Blog Archiv

Tausen und ein Buch

11. Juli 2016
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Tausen und ein Buch

1. Bücher waren das einzige, was Nick sich wünschte, aber ich durfte ihm auf gar keinen Fall eins schenken, denn Bücher waren sein Verderben. Es hatte recht lange gedauert, bis ich das begriff. Du kommst ja nicht drauf, dass jemand Messie ist, wenn er bloß Bücher sammelt und literarisch hochgebildet ist. Nick aber besaß...

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Das Tier

14. Januar 2016
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Das Tier

Eines Tages saß ein wundersames Tier an der Scheibe unseres Wohnzimmerfensters; ich weiß nicht, wie lange es schon dort gesessen hatte, als wir es entdeckten. Max nahm es zuerst wahr: „Schau mal, Mama, wie schön!“, rief er aus. Im ersten Moment dachte ich, es handele sich um einen verirrten Papierdrachen, denn das Wesen leuchtete...

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Die irdischen Bilder des Überirdischen

12. Januar 2016
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Die irdischen Bilder des Überirdischen

Anhand des Verhaltens von Steinmarder und Kaninchen wird gleich zu Beginn klargemacht: In der Natur gibt es bereits Kunst: Hier als artifizielles Gebaren des Jägers (Steinmarder), der ulkige Tänze aufführt, um seine naive Beute in hilfloses Staunen zu versetzen, und dann unerwartet zupackt. Und auch in uns als Zuschauer / als Mensch / als...

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das leere Wort Epsilon

14. Oktober 2015
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das leere Wort Epsilon

wir fahren zum Kanal. es ist warm und wird immer dunkler. das Wasser ist kaum noch vom Himmel zu unterscheiden. nur das Land. scheint zu schweben. die wenigen Leute, die am Ufer liegen, verschwinden bald. ein Hund zerbeißt vor unseren Füßen ein Stück Holz. beide haben wir noch unseren Streit im Kopf. ich höre...

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»Wollen Sie erzählen?«

22. Januar 2014
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  An den Rändern der Sprache – Das neue Hörstück von Hans Georg Bulla Es tut immer wieder gut, Texte zu lesen, die sich auf das Wesentliche konzentrieren; die unaufgeblasen einen ganzen Raum mit Spannung und Gedanken füllen. Dieser Raum ist das Zimmer, in dem ich lese und das Buch heißt »Märzwinter« von Hans...

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Findet das Heute überhaupt statt?

17. Dezember 2013
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Findet das Heute überhaupt statt?

Think befor you read. – Müssen Sie sich diesen Essay nicht ausdrucken? Sparen Sie sich Verspannungen am Bildschirm. Ich sitze auf dem Sessel in der Küche und versuche, durch geschickte Körperhaltung, meine nackten Extremitäten nicht aneinanderkommen zu lassen. Das Thermometer im Regal zeigt 35°C an und ich überlege, ob ich fürs Schreiben wirklich den...

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Im Winter aufs Land

24. November 2013
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Im Winter aufs Land

  Ich mag den Wald auch im Winter wenn die Sonne durchs Unterholz scheint die Baumkronen aber im Dunkeln läßt   Wer glaubt denn, daß das Essen von den Feldern kommt nackte Erde, kein Trecker, ein Reh die Heizung im Zugabteil — fernes Glockengeläut   Mir ist unklar, wie man die Namen der Dörfer...

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Insekten

19. November 2013
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Heuschreckenzeichnung

„Da, Mama!“ Der zweijährige Jona hatte im Sandkasten einen Käfer entdeckt und ihn, voller Neugierde und Begeisterung, zwischen seine kurzen Finger genommen, das zappelige Etwas zunächst wieder verloren, dann erneut zugegriffen, diesmal natürlich fester, und – es konnte ja nicht anders sein – ihn dabei zerquetscht. Nun schaute er mit gerunzelter Stirn auf die...

