Archiv: Januar 2012

Porträt der Hungertuchpreisträgerin Denise Steger

31. Januar 2012
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Porträt der Hungertuchpreisträgerin Denise Steger

Einer fragmentierten Welt eine neue Struktur durch Denkgitter geben, dieser Aufgabe stellt sich die Künstlerin Denise Steger. Die Flut der Bilder, die das Internetzeitalter bestimmt: Verkleinerungen und die dem entsprechende Vermehrung optischer Reize sowie die Schnelligkeit der Bildübermittlung – erfordern ein neues Sehen und ein anderes Denken, welches zukünftige Generationen sicher beherrschen werden. Ihre...

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So lesen wir · So leben wir · Andeutungssplitter nicht bloß zum Vergessen

30. Januar 2012
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So lesen wir · So leben wir · Andeutungssplitter nicht bloß zum Vergessen

Die wirkliche Welt war immer nur der Film, das Buch, das Bild oder der einst berühmte Satz, all das, was sich abgelagert hat und darauf wartete wieder aufzutauchen. Zvonko Maković · lügen. warum nicht? Ich schreibe im Moment nicht Heißt denn lesen, grundsätzlich, auch vergessen? (Klar und natürlich heißt es das – leben heißt...

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Die Hungerrolle

30. Januar 2012
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Die Hungerrolle

Jetzt, wo auch schon Ärzte am Hungertuch nagen, wird es Zeit, dass endlich ein paar Tipps gegeben werden, wie dieser Schmachtlappen zu einem genießbaren Mahl zubereitet werden kann. Für heutige Gaumen ist das muffige, staubtrockene Zeug ziemlich ungenießbar. Der Mensch des Mittelalters nagte noch völlig klaglos am Fastentuch. Er war schon zufrieden, wenn ein...

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Verweis auf das Nachwort

30. Januar 2012
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Verweis auf das Nachwort

Wirkliche Kunst hat die Eigenschaft, uns nervös zu machen, schreibt Susan Sontag in ihrem Essay Against Interpretation, was ist etwas anderes ist, als zu schockieren. Nicht auf Verunsicherung, nicht auf Kritik, die uns immer dazu bringen möchte, zu hinterfragen, würde Kunst dann abzielen. Sondern aufs Kribbeln im Körper, auf sachte Schauder, auf ein mulmiges Gefühl...

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Zum Geleit – Ein Gastbeitrag

30. Januar 2012
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Zum Geleit – Ein Gastbeitrag

Das Hungertuch (auch Passionstuch oder Schmachtlappen) verhüllt während der Fastenzeit in katholischen Kirchen die bildlichen Darstellungen Jesu. Es entstand aus dem jüdischen Tempelvorhang, der im Neuen Testament im Zusammenhang mit dem Kreuzestod Jesu mehrfach erwähnt wird. Dieses Tuch trennt die Gemeinde optisch vom Altarraum und den Reliquien und erlaubt der Gemeinde die Liturgie lediglich...

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halb voll, halb leer

30. Januar 2012
Von
halb voll, halb leer

Auf Festen hat man Gelegenheit in aller Freundschaft mit alten Bekannten zu reden, über Gott und die Welt, wie man gerne sagt, meist jedoch über Fernsehen und Fußball. Da unterhalten sich zwei gestandene Männer (sagt man so, wenn sie schon einige Jahre einen Beruf ausüben und um die Hüfte herum einen stattlichen Umfang entwickelt...

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Fick dich ins Knie, Melancholie

30. Januar 2012
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Ein Abend mit Gisbert zu Knyphausen und Band Man geht hin mit den schlimmsten Befürchtungen und sie werden noch übertroffen. Man erwartet eigentlich zu viel und wird doch nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Ein kalter Abend in Hamburg Ende Januar. Man hatte sich schon gefreut, noch einmal davongekommen zu sein, aber dann war er doch...

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Dr. Lund and Mrs. Bohr

29. Januar 2012
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Dr. Lund and Mrs. Bohr

Die Bildhauerin Pia Bohr schält das Holz mit einem Stechbeitel, welcher auf direktem Wege das Geheimnis freilegt. Sie bearbeitet das Material mit einer erotisch grundierten Spiritualität wie den Apfel der Liebe oder den Pfirsich der Lust. Analog zu ihrer Arbeit als Musikerin lauscht sie in das Material hinein, als sei es ein Gefäß, in...

