Archiv: März 2013

Über der Menschen weitverbreitete Stämme

31. März 2013
Von
Über der Menschen weitverbreitete Stämme

Über der Menschen weitverbreitete Stämme herrschte vor Zeiten ein eisernes Schicksal mit stummer Gewalt. Eine dunkle, schwere Binde lag um ihre bange Seele – Unendlich war die Erde – der Götter Aufenthalt, und ihre Heymath. Seit Ewigkeiten stand ihr geheimnißvoller Bau. Ueber des Morgens rothen Bergen, in des Meeres heiligem Schooß wohnte die Sonne,...

weiter »

Nun weiß ich, wenn der letzte Morgen seyn wird

31. März 2013
Von

Nun weiß ich, wenn der letzte Morgen seyn wird – wenn das Licht nicht mehr die Nacht und die Liebe scheucht – wenn der Schlummer ewig und nur Ein unerschöpflicher Traum seyn wird. Himmlische Müdigkeit fühl ich in mir. – Weit und ermüdend ward mir die Wallfahrt zum heiligen Grabe, drückend das Kreutz. Die krystallene...

weiter »

Einst da ich bittre Thränen vergoß

31. März 2013
Von

Einst da ich bittre Thränen vergoß, da in Schmerz aufgelöst meine Hoffnung zerrann, und ich einsam stand am dürren Hügel, der in engen, dunkeln Raum die Gestalt meines Lebens barg – einsam, wie noch kein Einsamer war, von unsäglicher Angst getrieben – kraftlos, nur ein Gedanken des Elends noch. – Wie ich da nach...

weiter »

Muß immer der Morgen wiederkommen?

31. März 2013
Von
Muß immer der Morgen wiederkommen?

Endet nie des Irdischen Gewalt? unselige Geschäftigkeit verzehrt den himmlischen Anflug der Nacht. Wird nie der Liebe geheimes Opfer ewig brennen? Zugemessen ward dem Lichte seine Zeit; aber zeitlos und raumlos ist der Nacht Herrschaft. – Ewig ist die Dauer des Schlafs. Heiliger Schlaf – beglücke zu selten nicht der Nacht Geweihte in diesem...

weiter »

Hymnen an die Nacht

30. März 2013
Von
Hymnen an die Nacht

Welcher Lebendige, Sinnbegabte, liebt nicht vor allen Wundererscheinungen des verbreiteten Raums um ihn, das allerfreuliche Licht – mit seinen Farben, seinen Stralen und Wogen; seiner milden Allgegenwart, als weckender Tag. Wie des Lebens innerste Seele athmet es der rastlosen Gestirne Riesenwelt, und schwimmt tanzend in seiner blauen Flut – athmet es der funkelnde, ewigruhende...

weiter »

eines tages ende

30. März 2013
Von
eines tages ende

  die tage sind so elend zugestellt mit abwasch ungeputzten schuhn laß abend werden; morgen wird es von allein laß die nacht auf fliederflügeln kühl durch alle fenster wehen der tag zieht weiter und davon anderswo vielleicht ersehnt im krähenfedermantel kommt die nacht mit rascheln und steckt in ihre großen taschen alles: das prangen...

weiter »

Parcour der letzten Dinge

30. März 2013
Von
Parcour der letzten Dinge

Wie lange wollen wir noch leben, wie lange sind wir noch wach, wie könnte es anders sein, wie besser, wie wahr, wer hat darüber nachgedacht, bis zuletzt, wo ist das Letzte, wer schleicht durchs Haus? Es ist dunkel, und ich denke an Andenken, ich schwenke von Furcht zu Tadel, ich senke, gäbe es kein...

weiter »

TAXILYRIK: JETZTSTRAßENNETZ

29. März 2013
Von
TAXILYRIK: JETZTSTRAßENNETZ

jedes auto schaut nur noch nach vorne zum endlosen horizont und verschlingt ganze straßenzüge auf seiner route von a nach xy von unendlich nach unendlich von einem nullpunkt zum nächsten der ganze verkehr spuckt alle ampeln in diesen abgrund hinter der letzten kurve jede straße sagt JETZT und meint doch schon das gestrige baustellenchaos...

weiter »

Sehnsucht nach dem Tode

29. März 2013
Von

  Hinunter in der Erde Schooß, Weg aus des Lichtes Reichen, Der Schmerzen Wuth und wilder Stoß Ist froher Abfahrt Zeichen. Wir kommen in dem engen Kahn Geschwind am Himmelsufer an. Gelobt sey uns die ewge Nacht, Gelobt der ewge Schlummer. Wohl hat der Tag uns warm gemacht, Und welk der lange Kummer. Die...

weiter »

