Archiv: November 2012

Wahrung der Worte

30. November 2012
Von
Wahrung der Worte

weiter »

Aus, aus, aus! Das Spiel ist aus!

29. November 2012
Von
Aus, aus, aus! Das Spiel ist aus!

»Sechs Minuten noch im Wankdorf-Stadion in Bern, keiner wankt, der Regen prasselt unaufhörlich hernieder, es ist schwer, aber die Zuschauer, sie harren nicht aus. Wie könnten sie auch – eine Fußball-Weltmeisterschaft ist alle vier Jahre und wann sieht man ein solches Endspiel, so ausgeglichen, so packend. Jetzt Deutschland am linken Flügel durch Schäfer. Schäfers...

weiter »

Großstadtklänge

29. November 2012
Von
Großstadtklänge

Gegen Abend würden die letzten Wolken über dem Meer verschwinden und einen anderen Kontinent sichtbar werden lassen. Was hier angespült wird  – die letzten Dinge. Auf jeden Fall eine Krankheit – die Sommersprossen  auf den Wellen. Nichtzerplatzende Blasen, zögerndes Geschäum. Mal  hierhin fallend – mal dahin, hinüber. Fäden einer geheimen, sich  unaufhörlich selbst schreibenden Schrift. Der Müll?...

weiter »

Aufzeichnungen nach 2000 (3)

28. November 2012
Von
Aufzeichnungen nach 2000 (3)

Bei der Ankunft unserer Delegation in Moskau, 1965, sagte der Schriftsteller Kiatkin, der beauftragt war, uns zu empfangen und zu dolmetschen: »Die Russen werden schmunzeln, wenn Sie sich vor­stellen mit Ihrem Familiennamen!« Ich habe es dann im Verlauf der Reise erlebt: Die Gastgeber, nicht Schriftsteller allein, Leserin­nen und Leser, erinnerte mein Familienname an einen...

weiter »

„Wo warst Du letzte Nacht?“

27. November 2012
Von
„Wo warst Du letzte Nacht?“

„Das ist so lange her, ich erinnere mich nicht.“ „Sehen wir uns heute Nacht?“ „Ich plane nie so weit im voraus.“     Am 26. November 1942 feierte Casablanca in New York Premiere. Wie hieß gleich der Song?

weiter »

STRAND

27. November 2012
Von
STRAND

  dein morchelfarbner mund ophelia ragt aus dem wasser und der leib hält muschelgleich an den stein geheftet sich im schlamm taumelndes kind die fettzungen des winds werden dich begrünen bevor noch dein rachen geölt ist vom meer erhebst du die traumversiegelten fingerkuppen wie knospen ertastest du die sichel den flaschenhals die wunde ist...

weiter »

Eth­nische Schmelz­tiegel­praxis

26. November 2012
Von

Vom Rhein. Von der großen Völkermühle. Von der Kelter Europas! Und jetzt stellen Sie sich doch mal Ihre Ahnen­reihe vor – seit Christi Geburt. Da war ein römi­scher Feld­haupt­mann, ein schwar­zer Kerl, braun wie ’ne reife Olive, er hat einem blonden Mädchen Latein bei­gebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürz­händler in die Familie, das...

weiter »

Am Rhein

26. November 2012
Von
Am Rhein

    die Enge des Tals ist zum gelungenen Versuch einer stark befahrenen Straße gediehen. die Burg- ruinen sehen aus, als seien sie mit Lego bereits als Ruinen erbaut. im Braunlicht des Schankraums   nahezu aufgelöst sitzt Großvater beim Verfassen der Loreley. singen die Bahngleise, hebt er den Kopf auf einer Fotografie aus der...

weiter »

Ankünftigung eines Preises

25. November 2012
Von
Ankünftigung eines Preises

  Die Künstlervereinigung Dortmunder Gruppe vergibt zum dritten Mal den Otto Bahrenberg Preis zur Nachwuchsförderung. Nach Marianne Putzinger (2001) und Xenia Stanek (2006) bekommt nun die Ateliergemeinschaft „Salon-Atelier“ den Förderpreis. Bei der Vernissage am 25. November im Torhaus Rombergpark um 11 Uhr wird dazu feierlich der Staat „Rombergland“ konstituiert. Der Sonntag läßt einiges erwarten,...

