Archiv: Februar 2014

Finden, nicht suchen – Stephanie Neuhaus

28. Februar 2014
Von
Finden, nicht suchen – Stephanie Neuhaus

Bei anderen Künstlern kann man sich für gewisse Zeit sicher sein, dass ein einmal gefundener Stil für die nächsten Jahre dann auch prägend ist. Es gibt sogar solche, die sich ihr gesamtes Leben, haben sie mal ihren personalen Stil entdeckt, jegliche Variante desselben ausloten. Das so entstehende Lebenswerk gestaltet sich dementsprechend dimensioniert. Auf den...

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Los lassen

27. Februar 2014
Von

    Durchgeknalltheitsklischee. Lassen wir Ich/zentrierte Beschreibungssprünge und üben uns weiter in = Autobiografievermeidung. Das Dargestellte ist nicht identisch mit dem, der es darstellt. Der Guerillakampf mit dem Ego, bleibt die wesentliche Form der Auseinandersetzung mit dem Selbst… So schauts aus, sammer sichs ehrlich¡       ***   Weiterführend → Ein Porträt von...

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wort klon:

27. Februar 2014
Von

  lügt einem so eine art konsens vor. zirpt zwittrige twitter wa(h)r heiten. fremde stimmchen über gestülpt. I am the missing link baby, singt die queen, flink mal rein gestöpselt in den körperlosen raum. haut ist nicht mehr in begegung. hauptstadt des haptischen herzens steht leer.       ***   Weiterführend → Ein...

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lime_lab-Preise vergeben

26. Februar 2014
Von

Das lime_lab ist ein temporäres transdisziplinäres Labor (ein Name, der anscheinend virulent unterwegs ist;-) zur Entwicklung experimenteller, medienüberschreitender Hörspiele und versteht sich als Experimentierraum für Sprache, Technik und Sound – mit dem Ziel, künstlerische Möglichkeiten für die auditive Kunstproduktion auszuloten. Es unterstützt Projekte, die neue Erzählformen im Sog des beschleunigten Medienwandels im Dialog mit anderen...

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Dornröschen, Liebchen

25. Februar 2014
Von

    Die Fender ist zertrümmert, Herzblatt wenn du Nachhause findest bring Papers mit auch Mischtabak.   Barbie ist vergiftet, Sahnehäubchen werde mich hinlegen wenn du den Heimweg findest dreh den Gashahn ab.   Mischpult ist nicht mehr, Spätzchen tragisch, doch Unfälle passieren solltest du zur Wohnung finden darfst du die Wände neu tapezieren....

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Bild vernichtet anrühren

24. Februar 2014
Von

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Literaturbetriebskantine

23. Februar 2014
Von

Die Sprache des Schriftstellers hat nicht die Aufgabe, das Reale darzustellen, sondern es zu bedeuten. Roland Barthes Seit Wochen herrscht Gegrummel in der Literaturbetriebskantine. Deutsche Schriftsteller suchen einen Weg durch die Multidimensionalität des Zeitgenössischen. Den Gemütszustand, das Leid der Überflußgesellschaft an sich selbst, packen dieser Schreiber so derart ergreifend in wortmöchtige Texte, daß jede...

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flanzendörferunruhe

22. Februar 2014
Von

, … flanzendörfer flanzt etwas lebendiges vor sich auf, … er schneidet sich eine scheibe ab davon und macht einen schritt aus seinen ausgestorbenen fußstapfen: die dinosaurier machen es schlechtbeispielig vor,, sagt er sich und WARUM BITTE: BITTESCHÖN sollte sich einer zum fossil buchstabieren lassen… also macht er den nächsten sprung und seiner schatten...

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kreisen, kreisen ums

21. Februar 2014
Von

  pfirsich eisen die ein geweide nach außen gestülpt. klebrig wie schnecken ziehen wir die gedanken als schleim spuren hinter uns her. puste endlich das hirn aus, herzens wind.         ***   Weiterführend → Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. In ihrem preisgekrönten Essay Referenzuniversum geht sie der Frage nach,...

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Einkreisungen

21. Februar 2014
Von

    Konvergenzpunkt. Gedankenkaravanen schlängeln sich durch die Wüstenei des Kopfes. Tränen versiegen im Sand. Sprache, vom Wind gehölt. Echolotungen führen zwangsläufig an den Nullpunkt.         ***   Weiterführend → Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. In ihrem preisgekrönten Essay Referenzuniversum geht sie der Frage nach, wie das Schreiben durch...