Gedanken, die um Ecken biegen

29. März 2013
Von
Gedanken, die um Ecken biegen

manche träume gleichen der aus dem grab gestreckten hand des scheintoten kindes, dessen körper leben will. sie sind implosionen der ungelebten, zerlebten, abgelebten, zu früh oder spät oder verkehrt durchlebten, totgemachten, totgesagten, totgedachten, totgefühlten inneren, also anderen welt, die, in seelischen abgründen gereift, utopische substanz freisetzt. und daher bedeutet kunst auch, den abgedrängten und...

weiter »

Mischung der Dichtarten

29. März 2013
Von
Mischung der Dichtarten

Der tragische Dichter tut wohl, den lyrischen, der lyrische den epischen, der epische den tragischen zu studieren. Denn im tragischen liegt die Vollendung des epischen, im lyrischen die Vollendung des tragischen, im epischen die Vollendung des lyrischen. Denn wenn schon die Vollendung von allen ein vermischter Ausdruck von allen ist, so ist doch eine...

weiter »

Windstiller Feiertag

29. März 2013
Von
Windstiller Feiertag

Aus einfältigen, nicht so gar neugierigen Seelen und nicht so gar gelehrten Seelen werden gute Christen, die aus Ehrfurcht und Gehorsam einfältig glauben, und den Gesetzen folgen. *** Michel de Montaigne ist der Godfather des Essays, in seinen Ausführungen finden wir aber auch Zuspitzungen. Der in der Schwebe gelassene Sinn, die Produktion von Ambiguität...

weiter »

Luftaufnahme

28. März 2013
Von
Luftaufnahme

Der Hungertuchpreisträger Thomas Suder arbeitet an Objekten und Bildern. Sein Thema ist die dialektische Beziehung zwischen organischen, also eher rundlichen Formen und Strukturen wie z.B. das menschliche Gehirn, und dem was ebendieses an höchst unorganischen Formen hervorbringt, um in der angeblich erlebten geordneten Realität letztendlich wiederum einen Anreiz für das Gegenteil zu erdenken. Die...

weiter »

Figur. Bilder sprechen für sich.

28. März 2013
Von
Figur. Bilder sprechen für sich.

weiter »

Fünf Frauen vor dem Abgrund

28. März 2013
Von
Fünf Frauen vor dem Abgrund

weiter »

Pop im Zustand der Mumifizierung

26. März 2013
Von
Pop im Zustand der Mumifizierung

Nachdem die Kraftwerker im Rahmen ihrer Selbstkanonisierung die ihre acht elektronischen Alben in der Düsseldorfer Kunstsammlung aufführten (KUNO kommentierte), gibt es nun eine David-Bowie-Ausstellung im Victoria & Albert Museum in London. Neben zahlreichen Kostümen aus Bowies Fundus sind bei diesem Rückblick auf das vertonte Borderline–Syndrom Petitessen der Vergangenheit versammelt. Es ist erschreckend, wie das...

weiter »

Pusztaranger

26. März 2013
Von
Pusztaranger

Die Kulturjournalistin Agnes Szabó gewährt auf FREITAG einen bestürzenden Einblick in die ungarische Kulturszene, die von Viktor Orbáns Regierung radikal bereinigt wurde: In den Theatern sitzen seine Lakaien, Filme werden nicht mehr produziert, Fernsehen und Radio sind gleichgeschaltet: Die Fidesz-Politik zerstört alles, was nicht denkt wie sie. Tausende Fernsehjournalisten landeten auf der Straße, weil...

weiter »

„Anderssein“ und „Echte oder virtuelle Welten“

26. März 2013
Von

Jugend-Literatur-Wettbewerb Nordrhein-Westfalen 2013 Die rheinisch-bergische Autorenvereinigung „wort & kunst e.V.“ schreibt zum zweiten Mal einen Jugend-Literatur-Wettbewerb aus. Gesucht werden Kurzgeschichten, Erzählungen, Satiren, Essays und/oder Gedichte. „Anderssein – Chance oder Schande?“ ist für die Altersgruppe der 13- bis 15-Jährigen  als Thema vorgegeben. Es kann dabei um Außenseiter gehen, die häufig ausgegrenzt, verprügelt, verhöhnt, verleumdet werden und...

weiter »

Erster Logo-Entwurf für die Edition Das Labor von Peter Meilchen.

In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie – mit Online-Archiv. Mehr Informationen.

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher finden Sie hier einen Essay sowie einen Artikel von J.C. Albers.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

In der Reihe MetaPhon sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Alphabetikon

Vertiefend zu ‚Alphabetikon‘ lesen Sie bitte das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus.

Trans

Twitteratur

Hier ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Edition Das Labor

Ausführliche Informationen finden sich hier.