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das Parfum des Zahnarztes

12. August 2013
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das Parfum des Zahnarztes

  ich habe gar keine Angst − ich friere nur mein Freund ist mir am fernsten am Fenster das Parfum des Zahnarztes − einsam wie ein Aquarium die Fontäne im Wintergarten, eben stillgelegt und beleuchtet, wohin das alles aber ich seh mich da mit dem Rad langfahren, den Umwegweg kaum wahr der Regen kaum...

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Götter und Menschen

9. Juni 2013
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Götter und Menschen

Eine dichte Wolkendecke hängt über der Stadt‭ und ‬lässt keine Wärme entweichen.‭ ‬Es gibt wenig Luft hier oben.‭ ‬Die Götter sitzen alle um einen roten Sprellakat-Tisch‭ und ‬schreiben Gesetze aus Büchern ab,‭ ‬die so dick sind,‭ ‬dass sie von selbst nicht aufgeschlagen liegenbleiben.‭ ‬Sie müssen sich mit einem Arm daraufstützen,‭ ‬ein anderes Buch oder...

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Ein Substilat

2. Juni 2013
Von
Ein Substilat

Mir fällt ein Wort ein und ich weiß nicht, ob es aus dem Buch herausgefallen ist oder noch darinnen steht. Mir fällt ein Wort auf und ich weiß nicht, ob es aus dem Buch herausgefiltert wurde oder ein Rechtschreibfehler ist. Ich lese ein Wort und ich weiß nicht, ob ich es nicht eigentlich gehört...

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Parcour der letzten Dinge

30. März 2013
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Parcour der letzten Dinge

Wie lange wollen wir noch leben, wie lange sind wir noch wach, wie könnte es anders sein, wie besser, wie wahr, wer hat darüber nachgedacht, bis zuletzt, wo ist das Letzte, wer schleicht durchs Haus? Es ist dunkel, und ich denke an Andenken, ich schwenke von Furcht zu Tadel, ich senke, gäbe es kein...

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Wie kann das sein

1. März 2013
Von
Wie kann das sein

  Wie kann das sein: dass man das halbe Leben lang für etwas kämpft und dann telefoniert der Nachbar auf dem unteren Balkon alles kaputt, mit ganzer Stimme.   Tatsächlich vermisse ich plötzlich eine von diesen Müttern, die da nur im Hintergrund flackern. Nachts im Licht der Sterne machen sie ihre Stickereien an fremden...

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Verschleppte Nacht oder: Herr Khazai

28. Februar 2013
Von
Gerberstraße

Ich hatte die Nacht am Bett meines kranken Sohnes verbracht und vergessen, mein Handy auszustellen. Es riss mich um halb 6 mit einem penetranten »Im-Freien-Profil« aus meiner Schlaflosigkeit. Gerade jetzt bildete ich mir ein, schlafen zu können. Doch als ich auf dem Display »VZG« las, war es mit meinem Schlaf entgültig vorbei. Die riefen...

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22 Mal ›wir‹ • 26 Mal ›schlacht‹

30. Januar 2013
Von
22 Mal ›wir‹ • 26 Mal ›schlacht‹

Wortkräuter zur Gesundung in Theo Breuers Gedichtbuch Das gewonnene Alphabet Dieses lyrische Lexikon, dieses Gedicht-Wörterbuch, dieses schäckernde Dichtwerk kommt gerade recht, mir den Herbst zu versüßen. Süßes zum Herbst? Herbes zum Herbst? Jedes jedes jedes Jahr hole ich mir (wo bloß?) eine fette Erkältung, verkriech mich, notgedrungen, mit einem ›guten Buch‹ ins warme Bett....

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Alles fließt

15. Januar 2013
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Kanaldeckel

Warten auf Enzo Ich war pünktlich an der Ablagestelle, ein tiefer, gefliester Hauseingang, auf der einen Seite Altpapier, auf der anderen in Folie eingeknotete Zeitungsstapel, wie Strohballen gestapelt. Enzo fehlte. Das Licht, das ich angeschaltet hatte, ging nach einer Minute wieder aus. Ich kämpfte gegen die Müdigkeit. Um diese Uhrzeit auf jemanden zu warten...

