Archiv: Januar 2018

hallo

31. Januar 2018
Von
hallo

    können sie auf knopfdruck bereuen? heyaiajanauuj – hier werden sie später eingeholt wenn nicht dann wird es allerhöchste zeit     *** Spam Poetry von Joanna Lisiak, KUNO 2018 Die Lyrikerin Joanna Lisiak hat aus Spam-Emails Gedichte destilliert. Diese Methode hatte sie in einem komplexeren Umfang bereits bei anderen lyrischen Projekten angewendet,...

weiter »

Von einer Einmischung

30. Januar 2018
Von
Von einer Einmischung

Von einer Einmischung war die Rede, ein Erinnerungsfoto sollte Anlass sein. Eine Verweigerung hat sich eingeschlichen, das Foto hat gar nichts wiedergegeben. Die Mutmaßung hat sich nicht bestätigt, das Foto ist ein Beispiel. Eine Frage wollte lieber nicht gestellt sein, das Foto verlor an Gewicht. Einer wird das Foto einkleben, das Foto spielt eine...

weiter »

kreise

29. Januar 2018
Von
kreise

  dreht die sonne weiter das rad des totenkopfs der weltenkugel steigt ein wirbel staub zum auge des alls leuchtet darunter der spiegel der wüste am goldrand eines grabs steht der seher  einsam eingekreist im heiligen bezirk     *** Seelenland, Gedichte von Holger Benkel , Edition Das Labor 2015 Weiterführend → In einem...

weiter »

FÜR DIE ZIGEUNER IN HILDESHEIM

28. Januar 2018
Von
FÜR DIE ZIGEUNER IN HILDESHEIM

  du siebensaite schnurre deine klage du tamburin das deren habgier blechte die kinder sind die sterne unsrer tage die kessel sind die sonnen unsrer nächte   die hufabdrücke die das wasser halten beweint der mond   verschwunden sind die pferde im fell die seufzer die der sonne galten und unsre füße bluten in die...

weiter »

:

27. Januar 2018
Von
:

  Sternenhimmel   Du mein Aufgeschautes immer schon wie Kind umarmt   Kein Haar in der Milch mehr gefunden wie gut   Und Nachts die Dunkelheit in Wellen überm Wald als Atem ohne Angst     ***   Weiterführend → Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. In ihrem preisgekrönten Essay Referenzuniversum geht sie...

weiter »

Wie die Verletzungen

26. Januar 2018
Von
Wie die Verletzungen

Wie die Verletzungen zustande gekommen wären. Wie man sich hätte trotz des Ernstes der Lage weiter fortbewegen können. Wie man hätte den Ernst der Lage übersehen können. Wie man sich trotzdem den Ernst der Lage zunutze gemacht hatte. Wie weit man hätte auf den Ernst der Lage Einfluss nehmen können. Inwiefern sich der Ernst...

weiter »

Kleine Wende

25. Januar 2018
Von
Kleine Wende

Früher war die Zeit weit und der Raum eng, sagt Arthur, heute ist es umgekehrt. Das ändert auch die Irrtümer und Illusionen. Also gehen die Irrtümer jetzt weiter, sage ich, und die Illusionen werden enger. Nein, sagt Arthur, da die Illusionen aufgehoben werden, können die Irrtümer entfallen.   *** Arthurgeschichten von Ulrich Bergmann. KUNO 2018....

weiter »

Generative Sozialromantik

24. Januar 2018
Von
Generative Sozialromantik

“Ich kann das nicht mehr hören,” denkt Herr Nipp. “Du wirst auch immer empfindlicher,” meint sein Gesprächpartner, ein junger Künstler, der seinen so ganz eigenen Weg geht und dabei immer wieder Mittelpunkt unfreiwilligen Humors wird; sympathischer Kerl mit ganz eigenem Blick, auch auf die Welt. Er kann es nicht mehr hören, wenn die Leute...

weiter »

Kehren

23. Januar 2018
Von
Kehren

Der Weg endete in einer Sackgasse inmitten eines Wäldchens, das die Kinder nur Paradies nannten. Doch daran dachten sie nie. Die Kinder hatten immer nur Augen für die Kastanie, die sie nach der Schule eroberten. Für den Zaun, der den Abgrund bezeichnete, von dem die Älteren ihnen schauerliche Geschichten zu erzählen wussten. Und für...

weiter »

GILLAS LIED

22. Januar 2018
Von
GILLAS LIED

  ich hab sie gesehn die weiße stadt am meer aber da ist kein rauch menschen sind da nicht mehr frierend geh ich auch   augen sterben am gleißen der welt und die stirn verdorrt kein tau mehr fällt   ich hab’s gehört altes mondlied im wald aber es ist der wind der in...

weiter »

Fremdheit bei gleichzeitiger fast physischer Nähe

21. Januar 2018
Von
Fremdheit bei gleichzeitiger fast physischer Nähe

Der Titel stößt ob seiner Gelahrtheit den Leser vor den Kopf. Das mag gewollt sein, eine absichtliche (Ver)Störung des Rezipienten. Dies ergäbe insofern Sinn, als Verstörung (für mich) ein Kennzeichen der enthaltenen Lyrik ist, die so glasklar daherkommt, dass sie jedes Verständnis unterläuft. „Personendichtung“ wird die rhetorische Figur Prosopopöie auch genannt, wo der Autor nicht redebegabten Wesen, Dingen,...

weiter »

der Aufstand kommt so oder so

20. Januar 2018
Von