Archiv: Oktober 2014

Gibt es ihn, den NRW-Sound?

31. Oktober 2014
Von

Anthologien sind Auswahlen aus größeren Beständen. Auswahlen brauchen Kriterien. »Stadtlandfluss« versammelt DichterInnen, die in NRW geboren sind, dort leben oder über einen längeren Zeitraum gewohnt haben und ihren letzten Gedichtband nicht vor 1989 veröffentlicht haben. Auf große Namen, natürlich auf die Droste, aber auch auf Ernst Meister, Rolf Dieter Brinkmann oder Nicolas Born muss...

weiter »

Windverblasen sind wir

30. Oktober 2014
Von

Treibgut gegen die Bilder die sie auf uns projizieren als ging es um Siege. Sind Kotschlinge. Kriechen im Dreck. Nie wieder Reflektor spielen. Krähenfüße kringeln sich im Hirn zu Krallen aus:   Zahnrad der Enttäuschungs Mechanik wird aus gelacht. I am not a baby face barby doll.       ***   Weiterführend →...

weiter »

Leuchtkästen

30. Oktober 2014
Von

  Von hinten kommendes Licht. Spielfläche auf Plexiglas. Zwei unterschiedliche Lichtquellen treffen = aufeinander. Zwischen Licht und Schatten wechselt die Intensität der Farben, so scheint es. Farbräume gestalten eine Bildarchitektur im Spannungsfeld zum architektonischen Raum. Weithin sichtbar leuchtet im öffentlichen Raum auf dem Dach der Landesbank ein Bildobjekt = Illuminierter Reflektor – Malerei auf...

weiter »

zikaden und häher

29. Oktober 2014
Von
zikaden und häher

sophie reyer und a.j. weigoni, deren gedichte sich hier in österreichisch niederrheinischer korrespondenz abwechseln, ihre unterm zeichen »:«, seine unter »=«, arbeiten gleichermaßen sprachspielerisch und sprachkritisch. ihre texte sind literaturclips, entsprechen also dem videoclip: Ein durch Bildschnitt und Rhythmus bestimmtes Medium. beide, demontierer und neumontierer, beziehen sich auf schlagworte des oder der jeweils andern,...

weiter »

Rezeption in progress

28. Oktober 2014
Von
Rezeption in progress

Der Maler malt eigentlich mit dem Auge: Seine Kunst Kunst ist die Kunst, regelmäßig und schön zu sehen. Novalis Im 20. Jahrhundert hat die Malerei ihren Platz auf der Leinwand verlassen und sich auf eine Verwendung von Ready-Made-Objekten, Schrift oder auf performative Elemente hin geöffnet. Trotz ihrer Entdifferenzierung gehört sie nach wie vor zu...

weiter »

An meine Neider

27. Oktober 2014
Von
An meine Neider

Was grämt ihr euch. Und zappelt in euren Komplexen und Unzufriedenheiten beim Anblick meines Zufriedenseins. Lehnt euch zurück und bedenkt, ich bin sterblich und wenn dies geschehen ist, mögt ihr frohlocken, daß der Gegenstand eures latenten Ärgers euch genommen ist. Doch bedenkt. Ich behalte alle meine Vorteile und nehme sie mit – mitsamt des...

weiter »

Gedanken, die um Ecken biegen

26. Oktober 2014
Von
Gedanken, die um Ecken biegen

der tod ist die radikalste aller gegenwelten, und damit ein urgrund der phantasie, die nichts so herausgefordert hat wie das unsichtbar gewordene tote und das noch nicht geborene oder lebbare leben. *** Der in der Schwebe gelassene Sinn, die Produktion von Ambiguität – was für Roland Barthes Brecht im Theater geleistet hat, indem er...

weiter »

Wie erfassen? Wie sehen? Wie erkennen?

25. Oktober 2014
Von

Trugschluss im Traumschloss. Ordnung scheint das halbe Leben zu sein. Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Blues… Auf der Fahrt durch die Stadt warnt uns das Autoradio vor dem neuen Verkehrsleitsystem. In einer Mischung aus Irritation und Faszination starrt man auf den Symbolwust wissenschaftlicher Bücher. Die Methode, der Welt eine Struktur zu...

weiter »

Wie: Sie versteht nicht mehr warum aufstehen.

