle entwirft in diesem Film ein radikales Endzeitszenario.

In dieser Erzählungen zeigt sich, wie poetisch Boshaftigkeit und schwarzer Humor sein können. Poesie hat für Weigoni immer etwas mit Gesellschaftlichkeit zu tun. Er nutzt das Zeitalter der neuen Unübersichtlichkeit als diskursives Spielmaterial für seine gedanklichen Experimentalanordnungen. Die Multioptionsgesellschaft erscheint in den Erzählungen als grandioses Ablenkungsmanöver, um fundamentale Alternativen aus den Köpfen und dem Streben der Menschen zu verbannen. Dem Anschein nach kontrastreich, vielfältig, individualistisch, wird das Leben in Wahrheit von Monotonie und Konformismus beherrscht, das utopische Bewußtsein ist in der transzendenzlosen Warengesellschaft überwunden. Weigoni legt dar, dass eine reine Binarität aus moralisch vs. amoralisch nie funktionieren kann. Er zerdehnt die Statement–Kultur, bis in den Rissen der Rede die zweiten Absichten und Motive sichtbar werden. Angewidert von der geheuchelten Aufrichtigkeit des glatt polierten Selbstmarketings, attackiert er die Oberflächen–Sprache mit Wendungen, Wiederholungen und Wortungetümen. Das Kapital saugt den Ausgebeuteten den Lebenssaft aus und läßt sie als willenlose Untote zurück. Weigonis Erzählungen lassen sich auf dieser Metaebene auch als Sachbuch der Bürokratisierung lesen.

Das realistische Erzählen wird zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu einer Form des Widerstands

Dieser Romancier verändert Variablen und macht damit die Grenze zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit durchscheinender, er transformiert das Kommensurable, den Abfall, den Lärm und die schlechte Luft der Metropole, in das Inkommensurable, den Sumpf einer verkommenen Gesellschaft. Die soziale Welt, wie Menschen sie in dieser Frivolitätsepoche erleben, entspricht selten ihren Wünschen, aber es liegt im Bereich der menschlichen Kraft, sie diesen Wünschen entsprechender zu machen. So manches, was hier erzählt wird, kann nie im Leben so gewesen sein. Aber diese Zombies bringen uns das Leben näher, als dieses es selbst kann. Weigoni setzt sich über die Wirklichkeit hinweg, um der Wahrheit näher zu kommen. Je unglaubwürdiger es wird, desto glaubwürdiger wird diese Literatur.

Weigoni handhabt das Wort bei Bedarf so kühl wie der Anatom sein Skalpell.

Enrik Lauer

Dieser Romancier erzählt er von der existenziellen Einsamkeit des Menschen, von Gottlosigkeit, davon, wie sich Zivilisation und Natur feindlich gegenüberstehen. Der Erzählband Zombies ist großartige Fiktion – dabei ist kaum etwas davon frei erfunden. Die von ihm als hypermoderne Menschen beschriebenen Kreaturen erleben eine Zergliederung und Fragmentierung des Abgebildeten, Veränderungen, ja Verstümmelungen des eigenen Körpers sie sind das ästhetische Untersuchungsprogramm. Von besonderem Interesse für Weigoni sind dabei die Bruchstellen, als wolle er penibel prüfen, was es mit der körperlichen Verdinglichung des 21. Jahrhunderts auf sich hat. Diese Erzählungen stehen im selben gesellschaftlichen Kontext mit dem chorischen Zusammenschluss vieler Körper, der Massenidentität: Das satirische Erzählen wird zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu einer Form des Widerstands. Dem abgesicherten Literaturbetrieb wäre eine Rückkehr dieser wütenden Drastik zu wünschen.

Eigentlich sind Zombies lebende Tote. Vertieft sich der Leser in Weigonis Kurzgeschichtenband, glaubt er sich von toten Lebenden umgeben.

