Autor: Karl Philipp Moritz

Das Vergangene ist nicht vergangen

  Das Vergangene ist nicht vergangen, so lange es in jedes kommende Geschlecht sich noch mit unauslöschbaren Spuren drückt – und das Alte ist nicht alt geworden, so lange es noch in jeder neu aufkeimenden Einbildungskraft sich wieder verjüngen muss.…

Die Klassik und die Ästhetik

  Die mythologischen Dichtungen müssen als eine Sprache der Phantasie betrachtet werden: Als eine solche genommen, machen sie gleichsam eine Welt für sich aus, und sind aus dem Zusammenhange der wirklichen Dinge herausgehoben.     Bestand die Modernität des Aphorismus…

Das menschliche Elend

  Die wichtigsten Sachen, welche die ganze Menschheit betreffen, kommen manchmal erst sehr spät zur Sprache, so wie es in großen Ratsversammlungen und Kollegiis zu geschehen pflegt, wo die Aufmerksamkeit auch nicht immer gerade zuerst auf das fällt, worauf sie…

Über den Begriff des in sich selbst Vollendeten

Vorbemerkung der Redaktion: Heute verstarb der Anarchobarde Rio Reiser. Der spätere „König von Deutschland“ legte sich den Künstlernamen als Hommage an sein Lieblingsbuch zu. KUNO erinnert an ihn durch einen Text des Originals:   Es ist wohl wahr, daß wir die…