Schlagwort: Ju Sophie Kerschbaumer

Nomen est Omen? Eine Nachlese

  Mit dem Verfolgen von Gedankenketten ist es wie beim Nachlaufen von Blumen um sie zu einem Bund zusammenzufassen. Ein Farb- beziehungsweise Antupfer ist Auslöser für die nächste und die nächste und die nächste. Was lädt zum Einsammeln verschiedener Blüten…

Kurz, Geschichte: eine Kurzgeschichte?

Je mehr Du kürzest, desto häufiger wirst Du gedruckt. Anton Tschechow Wer ein Faible für kurze Liaisonen hat, der ist bei Kurzgeschichten von vornherein gut aufgehoben. Denn kaum bist du als Leser/als Leserin der Erzählfigur begegnet, kaum ist sie in…

Was ich schon lange sagen wollte. Ein Plädoyer für die Kurzgeschichte.

Der Weg ist einfach, wenn du klug genug bist, mit leichtem Gepäck zureisen. Alice Munro, aus: „ Tricks“ 2004  Lange hat es gedauert, bis die Schriftstellerin Alice Munro (*1931) nicht nur in ihrer kanadischen Heimat mit ihren Kurzgeschichten ernstgenommen wurde…

Rückverwandlungen dienstbarer Geister

Bedarf es des Magischen, um uns Texte nicht nur näher zu bringen, sondern auch ganz nahe für ein tiefgehendes Verstehen? Bedarf es der Berührung mit einem magischen Ding, etwa dem Zauberstab eines Fachmannes oder etlicher Tropfen vom Zauberwasser aus der…

Lesart von Gedichten, paradoxe Bespiegelungen

Lesart von Gedichten, paradoxe Bespiegelungen „Die Frage sollte nicht sein, ob es möglich ist, von der Poesie zu leben. Die Frage sollte sein, ob es möglich ist, ohne Poesie zu leben. Jan Wagner Geziemte es sich nicht für jeden Schriftsteller…

Literatur und Psychologie – zwei Seiten einer Medaille?

Will man als LeserIn von Literatur auch wissen, wie die ‚Geschichten‘ die wir leben – also auch die, die wir  im Kopfkino miterleben – funktionieren? Wollen wir wie TheaterbesucherInnen nach dem Stück hinter die Bühne schauen und backstageartig die zu…

Mann o Mann – BILDhafte Emanzipation, Anregungen

  Ich könnte mir denken, dass ein Mensch, der etwas Kostbares und Verletzliches zu bergen hätte, grob und rund wie ein grünes altes schwerbeschlagenes Weinfaß durchs Leben rollte; die Feinheit seiner Scham will es so. Friedrich Nietzsche Wer mag sie…

Sein und Werden – Über Wechselwirkungen gegensätzlicher Grundlagen des Lebens / der Welt

Das Notwendigste, was die Welt braucht, um glücklich zu werden, ist Einsicht. Bertrand Russel (1872 – 1970)   Eine berechtigte Frage an Kinder und Jugendliche, um sie aus dem satten und unbeschwerterem DaSein der Anfangsjahre in den streckenweise Hunger zu…

Sommerloch- irrwitzige Erwachsenenfadess, dokumentiert

Wann merkt man, dass der Sommer da ist? Wenn Bäder die Fahnen hissen, dass sie bis auf den letzten Platz ausverkauft sind und du mit vollgepackter Badetasche abziehen musst, weil du bis mittags oder noch länger geschlafen hast? Wenn vor…

Bittersüß · Wiener Schablonenzuckerl

Ich freu’ mich schon heute auf mein Begräbnis. Ich wette, das wird noch mein schönstes Erlebnis. Also bitte, das ist gar nicht so lächerlich, Ich weiß, was ich sage: ich freue mich. – Gedichtzeilen des österreichischen Kabarettisten Fritz Grünbaum (1880–1941),…

Die Kunst ist weiblich. Von der Gunst der Stunde.

Mehr begreift von einem Wesen, wer versteht, dass man dessen „Familienroman“ kennen muss, um sich in seine Eigen-ART einfühlen zu können. Das gilt auch für die kreative Handhabung, die Behandlungsweise bestimmter Materialien, schlicht Kunst genannt. Besondere Geburtsumstände geben dem Wachsenden…

Unlust am Leben, Angst vor’m Tod

Mit „The Walking Dead“ ist das Trash-Genre Zombies seriell geworden. Die Frage ist, kann man daraus gute Literatur machen? Die Antwort lautet ja. Und zwar A.J. Weigoni, der in seinen neuen Erzählungen „Zombies“ zeigt, dass es keinen Virus oder Totenkult braucht, um aus uns allen Zombies zu machen.

Jessica Dahlke