kritischer optimismus

6. November 2014
Von

1.

als ich joachim pauls buch vom verlag mit der bitte bekam, es zu rezensieren, stellte sich mir die frage, ob man damit nicht den bock zum gärtner macht, der allenfalls das gras abfressen kann. einige der autoren, die paul zitiert, las auch ich, so aristoteles, hegel, mcluhan oder sloterdijk. zudem kenne ich texte über medienwelten und deren wirkungen von walter benjamin, theodor w. adorno, max horkheimer, roland barthes, pierre bourdieu, paul virilio, jean baudrillard oder neil postman. gotthard günther, rudolf kaehr, vilem flusser oder warren s. mcculloch, auf die der autor häufiger zurückgreift, waren mir jedoch fast oder ganz unbekannt.

paul, ursprünglich physiker, ein multidisziplinärer denker, der zusammenhänge von technik und kultur, naturwissenschaften und geisteswissenschaften im blick hat und grenzen überschreitet, wo andere stehen bleiben, sucht einen weg jenseits von technikeuphorie und kulturpessimismus. dem wort kybernetik gibt er einen ideellen sinn, indem er auf die etymologie verweist. verwandte worte sind griechisch kybernétes=steuermann, kapitän eines schiffes, kybernetiké=steuermannskunst sowie lateinisch gubernāre=steuern, lenken, leiten, regieren. paul spricht vom kybernetes odysseus. der vergleich des internetnutzers mit odysseus assoziiert die entdeckung neuer welten, sogar utopisch anmutender, zugleich aber irrfahrten, gefahr und einsamkeit. auch fahren und gefahr gehören zusammen. der gleichen wortwurzel werden fährte, gefährt, gefährte, fähre, förde, fjord, furt, fuhre, führen, pforte, portal und portier zugeordnet, die jeweils sphären des eintritts und übergangs sowie der durchquerung und überwindung beschreiben. lateinisch trāns, verwandt mit deutsch durch, bedeutet hinüber, hindurch, über etwas hinaus, jenseits. eine der subtilitäten des buchs ist es, daß das >Namensverzeichnis< odysseus unter autoren und anderen realen personen nennt. vermutlich empfindet sich paul bei seinen erkundungsfahrten zwischen technik und kultur selbst als ein odysseus, der zu einem entdecker und erfinder wird, indem er nicht die geraden, also meist ausgetretenen, sondern schiefe, nicht-lineare, labyrinthische wege geht.

pauls vorausdenken ist häufig an ein zurückdenken, und damit eine historische zuordnung, gebunden. wir brauchen den abstand von jahrhunderten, um die gegenwart zu erkennen. indem er die geschichte des denkens hinterfragt, macht er das denken selbst zum gegenstand seines denkens, so wenn er den biblischen satz »Der Buchstabe tötet, aber der Geist gibt Leben.« aufruft. buchstabe meint hier wohl das einseitig abstrakte, instrumentelle, dogmatische, aufs bloße wissen reduzierte denken, geist hingegen bildung, differenzierung, vielschichtigkeit und vertiefung. hegel zitiert er mit dem satz »Unter Bildung versteht man das Vermögen, die Dinge vom Standpunkt eines anderen aus betrachten zu können.«

paul, ein kritischer optimist, bei dem die denkart die botschaft ist, wobei er marshall mcluhan wohl nähersteht als paul virilio, kritisiert die eindimensionalen kausalitäten, die heutigen wirklichkeitsplanungen oft zugrunde liegen, und fordert ein »Denken jenseits der Dualität«. denn »das Leben selbst und damit assoziierte Phänomene wie z.B. Kognition entziehen sich vielfach einer linearkausalen Beschreibung.« er weist darauf hin, daß multikausales und polykontextuelles denken mehr der arbeitsweise der computer entspricht als das auf monokausalitäten ausgerichtete. schließlich ist es eine der fragen der zukunft, wie aus regelkreisen denkende menschen hervorgehn.

