Stadtlandschaften

 

Stadtlandschaften. Flüchtender Blick. Zerhackte Sichtweise. Geschnitten im Takt des Verkehrsstroms. Schlieren. Das Erschliessen von Farb-Räumen. Eine Fremde in der Vertrautheit entdecken. Arbeiten, die Male des 20. Jotthades tragen, Konstruktionen bergen und damit die Funktionalität blossstellen.

Architextur. Zwar bewegen sich keine Figuren durch diese Räume, sammeln sich keine Gruppen auf diesem Platz, – doch es könnte sein, dass gerade jemand um die Ecke gegangen ist – oder sich eine Gruppe von Menschen in jenem Gebäude aufhält…

Türangel. Die Grundmetapher ist der Orientierungspunkt. Von dort aus: Verbindungen, wie etwa die einer Brücke über einen Fluss… Die Formulierung eines Ortes, der in seiner Verzeichnung auf ein Dahinter weist… hohem Stil und Distanz. Kulturelle Komprimierung.

Neon. Schrille, laute Farben die verletzten und über Verletzlichkeit sprechen, den Betrachter zu einem stummen Dialog herausfordern. Das Geheimnis ist so leicht zu finden, wie “Der entwendete Brief” in Poes gleichnamiger Geschichte. Es liegt selbstverständlich an der Oberfläche.

 

 

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Cyberspasz, a real virtuality, Novellen von A. J. Weigoni, Edi­tion Das Labor, Mülheim an der Ruhr 2012.

Covermontage: Jesko Hagen

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KUNO übernimmt Artikel von Jo Weiß aus Kultura-extra, von Karl Feldkamp aus Neue Rheinische Zeitung und von Christine Kappe aus der vom Netz gegangenen fixpoetry. Betty Davis sieht in Cyberspasz eine präzise Geschichtsprosa. Margaretha Schnarhelt erkennt in der real virtuality eine hybride Prosa. Enrik Lauer deutet diese Novellen als Schopenhauers Nachwirken im Internet. In einem Essay betreibt KUNO dystopische Zukunftsforschung.

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