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flanzendörfer

20. Februar 2014
Von

‘Von irgend nach wo‘ (1) auf der Suche nach flanzendörfer. Ohne Anhaltspunkte oder Adresse natürlich, wie auch, flanzendörfer ist weg, ist untergetaucht und einfach nur tot: seit 1988 ist er das. Kein Namensschild spricht also mehr von ihm. Früher soll es ja auch so gewesen sein: zwischen wechselnden Lagern, Unterkünften und Standorten versuchte er...

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Zugehörigkeit

19. Februar 2014
Von

Poesie hat keinen Gesellschaftsvertrag mit der Wirklichkeit. Theodor W. Adorno Folgt man den Überlegungen der Kulturkorrespondentin Sigrid Löffler in Die neue Weltliteratur und ihre grossen Erzähler, dann handeln die spannendsten Romane der Gegenwart von Migrationsgeschichten. Dies mag für Liebesgedichte nicht weniger gelten. Safiye Can endeckt in diesem Erlebnis das Substrat der künstlerischen Kreativität. Die Autorin...

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conquering places

18. Februar 2014
Von
conquering places

Das Internet stellt Öffentlichkeit her. Was nicht im Netz ist, ist nicht öffentlich. Daher stellen wir auf KUNO gern ungewöhnliches vor. ‘conquering places‘ ist ein interdisziplinäres Projekt, das als Labor (Worte sind manchmal wie ein Virus unterwegs!) angelegt ist. Es findet von Mai bis Juni 2014 an verschiedenen Orten in Greifswald statt und vereint...

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PROFILNEUROTISCHE POESIE (ÜBER DEN AUSGEPRÄGTEN STIL)

17. Februar 2014
Von
PROFILNEUROTISCHE POESIE (ÜBER DEN AUSGEPRÄGTEN STIL)

die veröffentlichung dieses gedichtes sagt noch nichts über die bedeutung des autors oder des gedichtes selbst dessen wortschatz sich beim verleger erfolgreich anbiedern konnte so daß du meine geschätzte leserin hier und jetzt meine meinung über das weltganze erfahren kannst was dich natürlich sehr glücklich macht denn du liebst nicht nur die lyrik an...

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Der Stacheldraht zwischen den deutschen Identitäten

16. Februar 2014
Von

 Hier ist er also, der große Zeitroman für Marcel Reich-Ranicki. Wend Kässens, NDR 3, Literatur vor Mitternacht Die Abkürzung BRD wurde im Kalten Krieg für die Bundesrepublik Deutschland als eine nicht offizielle Abkürzung verwendet, mitunter im wissenschaftlichen und insbesondere politischen Kontext analog zu dem meist in Anführungszeichen gesetzten Kürzel „DDR“ während des Zeitraums von...

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Twitteratur

15. Februar 2014
Von
Twitteratur

Im Zenit begegnet der Macht ihre ungewisse Zukunft.   Weiterführend → Bestand die Modernität des Aphorismus bisher in der Operativität, so entspricht diese literarische Form im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit der Denkgenauigkeit der Spätmoderne. Es ist Twitteratur. Weiterführend → ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur. Twitteratur, eine Anthologie. Erweiterte Taschenbuchausgabe mit der Dokumentation des...

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Erkenntnismonolog

14. Februar 2014
Von

  Menschen \ Ratten \ schwanken / stolpern über Ruinen / Über ruinierte Brücken / Gebaut von Gewinnern \ Archivisten / Pioniere der 1950er / Press kein Pfirsicheisen über meinen Kopf! / Ehj, ich brauch’s nicht / Ratten in Ruinen stolpern / in die sinkenden Schiffe / Fürchtest du dich nicht? / Queene, genügt...

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reset

14. Februar 2014
Von

    sehen wir: das neue set. all in one also: rhythmische verschiebungen des lidschlags als einziger individualisierungs vorgang: queen of the bio machete. mach bloss nicht einen auf ehrlich, echt. inszenierung als vorhang: repräsentierend. reproduktion der codes, schonungslos. macht lass nach. nacht blende. enter.             ***   Weiterführend...

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… unbewußt – höchste Lust!