25. Oktober 2014
Von

  Lehnt meerspurig neben sich. Hört dem Wind nach. Die Verbissenheit abgetragen, die Sehnsucht ausgelacht. Sie hat sich satt, sie ist müde. verschiebt die Ränder des Tages nach außen, bis es wieder Schlafenszeit ist. Der Schaltkreis der Gedanken wird nicht mehr ernst genommen. Die Unversehrtheit der kichernden Frauen schlägt Fäuste in ihrem Bauch. Sie...

weiter »

Annäherungen an Liechtenstein: ein Blick aus Russland

24. Oktober 2014
Von
Annäherungen an Liechtenstein: ein Blick aus Russland

Das literarische Liechtenstein ist für Russland eine wahre Terra incognita und dies nicht zu Unrecht. Insbesondere wenn man dem “Dostojewski” aus Liechtenstein, Stefan Sprenger, glaubt, dass die heutige Literaturszene im Fürstentum “beinahe aus einem Nichts” entstanden sei und als eigenständiger Teil innerhalb des deutschsprachigen Raumes erst vor ein paar Jahrzehnten begonnen habe, sich zu...

weiter »

Die Literatur aus Liechtenstein im deutschsprachigen Kulturraum

24. Oktober 2014
Von
Die Literatur aus Liechtenstein im deutschsprachigen Kulturraum

Das Fürstentum Liechtenstein (25mal5 Quadratkilometer gross) liegt im Rheintal zwischen Österreich und der Schweiz. Dort wohnen etwa 35 Tausend Menschen. Das 2001 gegründete Literaturhaus (erfüllt die Funktion eines Schriftstellerverbandes) vereinigt einige Dutzend Schriftsteller. Es hat zum Ziel die Autoren aus Liechtenstein zu unterstützen und die Literatur aus  Liechtenstein in die Welt, vor allem in...

weiter »

Kunstbörse Gummersbach – eine Rückschau

23. Oktober 2014
Von
Kunstbörse Gummersbach – eine Rückschau

Nach fast unendlich eintöniger Fahrt durch bergige Nebellandschaften, deren Schemen gerade zu erahnen sind, vorbei an Mittelgebirgsstädtchen, die sich mit leidlich hässlichen Lärmschutzwänden den Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts gebeugt haben, also in jener Stadt ankommen, die vor allem in den achtziger Jahren des letzte Jahrhunderts, manchmal auch noch heute Handballgeschichte geschrieben hat und schreibt....

weiter »

erden, wasser und gehäuse

22. Oktober 2014
Von
erden, wasser und gehäuse

das buch Fragment Heimat des malers und grafikers uwe albert, das auch ein katalog ist, vereint bildnerische arbeiten, die zwischen 1986 und 2012 im raum magdeburg sowie in rumänien, italien und ägypten entstanden. der buchdeckel scheint einen astronauten auf dem mond zu zeigen. es ist aber der künstler selbst mit rucksack bei den grenzerfahrungen...

weiter »

Mein Klassiker, Paris

21. Oktober 2014
Von
Mein Klassiker, Paris

Gut, nachdem anfängliches Ignorieren der Bitte um einen Beitrag keine dauerhafte Lösung darstellte, ich die Hartnäckigkeit eines federführenden Redakteurs unterschätzt hatte, nun also doch meine Gedanken zum Thema. Bevor der erste Satz in den Rechner getippt wird, ein kurzes Zögern. Was ist denn nun mit klassisch gemeint? Neidvoller Blick auf das Englische, das sowohl...

weiter »

Sprachinstallation · Revisited

20. Oktober 2014
Von
Sprachinstallation · Revisited

Auf dem in einem dunklen Orange-Farbton gehaltenen Umschlag sind die Namen von Stefan Weidner, Barbara Köhler und Oswald Egger in weißen Buchstaben abgedruckt. In welchem Verhältnis stehen sie zur Kunststiftung NRW? In der Vorbemerkung zur Geschichte der 1989 gegründeten Stiftung in Nordrheinwestfalen verweisen Fritz Behrens, Präsident, und Ursula Sinnreich, Generalsekretärin der Stiftung, auf die...

weiter »

Höherwertige Konfiguration

19. Oktober 2014
Von
Höherwertige Konfiguration

Im elektrischen Zeitalter tragen wir die ganze Menschheit als unsere eigene Haut. Marshall McLuhan Wendet man den Begriff Hybrid auf die Wortspielhalle an, so ergibt dieses Sprachkunstwerk im besten Sinne etwas Gebündeltes, Gekreuztes und Gemischtes. Prosaische Gedichte treffen auf lyrische Prosastücke, splitterig, brüchig und aufs höchste konzentriert, die Sprache zugespitzt aufs Wesentliche allein, der Entgrenzung...

weiter »

Die Galerie der Täuschungen

18. Oktober 2014
Von

Risse. Mörtel. Eine Wand. Ein Bild. Wimpern. Augen. Davor = ein Blick. Ein weiterer… Einblick: ganz genau dort weiter oder besser doch noch einmal zurückspulen und unter die Zeit–Lupe nehmen, jene Einzelbildschaltung, präzise das, dann allerdings längst, Vergangene zum wiederholten Male um Schamhaaresbreite abtasten, in der verzögerten Vergrösserung, den schweisstriefenden Porenkratern, jener kollektief bewussten...

