Schlagwort: Kerstin Becker

Heizhaus

  Im fensterlosen Raum knacken Rohre klopft die Luft dreht den Staub in unsre aufgeschlagnen Lungen in den Kesseln haust der heiße Geist aus Dampf   draußen ist es kalt hier ist es lind wir legen uns zusammen auf den…

Überschwemmt, die Lust am Taumel (4/5)

44 · every window in every house Habe gerade die Sprache erfunden rasende Sprache Friederike Mayröcker Weiter in diese ineinanderrankenden Gedankenmammutbäume klet­ternd, möchte saphirene Texte schrei­ben tat­sächliches Blau, in delta­mäandern­de Bewusstseinsströme eintauchend, in den Fin­ger­spitzen kribbelt Buchstabenwelt – als »souveräne…

Poesie ohne Schonbezüge ∙ Zu Kerstin Beckers Gedichtband Fasernackte Verse

Zu den Merkwürdigkeiten der deutschen Sprache gehört es, dass das schöne Adjektiv ›nackt‹ zwar grammatikalisch korrekt in konventioneller Weise gesteigert werden kann, aber die entsprechenden komparativischen und superlativischen Steigerungen ›nackter‹ und ›am nacktesten‹ eher ungebräuchlich sind und der bekannteste Superlativ…

FIXPOETRY.Verlag · Hamburg • Der Trilogie 3. Teil

schlitzlicht das / auf die wortkante fällt Susanne Eules Mnemosyne Aus den Tiefen der Erinnerung steigt, unvermittelt, hell und klar und wunderbar, ein Kinder­spiel auf, das wir zumeist auf dem Vorhof der alten Schmiede in Bürvenich spielten: »Mutter, wie weit…