Archiv: März 2012

Johannes CS Frank • Remembrances of Copper Cream / Erinnerungen an Kupfercreme • Der Trilogie 1. Teil

31. März 2012
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Johannes CS Frank • Remembrances of Copper Cream / Erinnerungen an Kupfercreme • Der Trilogie 1. Teil

This cannot be happening · Erinnerungen an Kupfercreme Es krankt ein Großteil der Schreiberei heutzutage daran, daß ohne reale Grundlage losgearbeitet wird, daß die Autoren in ihrem Zimmer vor dem leeren Blatt sitzen und aus dem eigenen Kopf heraus arbeiten wollen. Man kann nicht nur aus dem Kopf heraus arbeiten. Man braucht wie ein...

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Lauschender Leser, redender Schreiber

30. März 2012
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Lauschender Leser, redender Schreiber

  Eine beliebte Süßigkeit, die man früher für ein paar Groschen am Kiosk erwarb, war das sogenannte Eßpapier. Theo Breuer, so scheint es, hat nie mit dem Na­schen aufgehört. Ein Buch nach dem anderen nimmt er zu sich, und das Char­mante an seinem unstillbaren Lesehunger ist, daß er die Leserinnen und Leser daran teilhaben...

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Das Licht ist mein Thema, nicht der Himmel oder: Ilya Kabakov und das Licht auf meiner Posttour

30. März 2012
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Das Licht ist mein Thema, nicht der Himmel oder: Ilya Kabakov und das Licht auf meiner Posttour

Für Theo Breuer zum Geburtstag am 30. März 2012 Himmel himmel – ein widriges wort, sagst Du in einem Gedicht, und ich habe meine ›Versuche über den Himmel‹ erstmal aufgegeben, als ich merke, dass das Licht, das aus ihm dieser Tage hervorbricht, viel interessanter ist. Heute beginne ich mit einer Vertretungstour auf der in...

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Poesie ist Ausbruch von Energie

29. März 2012
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Poesie ist Ausbruch von Energie

„Das seltsame Verhältnisspiel der Dinge“, von dem Novalis spricht, ist A.J. Weigoni nicht unbekannt. Ein Subtext der Sehnsucht und der Katastrophen zieht sich durch diese Novelle. Dieser Romancier wählt eine gebrochene Perspektive, um den Leser das Leben von Nataly und Max in ihrer Fremdheit nahebringen, aber er handhabt sie so virtuos, daß man ihr...

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Caput I

29. März 2012
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Caput I

Blinklicht. Zuerst sieht Max sie an einer Ampel. Auf dem rechten Bein stehend, den Fuss ihres linken Beins in der bestrumpften Kniekehle angewinkelt, an die rechte Kniescheibe gelehnt. Sie erinnert in ihrer fragilen Statik an einen Wasservogel mit hohen Stelzen, geknicktem Schnabel und karminrotem Gefieder, der sich mit Anmut inmitten einer zweibeinigen Menschenmenge hält,...

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Botschaften aus dem Land der Morgenstille

28. März 2012
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Botschaften aus dem Land der Morgenstille

„Close your eyes and see“, forderte Nam June Paik mit der Installation „Global Groove“ und fordert eine innere Versenkung als die Abkehr von der Oberflächlichkeit. Paiks Aufforderung lässt sich auch im Medienzeitalter verstehen: als Einladung nämlich, alltägliche Bilder und Gedanken eine Zeit lang auszublenden, um die Sinne für etwas anderes, Neues oder auch „unerhört...

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Meine Riesen

26. März 2012
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Meine Riesen

Vor den Fenstern bodenlang Gardinen sie wehen leicht im Wind ich seh´ Figuren Menschen Bäume auch in ihnen und manchmal gern ein Kind der Boden glatt aus rötlichbraunen Fliesen sie ruhen wohlig kühl im Raum bei Nacht im Traum geborene Riesen ich bin zu müde seh´ sie kaum

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Hubschrauber (um 2007)

25. März 2012
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Hubschrauber (um 2007)

Das war knapp, dieses in die Zeit, die Welt geworfen sein, sich versetzt fühlen und bemerken, dass dies nur eine der möglichen Realitäten sei. Die Sonne prasselte als Strahlengeschosse herab und ließ Gedanken im Ansatz verdorren. Er hatte die Beine im leichten Schneidersitz, das heißt nicht in einer jener unbequemen und ermüdenden Yogastellungen, die...

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Literaturzeitschrift • Revisited • POET • Das Dutzend ist voll

24. März 2012
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Literaturzeitschrift • Revisited • POET • Das Dutzend ist voll

 Chronisch Seit 1987 hat der Postbote etliche hundert artige und artenreiche ∙ belanglose und bombastische ∙ coole und chaotische ∙ dicke und dünne ∙ elegante und eklektizistische ∙ fade und frische ∙ gleiche und gegensätzliche ∙ hermetische und hermeneutische ∙ ideenreiche und ideologische ∙ jecke und junge ∙ kämpferische und konventionelle ∙ langweilige und...

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Das waren unendlich ineinander verschachtelte Sätze

23. März 2012
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Das waren unendlich ineinander verschachtelte Sätze

Es musste sich um eine wissenschaftliche Arbeit, eine Abhandlung handeln, kein normaler Mensch wäre auf die Idee gekommen, alles dermaßen zu verkomplizieren. Da schaffte einer seiner Gehirnwelt Raum, auf Papier oder in den Speichern seines Rechners und bohrte sich gemein in die Denkstrukturen der anderen, der Leser. Welchen Sinn konnte so etwas machen, wenn...

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copyright / copyleft

22. März 2012
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„Es wird so getan, als ob wir Kunst machen als Hobby. Das Rumgetrampel darauf, dass wir uncool seien, wenn wir darauf beharren, dass wir diese Werke geschaffen haben, ist im Grunde nichts anderes, als dass man uns ins Gesicht pinkelt und sagt: ‚Euer Kram ist nichts wert. Wir wollen das umsonst haben.‘ Eine Gesellschaft,...

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nebenbei bemerkt

22. März 2012
Von
nebenbei bemerkt

Wenn die Philosophie als Aufgabe einer Beschreibung und Erklärung der Welt sich zwangsläufig dann auch mit der Kunst beschäftigt, diese abbildet, oder besser beschreibt, so bleibt nichts auf den Kunstwerken zurück, denn sie bleiben trotzdem in ihrer Sicht oder Achtung, Missachtung und Abstinenz zur Welt autark. Die Reflexion von Kunst und deren Inhalten sollte...

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Baden (um 2003)

21. März 2012
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Baden (um 2003)

Jäh wachte er auf, frierend wie meist dann. Er hatte sich gegen acht, nein es musste halb neun gewesen sein, denn die Kinder waren unter deren Protest erst nach den Nachrichten zu Bett gebracht worden, wohl wissend, dass sie müde waren, aber unfähig dies sich selbst auch zugestehen zu können, in die Badewanne gelegt,...

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hysterical media art

20. März 2012
Von
hysterical media art

Das Salon Atelier aus Dortmund geht mit seinem Konzept der „hysterical media art“ neue Wege. Wie zuvor ist auch dies ein gemeinsames Offspace Ausstellungsprojekt der jungen Künstlern, die sich die Aufgabe gemacht haben, immer in kurzen zeitlichen Abständen an immer neuen Orten Kunst zu zeigen und installativ entstehen zu lassen. Und diesmal führt der...

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Diskursmaschine

20. März 2012
Von

Bei seiner Dankesrede für den Alfred-Kerr-Preis denkt Helmut Böttiger über das deutsche Phänomen des Literaturkritikers nach, der sich mittlerweile zum Literaturjournalisten gewandelt hat und dafür vom Betrieb mit Journalistenliteratur bestraft wird: „Gerade, wenn die Konjunktur gut läuft und Programme gefüllt werden müssen, sind landauf, landab die Podien voll besetzt. Die Diskursmaschine wartet nur darauf,...

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Warum Kunst?

20. März 2012
Von
Warum Kunst?

Und er stellt diese eine Frage, ganz harmlos, könnte man denken. Warum machst du eigentlich Kunst. Ich versuche mich mit der üblichen Rhetorik um eine Antwort zu drücken, Rede von der Reflexion der Welt und den unbeantworteten und nicht gestellten Fragen, von den Möglichkeiten neue Realität zu schaffen, indem ich sie abbilde, all dies...

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Zu viel Geld für Kultur schadet nur

20. März 2012
Von
Zu viel Geld für Kultur schadet nur

Der Spiegel hält sich nicht mehr an VÖ-Termine, hatte mal wieder ein Woche vorgezogen und druckte eine Streitschrift der Kulturmanagern Dieter Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel und Stephan Opitz, deren Buch „Der Kulturinfarkt“ heute erscheint. Darin wird behauptet, „Kultur für alle“ sei eine Illusion aus den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts, die sich erledigt habe....

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Rückzug der Meinungsmacher

19. März 2012
Von

Der Literaturwissenschaftler Gerhard Lauer erteilt in der SZ sämtlichen kulturpessimistischen Prognosen auf dem weiten Feld der Literatur im digitalen Zeitalter eine Absage und feiert die Möglichkeiten von Netz und eBook-Readern. Demnach verlernen wir das Lesen nicht, sondern lesen sogar mehr, wir werden dabei überdies intelligenter und die Kommunikation mit einem Buch wird reichhaltiger. Was...

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Erster Logo-Entwurf für die Edition Das Labor von Peter Meilchen.

In eigener Sache

Das Magazin Kulturnotizen (KUNO) reflektiert entstehende Kunst, Musik und Poesie – mit Online-Archiv. Mehr Informationen.

Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni im "Schuber"

Künstlerbücher

Zum Thema Künstlerbücher finden Sie hier einen Essay sowie einen Artikel von J.C. Albers.

Ohrenzwinkern

Coverphoto: Leonard Billeke

In der Reihe MetaPhon sind Facetten der multimedialen Kunst zugänglich.

Alphabetikon

Vertiefend zu ‚Alphabetikon‘ lesen Sie bitte das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus.

Trans

Twitteratur

Hier ein Essay über die neue Literaturgattung Twitteratur.

Edition Das Labor

Ausführliche Informationen finden sich hier.