in medientechniken erkennt paul nachfolgeformen früherer kultureller und geistiger techniken. als buchdruck, fotografie und film aufkamen, schien das ende von mündlicher überlieferung, malerei und theater nahe. das abreißen des mündlichen erzählens führte gewiß zu verlusten. zugleich hat die schrift vieles überlieferte bewahrt. die neuen medien und künste haben die älteren verändert, die dabei einerseits geschwächt wurden, durch die konkurrenz teils aber auch eine größere eigenständigkeit erlangten, etwa indem das foto das dokumentarisch gemalte bild ersetzte und die malerei sich mehr aufs malerische und experimentelle konzentrieren konnte. mitunter gewinnen medien und techniken sogar an wert, gerade weil sie wirkungen verlieren. das radio, einst instrument der massenpropaganda, ist inzwischen eher zum minderheitenmedium geworden, zumindest wenn man an die kultursender denkt.

michel serres schrieb in >Die fünf Sinne / Eine Philosophie der Gemenge und Gemische<: »Jedesmal wenn ein Organ – oder eine Funktion – sich von einer alten Verpflichtung befreit, erfindet es etwas Neues. Als die Pfote oder Hand durch den aufrechten Gang von der drückenden Last des Stützens oder Gehens befreit ist, verändert sie sich; sie wird zum Greiforgan und formt schließlich das Werkzeug; als Mund, Kinn oder Maul durch die aufrechte Körperhaltung von der vitalen Notwendigkeit des Zupackens befreit sind, da beginnen sie zu sprechen. Das Gedächtnis befreit sich gleich dreimal: bei der Entstehung der Schrift, durch die Entdeckung des Buchdrucks und nun durch den Computer. Wer vermag zu sagen, was die Erfindung der Geometrie der Entstehung der Schrift verdankt? Wer vermag zu sagen, was die Experimentalwissenschaften dem Buchdruck verdanken? Zu welchen Neuerungen wird uns das dritte Vergessen führen? // Und zu welcher neuen Verfügbarkeit erhebt unsere Sprache ihre Wiedergeburt?«

klar scheint, daß der multikausal orientierte mensch differenzierter denkt, unklar hingegen, ob künftige medientechnologien in ihrer vorherrschenden anwendung dies wirklich befördern. nötig wäre vor allem eine kritik der massenmedien und massenkommunikation. zu jeder technischen entwicklung gehört das phänomen, daß die massemenschen vom neuen das primitive zuerst lernen, die alphabetisierung etwa führte zur ausbreitung der trivialliteratur, und es zeit braucht, ehe sublimierungen nicht bloß wenige erreichen. techniken sind weder gut noch böse, sondern das, was menschen aus ihnen machen. ob moderne technologien das menschliche denken letztlich bereichern oder entwerten, bildung oder verdummung, vertiefung oder verflachung, die emanzipation der bürger oder die herrschaft der apparate bewirken, ist noch unentschieden. die technik selbst macht alldas möglich. vermutlich geschieht, was immer geschah, die meisten menschen bleiben von techniken abhängig und nur wenige befreien sich damit.

wenn paul von der »Spätpostmoderne« spricht, so meint dies, daß sich lebensunddenkformen der postmodernität allmählich verbrauchen. im >Vorwort des Herausgebers 2009< zum buch >Das postmoderne Wissen< von jean-françois lyotard erklärte peter engelmann, postmodern sei »die Skepsis gegenüber den legitimierenden Metadiskursen«. ich schrieb bereits vor jahren: »selbst der zweifel wurde längst postmodern eingebunden, der annahme folgend, man könne sich allem anpassen, weil man skeptisch sei, wobei er indifferent wird und alternatives denken und handeln eher lähmt als befördert.« womöglich liegt nicht ganz verkehrt, wer sagt, das postmoderne denken, das die mythen des humanismus größtenteils hinter sich gelassen hat und zugleich selber alle merkmale einer zeitgeistbedingten, also historisch begrenzten, anpassungsstrategie aufweist, sei die aktuelle ideologie der verwertungsgesellschaft, in der wirtschaft, geld, wissenschaften und medien teilweise die früheren funktionen des staates und der kirche übernommen haben.