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Kulturnotizen 2012 • Ich erinnere mich

30. Dezember 2012
Von
bunte Punkte

Ich erinnere mich an ein Interview mit dem Lichtkünstler Mischa Kuball, der eine geschlossene Synagoge von innen mit einem starken Licht illuminierte; so verwies er auf die Betrachter, die nicht hineinkamen und ausgeschlossen blieben, wie die Juden im 3. Reich – ein einfaches Prinzip und eine große Wirkung. Ich erinnere mich an einen Aufsatz von...

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Was ist politische Kunst? Oder: Paul Klee und Iwan Konstantinovich Aiwasowski • Teil 2

11. November 2012
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Der Familienstreit Wie zu erwarten, kommt es nicht so schnell zu einer Aufklärung des Problems, da ja auch noch der Familienstreit im Raum hängt. Koljas Frau wirft die verstaubte Kaffeemaschine an, die ich bisher immer nur für eine Attrappe gehalten habe (hier gibt es doch gar keinen Wasseranschluss), Koljas Sohn setzt sich auf die...

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Was ist politische Kunst? oder: Paul Klee und Iwan Konstantinovich Aiwasowski • Teil 1

10. November 2012
Von

Fünf vor fünf »Frau K., ein Notfall, sonst würde ich Sie um diese Uhrzeit gar nicht mehr stören, Herr Subito rief mich an, seine Sterne stehen ungünstig, er trägt die 573er: Mainzer, Aachener, Koblenzer usw., was ganz Unaufregendes, ne kleine süße schnuckelige Tour mit hoher Haushaltsabdeckung. Ablage ist die Garage am Südbahnhof, Schlüssel haben...

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Wahrheit ist strukturell

1. November 2012
Von
Wahrheit ist strukturell

  (nach der Lektüre von Cyberspasz a real virtuality)   oft genug gerufen heut Ratten kreuzen meinen Weg und schmeißen! sich, aufquiekend vor Freude, in den Müll am Straßenrand Das sollten wir vielleicht auch tun ESC drücken / oder einen Punkt eingeben Ich habe keine Luft mehr Kinder erschießen sich täglich Oder reißen sich...

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Anordnungen ∙ Im Stellwerk der Poesie von Hans Georg Bulla

9. Oktober 2012
Von

Wenn ich Hans Georg Bullas Gedichte lese, gerate ich in eine besondere Stimmung. Nicht aufgeregt, sondern aufgeweckt, nicht überrascht, sondern überlegt, nicht angesteckt, sondern angesprochen fühle ich mich. Ich setze die Wörter mit Bedacht, und mir fällt auf, wenn andere sie mit Bedacht setzen. Der sechsjährige Sohn kommt hereingerannt. »Du, Mama… Das Schwein auf...

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Pariser Platz (Hannover)

15. September 2012
Von
Pariser Platz

wir gehören uns nicht: alternden Wohnungsbesitzerinnen vielleicht mit Schildkrötenhälsen, die uns auf einen Kaffee in ihre vermoderten Wohnungen locken selbst aber in einer Zigarettenschachtel hausen   Du willst mir nicht glauben, dass das der Pariser Platz ist kümmerst dich fürsorglich um den Abfall meiner Schutzbleche   wir haben ein kleines Kind in einer viel...

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Die Farben der Bücher und des japanischen Himmels

27. August 2012
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Vor mir liegen ein dunkelblaues Buch und ein dunkelrotes Buch. Die Früchte des Sommers tragen diese Farben – Blaubeere und eine in hiesigen Breitengraden noch zu entdeckende Frucht zwischen Brom- und Himbeere. Ich lese die Bücher parallel, irgendwie gehören sie zusammen, ahne ich, behaupte ich, befruchten einander mit Wörtern. Das blaue Buch ist Hans-Jost...