weiter »

Unerhörte Möglichkeiten

24. November 2012
Von
Unerhörte Möglichkeiten

Das Glück ist nur eine Frage völlig beliebiger Umstände, die wir dann schicksalhaft nennen. Peter Meilchen Zu Beginn des 21. Jahrhunderts muß man keinen Falken mehr verzehren, um novellistisch tätig zu sein. Dank des Kurznachrichtendienstes Twitter kann Mikroblogging zu einer Form der Literatur mutieren. Haimo Hieronymus dampft die Gattung der Novelle zu Twitteratur ein....

weiter »

Die Lügen des Anderen

24. November 2012
Von
Die Lügen des Anderen

Wer hat sich nicht schon einmal die Frage gestellt, wann und wo die Lüge beginnt! Sei es in den Erzählungen des Gegenübers, der über alle Menschen der Stadt alles weiß oder zumindest so tut, als würde er sie persönlich kennen, sei es bei den eigenen kleinen Unwahrheiten, die sich automatisch im Bericht der Erinnerung...

weiter »

Der deutsche Lyrikkalender 2013

23. November 2012
Von
Der deutsche Lyrikkalender 2013

Jeder Tag ein Gedicht Still, o still! Ich lern’ es nie, Stumme Tage klug zu weben. Trostlos Darben wär ein Leben Ohne dich, o Poesie! Emanuel Geibel Der deutsche Lyrikkalender 2013 · Jeder Tag ein Gedicht – lange drauf gewartet, aber jetzt ist er ja da – und zwar in der nunmehr 9. Ausgabe mit...

weiter »

Zettels Traum · Revisited

22. November 2012
Von
Zettels Traum · Revisited

Riesenbuch Als Zettels Traum 1970 erschien, war der Roman – oder was immer das für eine Art Buch sein mag – die Sensation der Literatursaison: »Riesen­buch«, »Buch der Bücher«, »Überbuch«, »Arno Schmidt, Außenseiter der Außensei­ter«. Kritik und Leserschaft überschlugen sich mit Kommentaren, Ber­liner Stu­denten erstellten einen Raubdruck – wohl etwas Einmaliges in der Geschichte...

weiter »

Rausgefallen

21. November 2012
Von
Rausgefallen

an der alten adler war das f defekt so dass er hoffnung beispielsweise horrnung nannte weil das r dem f so nahe lag zumindest mit den fingerspitzen die texte hackte er auf diese alte gummi walze, dass manche letter wie beim bleisatz ein durchaus eignes leben führte unbemerkt jedoch von allen kritikern und lesern...

weiter »

MEHR REALITÄT

20. November 2012
Von
MEHR REALITÄT

aufgehende sonne hinter dem feldweg inmitten der großstadt absolut real eine fast leere tram für ein paar gutgelaunte leute mitten im frühen berufsverkehr absolut real baustellenlärm und orange signalwesten maschinengeräusche und teergeruch auf den noch unschuldigen straßen absolut überreal frischer kaffee der duft des seins der geschmack von verrückten ideen neubeginn nahtloser taumel aus...

weiter »

Aufzeichnungen nach 2000 (2)

20. November 2012
Von
Aufzeichnungen nach 2000 (2)

Zu meiner Aufzeichnung über jene vier Damen, die in der Fonda­tion Beyeler in Riehen stundenlang vor Claude Monets Seerosen verharr­ten, finde ich heute bei Jules Renard eine Begründung, die ich früher wohl übersehen habe und die meine spöttische Beo­bachtung auf an­dere Art bestätigt: »Das ist eine Malerei für Frauen.«   * * * Der Tod...

weiter »

