Archiv: Juli 2012

b-seite

31. Juli 2012
Von

läuft tonspurknacken wälder lang die stämme hoch am blatt hinunter kunstgeseufze zwischen beats & seemannsgarn vergraulte beute flieht die netze huscht ins freie denkt sich in die muschel ein & treibt auf blättergrünem ozean im holzfloß richtung nord füllen muschelhaufen bänke : fern der radios die klangart reizt die borke kippt im schnitt verliert...

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Meine erste Schallplatte: „Heart of glass“ von Blondie

30. Juli 2012
Von
Meine erste Schallplatte: „Heart of glass“ von Blondie

Blondie – für knapp Elfjährige in einer bayrischen Kleinstadt war Blondie 1979 nicht unbedingt ein must-have. Jedoch für mich als gefühlte Trendsetterin und zukünftige Rebellin mit engen Verwandten zudem noch aus München, was für uns damals New York gleichkam, wenngleich es nur 240 km weit weg war.  Keine Ferien vergingen, wo ich nicht dort...

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Rotor • Revisited

29. Juli 2012
Von
Rotor • Revisited

Der Düsseldorfer Multimedia-Künstler Ferdinand Kriwet erarbeitete formalistische Werke aus den Bereichen Grafik, Film, Literatur, Hörspiel und Kunst am Bau die sich innerhalb der jeweiligen Konventionen und Genregrenzen ihres Mediums bewegten. Kriwet zeigt eine bemerkenswerte Stringenz im Umgang mit Sprache, Form- und Farbgebung. Davon konnte man sich im Frühjahr 2011 während der Retrospektive “KRIWET –...

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Möglichkeiten der Vermarktung III – Kunstwechsel

28. Juli 2012
Von
Möglichkeiten der Vermarktung III – Kunstwechsel

Einige Jahre nach „Kunst von der Rolle“ und ARTOMAT erfand sich 1998 in Siegen der Kunstwechsel, der zum Ziel hatte, alljährlich in anderen Örtlichkeiten, die kurz vor dem Abbruch oder der Umnutzung standen, eine Kunstmesse der kleinen Preise zu veranstalten. Eine Künstlermesse ohne Galerien, ähnlich der „Huntenkunst“ in Doetinchem und Ulft (Niederlande), über die...

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language is a virus from outer space

27. Juli 2012
Von
language is a virus from outer space

„Sprachen lernen ist ein physisches Vergnügen. Worte sind irgendwie persönlich und verblüffend. Meine beste Geschichte ist ‚The Book of Sand‘, die keinen Anfang und kein Ende hat. Wir lesen nicht, um das Ende zu erfahren. Schließlich lesen die Leute Geschichten mehrmals, darum kann man unmöglich glauben, sie läsen, um zu erfahren, wie die Geschichte...

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Die »Nacht« des Alfred Alvarez

26. Juli 2012
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Titel "Nacht" von Alfred Alvarez

Ein Freund von mir sammelt Schrebergärten. Erst war dieser Tick nicht weiter aufgefallen, denn als Michael mit seiner Familie in unseren Stadtteil zog, übernahmen sie den Schrebergarten von den Vormietern. Der befand sich praktischerweise ganz in der Nähe ihres neuen Hauses, und diente der Familie zum Anbau von Obst und Gemüse und zum Ausgleich...

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Oswald Egger ∙ Die ganze Zeit ∙ Revisited

25. Juli 2012
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Oswald Egger ∙ Die ganze Zeit ∙ Revisited

Ein abgrundtiefes Geheimnis ist der Mensch Augustinus Dazwischen 24 mal 17 mal 4,6 cm: Maße, die bibelähnlichen Charakter haben. Ein großzü­gig wir­kendes, sehr schönes, in apfelsinenfarbenes Leinen (in das ein ma­schendrahtähnli­ches Bild, in dessen Mitte vier aufeinandergerichtete Pfeile zueinan­der finden, grün imprägniert ist) gehülltes und mit grünen Lesebändchen versehenes Buch ist Oswald Eggers Die...

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Perlentaucher

23. Juli 2012
Von
Perlentaucher

Der Perlentaucher Thierry Chervel hat bei Youtube ein altes Interview mit Jean-Luc Godard gefunden, in dem sich Godard vom ZDF einen Scheck ausstellen lässt, um Waffen gegen Israel zu kaufen. Zwischendurch hält er ein sechszackiges Hakenkreuz hoch und verkündet den Tod des Autors, umgeben von seiner ergeben schweigenen Dziga-Vertov-Gruppe: Godard agiert dabei als Guru,...