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HOLZBILDHAUERIN

29. Januar 2012
Von
HOLZBILDHAUERIN

Parallel zu meinem Leben als Musikerin arbeite ich seit 10 Jahren als bildende Künstlerin. Nach meiner akademischen Ausbildung habe ich mich entschieden, diesen anderen Weg der Kreativität zu gehen, weil ich das als meine Aufgabe im Leben sehe. Im Gegensatz zur musikalischen Arbeit, die auf Interaktion innerhalb der Gruppe basiert, ist die Arbeit mit...

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Kettenöl

28. Januar 2012
Von
Kettenöl

„Nicht immer müssen gegebene oder übernommene Aufgaben ernst genommen werden. Manchmal ist man darauf angewiesen, einen Ausweg, vielleicht auch einen Umweg suchen. Manchmal sollte es eine klug erdachte Ausnahmeregel sein, um sich aus einer misslichen Lage zu bringen, um sich um eine Entscheidung zu drücken, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

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Porträt der Hungertuchpreisträgerin Woon–Jung Chei

28. Januar 2012
Von
Porträt der Hungertuchpreisträgerin Woon–Jung Chei

Woon–Jung Chei wurde in Seoul geboren. Sie studierte Germanistik und Philosophie an der Heinrich–Heine–Universität in Düsseldorf und nahm danach das Studium der Sozialwissenschaften an der Gerhard–Mercator–Universität in Duisburg auf. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in deutschen und koreanischen Literaturzeitschriften und Anthologien hat sie mehrere Bücher in Deutschland veröffentlicht. Ihr Anliegen ist es, dem deutschen Publikum eine...

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Das Künstlerbuch – ein Balanceakt zwischen Illustration und Imagination

27. Januar 2012
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Sprechen wir über Künstlerbücher, dann geht es um hybride Artefakte. Etwas zwischen einem Buch und einem Bildwerk, das zwischen erbaulichem oder unterhaltendem Gebrauchsgegenstand und dem reinen Dasein; zwischen Bedeutungsübermittlung und purem Sinn-an-sich schwankt und hin- und herwabert. Ein Künstlerbuch ist der Versuch eines Künstlers, sich des textlichen Mediums zu bemächtigen und/oder sich der äußeren...

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Idole

27. Januar 2012
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Idole

Was ist ein Idol anderes als der dunkle Schatten einer kollektiven Erinnerung, eine archaische Sehnsucht nach dem Prinzip Geborgenheit und Wärme, manifestiert im weichen Umriss des Ewigweiblichen, Ewigmütterlichen? Wie ein ferner heimatlicher Höhlenruf klingt der Reigen der tanzenden Idole in Haimo Hieronymus’ und A.J. Weigonis gleichnamigem Künstlerbuch hinter den Augen nach. Lustvoll, gelassen, warm...

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Porträt des Hungertuchpreisträgers Peter Engstler

26. Januar 2012
Von
Porträt des Hungertuchpreisträgers Peter Engstler

Peter Engstler Gedichte wenden sich radikal sich gegen alle gesellschaftlichen Normierungen, gegen den ganzen Literaturbetrieb und dies auch ausdrücklich auch orthographisch, provozierend mit einer verwegenen Verknäuelung von Hybris und Demut, Tiefsinn und Posse. Seine Lyrik streift das Ephemere von den Momenten und Gelegenheiten, die sich dem dichterischen Zugriff bieten, fast vollständig ab und führt...

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auf dem Amt

26. Januar 2012
Von
auf dem Amt

Manchmal kann man gar nicht anders, als irgendeine Behörde aufzusuchen. Ein altdeutsch gesprochen und vor allem offiziell zu benennen Amt. Die meisten Menschen sträuben sich vehement dagegen, wissen sie doch, dass man hier ähnlich wie beim schlecht sortierten, mittelmäßig organisierten Arzt als Kassenpatient viel zu viel Zeit auf der inzwischen zwar gepolsterten, jedoch immer...

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Porträt des Hungertuchpreisträgers Thomas Suder

25. Januar 2012
Von
Porträt des Hungertuchpreisträgers Thomas Suder

Der Konflikt moderner Kunst läßt sich in zwei Sätzen resümieren: „Jeder Mensch ist ein Künstler“ proklamierte Joseph Beuys. „Jeder Künstler ist ein Mensch“, entgegnet Thomas Suder. Der eine will hoch hinaus, will mit Kunst die Welt heilen, der andere viel lieber zurück auf den Teppich. Die eine Seite reklamiert Ideologie für alle, die andere...

