Zur Twitteratur-Reihe auf KUNO

14. Mai 2014
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Es handelt sich einfach und im strengen etymologischen Sinn um Aphorismen, um Abgrenzungen – Grenzen, zwischen welchen die Wahrheit stets sich wiederfindet, wovon man auch ausgehe.

Ferdinand de Saussure

 

Kunst darf zuspitzen, ja sie muss das tun – zuweilen. In der Politik apostrophiert die Technik aber lediglich, dass eine Gesellschaft die Technik nicht über den Inhalt oder noch schlimmer – die Technik als Inhalt definieren kann. Das menschliche Scheitern ist hier Teil des Programmierungs-Scripts. Die Ironie besteht darin, das Scheitern (wie auch in der Kunst) ein wichtiger Teil von Entwicklungen ist.

Die Gründe werden ja gerade alle durch die Medien dekliniert. Aber das ist einfach, ein Genuss des Experten-Effekts: man hatte zwar nie selbst eine eigene Idee, durfte aber im Moment des Scheiterns gleich offenbaren, warum der Absturz unausweichlich war. Das hat der Experte zumindest mit manchen Kritikern gemeinsam.

Wo die Kunst experimentieren darf, versucht und neue Wege geht (die Technik in der Wirtschaft übrigens auch) ist die kritische Reflexion ein Maß an Selbstversuch: Roland Barthes bringt es da auf den Punkt:

Ist der Kritiker nicht dort manchmal verloren, wo ihm der totale Maßstab des ihm/ihr Bekannten fehlt?

* * *

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Anja Wurm, sizzierte, warum Netzliteratur Ohne Unterlaß geschieht. Ulrich Bergmann sieht das Thema in seinem Einsprengsel ad gloriam tvvitteraturae! eher kulturpessimistisch. Für Karl Feldkamp ist sie: Kurz knackig einfühlsam.  Gemeinsam mit Sophie Reyer präsentierte A.J. Weigoni auf KUNO das Projekt Wortspielhalle, welches mit dem lime_lab ausgezeichnet wurde.

 

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