lime_lab-Preise vergeben

26. Februar 2014
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Das lime_lab ist ein temporäres transdisziplinäres Labor (ein Name, der anscheinend virulent unterwegs ist;-) zur Entwicklung experimenteller, medienüberschreitender Hörspiele und versteht sich als Experimentierraum für Sprache, Technik und Sound – mit dem Ziel, künstlerische Möglichkeiten für die auditive Kunstproduktion auszuloten. Es unterstützt Projekte, die neue Erzählformen im Sog des beschleunigten Medienwandels im Dialog mit anderen künstlerischen Genres suchen.

Zu Ehren von Emil Breisach, dem Nestor der steirischen Kulturszene sowie ORF-Landesintendant i.R., wurde in der Steiermark unter dem Titel “lime_lab” ein Preis für transdisziplinäre Hörspiel-Konzepte ausgeschrieben. Breisach hat das Kulturleben der Steiermark in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich geprägt, vom Forum Stadtpark und dem Skulpturenpark bis zum steirischen herbst und dem musikprotokoll. Sein besonderes Sensorium für kommende Tendenzen und aufstrebende Talente stand dabei immer im Vordergrund. Diese Begleitung von Künstlerinnen und Künstlern in der Entwicklung neuer Ausdrucksformen, die Breisach im Bereich der Neuen Musik, der Literatur und der bildenden Kunst so konsequent betrieben hat, wird nun mit einem groß angelegten Kunstlabor fortgesetzt. Dazu haben sich jene Institutionen zusammengetan, an denen Emil Breisach gewirkt hat: Akademie Graz, Forum Stadtpark, Literaturhaus Graz, ORF Steiermark und steirischer herbst.

Das lime_lab präsentiert sich als ein ambitioniertes Labor zur Auslotung künstlerischer Räume der Gegenwart und der Zukunft. Das Hörspiel ist eine Kunstform, die per se viele künstlerische Genres in sich vereint. Es kann sich – das verstehen die Versanstalter unter transdisziplinär – angesichts der aktuellen Durchlässigkeit aller Kunstformen von einem genuin literarischen Werk, eventuell in Kombination mit Neuer Musik, zu einer akustischen Kunstinstallation erweitern und gleichzeitig die Möglichkeiten zeitgenössischer Technologien und der Neuen Medien fruchtbar machen. Noch kurz zum Namen: lime ist der umgedrehte Vorname Emil, ein Spitzname aus der Schulzeit. Bisher gab es kein Stipendium, keinen Wettbewerb und keinen Kunstpreis, der die Agenden von Emil Breisach in würdigender Weise weitergetragen hätte.

Die Preise gingen an Kleiner Pelz StrichCode, eine Suada
 von Helmut Schranz. Güter I Gesellschaftsinseln nach einem 
Konzept von: Georg Reiter, Paul Reiter, Kerstin Putz.
 Und an das Projekt Wortspielhalle von Sophie Reyer und A.J. Weigoni.

 

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LIME-LAB Logo-fin

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Das Projekt Wortspielhalle ist in der Edition Das Labor erschienen. Die Sprechpartitur wurde mit dem lime_lab ausgezeichnet. Einen Artikel zum Konzept von Sophie Reyer und A.J. Weigoni lesen Sie hier. Vertiefend zur Lektüre empfohlen sei auch das Kollegengespräch :2= Verweisungszeichen zur Twitteratur von Reyer und Weigoni zum Projekt Wortspielhalle. Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. Ein Porträt von A.J. Weigoni findet sich hier. Eine Würdigung des Lebenswerks von Peter Meilchen findet sich hier. Alle LiteraturClips dieses Projekts können nach und nach hier abgerufen werden. Hören kann man einen Auszug aus der Wortspielhalle in der Reihe MetaPhon.

 

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