weiter »

Hirnrissiges, Sekret. Was ist

18. Oktober 2014
Von

wir minus ich. Der Wahnsinn hat das Sagen. Verschwörungs theorien sind wie: Durchfall. Abtransport der Träume als   Beziehungs Hülsen. Permanentatmung ging verloren was blieb war die Pornographie der Bilder. Sie sagte immer nur: Ich.       ***   Weiterführend → Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. In ihrem preisgekrönten Essay Referenzuniversum...

weiter »

DR 44 – Literaturpreis Dichtungsring 2014

17. Oktober 2014
Von
DR 44  – Literaturpreis Dichtungsring 2014

Die aktuelle Nummer 44 der Lit-Zeitschrift Dichtungsring ist eine Sondernummer, die anlässlich eines Literaturpreises der vom Dichtungsring ausgeschrieben wurde, vergeben wird. DR 44 ist  eine Anthologie zum Thema Irre mit den drei Siegertexten sowie einer Auswahl von 30 Texten aus 1160 Einsendungen. Am Montag, den 20. Oktober  findet die Preisverleihung und die Präsentation der Anthologie/Lesung...

weiter »

Mein Bruder Fridolin

16. Oktober 2014
Von
Mein Bruder Fridolin

Wenn ich mich heute an meinen Bruder Fridolin erinnere und an ihn denke, aus jener großen zeitlichen Distanz heraus, in der ich mich jetzt in Bezug auf sein Leben und seinen Tod befinde, und dabei doch in einer gleichzeitigen Nähe dazu, weil im Alter das längst schon Gewesene näher rückt, und ich mich frage,...

weiter »

Zu Lande kann ich mir keinen andern Weg denken. –

15. Oktober 2014
Von

Zu Wasser hätte der Gedanke auf dem Ganges hin unter in den Meerbusen von Bengalen und von da in den indischen Ocean gehen können; dann der Handelsstraße folgend (denn der Weg um’s Vorgebirge der guten Hoffnung war damals noch nicht entdeckt) würde er mit Specereien und andern Waaren das rothe Meer hinauf nach Djeddo,...

weiter »

Twitteratur, Versuchsfeld III

14. Oktober 2014
Von
Twitteratur, Versuchsfeld III

 So bleibt man mit sich alleine und hat nur die eigene Versöhnung des Gelingens oder die kleine Geschichte des Versagens. Diese Variante der Twitteratur beschreibt die Augenblicke, da das Wahrnehmen in das Verlangen umschlägt, das Wahrgenommene schreibend zu fixieren. Wenn Peter Meilchen spazieren ging, begegnete ihm ein Übermaß an Welt. Das mußte er bewältigen...

weiter »

Die Sprache der Bilder

13. Oktober 2014
Von
Die Sprache der Bilder

Seit meiner frühesten Kindheit sammle ich Bilder: zuerst kleine, naiv kindlich-kitschige Heiligenbildchen oder solche mit hehrem, hohlem Pathos; dann die ersten Kalenderbilder mit Abbildungen der bekannten Werke von Cézanne, Degas, Monet, Manet, Gauguin, van Gogh u.a., die man abriß und als Zimmerschmuck an die Wand heftete; und wiederum später jene Werke meiner Malerfreunde, die...

weiter »

In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie + Online-Archiv. Mehr Informationen.

630 – Buch/Katalog-Projekt

Mit den Vignetten definierte A.J. Weigoni eine Literaturgattung neu. Die Novelle erscheint am 27.10. 2018 in der Umsetzung als Hörbuch und das Buch/Katalog-Projekt 630 zur Ausstellung von Peter Meilchen.

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher hier ein Essay. Vertiefend ein Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus. Das Fotobuch Zyklop I erscheint im September 2018 in einer limitierten Auflage.

Ein Gesamtkunstwerk

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Jeder Band aus dem Schuber von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk! KUNO fasst die Stimmen zu dieser verlegerischen Großtat zusammen.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

In der Reihe MetaPhon sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Twitteratur

Ein Essay über die Literaturgattung Twitteratur. – Poesie ist ein identitätsstiftende Element unsrer Kultur, lesen Sie auch KUNOs poetologische Positionsbestimmung.

Rückspiegel

Edition Das Labor

Die ausführliche Chronik des Projekts Das Labor lesen sie hier. Eine Übersicht über die in der Edition realisierten Künstlerbücher, Bücher und Hörbücher finden Sie hier.