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Gasarbeiter

25. Januar 2012
Von
Gasarbeiter

Sich bis zum Anschlag aufgeblasen zu fühlen, gefällt wohl niemandem. Eine gehemmte Trägheit bemächtigt sich den dann vorsichtig wogenden  Bewegungen.Verkniffen wird der sonst so bewegliche Mensch zu einer unfreiwillig immobilen Rauminstallation. Von außen betrachtet wirkt der Anwesende dann fast clownesk in seiner geradezu demütigen Hilflosigkeit. Herr Nipp hatte wohl nicht damit gerechnet, welche Wirkung...

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buntes Grau

24. Januar 2012
Von
buntes Grau

tagtäglich nachts entschwinden gänzlich nebenbei im Gehen mir die Farben ein Schleier Grau deckt meine Sicht lässt mich klarer stehn   manchmal plötzlich unerwartet die helle Explosion gedankenbuntes Treiben Licht als Spiegelreflexion   Weiterführend → Zum Thema Künstlerbucher lesen Sie bitte auch den Artikel von J.C. Albers. Vertiefend auch das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus.

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Porträt der Hungertuchpreisträgerin Katja Butt

24. Januar 2012
Von
Porträt der Hungertuchpreisträgerin Katja Butt

Katja Butts Kunst fordert den Betrachter heraus, mehr von dem, was er sieht, auch ernst zu nehmen. Wir leben in einer bilderreichen Zeit und lassen uns von einer Pixelflut durch die Tage schwemmen. Die Skulpturistin, Videokünstlerin, Zeichnerin und Photographin Butt befragt die umbaute Bewegung in einem Akt der Dissidenz und bringt damit Bewegung in...

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Brachylogisch – oder …

23. Januar 2012
Von
Brachylogisch – oder …

Jeder gesunde Mensch kann leicht drei Tage ohne Nahrung leben; ohne Poesie – niemals … So steht es, black on white, in einem frisch gedruckten Prospekt für Lyrik geschrieben. Ich will es nun ganz genau wissen und lese, nach langer Zeit einmal wieder, Charles Baudelaires Rede Aux Bourgeois im originalen Wortlaut von 1846. Während...

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Zombies auf MetaPhon

23. Januar 2012
Von
Zombies auf MetaPhon

Diese »Zombies« sind Fiktion, dabei ist kaum etwas  erfunden. Die von A.J. Weigoni als ‚hypermoderne Menschen‘ beschriebenen Typen erleben eine Zergliederung und Fragmentierung des Abgebildeten, Veränderungen und Verstümmelungen des eigenen Körpers, sie sind das ästhetische Untersuchungsprogramm. Weigonis Momentaufnahmen der Schattenseiten der Gesellschaft sind bestechend scharf. Als Erforscher von Trivialmythen sind dabei die Bruchstellen für...

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Gedichte ohne Worte VIII

22. Januar 2012
Von
Gedichte ohne Worte VIII

Mehr Informationen zur Künstlerin, Link.

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Porträt des Hungertuchpreisträgers Manuel Quero

22. Januar 2012
Von
Porträt des Hungertuchpreisträgers Manuel Quero

Queros Werke nutzen die Sprache der Folkwangschule und erweitern diese fortwährend in einen typischen Manuel–Gestus. Seine Mischungen verschiedener Musikrichtungen, von quietschendbunter Popmusik hin zu düsterer Zwölfton– oder melancholisch– heiterer Barockmusik stehen in deutlichem Bezug zur Vielfalt der Themen. Wenn innere Denk– und Seelenprozesse durch Äußerlichkeiten, durch verspielte Rangeleien dargestellt werden, bleibt dem Betrachter mitten...

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Erster Logo-Entwurf für die Edition Das Labor von Peter Meilchen.

In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie – mit Online-Archiv. Mehr Informationen.

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Jedes Buch aus dem „Schuber“ von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk! KUNO fasst die Stimmen zu dieser verlegerischen Großtat zusammen.

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher finden Sie hier einen Essay sowie einen Artikel von J.C. Albers.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

In der Reihe MetaPhon sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Alphabetikon

Vertiefend zu ‚Alphabetikon‘ lesen Sie bitte das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus.

Trans

Twitteratur

Hier ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Edition Das Labor

Ausführliche Informationen finden sich hier.