Archiv: August 2015

Die Partnerstadt von Twin Peaks liegt am Niederrhein

31. August 2015
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Die Partnerstadt von Twin Peaks liegt am Niederrhein

Wofür zahlen wir eigentlich Fernsehgebühren? Eine Antwort könnte sein: Für Meuchelbeck! Der örtliche Imobilienhändler ruft bei einem rechtsradikalen Kunden an, der an der Übernahme der Pension Zum Höllentor interessiert ist; und er sagt diesem mit folgenden Worten ab: „Ich denke da könnten wir noch weiter probieren bis zur Vergasung.“ Das ist ein Art von Humor,...

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Hasenberg

31. August 2015
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  Die Kirche, eine steinerne Barke, – im Licht Der durchbrochenen Jugendstillandschaft Sich drehend auf dem Berg, der die Bugwelle ist Für den Frieden, der hier noch herrscht;   Das Licht, von Kinderlachen durchzuckt, über Dem ein Sturmhimmel kreist, der das alte Europa fortfegt dereinst, und uns auf den Kaukasus Pflanzt, in eine Pampa...

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Die Tyrannophilie der Intellektuellen

30. August 2015
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Die Tyrannophilie der Intellektuellen

  Manche philosophischen Abhandlungen gewinnen erst viele Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung eine durchschlagende Überzeugungskraft, vor allem wenn sie in ihrer deutschsprachigen Version, rund 14 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung 2001, den Untertitel ‚Die Tyrannophilie der Intellektuellen‘ tragen. Mark Lilla, Professor für Geisteswissenschaften an der Columbia University in New York mit dem Schwerpunkt ‚politische und religiöse...

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29. August 2015
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  litze des laubs liebe des auges spitze des schnabels ast gabels abenteuer fallender blätter hell halt der vogel im herbst     ***   Further reading → Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. In ihrem preisgekrönten Essay Referenzuniversum geht sie der Frage nach, wie das Schreiben durch das schreibende Analysieren gebrochen wird....

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Lebenslang in der Fremde

28. August 2015
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Lebenslang in der Fremde

Seit fünfundzwanzig Jahren lebt die persische Dichterin Nahid Bagheri-Goldschmied in der Fremde, in Österreich, im Exil. Geboren am 22.6.1957 in Teheran als Tochter eines Unternehmers verließ sie nach dem Studium der persischen und arabischen Sprache und der damit verbundenen Literaturwisssenschaften ihr Heimatland. Schon in Persien, im Iran, betätigte sie sich als Schriftstellerin und publizierte,...

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Liebesmeer

27. August 2015
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    Du siehst in Duhnen weit übers Watt aufm Deich überm Strand aufm Deich und wirst vom Schauen, vom Schauen nicht satt aufm Deich überm Strand aufm Deich   Nur Schlick sieht dein Auge im Watt von Duhnen vorm Strand unterm Deich vorm Strand nur Schlick, nichts als Schlick ist zwischen den Buhnen...

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Aus dem Nachlass

27. August 2015
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Aus dem Nachlass

 Es empfiehlt sich, Gedichte von Günter Grass erst mit den Augen und dann mit dem Schraubenzieher zu lesen. Sie ähneln Ikea-Regalen. Auf dem Papier sieht alles ganz einfach aus, aber wenn man das fertige Werk erst einmal auseinander genommen hat, kriegt man es einfach nicht mehr zusammen.  Frank Schirmacher Heute erscheint beim Steidl-Verlag das...

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Röntgenaufnahme

26. August 2015
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Röntgenaufnahme

  Könnten wir uns jetzt zu einem Gruppenfoto begeben und ein Röntgenbild schiessen in unserer Brust zeigte sich ein spreizendes Geäst feierlich und wir würden mit einem Schlag zu Korallen.   Der bunt gedeckte Tisch auf einmal ein Bootswrack wir wären vom Meer umgeben statt Worten Perlen stiegen auf wenn wir zart atmeten aus...

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Nur Narr! Nur Dichter!

25. August 2015
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Nur Narr! Nur Dichter!

  Bei abgehellter Luft, wenn schon des Taus Tröstung zur Erde niederquillt, unsichtbar, auch ungehört – denn zartes Schuhwerk trägt der Tröster Tau gleich allen Trostmilden – gedenkst du da, gedenkst du, heißes Herz, wie einst du durstetest, nach himmlischen Tränen und Taugeträufel versengt und müde durstetest, dieweil auf gelben Graspfaden boshaft abendliche Sonnenblicke durch schwarz...