im abschnitt >Der Tod des Humanismus< schreibt paul: »Der Humanismus mit seinem Anspruch, als denkerisches Metasystem über den Entwicklungen zu stehen, erweist sich als nicht mehr geschichtsfähig und damit nicht zukunftsfähig.« das hatte lyotard schon 1982 konstatiert: »Der Rekurs auf die großen Erzählungen ist abgeschlossen; man kann sich also für die Gültigkeit des postmodernen wissenschaftlichen Diskurses weder auf die Dialektik des Geistes noch auf die Emanzipation der Menschheit berufen.« wenn der humanismus, der nicht zuletzt deshalb entwertet wird, weil man ihn demagogisch zur legitimation egoistischer interessen nutzt, so wenn menschenrechte kriege rechtfertigen sollen, nicht mehr zukunftsfähig ist, so stellt das die frage, was danach kommt. sollten am ende zyniker die humanisten der zukunft sein?

die griechischen und lateinischen bezeichnungen für das technische, auf die paul verweist und die noch von einer einheit und ganzheit künstlerischer, wissenschaftlicher und technischer fähigkeiten ausgingen, enthalten bereits die bedeutungen des rationalen und vernünftigen, siehe griechisch technikós=kunstvoll, kunstverständig, vernünftig, verstandesmäßig, wissenschaftlich, sachgerecht, fachmännisch, listig, technología=kunstgemäße behandlung, wissenschaftliche regeln, lateinisch technicus=lehrer einer kunst oder technik, techniker, technica=kunstwesen, kunstdinge, anweisung zur ausübung einer wissenschaft, gewerbelehre, handwerkslehre. lateinisch techna war freilich der durchtriebene streich, etwa eines sklaven, spätlateinisch ein betrug.

das technokratische und instrumentelle, das uns heute begegnet, ist jedoch nicht identisch mit dem vernünftigen. lyotard prognostizierte: »Man kann nur dann die Hauptrolle des Wissens als unentbehrliches Element des Funktionierens der Gesellschaft bestimmen und dementsprechend handeln, wenn man beschlossen hat, dass diese eine große Maschine ist.« dies könnte allerdings bedeuten, daß auch die menschen bloß noch maschinenteile seien. schon heute funktionieren viele in ihrer arbeit wie automaten und werden dadurch nicht selten psychisch krank oder zumindest verformt. funktionalität erzeugt austauschbarkeit. und wer sich von wirklichkeiten abhängig macht, ist ihnen ausgeliefert.

paul spricht von »finanziellen Massenvernichtungswaffen«. geld kann auch denken vernichten. gegenüber einer schön scheinenden dummheit wirkt bildung mittlerweile fast häßlich. geistige und kulturelle beschränktheiten sind praktisch zu permanenten modeerscheinungen geworden. und moden dienen der kapitalvermehrung. kulturundtechnikmoden wechseln wie kleidermoden. es gibt eine enorme virtuosität und vielfalt an der oberfläche, doch wenig tiefe darunter. längst haben vulgärmaterialistische vorstellungen die stelle der vulgärmetaphysik eingenommen.

es scheint ein technokratischer, man könnte auch sagen postmoderner, mythos zu sein, daß sich denken an sofortiger machbarkeit und verwertbarkeit messen lassen müsse. ein großteil des unabhängig gedachten wäre nach solchen kriterien wertlos. man denke nur an jene schriftsteller und künstler, die, weil sie sich, indem sie ihrer zeit voraus waren, nicht dem gerade herrschenden zeitgeist angepaßt hatten, in ihrer lebenszeit als nicht oder kaum brauchbar galten und erst später entdeckt wurden. gerade das unabgegoltene, abgedrängte, verlorene, abgefallene, verworfene und anstößige, das auf den müllkippen der kulturundgeistesgeschichte lagert, regt zum nachdenken an. die neuen technologien werden gewiß ebenfalls genügend solchen müll hinterlassen.