Neue Rheinische Zeitung

Ordnung ist das halbe Leben, der Rest ist Aufbegehren. In den Zombies verknüpft Weigoni poetische und philosophische Gesellschaftskritik mit Medienanalyse zu einem Textgewebe, das der Korrelation zwischen Sinn und Sein nachspürt.Es geht ihm nicht darum literarische Schemata aus der Wirklichkeit herauszulösen, sondern Realitätspartikel in die Literatur hineinzuschmuggeln. Es haftet Wörtern wie Globalisierung, Individualstaat und Fürsorgegesellschaft etwas Häßliches an, es sind stumme Wörter ohne Klang, zugleich jedoch Wörter, die nicht alt klingen, denn das, was sie ausdrücken, was ihre Semantik ausmacht, existiert (wenngleich nicht in gleichem Ausmaß) nach wie vor, es schlummert in der Mitte der entindividualisierten Gesellschaften. Weigonis Kunst besteht nicht in einem literarisch aufgemöbelten Journalismus, sondern in der atemberaubenden Fähigkeit, sich in diese beschädigten Seelen einzufühlen, aus ihnen heraus zu erzählen. Die Schwärze seiner Arbeit beschreibt eine tief verdorbene Menschheit, sie ist die Schutzschicht zwischen ihm und allem, was ihn abstößt.

In keiner der sozialen, kulturellen, beruflichen und ökonomischen Parallelwelten, die Weigoni röntgenrealistisch abbildet, will man leben. Vieles schildert Weigoni als Farce und Persiflage, wobei er in seinen Erzählungen ganz nebenbei auch die Attitüden der Genreliteratur persifliert

Jo Weiß

Als Erforscher von Trivialmythen geht dieser Romancier  stets aufs Ganze, es ist eine fast irrwitzige Sehnsucht nach dem Absoluten und dem Extremen. Beliebigkeit oder Gleichgültigkeit sind Fremdwörter für ihn. Er arbeitet extensiv mit Übertreibungen. Dank verschiedenster rhetorischer Hilfsmittel schafft er es, Gegensätze zu vereinen: Sie ist leicht und schwierig, amüsant und traurig, tiefsinnig und scheinbar unbeschwert. Das Schreiben wird von einer quecksilbrigen, wie aufgeputschten Intelligenz vorangetrieben. In den Zombies überschreitet Weigoni immer wieder Grenzen, Konventionen, Normen und Denkmuster. Seine Bilder sind oft düster, von radikalem Pessimismus und teilweiser Emotionslosigkeit geprägt. Er schreibt über die Nachtseite des Lebens, erzählt aus der Fülle und aus einer Mitte des ergriffenen Daseins heraus, und dies erfahrungsgesättigt von Menschen, die an der Geschichte zerbrechen oder am Unglück wachsen und die ein Leben lang mit ihrer Existenz ringen. Weigoni hält dabei durchweg die Balance zwischen analytischer Distanz und emotionaler Nähe. Schrecken verwandelt sich in Schönheit. Selten ist vom Sinnlosen und Entsetzlichen so heiter und enthusiastisch erzählt worden. Ihm gelingt es das Absurde in unterhaltsame Form zu bringen, ohne die Dinge übermäßig zu überzeichnen. Seine Kunst versöhnt uns mit der Vergeblichkeit des Lebens.

Wenn in den Erinnerungen, im Gedenken und in der Geschichte kein Platz dafür ist, kehren die untoten Ideen in die Gegenwart zurück.

George A. Romero 

Jacques Tourneur bediente für diese Verfilmung sich an Motiven aus „Jane Eyre“.

Alles was sicher scheint in der Prosa von Weigoni wird durch Schnitte, Farben, Unschärfen und den treibenden Rhythmus seiner Syntax zur Auflösung gebracht, pulverisiert zu reiner Bewegungsenergie. Erst wenn man den Einsprengseln anderer Wirklichkeitsdefinitionen und Weltverständnisse die Chance gibt, in Erscheinung zu treten, öffnet man Möglichkeitsräume, die durch das Verfolgen nur eines einzigen Pfades systematisch verschlossen bleiben. Die Erzählungen ähneln einem poetischen Schrapnell, abgefeuert, um sich im Hirn festzukrallen und die Gegenwart osmotisch zu durchdringen. Weigoni wendet sich gegen die spitzenbesetzte Intelligenz, seine Hauptfrage ist eine völlig unpopuläre: Was ist der Mensch? Diese Frage erregte Montaigne und Hobbes, Pico della Mirandola und Robert Burton und viele, viele andere, Denker, die alle aus der Mode gekommen sind, so wie auch die Frage selbst aus der Mode gekommen zu sein scheint. Natürlich nicht ganz. Denn Weigoni hat trotzdem und natürlich noch Reisegefährten unter den Zeitgenossen, genauso einsame Wanderer sind wie er selbst. Dichterkollegen wie Patricia Brooks, Theo Breuer, Haimo Hieronymus, Axel Kutsch, Sophie Reyer, Dieter Scherr oder Enno Stahl bewegt bei allen Unterschieden dieselbe Frage, und keiner von ihnen ist willig, seine freie Denkweise dem Rastersystem der akademischen Disziplinen anzupassen.