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Über das Verschwinden • Teil 2

3. August 2012
Von
Zeitungsstapel

Eine Frage der Einstellung »Na toll. Unser Job wird nie langweilig«, meint Ello, die zu ihrer Aufgabe als Obfrau heute nicht mehr kommen würde. Uwe geht, auch wenn er sich der Absurdität seiner Handlung bewusst ist, über die Tankstelle zur Marienstraße vor und schaut in die Richtung, aus der der Wagen kommen müsste. Wir...

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Über das Verschwinden • Teil 1

2. August 2012
Von
Schaukel

Ablagestelle Südbahnhof Wir stehen an der Ablagestelle Südbahnhof und warten auf unsere Zeitungen. Es ist mal wieder so eine Nacht, in der man es nicht richtig machen kann: am Vortag wurde uns eine Resthaushaltsverteilung des Kunden Ibo angekündigt. In 50% der Fälle werden an so einem Tag die Zeitungen später angeliefert, kommen sie allerdings...

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Die »Nacht« des Alfred Alvarez

26. Juli 2012
Von
Titel "Nacht" von Alfred Alvarez

Ein Freund von mir sammelt Schrebergärten. Erst war dieser Tick nicht weiter aufgefallen, denn als Michael mit seiner Familie in unseren Stadtteil zog, übernahmen sie den Schrebergarten von den Vormietern. Der befand sich praktischerweise ganz in der Nähe ihres neuen Hauses, und diente der Familie zum Anbau von Obst und Gemüse und zum Ausgleich...

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»Atomatisiert mitten im Satzgebilde« ∙ Wi(e)der sprechen können

15. Juli 2012
Von
»Atomatisiert mitten im Satzgebilde« ∙ Wi(e)der sprechen können

Flaschenbürste ∙ Gemüsebrühe ∙ Brillenputztücher Und so kam Matrix 28. Atmendes Alphabet für Friederike Mayröcker ins Haus: herausgefallen aus dem Briefkasten, weil vielwiegend und in glatte Folie eingeschweißt. Hatte nun ungelesen gleich ein Eselsohr wie nach 50 Lesejahren. Gut. So brauchte ich nicht mehr zimperlich sein, und meine Matrix kam unters Kopfkissen sowie unter...

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Meine erste Schallplatte oder: Mister B

9. Juli 2012
Von
Meine erste Schallplatte oder: Mister B

Meine erste Schallplatte war die erste Schallplatte meines Freundes, weil wir immer zusammen Musik hörten. Wir waren 10 Jahre alt und seit der Grundschule die dicksten Freunde, was teilweise zu Hänseleien führte — er ein Junge, ich ein Mädchen. Andi kam mitten in der 2. Klasse zu uns, weil seine Familie ins Dorf zog....

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Atemlos ∙ Auf der Suche nach Matrix 28

30. Juni 2012
Von
mathematische Formel

Kühn Heute hatte ich eine ›kühne‹ Idee: Ich wollte nach über zehn Jahren mal wieder eine Buchhandlung besuchen. Der Leser möge an dieser Stelle nicht glauben, dass ich eine Kulturbanausin bin. Weit gefehlt – ich schreibe selbst Bücher. Aber meine Motivation, in einen Buchladen zu gehen, hat in den letzten Jahren immer mehr abgenommen....

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Calenberger Nacht · Teil 2

10. Juni 2012
Von

Über die Arten der Müdigkeit Wir wechseln die Straßenseite und fahren eine halbe Ewigkeit an den hiesigen Stadtwerken vorbei, bis das nächste Haus kommt. Dann zwei Häuser gar nichts und im nächsten eine mickrige HAZ. In dem Stil geht das weiter, und ich würde so gern beim Arbeiten dösen. Aber Knust redet die ganze...

