Autor: Georg Buechner

Lenz

Vorbemerkung der Redaktion: Ist Büchners „Lenz“ – ein psychiatrischer Fall? – Bringt die diarische Aufzeichnungsform als Prosa eine Erzählung oder eine Novelle hervor?   Den 20. Jänner ging Lenz durchs Gebirg. Die Gipfel und hohen Bergflächen im Schnee, die Täler…

Gebadet in des Meeres blauer Flut

  Gebadet in des Meeres blauer Flut Erhebt aus purpurrotem Osten sich Das prächtig-strahlende Gestirn des Tags, Erweckt, gleich einem mächt’gen Zauberwort, Das Leben der entschlafenen Natur, Von der der Nebel wie ein Opferrauch Empor zum unermeßnen Äther steigt. Der…

Das Volk ist ein Minotaurus

  Das Volk ist ein Minotaurus, der wöchentlich seine Leichen haben muß, wenn er sie nicht auffressen soll.       Weiterführend → ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Die Natur handelt nicht nach Zwecken

  Die Natur handelt nicht nach Zwecken, sie reibt sich nicht in einer unendlichen Reihe von Zwecken auf, von denen der eine den andern bedingt, sondern sie ist in allen ihren Äußerungen sich unmittelbar selbst genug.     Weiterführend →…

Vernunft

    Die allgemeinen fixen Ideen, welche man die gesunde Vernunft tauft, sind unerträglich langweilig.       Weiterführend → ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Adieu

    Adieu, mein Freund. Die Guillotine ist der beste Arzt.         Weiterführend → ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Eigenthum

  Das Gesetz ist das Eigenthum einer unbedeutenden Klasse von Vornehmen und Gelehrten, die sich durch ihr eignes Machwerk die Herrschaft zuspricht.         Weiterführend → ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Einander kennen?

    Wir müßten uns die Schädeldecken aufbrechen und die Gedanken einander aus den Hirnfasern zerren       Weiterführend → ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Die Nacht.

  Niedersinkt des Tages goldner Wagen, Und die Stille Nacht schwebt leis’ herauf, Stillt mit sanfter Hand des Herzens Klagen, Bringt uns Ruh’ im schweren Lebenslauf. Ruhe gießt sie in das Herz des Müden, Der ermattet auf der Pilgerbahn, Bringt…

Leise hinter düstrem Nachtgewölbe

  Leise hinter düstrem Nachtgewölbe Tritt des Mondes Silberbild hervor, Aus des Wiesentales feuchtem Grunde Steigt der Abendnebel leicht empor.   Ruhig schlummernd liegen alle Wesen, Feiernd schweigt des Waldes Sängerchor, Nur aus stillem Hain, einsam klagend, Tönet Philomenes Lied…

O meine müden Füße ihr müßt tanzen

  O meine müden Füße ihr müßt tanzen In bunten Schuhen, Und möchtet lieber tief, tief Im Boden ruhen. O meine heißen Wangen, ihr müsst glühen Im wilden Kosen, Und möchtet lieber blühen Zwei weiße Rosen. O meine armen Augen,…