DIN – Elektronorma

28. Februar 2018
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Vor 100 Jahren begann die Deutsche Industrie damit Produkte und später auch Dienstleistungen zu normieren, mit der Deutschen Industrienorm (DIN).

Lothar Müller befasst sich in der SZ mit etwas literarischeren und bürohistorischen Gesichtspunkten mit der DIN: 1922 wurden schließlich auch die Papierformate verabschiedet, denen wir heute noch das DIN-A4-Format verdanken. „Mit seinen größeren und kleineren Nachbarn (…) gehört es zu den Grundbausteinen der industriellen Moderne und ist eines ihrer bekanntesten Objekte. Es ist nicht nur Schriftträger, es kann zugleich Bildträger sein, und es liegt keineswegs immer flach auf einem Schreibtisch, sondern kann auch vertikal genutzt werden, als Anschlagzettel, an die Wand geheftet wie ein Poster. Ein Kranz von weiteren Objekten hat sich um die Papierformate der Norm DIN 476 gelegt, Klarsichthüllen, Aktenordner, Locher, Briefumschläge und Ablagen.“

Peter Meilchen und Haimo Hieronymus setzten 2007 mit dem Projekt Elektronorma konsequent Konzeptionen aus den vergangenen Jahren gemeinsamen Arbeitens fort. Es ging 1997 bei Q-Watching um die Befragung von Landschaft und Landschaftsvorstellungen, um das gemeinsame Bewusstewerden des Sehens und Gesehenwerdens, auch um die Möglichkeiten und Grenzen von Material als Bild- und Ausdrucksträger. Dokumentiert in der Mappe Q-Watching ein oppulentes Bildwerk. Im Jahre 2000/01 wurde diese Frage zu einem Dialog, einem bildnerischen Gespräch über die Wahrnehmung der Realität. Die Ausstellungen beim Kunstverein Dorsten und im Museum Winterswijk konnten zu grundlegendes Fragen über die eigenen Postionen in der Gegenwart anregen. Das folgende Projekt „Flimmern“ musste dann abgebrochen werden, letztlich nur um Schlüsse für Elektronorma zu ziehen.

 

 

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In 2018 kommt etwas Gewichtiges auf Sie zu. Zyklop I ist mit einer partikularen Sichtweise eine ebenso wunderbare, wie irritierende Erfahrung. Das eine ist nicht vom anderen zu trennen, denn Haimo Hieronymus schafft seine Wahrheit und er will hier nicht weniger als von allem erzählen: Vom Großen, Ganzen, vom Kosmos, von der Schöpfung. Gar vom Leben selbst, indem er in die Vollen greift, ohne Angst, etwas falsch zu machen. Kunst erkennt man daran, daß sie das Ewige sichtbar macht, Bilder werden zu einem idealen Erkenntnismedium. Zyklop I ist ein sakrales Kunstprojekt ohne religiöse Dogmen.

Zur Subscription freigegeben: Zyklop I, Fotobuch von Haimo Hieronymus, Edition Das Labor. Erscheint im September 2018 in einer limitierten Auflage von 100 Exemplaren. Freunde und Förderer werden im Katalog mit einer Würdigung dokumentiert.

Anfragen zu Zyklop I und den bibliophilen Kostbarkeiten über die Werkstattgalerie Der Bogen, Tel. 0173 7276421

Weiterführend → Zum Thema Künstlerbücher finden Sie hier einen Essay sowie einen Artikel von J.C. Albers. Vertiefend auch das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus.

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