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Calenberger Nacht · Teil 1

6. Juni 2012
Von
Dunkelblau

Über die Arten der Müdigkeit Das Telefon klingelt mich aus dem Schlaf. Es ist meine Chefin, die einen neuen Auftrag für mich hat … Wahrscheinlich fangen so nicht wenige Romane an, schlechte Krimis auf jeden Fall, Essays selten, es sei denn, sie handeln von der Müdigkeit.  Ich versuche etwas von meiner Müdigkeit zu behalten,...

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Über das Wesen des Radfahrers

20. Mai 2012
Von
Über das Wesen des Radfahrers

Mal sehen, ob das geht, etwas über das Wesen des Radfahrers zu sagen. Eigentlich ist er ja ein Freiheitssymbol und lässt sich dementsprechend nicht einfangen. Vielleicht noch in Worten, aber nicht in Häuserschluchten. Ich weiß nicht, ob er mit den Rädern überhaupt den Boden berührt. Da hört man schon die Passanten rufen: »Aber dann...

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Diskrete Mathematik 1 – 3

5. Mai 2012
Von
Diskrete Mathematik 1 – 3

1 Durch Häuser gehen Ich träumte von einer Stadt ohne Straßen und Bürgersteige, in der man, wenn man einen Spaziergang machen wollte, von einem Haus ins andere gehen musste. In der Regel begegneten einem die Hausbewohner freundlich; meistens sahen sie einen aber überhaupt nicht, weil sie in genau dem Moment den Raum verließen, in...

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Der Geburtstag meiner Russischlehrerin oder Die Vase bleibt

17. April 2012
Von
Der Geburtstag meiner Russischlehrerin oder Die Vase bleibt

 Die Dimensionen von St. Petersburg Ich war in St. Petersburg auf der Sprachenschule. Ich hatte eine nette Unterkunft bei einer Gastfamilie in einem dieser vorgelagerten Stadtteile, die nur aus Hochhäusern bestehen, vorgelagert wie das Meer, aber das Meer war noch weiter draußen bzw. fraß sich in die Stadt, in Form der Newa. Wer sich...

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Das Licht ist mein Thema, nicht der Himmel oder: Ilya Kabakov und das Licht auf meiner Posttour

30. März 2012
Von
Das Licht ist mein Thema, nicht der Himmel oder: Ilya Kabakov und das Licht auf meiner Posttour

Für Theo Breuer zum Geburtstag am 30. März 2012 Himmel himmel – ein widriges wort, sagst Du in einem Gedicht, und ich habe meine ›Versuche über den Himmel‹ erstmal aufgegeben, als ich merke, dass das Licht, das aus ihm dieser Tage hervorbricht, viel interessanter ist. Heute beginne ich mit einer Vertretungstour auf der in...

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In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie + Online-Archiv. Mehr Informationen.

630 – Buch/Katalog-Projekt

Mit den Vignetten definierte A.J. Weigoni eine Literaturgattung neu. Die Novelle erscheint am 28.10. 2018 in der Umsetzung als Buch/Katalog-Projekt 630 (incl. Hörbuch) zur Ausstellung von Peter Meilchen in der Werkstattgalerie Der Bogen, Arnsberg.

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher hier ein Essay. Vertiefend ein Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus. Das Fotobuch Zyklop I erscheint im September 2018 in einer limitierten Auflage.

Ein Gesamtkunstwerk

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Jeder Band aus dem Schuber von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk! KUNO fasst die Stimmen zu dieser verlegerischen Großtat zusammen.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

Die Germanistik erweist sich dem Rundfunk gegenüber als schwerhörig. Dieser „déformation professionelle“ entkommt die Reihe MetaPhon. Hier sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Twitteratur

Ein Essay über die Literaturgattung Twitteratur. – Poesie ist ein identitätsstiftende Element unsrer Kultur, lesen Sie auch KUNOs poetologische Positionsbestimmung.

Rückspiegel

Edition Das Labor

Die ausführliche Chronik des Projekts Das Labor lesen sie hier. Eine Übersicht über die in der Edition realisierten Künstlerbücher, Bücher und Hörbücher finden Sie hier.