Schlagwort: Jo Weiß

Der Karthograph des Rheinlands

Heimat ist Vertrautheit. Ist ein mitgegebener oder aufgesuchter Bezugsraum. Etwas, das man sich vormacht oder etwas Vorgemachtes. Ein wie auch immer energetisches Zentrum für Exkursionen und Wiederkünfte, Fluchten und Bewahrungsbestrebungen. Heimat schafft Mentalität, sei es mittels Adaption oder mittels Abwehr.…

Der Hang zum Gesamtkunstwerk

Wenn du nach dem Stil suchst, dann findest du den Tod. Aber wenn du das Leben suchst, dann findest du den Stil. Eduardo de Filippo Cover: Mischa Kuball Literatur entsteht langsam, sie muss nicht reagieren wie etwa der tagesaktuelle Journalismus…

Ein Lebenskreativer, der mit sich selbst im Reinen war

Weigoni blieb sich bis zum Schluss treu, seine Lebensgeschichte kann andere „freie“ Lyriker motivieren, sauber zu bleiben und ihr Ding gegen alle Widerstände seitens konservativem Szeneklüngel selbstbewusst und souverän zu drehen! Thomas Holzapfel (Nahbellpreisko­mi­tee)   Die Lyrik von A.J. Weigoni…

Ein Nachschlüsselroman

Heimat ist dort, wo wir begraben liegen Kante Literatur hat ihren eigenen Wahrheitsgrund. Für Walter Benjamin war das Erzählen eng verknüpft mit der Vermittlung sozialer Erfahrung – und stand damit in diametralem Gegensatz zum Roman, dem für ihn genuinen Genre…

Der Sprache aufs Maul schauen

Zähes Schreiben nährt den Geist. A.J. Weigoni belohnt seine Leser mit Erkenntnisgewinn. Mischa Kuball VerDichtung bedeutet für A.J. Weigoni ersetzen, tauschen, überschreiben, eskamotieren, reduzieren, übersetzen, selbst vom Deutschen ins Deutsche. Es ist eine unablässige Durchdringung von Sprachspiel und Gedankengang; eine…

Freude am Sprach­experi­ment

Das Treibholz der Sprache Diese Gedichte sind dabei weit weg von allzu grüble­rischer Hermetik oder expres­siv überladenen Wort­kaskaden, deutlich wird bei diesen Schmauchspuren die Freude am kühnen Sprach­experi­ment mittels vor­sichtig und fein verfugter Sprache. Da kreist Schreiben um den Schöpfungsvorgang…

Past-forward

Es ist nicht leicht, jemandem zu erklären, was Freiheit ist, der sie besitzt. Erich Loest Man kann es sich im Jahr 2014 kaum noch vorstellen, mit welch unglaublicher Rasanz sich die DDR auflöste. Ein Land, das mit deutscher Gründlichkeit einbetoniert…

Digitalgigantomanie trifft auf Monumentalminiatur

Erzähle nicht die Wahrheit, wenn Dir etwas Interessanteres einfällt Karl May Bei Weigonis Novellen Cyberspasz, a real virtuality trifft Digitalgigantomanie auf Monumentalminiatur. Dieser Romancier protokolliert die Erschöpfungszustände von Individuen in einer korporativen Welt, die ohne Außen funktioniert. Weigoni ist ein…

Unlust am Leben, Angst vor’m Tod

Mit „The Walking Dead“ ist das Trash-Genre Zombies seriell geworden. Die Frage ist, kann man daraus gute Literatur machen? Die Antwort lautet ja. Und zwar A.J. Weigoni, der in seinen neuen Erzählungen „Zombies“ zeigt, dass es keinen Virus oder Totenkult braucht, um aus uns allen Zombies zu machen.

Jessica Dahlke

Bruchstückhafte Morsezeichen

Redaktionelle Vorbemerkung: KUNO übernimmt diesen Artikel der vom Netz gegangenen Plattform Lyrikwelt: A.J. Weigonis Vignetten folgen einer mäanderförmigen Struktur. Dieser Schriftsteller nähert sich tastend und fragend. Und das entspricht dem Charakter dieser Novelle, die reflexiv ist, indem sie beim Betrachten…