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Polyphone Ich-Erzählungen

24. August 2015
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Polyphone Ich-Erzählungen

Das gesamte Leben der menschlichen Seele ist eine Bewegung im Schatten. Wir leben in einem Zwielicht des Bewußtseins, uns nie dessen sicher, was wir sind, oder dessen, was wir zu sein glauben. Fernando Pessoa Ein Gespür für die Welt entwickelt Tom de Toys, alias Tomithy Holeapple, darin flankiert von Samuel Lépo. Er erinnert in...

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NEUROPOESIE: ZUR VERTEIDIGUNG DER „DIREKTEN“ DICHTUNG

24. August 2015
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NEUROPOESIE: ZUR VERTEIDIGUNG DER „DIREKTEN“ DICHTUNG

Es hat sich dahin entwickelt, daß die Ansprüche an die Texte immer niedriger wurden und das Sich-in-Szene-setzen (-das im negativen Sinne ‚Eventhafte‘-) in den Vordergrund gerückt ist. Auf einmal kriegt Jeder die Möglichkeit, auf einer Bühne mal für fünf Minuten der Held zu sein, fünf Minuten der Star zu sein. Und um der Star...

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Kellner auf World-Tour

23. August 2015
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Kellner auf World-Tour

Genau wie sein Landsmann und Vorgänger im Ural, Georg Wilhelm Henning, rekonstruiert Kellner die altgewohnte Umwelt, damit diese sowohl heute als auch in der Zukunft immer in Bewegung bleibt und stets neue Sichtweisen liefert. Irina Chmyrew In diesem Projekt setzte Thomas Kellner sich auf eine künstlerisch-fotografische Weise mit zwei wichtigen Wirtschaftsräumen in Deutschland und...

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Die siebente Elegie

23. August 2015
Von
Die siebente Elegie

  Werbung nicht mehr, nicht Werbung, entwachsene Stimme, sei deines Schreies Natur; zwar schrieest du rein wie der Vogel, wenn ihn die Jahreszeit aufhebt, die steigende, beinah vergessend, daß er ein kümmerndes Tier und nicht nur ein einzelnes Herz sei, das sie ins Heitere wirft, in die innigen Himmel. Wie er, so würbest du...

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füße

22. August 2015
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füße

  geh ich ohne schuh enthülle ich mein fußgelenk brauch ich keine steigbügel freitreppen sockel liegt kein nacken unter mir fuße ich in mir selbst tanzen die zehen zum abgrund zwischen den rippen such ich die spur die mich geschaffen hat fällt staub aus meinen knochen bleibt flüchtig der abdruck der füße buchstaben gleich...

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Anemonenbesuch

21. August 2015
Von
Anemonenbesuch

  Sag zu den Endlosblättern Du. Du wirst ein langes Leben haben. Lange schreibe ich. Bis in den Wind. So lebt man fort und fort und über beide Ohren. Im Wasserzeichen Tau. Noch mehr als hundert Wörter sagen Binsen. Du. Was weiß man von der Außenhaut der Wolken? Im Inneren zieht jeder vor sich...

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Ein Jahr / es geht voran

20. August 2015
Von
Ein Jahr / es geht voran

Blicken wir ausgegebenem Anlaß einige Jahrestage zurück: In exakt 366 Tageseinträgen vom 21. August 1967 bis zum 20. August 1968 wird das Leben der Gesine Cresspahl erzählt, im Rückblick auch das ihrer Familie. Die alleinerziehende Mutter ist aus der DDR über Düsseldorf (!) nach New York City geflüchtet. Sie wünscht sich einen Sozialismus mit menschlichem...

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gedicht das fast verdurstete

19. August 2015
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  es atmet regen es öffnet sich wie ein umgedrehter schirm es hat einen körper der spürt die wolken fallen als zärtlich stürzendes wasser es ist entspannt und es sinkt in die geräusche des laubs durch die sommerhitze ist es fast nicht durchgekommen es schluckte staub und heidesand ich fand es reglos neben einer...

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Gedæchtnisfalte

18. August 2015
Von
Gedæchtnisfalte

  sich Biographemen zuwenden die Synthese von Werk & Leben nachzeichnen & Denken am Leitfaden des Leibs = unaussprechliches Heimweh nach einer unvollendeten Vergangenheit haben & der Welt der Surrogate entkommen   Radikale Reduktion / betonte Kœrperlichkeit hypermoderne Nomaden beziehen das Temporære & træumen sich in eine mobile Utopie hinein: jenseits von Herkunft &...

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Erster Logo-Entwurf für die Edition Das Labor von Peter Meilchen.

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Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie – mit Online-Archiv. Mehr Informationen.

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher finden Sie hier einen Essay sowie einen Artikel von J.C. Albers.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

In der Reihe MetaPhon sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Alphabetikon

Vertiefend zu ‚Alphabetikon‘ lesen Sie bitte das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus.

Trans

Twitteratur

Hier ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Edition Das Labor

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