Hohelied auf ein Liebesglück

19. November 2012
Von
Hohelied auf ein Liebesglück

Bei ca. 100.000 Neuerscheinungen im Jahr stellen wir bei KUNO immer wieder gern jene Preziosen vor, die der Literaturbetrieb in hastvoller Eile vergißt. Im neuen Prosabuch Die Liebe eines Dichters ist Julian Schutting als Troubadour am Werk und schreibt eine Poesie der Verehrung. Die flüchtigen Gesten, die kleinen und die großen Dramen, hier ein Wink,...

weiter »

Erblinde

18. November 2012
Von
Erblinde

weiter »

Morgen am Fluß

17. November 2012
Von

wach schon im schlaf abgewendet von mir entroll ich mich gegen den tag gehe ich taumelnd noch und hastend immer vom moment fort komm ich an ein ufer reißt mich der schritt stürzt ich ins wasser schlüge mich die angst davor nicht hin und wälzte mich auf wegelosem feld zurück in einer mulde leuchten...

weiter »

Aufzeichnungen nach 2000 (1)

16. November 2012
Von
Aufzeichnungen nach 2000 (1)

2001 Irgendwann hat die Stadtverwaltung den Namen der Gasse, in der ich wohne, poetisiert. Früher, auf alten Stichen oder Plänen, hieß sie noch Daubengasse. Eine kurze, gepflasterte Gasse nahe der Stadtmauer des Mittelalters. Handwerker also, die Bier- und Wein­fässer herstellten, haben in den Häusern und Werkstätten gewohnt und gearbeitet und der Straße ihren Namen...

weiter »

„Eine neue, andere, noch nie gesehene Konstellation“

15. November 2012
Von
„Eine neue, andere, noch nie gesehene Konstellation“

Prof. Dr. Matei Chihaia in einem Ateliergespräch mit Mischa Kuball Meine erste Frage bezieht sich direkt auf Ihre Kunst und es ist eine Frage, die Sie sicher schon häufig gehört haben. Was macht Licht für Sie zu einem besonderen Medium? Also: warum Licht? Das ist eine berechtigte Frage. Das Licht gilt für den Beginn...

weiter »

Sommerliche Einblicke ∙ Revisited

14. November 2012
Von
Sommerliche Einblicke ∙ Revisited

Steidl macht schöne Bücher. Diesem wurde ein sonnen­blumen­gelber Leinen­umschlag mit apfel­grünem Rand spendiert. Es fällt wegen der sommerlichen Farben­frische im Regal unmittelbar auf, wenn es dort quer zur Welt steht, also so platziert ist, dass es dem Betrachter eine visuelle Breitseite verpasst, die es wegen der Farbgebung und der Größe und Schwärze der ins...

weiter »

Leseprobe

13. November 2012
Von
Leseprobe

Popkulturelle Blaupause. Der Dauerbrenner des tropisch aufgeheizten Sommers: eine Hypercalypseleitmelodie verspricht in naher Zukunft eine ferne Sehnsucht zu realisieren. Aufreizend gutgelaunte Moderatoren versuchen die Zwischenzeit zu überbrücken. Nach dem Experiment der globalen Visualisierung hat das Digital–Audio–Broadcasting mit einer Neugestaltung des Programms den Spitzenplatz erobert. Pop ist allgegenwärtiger Rohstoff, der über Webradios, Mobiltelefone und Unterleibsfernsehen...

weiter »

Erster Logo-Entwurf für die Edition Das Labor von Peter Meilchen.

In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie – mit Online-Archiv. Mehr Informationen.

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Jedes Buch aus dem „Schuber“ von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk! KUNO fasst die Stimmen zu dieser verlegerischen Großtat zusammen.

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher finden Sie hier einen Essay sowie einen Artikel von J.C. Albers.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

In der Reihe MetaPhon sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Alphabetikon

Vertiefend zu ‚Alphabetikon‘ lesen Sie bitte das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus.

Trans

Twitteratur

Hier ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Edition Das Labor

Ausführliche Informationen finden sich hier.