Ein Buch wie ein Rausch

Dieses Leben im Osten unserer Erde mit seiner Weisheit, dieser hektische Westen mit seinem aufgerissenen, rausch-verzogenen Mund, wie sich diese Hemisphären miteinander verbinden, wie sie einander durchdringen, um sich zu einem messianischen Zeitalter zu vereinigen.“

Hadayatullah Hübsch

Ein Mitglied der legendären «Kommune 1» im schonungslosen Selbsterkundungstrip. Der zum Islam konvertierte Hadayatullah Hübsch zeichnet sein autobiografisch gefärbtes Bild der Zeit von «Love and Peace» – inspiriert und illustriert vom Soundtrack der wilden Sechziger: Stones, Beatles, Doors und Co.

Die Revolte ist kaum zu Ende, da zieht einer ihrer schillerndsten Protagonisten Bilanz: atemlos, entwaffnend offen, detailversessen und musikdurchtränkt erzählt der 25-Jährige, wie es um 1968 auf der Strasse, in den Clubs und Kommunen zu und her ging, welche Sehnsüchte ihn umtrieben, welche Träume ihn bewegten. Doch was so hoffnungsfroh begonnen hatte, endet in der Krise: Die radikale Suche nach Sinn führt in einen Teufelskreis von Drogen, Abstürzen, Fluchten, Depressionen und Psychosen. Und als Licht am Horizont dann die Entdeckung des Islam.

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Keine Zeit für Trips. Autobiographischer Bericht von Hadayatullah Hübsch, Koren & Debes-Verlag, Frankfurt/M 1991

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