Archiv: Oktober 2017

Nach dem Lesen der Geschichte

20. Oktober 2017
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Nach dem Lesen der Geschichte

Nach dem Lesen der Geschichte die Geschichte selbst aufspüren. Man zögert nicht, den nächstbesten Zug zu nehmen, im Abteil die Fahrkarte nachzulösen, die eine Wahl des Ausstiegs an 2 Bahnhöfen offen lässt. Das bisher mitgeführte Buch wird am Aussteigebahnhof dem zuerst auftauchenden Kofferträger übergeben. Dann setzt man sich ins Bahnhofsrestaurant möglichst ans Fenster, bestellt...

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Wir sitzen alle im gleichen Boot. / Aber nicht alle rudern

19. Oktober 2017
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Wir sitzen alle im gleichen Boot. / Aber nicht alle rudern

jedes kapitel dieses buches von beat gloor, das aphorismen enthält und dabei ohne seitenzahlen auskommt, beginnt, einen roten faden bildend, mit der passage einer geschichte, in der die einen rudern und die andern nicht, während sie miteinander reden. die ruderer könnten leidende in den laufrädern des lebens sein, derweil jene, die nicht rudern müssen...

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Die Textgattung wird zum Klangerlebnis

18. Oktober 2017
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Die Textgattung wird zum Klangerlebnis

Sprache geronnen zu einem Konzentrat. Nirgendwo drückt sich die Sprache im nachbabylonischen Zeitalter direkter aus, als in Gedichten, dieser heikelsten Gattung im Biotop der literarischen Infrastruktur. Während die Lyrik die Zeit verlangsamt und die Aufmerksamkeit auf die Erscheinungen in seinen Grenzen lenkt, suchen Gedichte zugleich auch die Gegenwart des umgebenden Kontextes. Dieses Zusammenspiel zwischen...

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Satzbauten

17. Oktober 2017
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Satzbauten

  Kann ich sagen, sage ich, ich sterbe, also bin ich? Ich weiß nicht, sagt Arthur, das klingt mir zu verspielt. Ich sage, das ganze Leben ist verspielt, sage ich. Ja, sagt Arthur, wer durch Sterben etwas werden will, will sich erst im Nachhinein erschaffen. Ich will ja nicht sterben, sage ich. Wer nicht...

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Twitteratur – von Oscar Wilde

16. Oktober 2017
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Twitteratur – von Oscar Wilde

Ich lese nie die Bücher, die ich rezensiere – man ist sonst so voreingenommen. Oscar Wilde       Weiterführend → Bestand die Modernität des Aphorismus bisher in der Operativität, so entspricht diese literarische Form im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit der Denkgenauigkeit der Spätmoderne. Es ist Twitteratur. Weiterführend → ein Essay über die neue Literaturgattung...

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O. T.

15. Oktober 2017
Von
O. T.

  Mr Z  bekannt als philanthrop kam dahin daß er ein drama schrob   Als er hinausging verschwand der schatz Wer war ’s in schuld? Na wer wohl: die katz   Sie hat das drama ehrlich gemacht nämlich ’s zerfetzt und ihr wurfnest bedacht   Dame Edith zufolge erfuhr Mr Z nie vom dramatischen...

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Wir Flüchtlinge

14. Oktober 2017
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Wir Flüchtlinge

„dass wir als Juden keinerlei rechtlichen Status besitzen , dass wir nichts als Juden sind dem Schicksal blossen Menschseins ausgesetzt“. Vor allem aber schildert sie auch subjektive Erfahrungen: „Wir haben unser Zuhause und damit die Vertrautheit des Alltags verloren. Wir haben unseren Beruf verloren und damit das Vertrauen eingebüsst, in dieser Welt...

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IT-Arsch (k.k. sunk in public)

13. Oktober 2017
Von
IT-Arsch (k.k. sunk in public)

  Ein fettärschiges IT-Girl hatte einst ein Leck. Wo, das ist nicht klar. Mutmaßlich in der iCloud. Nicht öffentliche Fotos wurden öffentlich. Wir mögen sie. Mögen, was wir von ihr zu sehen bekommen. Sie ist die moderne Marilyn Monroe. Niemals wirklich nackt und dabei so bitch exciting. / … Oops manchmal findet sie nichts...

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Komm meine Strekke

12. Oktober 2017
Von
Komm meine Strekke

    Komm meine Strekke gehn wir gen Süden gen dort wo Komm meine Strekke der Weg dehnt sich das Ziel zihiet Sich komm meine Strekke wer erwartet wer bereitet vor Komm meine Strekke von allen roten Ampeln unterbrohochen Zu dritt Du und ich und  wir sind eine freie eine freie Natur Am Ende...

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Über ein Produkt der holzverarbeitenden Industrie

11. Oktober 2017
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