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Möglichkeiten der Vermarktung II – ART-O-MAT

22. Juli 2012
Von
Möglichkeiten der Vermarktung II  – ART-O-MAT

Die Idee des Kunstkaufhauses war geboren, da lag natürlich auch die Vermarktung mit Automaten nicht ganz fern. Der Begriff, der sich schnell herausbildete, ergab sich fast zwangsläufig durch die Umstellung eines Buchstabens und der Gedanke an Per Anhalter durch die Galaxis lag wohl auch nicht allzu fern. Aus Automat wurde ART-O-Mat. Dabei gehen die...

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Möglichkeiten der Vermarktung I – Kunst von der Rolle

21. Juli 2012
Von
Möglichkeiten der Vermarktung I  – Kunst von der Rolle

Wenn die Zeit reif ist, dann liegen die Ideen in der Luft, dann werden sie von verschiedenen Seiten aufgegriffen und realisiert. Seit Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts war die Idee reif für neue, für andere Vermarktungsformen von Kunst. Sie sollte aus den hehren Galerien heraus, sollte, da der berühmte Hunger nach Bildern...

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Am Knöpfchen drehen, Klangklötzchen schieben

20. Juli 2012
Von

Music comes from composers – not musicians. Frank Zappa Seit 1981 ist Tom Täger an Produktionen mit Tom G. Liwa, Die Regierung, His Girl Friday, Die Sterne, MissFits, Comalounge, Combos aus der Weltmusik, Life-Mixen für Musicals an der Folkwangschule Essen, u.a. beteiligt. Mit großer Kompetenz und menschlicher Wärme betreut Tom Täger “Behinderte und Bekloppte”...

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Small is beautiful ∙ Über Aphorismen

19. Juli 2012
Von
Small is beautiful ∙ Über Aphorismen

Mehr arbeiten Die einfachsten Dinge habe ich zuletzt lernen müssen. Daher die Schwierigkeiten (Charles Olson). Die Kontinuität der Persönlichkeit wird gewahrt von den Anzügen, die bei gutem Stoff zehn Jahre halten (Gottfried Benn). Wir sollten weniger entzückt von uns sein und mehr arbeiten (Anton Tschechov).  Notwendige Merkmale Brillante Sätze, aber keine Aphorismen. Die heute...

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Dekanonisierung

18. Juli 2012
Von
Dekanonisierung

„Diesem Widerspruch antwortet von eh und je der Vorwurf, das moderne Gedicht sei „unverständlich“. An ihm ist bemerkenswert, daß er nicht spezifisch, im Hinblick auf den einen oder anderen Text, sondern stets pauschal erhoben wird. Das legt den Verdacht nahe, daß er nicht in wirklichen Leseerfahrungen, sondern im Ressentiment gründet. Wäre es anders, so...

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Out of the blue and into the Black

17. Juli 2012
Von
Out of the blue and into the Black

Keine Stipendien, keine Preise, keine Gelder der öffentlichen Hand, keine Jurys, keine Gremien, kein Mitglied eines Berufsverbands, keine Akademie, keine Clique; verheiratet, aber sonst unabhängig. Jörg Fauser Jörg Fauser war neben RDB in den 1970ern der einzige unabhängige Schriftsteller der BRD. Er starb am 17. Juli 1987 unter ungeklärten Umständen in der Nacht nach...

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Meine erste Schallplatte

16. Juli 2012
Von
Meine erste Schallplatte

  Life circles at 33rpm!      Editorische Notiz: Mischa Kuball: Kopflos – David Bowie ohne Unterleib.

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»Atomatisiert mitten im Satzgebilde« ∙ Wi(e)der sprechen können

15. Juli 2012
Von
»Atomatisiert mitten im Satzgebilde« ∙ Wi(e)der sprechen können

Flaschenbürste ∙ Gemüsebrühe ∙ Brillenputztücher Und so kam Matrix 28. Atmendes Alphabet für Friederike Mayröcker ins Haus: herausgefallen aus dem Briefkasten, weil vielwiegend und in glatte Folie eingeschweißt. Hatte nun ungelesen gleich ein Eselsohr wie nach 50 Lesejahren. Gut. So brauchte ich nicht mehr zimperlich sein, und meine Matrix kam unters Kopfkissen sowie unter...

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Der Zeige­finger im Auge Oliver Hardys • Revisited

14. Juli 2012
Von
Der Zeige­finger im Auge Oliver Hardys • Revisited

Als Chronist der Maßlosigkeit liest, spielt und rezitiert Kersten Flenter kleine Herzattacken zwischen Desaster und Zufall, Suche und Flucht. „Der Poet der Müllhalden“ kennt sich aus auf dem Asphalt der Städte. Er hat gejobt als Lagerist, Schaltstangenbieger oder Glüh­weinverkäufer, liebt Tom Waits, Bier, Fluppen, Kneipen und schwar­zen Kaffee. Seine Alltagslyrik pendelt sich zwischen extrascharfer...

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4.400 Partner für 44 Millionen Notgeld gesucht!