im volk ist sowieso die vorstellung verbreitet, daß zuviel denken negativ sei. ein bekannter erzählte mir, seine mutter habe während seiner kindheit öfter zu ihm gesagt: »Denk nicht soviel, davon wird man verrückt.« als ich bei einer lesung sagte, die auslagerung von denkleistungen in computer könne auf dauer die fähigkeiten des gehirns beeinträchtigen, antwortete ein schüler, zumindest die leistungsfähigkeit der daumen hätte zugenommen. ich erwiderte ironisch, vielleicht gäbe es da sogar genetische veränderungen. in 100 jahren hätten die menschen womöglich doppelt so große daumen wie heute. und vor allem, sie würden sich dann über ihren daumen definieren. wer den größten habe, gelte auch als der größte.

nichts hat mehr mißtrauen verdient als systeme und systemtheorien, die funktionieren, da sie am ehesten unausweichlich wirken. menschen sind geübt darin, realitäten für sich auszunutzen, die sie nicht verstehen. sie wollen im allgemeinen keine denktiefe, sondern ihren eigenen vorteil, den sie flach denkend und handelnd meist leichter erreichen. man sollte also egoistische interessenwahrnehmung nicht mit eigenständigem denken verwechseln. sogar das selbstreflexive denken, das eine der leistungen der aufklärung war, kann kontraproduktiv werden, wenn es narzißtisch wird und die welt außerhalb der eigenen interessensphären ausblendet. das größte denkhindernis beim menschen ist das leben selbst. sobald menschen lebensinteressen haben, halten sie etwas für richtig, das sie sofort ablehnen würden, wenns ihnen außerhalb ihres lebens begegnen würde. für technokratische gesellschaften sind autonom denkende menschen oft sogar störfaktoren. komplexes denken läßt sich selten leicht, sofort, effektvoll und oberflächlich verwerten. auf flachem gelände, das keine vertiefungen hat, kann man schnell laufen. das erklärt unter anderem aktuelle flachheiten. eine tragik besteht darin, daß verflachungen, die der verwertungswahn hervorbringt und fordert, viel vitalität binden, die für sinnvollere projekte verlorengeht.

daß im technokratischen denken auch verachtung der menschlichen natur mitwirkt, scheint mir unzweifelhaft. firmen, die nach dem ersten weltkrieg beinundarmprothesen produzierten, warben dafür mit der behauptung, technisch hergestellte beine und arme seien perfekter als die natürlichen. offenbar soll dieser glaube nun auf immer weitere teile des menschlichen körpers und selbst das gehirn ausgeweitet werden. dabei sollten wir nicht vergessen, daß techniken insgesamt lediglich prothesen sind.

»Die Kältetendenz rührt vom Eindringen der Physik in die moralische Idee.« schrieb ossip mandelstam, »Wenn es die surrealistische Figuration definiert, daß in ihr völlig disparate, ja einander widersprechende, sogar einander tödliche Interdependenzen auftreten, dann gibt es keine “klassischere” Verwirklichung des Surrealismus als die Konfiguration, die eine “computing machine” und ein vor ihr stehender Mensch bilden.« günther anders, dessen buch >Die Antiquiertheit des Menschen< manches kritisch vorwegnahm, das weiterzudenken wäre. wird die technisierung menschlicher lebenswelten nicht human integriert, besteht die gefahr eines rückfalls in vormoderne denkundverhaltensweisen der nackten gewalt. aber vielleicht bin ich in meinen erwartungen zu sehr ein von der schriftkultur geprägter spätalphabet.

paul beschreibt, was möglich wär, wenn menschenwelten anders wären. utopien haben gerade zu beginn einer entwicklung ihre berechtigung. vieles vom utopisch gedachten wird sich freilich als illusion erweisen. hoffnungen sind oft die größten irrtümer der gebildeten. andererseits halten utopien ungelebtes lebendig. man kann es auch mit friedrich schiller sagen: »Was sich nie und nirgends hat begeben, / Das allein veraltet nie.« visionen vom anderen machen den analytiker kritikfähig gegenüber bestehendem. und nur gesellschaften, die genügend vordenker und geistigen vorlauf haben, können sich erfolgreich entwickeln. man wird das ideelle also weiter brauchen, zumindest als medium der kritik und korrekturpotential. und wahrscheinlich besteht der sinn des utopischen überhaupt darin, das jeweils als normal geltende zu hinterfragen.