Gute Belletristik zeichnet aus, dass der Raum der Erzählung gleichzeitig verlassen und doch nicht verlassen wird durch einzelne Sätze, die wie Eisbergspitzen aus der Horizontlinie der Buchstabenkette herausragen.

Nick Haflinger

Die Wirklichkeit ist eine Kippfigur. Das Bewußtsein vom Tod ist für Weigoni der große Impuls hinter jeder lebensdeutenden und also lebensbejahenden Handlung. Das Bewußtsein der Endlichkeit schafft mit ausgefeilt suggestiver Überwältigungstechnik Sinn. Der Untote ist eine Provokation, die durch die Medizin Wirklichkeit geworden ist: Organe werden weiterverwendet, Nanomaschinen ähneln Zellen, Embryonen werden eingefroren. Den den äußersten Schrecken schildert Weigoni mit einer eigenartigen souveränen Distanz zum Geschehen, die jedoch nichts mit der Coolness eines Christian Kracht gemein hat, viel mehr mit einem Hauch von Humor, der den Menschen noch in der widerwärtigsten Bedrängnis ihre Würde beläßt. Philosophie und Poesie kreuzen sich in der Frage nach dem Sinn des Lebens und in der Sinnsuche, und deshalb besteht zwischen Sinn und Sein eine immanente Interferenz. Die Herstellung von Sinn führt zu einer Aura von Bedeutsamkeit, die Zeitlichkeit negiert.

Der Zombie ist interessant, weil die Medizin eine gravierende Umbruchssituation hervorruft.

Oliver Müller.

An keiner Stelle hat es Weigoni mit dem Außerweltlichen seines hochintelligenten Plots etwas übertrieben, er schafft eine Binnenspannung, die der fortwährende soziale Zusammenstoß zwischen den Lebenden und den Toten hervorruft und birgt die Erkenntnis, daß Zeit unwiederbringlich ist. Seine Zombies stehen wie Fremde vor ihren ehemaligen Leben, das so erloschen ist, wie sie es eigentlich selbst sein müssten. Darin besteht der eigentliche subtile Grusel seiner Erzählungen: Es ist der Horror der Innerlichkeit, des Verlustes und womöglich der Einsicht, daß Untote auch nur Menschen sind. Das Ephemere ist naturgemäß omnipräsentes Thema seiner literarischen Arbeit. Für Weigoni ist Literatur der Versuch, die Zeitlichkeit zu transzendieren und das Wissen vom Tod erträglich zu machen; drum handeln die Erzählungen explizit oder implizit immer auch vom Tod.

Ähnlich einem Franz Kafka dessen Werk sich mit der Kraft auszeichnet Dissonanzen zu erzeugen, zeichnen sich auch die Erzählungen des A. J. Weigoni aus. Mit „Zombies“ wird der Leser/ die Leserin in ein abgründiges Reich menschlicher Leidenschaften geführt.

Ju Sophie Kerschbaumer

Muß man sich das 1000jährige Reich so vorstellen?

Meist sind es minimalinvasive Verschiebungen des Rahmens. Geformt ist diese Prosa in einer schlanken und scharfen Expressivität, nach dem Prinzip, klar und kühl zu schreiben und so die Form durchlässig zu machen für neue Erkenntnisse. Es ist der Marginalisierung zu schulden, daß Weigonis Ringen mit den Traumata der untergegangenen BRD, die zugleich die eines ganzen Staates sind, ohne den Rückgriff auf eine zentrale Quelle der Subjektivität auskommt. Das Projekt einer demokatischen Gesellschaft ist spätestens nach der Wiedervereinigung gescheitert, an der Gier und am Hass, die Beziehungen der Menschen sind durch Gewalt und Verrat bestimmt.

