Archiv: Oktober 2015

Eule und Mond

31. Oktober 2015
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    Da lagst du vor mir, dein perlendes Fleisch ins Mondlicht Gebügelt und: gestrafft von irrsinniger Lust. Innen Brachen sich Wellen – du riefst, die Brüste füllten sich An, wie Rotglut das Leuchten ihrer Spitzen, wie ab- Kühlendes Magma. A’luna warst du geheißen, mit Trauben behängt, die Gläser beschlagen: – du schriest, Als...

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Füllhorn

30. Oktober 2015
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Füllhorn

Vittore Baroni gehört zu den aktivsten Künstlern der internationalen Mail Art-Szene. Mittels dieser Kunstform bildeten Künstler Netzwerke lange bevor dieser Begriff von der Computertechnik vereinnahmt wurde. Und lange vor dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden damit Ideen, Konzepte und Werke auch über ansonsten undurchlässige Grenzen hinweg ausgetauscht. Begonnen hatte die Mail Art 1962 mit...

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Gnadenfrist

29. Oktober 2015
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Gnadenfrist

  Als Vorwort zum Gedichtband „Gnadenfrist“ von Alfred Gong steht der Ausspruch eines lndianerhäuptlings: „Was ist schon ein Leben? / Ein winziger Schatten nur, der übers Gras huscht / und sich in den Sonnenuntergang verläuft.“ Von dieser poetischen Sentenz gelangt Alfred Gong in und mit seinen Gedichten zu einer konkreten, persönlichkeitsbezogenen Aussage schmerzlicher Gewißheit:...

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The Transnational

28. Oktober 2015
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The Transnational

Vorbemerkung der Kulturnotizen-Redaktion: In unregelmäßiger Abfolge stellen wir auf den Kulturnotizen Literaturzeitschriften vor. Wir baten Sarah Katharina Kayß, die Herausgeberin des Transnational um einen Einblick auf die aktuelle Ausgabe. Es ist noch nicht allzu lange her, da haben die Menschen auf diesem Planeten noch ohne den Verbund von Rechnernetzwerken gelebt. Seit der Erschaffung und Weiterentwicklung der...

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I-disassembly of a creature trapper

28. Oktober 2015
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I-disassembly of a creature trapper

                                                     translated by Lilian Gergely   in search of a biology of the spirit getting caught in the creature uniformity trap > filed into prefabricated identity boxes & recognize...

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Mehr nicht!

27. Oktober 2015
Von
Mehr nicht!

Es kommt darauf an, die menschliche Wirklichkeit im Angesicht des Todes zu verstehen. Der Tod existiert nur, weil es Leben gibt. Das ist die grosse Lyrik der Welt. Yasar Kemal                                   Weiterführend → Lesen Sie auch den Nachruf...

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Kopf gen Himmel

26. Oktober 2015
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Kopf gen Himmel

  Den Kopf gen Himmel heb‘ die Wolken weben uns ein Bett mit solchen Mäulern schwimmen in der Landschaft Fische umher den Kopf gen Himmel heb‘ ein Angler wirft die Rose nach uns laufen                        ineinander Träume barfuß zaghaft und tiefentief in mir erlerne ich      das Vermissen erneut den Kopf gen Himmel heb‘ drei Tage...

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Berauschendes Buchstabengestœber

25. Oktober 2015
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Berauschendes Buchstabengestœber

Vorbemerkung der Redaktion: Für das Projekt Kollegengespräche hat A.J. Weigoni einen Austausch zwischen Schriftstellern angeregt. Auf KUNO ist diese Reihe wieder aufgelebt, daher bringen wir gern eine leicht modifizierte Übernahme aus der Reihe „Der lyrische Mittwoch“ zwischen Sebastian Schmidt und A.J. Weigoni. Dem Schein einer konsistenten Grauwirkung die genaue Betrachtung entgegensetzen und dann im...

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:

24. Oktober 2015
Von
:

  ich bin ein flächenbrand ohne ränder man band mir die hände ab   die gewänder der augen schraubten sich fest   abschaben und beschiffen ich stand in der bauchdeckee des regenbogens und höhlte die fracht ausm himmel heraus   da wo hoffnung nistet wo sich das offene nicht mehr staut   scheiß in...