13. Juli 2012
Von
4.400 Partner für 44 Millionen Notgeld gesucht!

Dieser Artikel erreichte die Redaktion der Kulturnotizen per Flaschenpost, wahrscheinlich von der idyllischen Insel Kreta. Wir haben ihn hier fast im Original abgedruckt, der Schreiber ist uns zwar unbekannt, doch sollte das Geschriebene durchaus stichhaltig sein: „Siegen. Der international bekannte Fotokünstler Thomas Kellner hat 44.000 Geldscheine im fiktiven Gesamtwert von 44 Millionen aus den...

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Live in Rheindorf Nord • Revisited

12. Juli 2012
Von
Live in Rheindorf Nord • Revisited

Der Meister der politischen Elegie zeigt sich hier in seiner ganzen Vielfältigkeit: Schwermütig-hintergründige Reisezyklen sind in dieser Compilation ebenso enthalten wie lakonische Gedichte, die sich unmittelbar aus urbanen Alltagsrealität speisen. Schulz‘ Blick ist dabei niemals de­nunziatorisch, sondern immer empathisch. Ohne propagandistische An­flüge macht diese Lyrik auch gerade heute wieder die aktuellen Ver­werfungen dingfest, die...

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Im Halse stecken bleiben und den Fisch am Wickel haben

11. Juli 2012
Von
Im Halse stecken bleiben und den Fisch am Wickel haben

Eine Welt ohne © Hoch geht’s ja öfter her in der Kolumne Fischwickel der Literaturzeitschrift Am Erker. Dieses Mal, in der jüngst erschienenen 63. Ausgabe, wird nach Lesern von Friederike Mayröcker gesucht. Genauer: Anne Smirescu meint, es gebe keine. Weil Mayröcker doch eh nur kryptische Wortkonglomerate schreibe, die sie Romane nenne (was im Zusammenhang...

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12 Ballads for Huguenot House

10. Juli 2012
Von
12 Ballads for Huguenot House

Mit seinem Beitrag „12 Ballads for Huguenot House“ zur documenta 13 in Kassel hat der amerikanische Künstler und Kulturplaner Theaster Gates (*1973, lebt und arbeitet in Chicago) ein ungewöhnliches transatlantisches Austausch-Projekt zwischen zwei Gebäuden realisiert: aus dem 6901 South Dorchester-Haus in Chicago, ließ er Baumaterial, Möbel, Objekte wie auch Performances und Konzertaufnahmen — die...

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Meine erste Schallplatte oder: Mister B

9. Juli 2012
Von
Meine erste Schallplatte oder: Mister B

Meine erste Schallplatte war die erste Schallplatte meines Freundes, weil wir immer zusammen Musik hörten. Wir waren 10 Jahre alt und seit der Grundschule die dicksten Freunde, was teilweise zu Hänseleien führte — er ein Junge, ich ein Mädchen. Andi kam mitten in der 2. Klasse zu uns, weil seine Familie ins Dorf zog....

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50 Jahre ∙ Mail Art ∙ Revisited

8. Juli 2012
Von
50 Jahre ∙ Mail Art ∙ Revisited

1962 Vor 50 Jahren, im Jahr der sogenannten ›Kubakrise‹ (der 1961 die ›Schweinebuchtkrise‹ vorausgegangen war, ach, ›Schweinebucht‹, eins der unvergessenen Wörter von ›damals‹, when John F. Kennedy was my first hero), an die ich mich mittels offenbar tief in mir gespeicherter schwarzweißer bzw. grauer Fernsehbilder lebhaft erinnere, war es Ray Johnson, der die New York...

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In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie + Online-Archiv. Mehr Informationen.

630 – Buch/Katalog-Projekt

Mit den Vignetten definierte A.J. Weigoni eine Literaturgattung neu. Die Novelle erscheint am 27.10. 2018 in der Umsetzung als Hörbuch und das Buch/Katalog-Projekt 630 zur Ausstellung von Peter Meilchen.

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher hier ein Essay. Vertiefend ein Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus. Das Fotobuch Zyklop I erscheint im September 2018 in einer limitierten Auflage.

Ein Gesamtkunstwerk

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Jeder Band aus dem Schuber von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk! KUNO fasst die Stimmen zu dieser verlegerischen Großtat zusammen.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

In der Reihe MetaPhon sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Twitteratur

Ein Essay über die Literaturgattung Twitteratur. – Poesie ist ein identitätsstiftende Element unsrer Kultur, lesen Sie auch KUNOs poetologische Positionsbestimmung.

Rückspiegel

Edition Das Labor

Die ausführliche Chronik des Projekts Das Labor lesen sie hier. Eine Übersicht über die in der Edition realisierten Künstlerbücher, Bücher und Hörbücher finden Sie hier.