Weigoni hält uns den Spiegel vor. Was sehen wir in dem Spiegel?

Diese Zombies haben mit der Kälte von Weigonis Erzählen die erforderliche Betriebstemperatur erreicht, dies liegt wahscheinlich daran, dass dieser Romancier in den Plot seiner Erzählungens die Schreckensthemen der Zeit und die Gegenstände unentschiedenen politischen Streits kunstvoll beiläufig eingewebt hat. Gut und böse, wahr und falsch sind keine verlässlichen Größen mehr, und jede Wahrnehmung ist in alle Richtungen offen für Manipulation und Suggestion, für Lüge und Selbstbetrug, für Sinnlichkeit und Begehren. Seine Sätze sind produktive Störfaktoren im vermeintlich Bekannten.

Wer braucht noch Untote, wenn die marodierenden Lebenden den Job allein erledigen?

Bei den Zombies, deren Körper man die Geister ausgetrieben hat, begegnen wir nur noch seinen sterblichen Überresten. Es sind die Überreste eines Exorzismus, auch eines Exorzismus der Geschichte.Weigoni leuchtet viele Winkel der deutschen Gesellschaft aus: kaputte Mittelstandsmilieus und Einwanderghettos und öde Spelunken. Zwischen gut gelauntem Nihilismus und satirischer Kulturkritik beschreibt Weigoni wie sich sich die westliche Gesellschaft häutet. Ob sie sich dabei ihrer selbst entledigt oder aber zu einer neuen Form findet, bleibt abzuwarten. Das westliche Denken verschweigt die tatsächlichen Probleme der Gesellschaft. Wenige Intellektuelle haben sich bislang Gedanken über den globalisierten Menschen, seinen Alltag, seinen Körper, seine Sexualität, kurz gesagt: über sein Leben gemacht. Die Skandale des Denkens beginnen erst jenseits des Schreckens, des Vorstellbaren. Sie sind aber bitter nötig für die Psychohygiene des Literaturbetriebs und können nur von Außenseitern inszeniert werden, kaum von Salon-Revolutionären, wie man sie in zwischen Berlin, Leiptig und Hildesheim gerne ausstellt.

Der Kapitalistische Realismus bringt lediglich Upgrades des Bestehenden hervor und präsentiert eine Zombie-Kultur auf immer höher auflösenden Bildschirmen.

Mark Fisher

Diese Erzählungen sind souveräne Kantengänge in den Randzonen menschlicher Existenz und zugleich ein Gegenentwurf zu den Prolo–Komödien, die als ungeschönte Milieubilder daherkommen, letztlich aber nur Freakshows sind, die statt Menschen Witzfiguren zeigen. Es wird erzählt von Idiosynkrasien, vom verschrobenen Alltag, von Wahrnehmungsmaniacs, von leicht aus ihren Wirklichkeitszusammenhängen geworfenen Menschen. Und all das spiegelt sich in der kunstvollen Sprache wider. Die Realität wie in einem Vergrösserungsglas. Die kleinen Dinge des Lebens nehmen eine verzerrte Gestalt an, sie irritieren und melden sich zu Wort. Es sind Details und verkorkste Typen, die Weigoni interessieren, in denen seine Poetik und seine Poesie zu sich kommen. Die Zombies wissen durch alle Skurrilitäten und Absurditäten die Würde ihrer Protagonisten zu verteidigen. Das Lachen über sie ist immer empathisch, nie abfällig.

Weigonis Erzählungen haben nicht nur – wie guter Wein – einen Körper, sie haben ein satirisches Bewußtsein, das sie mit jeder Silbe ausdünsten, das alle Sätze atmosphärisch umhüllt.