2.

über die jahre hinweg notierte ich mir immer wieder medienkritische gedanken, die mit denen joachim pauls korrespondieren, ihnen teilweise aber auch widersprechen. hier eine auswahl:

wer die entwicklung der medien mitbestimmen will, muß ihr voraus sein.

die welt der medien funktioniert mehr noch als die wirkliche nach pawlowschen reflexen. führt uns das virtuelle zuletzt ins animalische zurück?

wo oberflächen herrschen, bemächtigen und bedienen dämonen sich der tiefe.

dämonen sind verwundete seelen.

das überblenden ist die moderne form der verdunkelung. das hellste licht schafft so ein schattenreich.

je perfekter die wahrnehmungsinstrumente, umso mehr verflüchtigt sich die wirklichkeit.

das zurückdrängen des unmittelbaren erlebens führt zu einem geisterhaften wahrnehmen.

bilder decken wirklichkeiten, bis sie zu kadavern werden.

in den spiegeln ist kein leben. weshalb glauben wir dem bild?

das endziel der transparenz ist die erblindung.

die aufklärung schafft auch aufgeklärte manipulatoren.

die manipulativen techniken haben die autoritären ersetzt.

auch verführung kann kontrolle sein.

wer nur in einer wirklichkeit lebt, wird verblendet.

die medien halten die kritik besetzt.

täglich sitzen millionen menschen vor den simulationsmodellen der fernsehnachrichten.

die abendnachrichten ersetzen vielen den gottesdienst.

nachrichtensendungen sind die familienserien des politfernsehens.

medien handeln mit nachrichten wie börsen mit geldwerten.

zeitungen sind zeitgeistverwertungsorgane.

jung gefangene elstern können das pfeifen von liedern erlernen, junge redakteure lernen das pfeifen des zeitgeistes.

literarisches schreiben ist vom journalistischen so weit entfernt wie die alchemie von der chemie.

jede abhängige arbeit verproletarisiert den geist.

menschen folgen dem zeitgeist, weil sie ihre zeit sonst nicht ertragen würden.

wer einem zeitgeist folgt, versteht oft die probleme seiner zeit nicht.

denken beginnt mit dem nachlassen der gläubigkeit.

öffentliche meinung ist immer interessenmeinung.

vielleicht kann überhaupt nur frei denken, wer keine interessen hat.

das nebeneinander unterschiedlicher egoistischer weltbilder ergibt noch kein differenzierendes denken.

wer keine eigene denkart hat, kann nicht selber denken.

aufgeklärtes denken verlangt, daß jeder antwort die originellere neue frage folgt.

aufklärer kann nur sein, wer sich selbst infrage stellt.

skepsis ist eine zivilisationsleistung, die stets neu erlernt werden muß.

übergroße klarheit im denken verhindert eher einen wachen blick.

alle klaren weltbilder haben versagt oder werden noch versagen.

wer auf das funktionieren eines systems fixiert ist, durchschaut es nicht.

ein rationalismus, der die dunkelheiten der menschlichen seele ausblendet, endet leicht barbarisch.

in begriffen degeneriert die substanz.

wer nur betrachtet, wird bald selber zum phantom.

dialektik der medienfreiheit: alles scheint offen und jeder kann ausgeschlachtet werden.

die regisseure der skandale bleiben meist verborgen.

die katastrophentoten sind die wasserflöhe im aquarium der medien.

die wirkliche bedrohung wird fast immer ausgeblendet. im symptom tritt sie uns nur scheinbar entgegen. ist die gefahr vorbei, werden die symptome aufgehängt.

das grauen wird nicht ewig unterhaltend abgelenkt.

 

***

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