13. Februar 2014
Von
… unbewußt – höchste Lust!

Du verlierst dich im Rausch der Worte und Gedanken Nietzsches. Wenn du erst die Welt seines langjährigen Freundes Richard Wagners entdeckst, der noch viel entschiedener mit der Musik philosophierte! Wenn du die unendliche Melodie hörst, die Vernetzung der Motive im Ring des Nibelungen, die so genannte Leitmotiv-Technik! Wagners Ring ist wie jedes bedeutende Kunstwerk...

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Ohne Unterlass

12. Februar 2014
Von
Ohne Unterlass

  Die Literatur der Freiheit berauben, des Raumes, der Kreativität, sie zerfleddern; dann das Karge suchen, den Punkt, die Aussage: den Kern zusammenfassen, gestalten: die Kunst der Kargheit, der winzigen Plätze, der Miniaturen, getreu dem Motto „eure Beschneidung tötet nicht, sondern entfaltet neue Flügelschläge“. Indem ich die Begrenzung annehme, widerstehe ich ihr gleichermaßen, kreiere...

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Verblüht

11. Februar 2014
Von
Verblüht

die Kränze, die du gewunden, verweht die Lieder, die du gesungen, und in deinen Haaren, in deinen schönen Haaren, klebt nun die Erde. Tot, tot, tot … Und deine Flügel, deine armen Flügel! Unbarmherzig heruntergeschnitten von den schimmernden Schultern – ah, weine nicht! Weine nicht! Hier! Hier! Zu mir sollst du dich setzen, nächtlich,...

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Nur Eitelkeit auf Erden…

10. Februar 2014
Von
Nur Eitelkeit auf Erden…

  Die ganze Welt im Blick, zumindest ihre Oberfläche – im Zeitalter von google maps und google earth kein Problem mehr. Doch was befindet sich hinter der Oberfläche? Wo ist der Mensch? Welche Informationen bekommen wir über seine Verortung, sein Behaustsein? „In Landschaften hast du / Ränder gesucht / die Weite ausgelotet / zwischen...

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Hölle. Ankunftshalle

9. Februar 2014
Von
Hölle. Ankunftshalle

Ich habe sehnsuchtsvoll aber auch ein wenig ängstlich auf das Buch gewartet, die Texte kannte ich be­reits aus den Fahnen, aber ich war gespannt auf die Illu­stra­tionen, die noch nicht fertig waren, als der Verlag mir die Fahnen schickte. Heute war das Buch im Postkasten (endlich) und ich war erstaunt. Nicht dass ich mir...

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Der Mund

8. Februar 2014
Von

  bittere Mandeln speiend / suchend / nach süßen Genüssen / vergaß / bis zu ersten Blüte   *** Über Twitteratur auch ein Artikel von Anja Wurm.

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Auch eine Neurose = ist nur eine Rose = ist eine Rose

7. Februar 2014
Von

  Die Vorstellung von Freiheit erschöpft sich nurmehr in Konsumfreiheit. Die Ideologie der Wahl scheint für die hypermodernen Menschen die Grundlage ihres Freiheitsverständnisses zu sein. Das Subjekt wird zum Konsumenten, in den Genuss dieser Freiheit kommen jene, die es sich leisten können. Letztendlich haben Neurotiker die grosse Chance zum Psychotiker zu werden.      ...

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Queen of the Biomacht. A song.

7. Februar 2014
Von

  Arme amputieren / Haare arrangieren. / Titten plustern. / Lippen bauschen. / Fett absaugen. / Große Augen. / Wimpern tuschen. / Keine Flüche. / Plastik körpern. / Tanga arschen. / Spalten spreizen. / Mündchen spitzen. / Positiv jetzt. / Bleichen. / Gerben. / Fließbandmädl / Kalorien zähln. / Abstrakt fickn. / Was Orgasmus....

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im dickicht stadt

6. Februar 2014
Von

Dieses Blatt, es ist für die Sprache zu schön. Peter Waterhouse · Das Klarfeld Gedicht im dickicht stadt   sehr matt und moll und ge- drungenermaßen   durch fußgängerzone gezwängelt   fällt ahornblatt voll rot geädert (gelb ∙ platt)   peer quer / vor / füße – und – augenblicklich   vergißt er glatt...

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its sharky`s day, today

5. Februar 2014
Von
its sharky`s day, today

Sie sind schon denkend mit Ihrem Kopf. Luigi Nono Wie soll man diesen Mann noch würdigen? – Er ist eine Ikone, eine Subkulturlegende, ein Waffennarr, ein Drogenabhängiger und nach Meinung von Norman Mailer der einzige zeitgenössische amerikanische Autor des 20. Jahrhunderts, der möglicherweise von Genie besessen ist. Eigentlich reicht es, seine Stimme auf Sharkey’s...

