„Forever Young“

 

Oliver Bopp kam auf die Idee, so ein Buch zu machen, in dem all die verstreut erschienenen, zum Teil längst vergriffenen Publikationen aufgelistet würden, die im Laufe meines bisherigen Schriftstellerdaseins veröffentlicht worden sind. Er wollte es „die ersten hundert“ nennen, denn der Witz an der Sache war ja, dass es nunmehr schon über 100 Titel sind. Und das ist sehr selten, meinte er.

Ich sagte: „Warum nicht“. Schließlich wäre es eine gute Gelegenheit, denjenigen, die an meinen Gedichten und Geschichten, ja, auch den Sachbüchern interessiert sind, einmal einen vollständigen Überblick über mein veröffentlichtes Schaffen zu geben. Und da viele dieser Broschüren und Bücher nur in einer sehr kleinen Auflage erschienen sind, zudem bisweilen in Verlagen, die nicht gerade sehr bekannt sind, wäre solch eine Publikation eine gute Möglichkeit, aus diesen äußerst raren Publikationen auch zu zitieren, so dass jemand, der sich für den Dichter Hadayatullah Hübsch interessiert, eine Art Zusammenfassung der schriftstellerischen Entwicklung zu Augen bekäme.

Das sagte ich Oliver Bopp. Und er stimmte zu. Es sollte also nicht eine trockene Bibliographie werden, sondern so etwas wie eine Anthologie, wenn auch nicht ein „best of“-Band. Gedacht war also zunächst, eine genaue Bibliographie zu erstellen, die von Einzelbeispielen aus einigen Büchern begleitet würde.

Dann aber erhielt ich ein Büchlein meines Freundes Peter Frömmig in die Hände, der in selbsterforschender Weise und sehr genau seine zeichnerische Laufbahn in einem hübsch aufgemachten Büchlein Revue passieren ließ. Ich las darin und war fasziniert. So etwas erschien mir sinnvoller, als eine bloße Auflistung meiner Publikationen, garniert mit ein paar Beispielen.

Als nun Oliver Bopp mit seiner Freundin vorbeikam, um mir in Koffern einen Großteil meiner Bücher vorbeizubringen, deren Titel sie für das Cover des geplanten Buches benötigt hatten, unterbreitete ich ihm die neue Idee. Und er stimmte zu. Und deswegen fange ich jetzt an, die Geschichte meines Schreibens zu erzählen.

 

 

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Forever Young. Beats und Poetry. 1. Poetry Memorial für Paul Gerhard „Pidschie“ HADAYATULLAH HÜBSCH. Heute im Batschkapp, ab 20 Uhr

Weiterführend zur Theorie des Sozialen →

Eine Theorie des Sozialen lautet, es gebe in der Politik keine Lücken. Immer wo sich eine auftue, werde sie sofort von anderen Akteuren besetzt. Kaum jemand hat die Lückenhaftigkeit des Underground so konzequent erzählt wie Ní Gudix und ihre Kritik an der literarischen Alternative ist berechtigt. (Wir erinnern an ihr Autorenheft Da lernst du die Menschen kennen). Lesen Sie auch die Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker von Werner Streletz und den Nachruf von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag des dirty ol‘ man präsentierte KUNO den Ruhrgebietsbukowski. In einem Kollegengespräch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die Ruhrgebietsromantik. Mit Kersten Flenter und Michael Schönauer gehörte Tom de Toys zum Dreigestirn des deutschen Poetry Slam. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie hier – Sowie selbstverständlich his Masters voice. Und Dr. Stahls kaltgenaue Analyse. – Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine Realsatire aus dem Jahr 1993 heraus, die er für den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat.