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Das ganze Programm abgearbeitet, eben alles, was in drei Tagen zu schaffen ist. Harte Arbeit, das zu sehen, was auf der Wunschliste steht. Da werden Siegessäule, Brandenburger Tor, Straße des 17. Juni, Unter den Linden, Museum der deutschen Geschichte und Museumsinsel (Pergamon, altes und neues Museum – für die anderen beiden war keine Zeit mehr), Reichstag, Kanzleramt, Spreefahrt gemacht und das Shoppen fällt eben aus, nur kurz rein zum Ampelmann, übrigens intelligentes Konzept mit Alleinstellungscharakter.

Vor dem Schloss Bellevue stehen uniformierte Beamte, man kommt leider nicht herein, so auch vor Kanzleramt und Reichstagskuppel. Mindestens vier Tage vorher per E-Mail anmelden, damit die Polizei auch alle Daten checken kann. Der freundliche Beamte erklärt, das habe mit der Terrorwarnung zu tun. Die Demokratie müsse geschützt werden. Ich glaube, dass sie gerade so untergraben wird und sich noch weiter von den Menschen distanziert.

„Schade eigentlich“, sagt jemand, „dass die Politiker so peinlich vor irgendwelchen Spinnern kuschen.“

 

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Das Mittelmaß der Welt, unerhörte Geschichten von Herrn Nipp, dokumentiert auf KUNO 1994 – 2019

Weiterführend → 

Zu einem begehrten Sammlerstück hat sich die Totholzausgabe von Herrn Nipps Die Angst perfekter Schwiegersöhne entwickelt. Zudem belegt sein Taschenbuch Unerhörte Möglichkeiten, daß man keinen Falken mehr verzehren muss, um novellistisch tätig zu sein. Herr Nipp dampft die Gattung der Novelle konsequent zu Twitteratur ein. Und außerdem präsentiert Haimo Hieronymus ab 2017 Über Heblichkeiten, Floskeln und andere Ausrutscher aus den Notizbüchern des Herrn Nipp.