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Alphabetikon

4. Februar 2014
Von

Die künstlerische Aneignung des Alphabets als Ursprung unserer Sprache und unseren abendländischen Denkens, der Siebenmeilensprung zwischen Alpha und Omega – ein gewagter Entwurf. Dass sich Haimo Hieronymus das Alphabet vornimmt, es bebildernd beispielhaft lexikalisch durchexerziert, ist konsequente (Weiter-)Entwicklung seines gattungsübergreifenden Arbeitens. Sprache, Wörter, Buchstaben finden sich seit vielen Jahren auf seinen Leinwänden, Pappen und...

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Regenpause im Kreisverkehr

4. Februar 2014
Von
Regenpause im Kreisverkehr

Es hatte geregnet, den gesamten Nachmittag über waren immer wieder schwere Wolken herangezogen und hatten sich über der Stadt erleichtert, hatten an Höhe gewonnen, vielleicht nur einige Meter. Sie waren weitergezogen. Weidende Giganten, die das Festland nur manchmal abends oder nachts als Nebelfelder kontaktieren, die auch schon mal die Gipfel der höheren Gebirge umfluten...

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A wie Auge…

3. Februar 2014
Von
A wie Auge…

… So beginnt Haimo Hieronymus‘ Alphabetikon – sinnvollerweise, ist doch das Auge das Sinnesorgan, mit dem wir die Gemälde der Serie wahrnehmen können, der einzig mögliche Ausgangspunkt, Bildkunst zu erfahren. Und dann beginnt das Gehirn zu arbeiten. „Alphabetikon“ klingt so griechisch, dass es geradezu als uraltes und geläufiges Wort erscheinen mag. Die Verknüpfung der...

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LEIDEN ODER LIEBEN (JUBILOCHUNGSMANIFEST)

2. Februar 2014
Von
LEIDEN ODER LIEBEN (JUBILOCHUNGSMANIFEST)

DIESES LOCHISMUS-MANIFEST beginnt mit seinem ende, damit du weißt, worauf ich hinaus will: die gegenwart ist deine einzige heimat, egal wer du bist, was du machst und ob du dabei glücklich bist. Flüchten kann nur diese einbildung des geistes, doch ALLES, worein du dich flüchtest, ist auch ein bestandteil des jetzt: deine sehnsucht und...

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Gedichte heute?

1. Februar 2014
Von
Gedichte heute?

Die Überschrift klingt nach Volkshochschule oder Provinzfeuilleton; aber schon der erste Vergleich irritiert solche Erwartung. Wie Stauchung? Dieses Wort fehlt in den meisten Wörterbüchern. Der Grimm verzeichnet es mit der Einschränkung „in gewöhnlicher sprache nicht gebräuchlich. technisch knick- oder stauchungs-elasticität, widerstand eines axial belasteten stabes gegen das zerknicken oder zusammendrücken“. Also nicht Volkshochschule. Das...

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In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie + Online-Archiv. Mehr Informationen.

630 – Buch/Katalog-Projekt

Mit den Vignetten definierte A.J. Weigoni eine Literaturgattung neu. Die Novelle erscheint am 28.10. 2018 in der Umsetzung als Buch/Katalog-Projekt 630 (incl. Hörbuch) zur Ausstellung von Peter Meilchen in der Werkstattgalerie Der Bogen, Arnsberg.

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher hier ein Essay. Vertiefend ein Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus. Das Fotobuch Zyklop I erscheint im September 2018 in einer limitierten Auflage.

Ein Gesamtkunstwerk

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Jeder Band aus dem Schuber von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk! KUNO fasst die Stimmen zu dieser verlegerischen Großtat zusammen.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

Die Germanistik erweist sich dem Rundfunk gegenüber als schwerhörig. Dieser „déformation professionelle“ entkommt die Reihe MetaPhon. Hier sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Twitteratur

Ein Essay über die Literaturgattung Twitteratur. – Poesie ist ein identitätsstiftende Element unsrer Kultur, lesen Sie auch KUNOs poetologische Positionsbestimmung.

Rückspiegel

Edition Das Labor

Die ausführliche Chronik des Projekts Das Labor lesen sie hier. Eine Übersicht über die in der Edition realisierten Künstlerbücher, Bücher und Hörbücher finden Sie hier.