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Die neunte Elegie

23. Oktober 2015
Von
Die neunte Elegie

  Warum, wenn es angeht, also die Frist des Daseins hinzubringen, als Lorbeer, ein wenig dunkler als alles andere Grün, mit kleinen Wellen an jedem Blattrand (wie eines Windes Lächeln) –: warum dann Menschliches müssen – und, Schicksal vermeidend, sich sehnen nach Schicksal?…   Oh, nicht, weil Glück ist, dieser voreilige Vorteil eines nahen Verlusts. Nicht aus...

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bleiern

22. Oktober 2015
Von
bleiern

zähl ich am straßenrand die bäume wie jahre blättern gleich im wind treiben menschen an mir vorüber strahlt hoch oben kalt das licht des geldes zieht gewölk den vorhang zu erstarr ich bleiben funken der sonne in der brust verwundet mich ihr hochzeitsflug fallen weiße blüten auf mich herab   *** Seelenland, Gedichte von...

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Art No. 100

21. Oktober 2015
Von
Art No. 100

  Further reading → Das Werk von Angelika Janz erschließt sich nur dann richtig, wenn man die Verflechtung ihrer Bildgedanken mit der Dichtung versteht. Lesen Sie daher ein Porträt über ihre interdisziplinäre Tätigkeit, sowie einen Essay derFragmenttexterin.  

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Die Kamera, ein Erkenntnisinstrument

20. Oktober 2015
Von
Die Kamera, ein Erkenntnisinstrument

Das Durchschnittswerk des heutigen Gelehrten will wie ein Katalog gelesen sein. Wann aber wird man soweit sein, Bücher wie Kataloge zu schreiben? Ist das schlechte Innere dergestalt in das Äußere gedrungen, so entsteht ein vortreffliches Schriftwerk, in dem der Wert der Meinungen beziffert ist, ohne daß sie deswegen feilgeboten würden. Walter Benjamin Die Schnittstelle...

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liebende

19. Oktober 2015
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  im körper kocht vom spitzen wort das blut in allen zimmern gellendes geschrei geigen stürzen ab und gehn entzwei und in den adern – spürt man – steigt die wut der streit ist da die wilden augen springen sich an um sich mit blicken zu zerpflücken entschuldigungen wollen nicht gelingen fallen von lippen...

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Die Hungertuchpreisträger 2015

18. Oktober 2015
Von
Die Hungertuchpreisträger 2015

  Das Hungertuch (auch Passionstuch oder Schmachtlappen) verhüllt während der Fastenzeit in katholischen Kirchen die bildlichen Darstellungen Jesu. Es entstand aus dem jüdischen Tempelvorhang, der im Neuen Testament im Zusammenhang mit dem Kreuzestod Jesu mehrfach erwähnt wird. Dieses Tuch trennt die Gemeinde optisch vom Altarraum und den Reliquien und erlaubt der Gemeinde die Liturgie...

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An Palafox

18. Oktober 2015
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An Palafox

  Tritt mir entgegen nicht, soll ich zu Stein nicht starren, Auf Märkten oder sonst, wo Menschen atmend gehn; Dich will ich nur am Styx bei marmorweißen Scharen, Leonidas, Armin und Tell, den Geistern, sehn. Du Held, der gleich dem Fels, das Haupt erhöht zur Sonnen, Den Fuß versenkt in Nacht, des Stromes Wut...

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Simultanismus

17. Oktober 2015
Von
Simultanismus

  Vergessenssucher treffen auf Ewigheutige & versuchen sich als Analytiker der Eigenstændigkeit mit ungeschuetzter Wahrnehmung NEU zu erfinden   Zungenzwitscherer setzen mit Gaumengymnastik einen semantischen Kontrapunkt = ueberzeitliche Seelendramatik > zwischen Todesnæhe & Vitalenergie   Verwesentlicher am toten Umkehrpunkt erfuellte Leere / Æsthetik der Grenze Schmerz verwandelt sich in Form = eine Dimension semiotischer...

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Schmauchpoesie

16. Oktober 2015
Von