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Gedankenwald schließt dich ein

verschlingt dich als Luft du bist

nicht mehr ursprünglich ehrlich

tönt Vogelruf und durch die Wälder streifen

die Linien am Horizont laufen alle zusammen in der Erinnerung

es gibt ein Wort das heißt sobald:

und sobald ich gesund bin werd ich!

Aschene Tauben

ach derWald schließt uns ein

verwegen und als Schnee

es gibt Morgen noch

und Augen die können in Liebe verschlingen! Sagt

die Erinnerung während alles Blätter spuckt

wir fallen durch die Lüfte sind Vögel

da wo Regen trommeln

Verkleinerungsventil der Blick

die Haare stumpf doch du kämmst sie

den Kopf auf den Knien

und wirst Büschel sein!

Und den Regen erschlagen

Welt in Weiß

und Liebe aus Schnee

weiß die Haut die Lippen rot

und ich schmelze unnatürlich schön

und der Ekel vor dem Essen ehrlich

Augen wie sie mich fesseln

so weiß das Gesicht der Kopf ein Totenschädel

blicken die dunklen Augen blicken blicken

welken Rosen im Garten und den Schmerz brechen

Tod du Schlafen

Tod du Wachen

tastet blind

Faust Tränen im Gesicht

und älter aussehen im Sterben

Wolke sein aus Schneeflocken

die Brustwarzen kleine Beeren

ein wildes Tier nur in der Gegenwart leben

du läufst wie ein Kreisel

und zusammen leben wie

unter Blüten und Blumen ehrlich

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Weiterführend →

Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. In ihrem preisgekrönten Essay Referenzuniversum geht sie der Frage nach, wie das Schreiben durch das schreibende Analysieren gebrochen wird. Vertiefend zur Lektüre empfohlen, das Kollegengespräch :2= Verweisungszeichen zur Twitteratur von Sophie Reyer und A.J. Weigoni zum Projekt Wortspielhalle. Hören kann man einen Auszug aus der Wortspielhalle in der Reihe MetaPhon.

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