Im Lauf der Zeit entstand das wuchtige Porträt einer bis in ihre feinsten zwischenmenschlichen Verästelungen barbarisierten Gesellschaft. Und doch weist diese Prosa auch darüber weit hinaus. Da ist eine schmerzlich spürbare Differenz zur dargestellten Welt, die im ganzen Text vibriert und den Gefühlsraum des Lesers in Schwingung versetzt. Der Leser denkt in diesen Erzählungen mit, und so kann diese Literatur niemals abgeschlossen sein. Es sind Geschichten mit Matrjoschka-Charakter, in virtuos ineinander verschachtelten, zwischen historischen Ereignissen springenden Erzählpäckchen führt dieser Romancier sämtliche Schicksale und Handlungsstränge die er in den Zombies ausgelegt hat in Cyberspasz zusammen. Seine eigentümliche Denkweise, konträr zu den gewohnten Assoziationsbahnen, scheint mit ihrem schwarzen Humor passender zur Weltlage als der freudige Triumphalismus der neoliberalen Weltverbesserer, der seit den 1990er Jahren den Vordergrund der Szene beherrscht. Wer Pierre Bourdieus Bonmot, das Kapital kenne keine Erinnerung ausser der Akkumulation, illustriert sehen möchte, der ist bei Weigonis Konzeptalbum bestens bedient.

 

* * *

 

Zombies, Erzählungen von A. J. Weigoni, Edition Das La­bor, Mülheim an der Ruhr 2010.

Coverphoto: Jesko Hagen

Weiterführend

Weiteres zum Thema auf Kultura-extra, nrhz, fixpoetry. Und inzwischen wurden die Zombies zum Kultschatz erklärt. Eine erste Reaktion auf Cyberspasz, a real virtuality kann man auf kukultura-extra nachlesen, zusätzlich kann man ein Hintergrundgespräch auf Lyrikwelt.de lesen. Ein nicht minder lesenswerter Essay findet sich auf fixpoetry. Eine Leseprobe findet sich hier und Probehören kann man eine Rezitation von A.J. Weigoni auf MetaPhon die durch Tom Täger vertont wurde.

 

 

PS →

In der Reihe Gossenhefte zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsmöglichkeiten von populärkulturellen Tugenden nahe genug kommen. Der Essay Perlen des Trash stellt diese Reihe ausführlich vor. Dem Begriff Trash haftet der Hauch der Verruchtheit und des Nonkonformismus an. In Musik, Kunst oder Film gilt Trash als Bewegung, die im Klandestinen stattfindet und an der nur ein exklusiver Kreis nonkonformistischer Aussenseiter partizipiert. Dieser angeschmutzte Realismus entzieht sich der Rezeption in einer öffentlichen Institution. Daher sei sei Enno Stahls fulminantes Zeitdokument Deutscher Trash ebenso eindrücklich empfohlen wie Heiner Links Vorwort zum Band Trash-Piloten.

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In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie + Online-Archiv. Mehr Informationen.

630 – Buch/Katalog-Projekt

Mit den Vignetten definierte A.J. Weigoni eine Literaturgattung neu. Die Novelle erscheint am 28.10. 2018 in der Umsetzung als Buch/Katalog-Projekt 630 (incl. Hörbuch) zur Ausstellung von Peter Meilchen in der Werkstattgalerie Der Bogen, Arnsberg.

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher hier ein Essay. Vertiefend ein Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus. Das Fotobuch Zyklop I erscheint im September 2018 in einer limitierten Auflage.

Ein Gesamtkunstwerk

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Jeder Band aus dem Schuber von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk! KUNO fasst die Stimmen zu dieser verlegerischen Großtat zusammen.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

Die Germanistik erweist sich dem Rundfunk gegenüber als schwerhörig. Dieser „déformation professionelle“ entkommt die Reihe MetaPhon. Hier sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Twitteratur

Ein Essay über die Literaturgattung Twitteratur. – Poesie ist ein identitätsstiftende Element unsrer Kultur, lesen Sie auch KUNOs poetologische Positionsbestimmung.

Rückspiegel

Edition Das Labor

Die ausführliche Chronik des Projekts Das Labor lesen sie hier. Eine Übersicht über die in der Edition realisierten Künstlerbücher, Bücher und Hörbücher finden Sie hier.